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Schleichendes Bargeld-Ende

Australiens Banken führen immer mehr „bargeldlose“ Filialen ein

Die zwei größten Banken Australiens führen immer mehr Filialen ein, in denen man kein Bargeld mehr am Schalter abheben kann. Nun folgen Einschränkungen für den Handel mit Krypto-Währungen.

Bildquelle: Wikimedia Commons via CC BY-SA 4.0

In mehreren australischen Großstädten hat die Commonwealth Bank, die größte Bank des Landes, „bargeldlose“ Filialen eingeführt. Mehrere Standorte in Sydney, Melbourne und Brisbane wurden in sogenannte „Spezialzentren“ umgewandelt. 

Dort können Kunden kein Bargeld mehr am Schalter abheben oder einzahlen – nur noch die Bankautomaten ermöglichen das. Dabei kann man freilich davon ausgehen, dass diese ein Limit haben. Für größere Bargeldabhebungen gibt es damit immer weniger Filialen, die Kunden heraussuchen müssen, um ihr Geld abzuheben.

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Die „Spezialzentren“ ohne Bargeldabhebung „bieten Kunden persönlichen Zugang zu spezialisierten Privat- und Geschäftskreditgebern“, so die Bank. „Alle unsere Spezialzentren befinden sich an wichtigen Standorten in Ballungsräumen.“ Die Bank ANZ, die zweitgrößte des Australiens, hatte zuvor ein ähnliches Programm eingeführt. Auch dort gibt es in vielen Filialen keine Bargeldauszahlung mehr. 

Die Daily Mail berichtet bereits von verärgerten ANZ-Kunden, die größere Mengen australische Dollars abheben wollten, aber dort zurückgewiesen wurde, weil die Filialen kein Bargeld mehr hatten. 

„Bei ANZ haben wir in den letzten fünf Jahren einen Rückgang der Transaktionen in den Filialen um 50 Prozent erlebt, wobei nur noch ein Prozent der Transaktionen am Schalter abgewickelt und 96 Prozent digital abgewickelt werden“, rechtfertigt ein Sprecher das neue Konzept.

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Auch Krypto-Einschränkungen

Die Commonwealth Bank hat derweil weitere Einschränkungen für ihre Kunden eingeführt: So werden es ab sofort zum Teil Transaktionen zum Kryptohandel blockiert. Man wolle damit Betrug bekämpfen, so die Begründung. „Wir führen neue Maßnahmen ein, um Sie vor Betrug und Betrug zu schützen“, heißt es in den E-Mails der Bank.

„Wir können den Betrag, den Sie an bestimmte Konten oder Händler zahlen können, beispielsweise an solche, von denen wir glauben, dass sie mit Kryptowährungsbörsen in Verbindung stehen, auf insgesamt höchstens 10.000 Dollar von allen Ihren Konten pro Kalendermonat beschränken“, heißt es.

In den neuen Geschäftsbedingungen schreibt die Bank, dass sie „Ihr Konto sperren oder schließen, Ihre Karte oder andere Zugangsmethoden sperren oder sperren“ kann, um Zahlungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu stoppen.

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