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Historische Umfrage

Australien: Migrationskritische One Nation-Partei erstmals auf dem ersten Platz

Die migrationskritische Partei One Nation legt in Australien deutlich zu und wird in einer neuen Umfrage erstmals stärkste Kraft. Der Druck auf die Traditionsparteien wächst damit auch in Australien.

Mit australischer Flagge umhüllt: Pauline Hanson (IMAGO/AAP)

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Die australische Partei One Nation unter der Führung von Pauline Hanson kann in den Umfragen deutlich hinzugewinnen und erreicht in nationalen Umfragen erstmals den ersten Platz. Die Partei verfolgt einen restriktiven Einwanderungskurs und eine harte Austeritätspolitik. Nun hat sie der regierenden Labor Party von Anthony Albanese einen schweren Schlag zugefügt.

Die Umfrage erfolgte unmittelbar, nachdem die Regierung ihren Bundeshaushalt für das kommende Jahr präsentiert hatte. In der sogenannten Post-Budget-Snap-Umfrage, die als starker Indikator für die Stimmung in der Bevölkerung gilt, erzielte One Nation nun ein historisches Ergebnis. Hansons Partei kam in der Umfrage auf 32 Prozent, während Labor lediglich 28,5 Prozent erreichte. Die LNP, das traditionelle Bündnis der Konservativen und Liberalen, kam auf 16,5 Prozent. Die australischen Grünen lagen bei 11,5 Prozent, sonstige Parteien erhielten ebenfalls 11,5 Prozent.

Besonders die historisch starken Parteien Labor und die Konservativen mussten im Vergleich zu vorherigen Umfragen deutliche Verluste hinnehmen. Die Regierungspartei verlor im Vergleich zur vergangenen Woche zwei Prozentpunkte. Noch dramatischer fiel das Ergebnis für die LNP aus: Vor einer Woche lag die Partei noch bei 25 Prozent – ein Einbruch um 8,5 Prozentpunkte. Teile der Wählerschaft scheinen zu One Nation gewechselt zu sein. Die Partei konnte sich um ganze zehn Prozentpunkte verbessern. Als Albanese bei der Parlamentswahl 2022 zum Premierminister gewählt wurde, lag One Nation lediglich bei fünf Prozent.

Die Verschiebung der Stimmen ist maßgeblich auf die Bilanz der Regierung und den beschlossenen Haushalt zurückzuführen. Albaneses linksliberale Regierung kündigte grundlegende Veränderungen bei der Steuer- und Wohnungsreform an, die viele als Angriff auf hart arbeitende Australier betrachten. Geplant sind Einschränkungen bei Neubauten sowie eine deutliche Anhebung der Kapitalertragsteuer. Hanson selbst bezeichnete den Haushalt als „shit sandwich“ sowie als „marxistisch, sozialistisch und kommunistisch“.

Parteichefin Hanson fällt des Öfteren mit provokativen Aktionen im australischen Parlament auf. So etwa im November vergangenen Jahres, als sie aus Protest gegen die Vollverschleierung mit einer Burka ins australische Oberhaus marschierte. Vom Senat wurde sie dafür gerügt und mit einer siebentägigen Suspendierung belegt. Andere Parlamentarier gingen noch weiter und wollten Hanson sogar zu einem Rassismustraining verpflichten.

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Gelegentlich hält die Senatorin ihre Reden auch in eine australische Flagge gehüllt, was ebenfalls für Aufregung unter anderen Abgeordneten sorgt.

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15 Kommentare

  • Man muss an Hölderlin denken: „Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch“.

  • Sehr gut. Überall im Westen das gleiche Bild. Allerdings ist es schwierig die linke Meinungshoheit zu zerschlagen. Aber notwendig für das Überleben unserer Gesellschaft.

  • Der Krampf gegen Rechts scheint auch in Australien nach hinten los zu gehen.

  • Hier der großartige Auftritt von Pauline Hansson und die seltsamen Reaktionen des Parlaments:

    https://www.youtube.com/watch?v=BJBF3mqV2HE

    • Die Reaktionen der Kopftücher und Linksverstrahlten bestätigen die Rechten umso mehr.
      Beim Anblick von Kopftüchern im Stadtbild bekomme ich auch erst einen Brechreiz, aber dann folgt die Erkenntnis, dass jedes Kopftuch neue AfD Wähler generiert und bestehende in ihrer Wahlentscheidung bestätigt.

      • Wenn deine Weltsicht nur daraus besteht andere zu nerven bist du Rechtspopulist.

        • Als du bist der Rechtspopulist. Schön, dass du zu der Einsicht gelangst. Das soll ja der erste Weg zur Besserung sein.

          0
  • Man sieht der Wind dreht sich langsam überall.
    Alles nur eine Frage der Zeit .
    Zum Schluss wird alles wieder gut ❗

  • Ganz stark! Sollte diese Partei mal an die Macht kommen, wird es klar erkennbar, daß nur eine Migration von weit überdurchschnittlich intelligenten, wohlerzogenen, gebildeten Menschen einem Land Vorteile bringt. Ich gehe nicht davon aus, daß jemand komplett rigoros wirklich niemanden reinlassen wird. Im Gegenteil hat man so Chancen echte Topleute woanders abzuwerben. Ohne Werbung, ohne Kosten ganz automatisch. Die Leute, die dann noch kommen, werden so hohe Potentiale in die Gesellschaft einbringen, daß schlagartig alle Mittelwerte höheres Niveau erreichen. Mit Folgen für den Tourismus. Man wird automatisch zum Luxusresort. Monaco in größer, besser, weiter weg etc.. Eine Traumwelt, wie auf einem eigenen Planeten. Ich will dahin……, sofort. Das positive wird sein, daß Australien dann überall auf der Welt Bewunderung und Sehnsüchte auslöst. Das wird Nachahmung finden….

  • Früher träumten viele davon, nach Australien auszuwandern. Freiheit finden. Mittlerweile kann man gleich zuhause bleiben.

  • Das Kartell hat es immer wieder und wieder bewiesen, auch bei uns gibt es nur einen einzigen Weg endlich etwas zum Besseren zu verändern…

  • Bei allem was gerade politisch passiert; wozu so ein Artikel?

    Eine jüngere Frau im Kopftuch, eine alte Frau in einer Polyesterfahne. Dieses Bild ist nicht zufällig gewählt.

  • Australien hat bereits eine strenge Migrationspolitik. Was soll also so ein Umfragewert? Umfragewerte sind wertlos. Sie sind nur dazu da, dass man Leute, die sonst niemanden zum reden haben, als einen repräsentativen Teil der Gesellschaft darstellt. Am Ende ist diese One Nation Partei besetzt von zornigen Alten, die nicht die Zeit für langfristige Politik haben. Zeitverschwendung für alle anderen.

    -19
    • Ich bin ein Narr, verstehe das was ich so schreibe selber nicht, dafür bekomme ich aber schönes Steuergeld!!

      • Du kriegst Psychose.

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