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CDU-geführt

Auswärtiges Amt verbietet Mitarbeitern die Verwendung von Gendersternchen und ähnlichen Sonderzeichen

Das von Johann Wadephul geführte Auswärtige Amt untersagt seinen Mitarbeitern per Richtlinie die Verwendung von Sonderzeichen für geschlechtsneutrale Schreibweisen. Von einer sprachpolitischen Kehrtwende kann dennoch keine Rede sein.

Von

Außenminister Wadephul bei einem Besuch in Finnland (IMAGO/AA)

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Nach Informationen der Nachrichtenplattform Politico hat das Auswärtige Amt seine Mitarbeiter dazu angewiesen, künftig innerhalb von Wörtern keine Sonderzeichen für geschlechtsneutrale Bezeichnungen mehr zu verwenden. Derartige Sonderzeichen seien „nicht Bestandteil des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung und daher im amtlichen Schriftverkehr der Bundesbehörden nicht vorgesehen“, gab die Behörde gegenüber der Bild an.

Demnach sei die Regelung den Mitarbeitern im Intranet des Auswärtigen Amts erläutert worden, verbunden mit der Aufforderung, sie „weit auszulegen“. Die Regelung soll nicht nur im externen Schriftverkehr Anwendung finden, sondern auch in der internen Kommunikation sowie in Aktenvermerken.

Eine vollständige Abkehr von der sogenannten geschlechterneutralen Sprache soll die Richtlinie jedoch nicht darstellen. Ohne die Verwendung von Sonderzeichen könnte eine geschlechtergerechte Formulierung etwa durch die gleichzeitige Nennung beider Geschlechter erfolgen, beispielsweise „Zuschauerinnen und Zuschauer“. Eine weitere Möglichkeit ist der Zusatz „m/w/d“ für „männlich, weiblich, divers“.

Wie Politico berichtet, sollen als Konsequenz neuartige, komplizierte Sonderregelungen eingeführt werden. So soll etwa die Schreibweise „Kolleg/innen“ künftig nicht mehr verwendet werden. Anders sieht es bei „Mitarbeiter/innen“ aus, das zulässig bleiben soll. Zur Begründung verweist die Behörde darauf, dass die Wörter auf beiden Seiten des Schrägstrichs jeweils auch eigenständig funktionieren müssen. Während „Mitarbeiter“ für sich steht, ist „Kolleg“ keine vollständige Form.

Damit nimmt die von Außenminister Johann Wadephul geführte Behörde eine leichte Korrektur an dem sprachpolitischen Kurs vor, der unter seiner Amtsvorgängerin Annalena Baerbock noch anders gewichtet war. Von einer grundsätzlichen Abwendung von geschlechtsneutraler Sprache kann jedoch keine Rede sein.

ahz

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68 Kommentare

  • Alles Nebelkerzen und Augenwischerei für die bevorstehenden Wahlen.

    • Es geht auch darum, dass Sonderzeichen bei unseren „Freunden“ Symbolsalat ergibt.

    • Dem woken Wahn ein Ende setzen:
      Man sollte sämtliche Mails, Schriftverkehr oder Briefe, welche in irgendwelche linke Lager adressiert sind, zusätzlich bis zur Unkenntlichkeit vergendern.
      Vorschlag:
      Nach jedem a ein Gendersternchen, nach jedem Großbuchstaben einen Doppelpunkt, nach jeder Silbe einen Bindestrich und an jedes Hauptwort ein Innen dranhängen.
      Kann man in der Autokorrektur von Office, LibreOffice etc. sehr schnell einrichten.
      Die Gegenderten würden durchdrehen.

      • Vor Freude! Sie würden definitiv jubeln!

  • Gendersprache gehört grundsätzlich in öffentlicher Verwaltung und Bildungseinrichtungen abgeschafft.
    Wir haben so viele Schüler und auch erwachsene Mitbürger mit geringer Literalität, die nicht sinnverstehend lesen können. Gerade in einem Einwanderungsland stellt eine künstlich verkomplizierte Sprache, die den Lesefluss hemmt, ein zusätzliches Integrationshindernis dar. Ebenso ist es für geistig eingeschränkte Menschen in ihrer intellektuellen Teilhabe hinderlich, wenn Texte zu sperrig werden. Ich lese sehr gerne – die ästhetische Dimension der Sprache geht dabei komplett verloren. Von der Ideologie hinter dieser Sprache ganz zu schweigen…

    • 100% Zustimmung!

      Deutschlands LINKE Politik ist hochgradig schwachsinnig: Einerseits diese blödsinnige Gendersprache, andererseits für Invasoren „Tagesschau in einfacher Sprache“…

    • Was meinen Sie wohl warum es Informationen in „einfacher Sprache“ gibt? Da denkt man zuerst, das wären früher Aufbereitungen für behinderte Menschen gewesen. Heutzutage wird die Zahl der Menschen, die noch klar deutsch lesen, schreiben und sprechen können, immer geringer.

