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Christenverfolgung

Anschlag auf Kirche in Istanbul – Bundesregierung schweigt

Während eines Gottesdienstes in Istanbul ereignete sich am Sonntag eine schockierende Attacke, bei der ein Mensch getötet wurde. Zwei maskierte Männer eröffneten in einer katholischen Kirche das Feuer. Die deutsche Bundesregierung äußert sich beharrlich nicht zu dem Vorfall.

In einer schockierenden Attacke während eines Gottesdienstes in Istanbul wurde am Sonntag ein Mensch getötet. Zwei maskierte Männer eröffneten in einer katholischen Kirche das Feuer, wie der türkische Innenminister Ali Yerlikaya mitteilte. Der Angriff ereignete sich während des Gottesdienstes des italienischen Bischofs Massimiliano Palinuro, in der im 19. Jahrhundert erbauten Kirche Santa Maria Draperis.

In einem auf der Plattform X, vormals Twitter, geteilten Video sind ein Krankenwagen und mehrere Polizisten vor der Kirche zu sehen. Zunächst gelang den Tätern die Flucht, aber die türkische Polizei konnte später zwei Verdächtige festnehmen, wie Innenminister Yerlikaya am Sonntagabend bekannt gab.

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Die Gemeinde der betroffenen Kirche besteht dem Nachrichtenportal Vatican News zufolge aus dem Franziskanerorden und nahm zum Tatzeitpunkt etwa 40 Gläubige am Gottesdienst teil. Auf Sicherheitskameraaufnahmen vor dem Angriff sind zwei Männer mit schwarzen Skimasken zu sehen, von denen einer eine schwarze Sonnenbrille trägt.

Bürgermeister Ekrem Imamoğlu sprach vor Reportern sein Beileid aus und betonte, dass es in der Stadt und im Land keine Minderheiten gebe. Papst Franziskus äußerte ebenfalls sein Mitgefühl für die Gemeinde der Kirche St. Maria Draperis.

Deutschland schweigt über Christenverfolgung

Von Seiten der Bundesregierung, weder von Bundeskanzler Scholz, noch von Außenministern Baerbock kamen bisher Beileidsbekundungen an die Familien der Opfer oder Verurteilungen des Anschlags. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundesregierung auf die Ermordung von Christen in aller Welt schweigt, bis heute hat man sich die Bundesregierung auch nicht zu den Massakern an Christen in Nigeria im Dezember und Januar geäußert.

Präsident Recep Tayyip Erdogan bekundete in einem Telefonat mit Vertretern der Kirche und örtlichen Behörden sein Beileid und versicherte, dass alles unternommen werde, um die Täter so schnell wie möglich zu fassen. Diese Attacke ereignete sich nur wenige Wochen nach der Festnahme von 32 mutmaßlichen Anhängern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Türkei, die Anschläge auf Synagogen, Kirchen und die irakische Botschaft geplant haben sollen.

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