Thüringen
AfD vergrößert Rekordvorsprung – Voigt-Regierung steht nur noch bei 28 Prozent
In Thüringen dominiert die AfD wie sonst nur in Sachsen-Anhalt. 40 Prozent für die Partei von Björn Höcke stehen in der neuesten Insa-Umfrage nur noch 28 Prozent für alle drei Partner der Regierungskoalition gegenüber.
Laut einer neuen Umfrage von Insa im Auftrag der Thüringer Allgemeinen, der Ostthüringer Zeitung und der Thüringischen Landeszeitung liegt die CDU in Thüringen nur noch bei 18 Prozent der Wählerstimmen. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Juli und 22 Prozentpunkte weniger, als die AfD erhält.
Die Partei von Björn Höcke führt in der Umfrage weiterhin mit 40 Prozent. Knapp hinter der CDU reiht sich die Linke ein, auf die 17 Prozent entfallen. Bei der Wahl 2024 hatte die Union noch einen Vorsprung von über zehn Prozentpunkten vor der Partei des früheren Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Dieser ist nun auf einen einzigen Prozentpunkt zusammengeschrumpft.
Neben AfD, CDU und Linken könnten auch SPD, BSW und Grüne den Einzug ins Landesparlament schaffen. Die mitregierenden Sozialdemokraten können sich mit acht Prozent sogar merklich gegenüber ihrem vorherigen Wahlergebnis verbessern. Die Grünen sind mit vier Prozent dagegen weiterhin eher draußen.
Chancenlos ist wohl die BSW-Abspaltung „Thüringen gerecht“ unter Vizeministerpräsidentin Katja Wolf. Sie erreicht in der Umfrage nur zwei Prozent. Wagenknechts BSW hat dagegen mit fünf Prozent gute Chancen, wieder in den Landtag zu kommen. Der in den letzten Umfragen konstante Stimmenanteil von sieben Prozent hat sich damit sehr ungleich auf die beiden Vereinigungen verteilt. Nur zwei von ehemals 15 BSW-Abgeordneten bekennen sich noch zu der Partei, auf deren Liste sie 2024 gewählt wurden.
So deutlich hat sich die AfD sonst nur in Sachsen-Anhalt von den anderen Parteien abgesetzt. Selbst im Vergleich mit der gesamten Regierungskoalition von Ministerpräsident Mario Voigt ist der Abstand gewaltig. CDU, SPD und „Thüringen gerecht“ kommen zusammen nur auf 28 Prozent beziehungsweise rund 30 Prozent der Sitze. Die AfD könnte dagegen rund 45 Prozent der Mandate einnehmen – würde aber an der absoluten Mehrheit scheitern, selbst wenn das BSW den Landtagseinzug verfehlen sollte.
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Hmm, woran mag das wohl liegen?
Vermutlich haben die anderen Parteien ihre Politik nicht gut genug erklärt, oder?
Vielleicht spielt auch das veränderte Stadtbild eine Rolle?
Zu den Grünen würde ich sagen: Die Ossis da haben den Irrweg „Energiewende“ früher als alle anderen erkannt.
Kann man nur hoffen, daß Wessis folgen…