    • Genderschrift und Sprache IST eine Erfindung von GEISTIG EINGESCHRÄNKTEN!

      • .. oder von Menschen, die seelisch und geistlich arm sind.

        Menschen mit Verstand und Selbstvertrauen brauchen das alles nicht.

  • Demnach sei die Regelung den Mitarbeitern im Intranet des Auswärtigen Amts erläutert worden, verbunden mit der Aufforderung, sie „weit auszulegen“.

    Irre — Eine Aufforderung, die augenzwinkernd zu verstehen gibt, dass man sie getrost ignorieren kann.

  • Deutschland wurde nicht in den UN-Sicherheitsrat gewählt.
    Jetzt greift der Außenminister durch.

  • Das mit dem generische Maskulinum als Frauenbenachteiligung zu deklarieren ist doch eine Farce, den mit z.B. Bürger sind alle gemeint. Eine extra Nennung von Bürgerinnen braucht es nicht. Im Übrigen ist das Weibliche in der deutschen Sprache ganz schön bevorzugt. Laut Duden sind 46,2 % der Substantive weiblich, aber nur 33,6 % männlich. Zur Ergänzung: 21,2 % sächlich (Neutrum). Insgesamt haben 98,4 % der Substantive nur einen Artikel, 1,6 % zwei bis drei. Also wenn man da mal auch etwas „Gerechtigkeit“ schaffen könnte.

    • Wenn der ,,Bürger“ keine generische, sondern eine männliche Form wäre, dann wäre die ,,Bürgerin“ nur ein Anhängsel des Mannes. Das merken diese Frauenbenachteilungsbeseitigerinnen gar nicht.
      An den Stamm ,,Bürg“ müsste dann statt der angeblich männlichen Endung ,,er“ die weibliche ,,in“ angeschlossen werden, also nicht die ,,Bürgerin“, sondern die ,,Bürgin“. Was wohl der Bürge dazu sagen würde?

    • seltsamer Weise wird bei ALLEN Nationalitäten den weiblichen ein -innen- angehängt.
      Aber „Deutscherinnen“ lese ich nur wenn ich es selbst geschrieben hab.

      INKONSEQUENZ und MULTIMORAL sind 2 Bedingungen für deutsche Politiker und Polit… achleckmichamarsch!

  • Ihr seit Helden. Dafür werdet ihr gewählt. 🙂 🙂 🙂

  • Mit tiefstem Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass das Auswärtige Amt seinen Mitarbeiter*innen, Kolleg:innen und Beamt_innen die kreative Nutzung von GendeInnensternchen, Doppelpunkten und Unterstrichen untersagt.
    Wie sollen Diplomatinnen und Diplomaten – pardon, Diplomati*Innen – nun ihre intersektional diversitätssensible Schriftsprache entfalten?

    Bleibt am Ende gar … nur noch verständliches Deutsch?
    Welch tragischer Rückschritt für alle Sprachgestalter:inninen!
    😧

    • Diplomaten sind ja auch außen und nicht im Inland.

    • Kein Mensch der Welt kann die Deuschen noch verstehen.
      Und das hat mit Schrift und Sprache nix zu tun!…

      • eher Deuschinnen

    • 😁😆😅

  • Lange überfällig

  • Ich finde es diskriminierend, dass nur Frauen eine exklusive Wortform bekommen. Ist doch viel logischer wenn z. B.
    Lehrer -> alle
    Lehrerer -> nur Männer
    Lehrerin -> nur Frauen
    oder so ähnl.

    • Leer = 1 Politiker
      Leerer = 2 Politiker
      Hohl = Alle Politiker

      • hatte in den 70ern einem Kumpel ne Geburtstagskarte geschickt: An den Leerling Christian
        Am nächsten Tag er: „Soll dir von meinem Alten ausrichten, dass er SEHR von dir enttäuscht ist. Hab versucht ihm deinen Witz zu erklären. …hoffnungslos.“
        „Dann grüß ihn von mir; ich jetzt auch von ihm.“

      • voll
        voller
        am vollsten
        stockbesoffen

  • aber Perücke tragen bleibt weiterhin erlaubt?

  • Da macht er mal was richtig. Auch schön.

  • Genau DAS ist das Deutschland, das ich seit einigen Jahren kenne. Bloss nicht wirklich festlegen, keine echten Entscheidungen treffen, für alles Ausnahmen und Extrawürste, im Zweifelsfall endlose Stuhlkreise und externe Berater.

    Genau wie bei uns im Betrieb: Früher hat eine Person JA oder NEIN zu etwas gesagt, dann wurden es zwei, mittlerweile ist es wirklich ein Stuhlkreis. Furchtbar.

  • Na immerhin mal etwas positives der neuen Regierung !! Oder nur ein Schuss in den Nebel ??

  • Volkszersetzung mittels Sprachregelung nannten es die Nazis. Und sie waren die ersten die genderten.

  • Warum schreiben die nicht nach dem Duden? Es hat Jahrhunderte gedauert bis es endlich eine einheitliche Rechtschreibung für die deutsche Sprache gab. Warum wird das jetzt verunstaltet? Für mich sind Leute, die per Schrift ihre Ideologie anderen Leuten aufzwingen wollen, Faschisten. Einerseits wollen die „genderneutral“ schreiben- auf der anderen seite locken die junge Männer aus Kulturen ins Land, in denen Gleichberechtigung abgelehnt wird. Sollen die durch Gendersternchen bekehrt werden?

    • Wer sich heute 100% an den Duden von 1995 hält, fällt durch jede Prüfung. Ist quai Legastheniker. Aber macht nix. Denn selbst Dyslektiker kommen in höchste politische Ämter.

  • Ist ja logisch, dass man das so macht. Im Ausland versteht man ja schon die irrsinnige deutsche Politik nicht. Gendersternchen bringen ja noch mehr Verwirrung rein und wer uns vorher noch nicht für gaga gehalten hat, der tut es spätestens wenn er die gegenderte Sprache liest.

    • s.o. …

  • Mal wieder nichts Halbes und nichts Ganzes, also Business as usual.

    • Weil der Duden zu recht nicht verbindlich ist!

      Wär‘ ja noch schöner, wenn ein Privatverein von „Bessermenschen“ mit viel Haltung, aber wenig Gespür für Sprachlogik allen Deutschsprachigen vorschreiben könnte, was (wenn’s nach dem Duden ginge: politisch) korrektes Deutsch ist…

      Dafür haben wir Gremien mit echten Experten, die kompetenter sind, wie den Rat der Deutschen Rechtschreibung.

  • „Liebe Wadephul*innen, schreiben Sie endlich nicht mehr Baerbockisch“

    • und Chrupalla wäre Chrupalladin oder Chruppalanisch oder wie ?

  • Man lügt einfach weiter um Wähler zu holen.

  • Es gibt sie doch noch,die guten Nachrichten.
    Von dieser Seite hätte ich sie nicht erwartet.

  • Was erwartet ihr von Frau Baerbock im Anzug??
    M.G.

  • „Mitarbeiter/innen“: Was ist denn daran geschlechtsneutral, wenn die männliche und weibliche Form ausdrücklich genannt werden? Das ist geschlechtsdifferenzierend und geschlechtsbetonend, angetrieben von feministischer Raserei.

    Die einzige geschlechtsneutrale Form ist die bestehende, die generische! Und zwar im Maskulinum, Femininum und Neutrum.
    Warum nur lassen sich so viele Leute ins Genderbockshorn jagen?

    • KADAVERGEHORSAM

    • @ Lumpazi

      „(…) angetrieben von feministischer Raserei.“ Köstlich!

      „Warum nur lassen sich so viele Leute ins Genderbockshorn jagen?“

      Sehr einfach: Die Feministoidinnen, weil sie sich allen anderen Frauen bis nach sonstwohin überlegen fühlen und seelisch gesunden Frauen deshalb klarmachen müssen, wo die Henkerin wächst. Und Männer, weil sie zu etwa 90 % heterosexuell sind und sich deshalb nett benehmen müssen, ansonsten sie …

  • Das ist etwas, um das man sich gleich am Anfang hätte kümmern können, weil es am eindeutigsten und einfachsten umzusetzen war. Jetzt, nach diversen Skandalen und, ganz vorsichtig formuliert, Verdichtung der Anzeichen für eine völlig Reformunfähigkeit, ist derlei nur noch albern, reine Augenwischerei, eine Nebelkerze oder sonst etwas, was andere hier schon schrieben.

  • Oh, sind die Wahlen auch im AM angekommen?

  • „Während „Mitarbeiter“ für sich steht, ist „Kolleg“ keine vollständige Form.“

    Das ist leider falsch. Das Wort „Kolleg“ ist sehr wohl eine durch und durch vollständige Form. Dieser Begriff bedeutet halt etwas völlig anderes als das Wort „Kollege“.

    Hier beispielsweise führt ein Kolleg Erwachsene in zwei, drei oder vier Jahren zur Allgemeinen Hochschulreife.

    https://www.km.bayern.de/lernen/schularten/weitere-schularten/kolleg

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