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Regulierung

Nach Wahlsieg der Demokraten: US-Börsen melden „KI-Blutbad“

Nach dem Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gehen die Börsen auf Talfahrt. Aus Angst vor strengeren Regulierungen für die KI-Branche verkaufen Anleger massenhaft Aktien. Besonders Technologiekonzerne erleiden massive Verluste.

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Tiefes Rot an der New Yorker Börse: Erwartete KI-Regulierung schickt die Kurse auf Talfahrt. (IMAGO/UPI Photo)

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Die US-Börsen haben am Donnerstag massive Verluste verzeichnet. Der wichtige Index S&P 500 schloss 4,4 Prozent im Minus, der Dow Jones verlor 3,4 Prozent. Besonders heftig traf der Ausverkauf Technologieaktien: Der Nasdaq-Index sank um 5,5 Prozent, der Auswahlindex Nasdaq 100 sogar um 6,4 Prozent.

Am Donnerstag verloren die im S&P 500 enthaltenen Unternehmen zusammen rund drei Billionen Dollar an Börsenwert, der größte Tagesverlust in der Geschichte des Index. Der Nasdaq lag zum Handelsschluss mehr als zehn Prozent unter seinem Rekordhoch. Der Philadelphia-Semiconductor-Index, der große Halbleiterhersteller umfasst, sackte um mehr als zwölf Prozent ab.

Hinter den Verkäufen stehen Befürchtungen, dass das starke Abschneiden der Demokraten bei den Zwischenwahlen den Ausbau der amerikanischen KI-Infrastruktur bremsen könnte. Der Widerstand gegen neue Rechenzentren hatte im Wahlkampf eine wichtige Rolle gespielt. Mit der neuen Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus sowie diversen eroberten Gouverneursämtern in den Bundesstaaten fürchten die KI-Unternehmen mehr Regulierung und Kontrolle – unter Trump und der republikanischen Kongressmehrheit verfolgte Washington bisher eher einen Laissez-faire-Ansatz. Anleger müssen nun ihre Gewinnchancen neu bewerten und einschätzen, wie schnell Unternehmen ihre geplanten Projekte umsetzen können.

Entsprechend stark gerieten Aktien der großen Chiphersteller unter Druck. Nvidia verlor mehr als neun Prozent und büßte damit sämtliche Kursgewinne seit Jahresbeginn ein. Der Börsenwert des Unternehmens schrumpfte um knapp 450 Milliarden Dollar. AMD, Micron und Sandisk verzeichneten zweistellige Kursverluste.

Verstärkt worden sein könnte der Absturz durch den hohen Umfang kreditfinanzierter Aktienkäufe. Laut Daten der Aufsichtsbehörde Finra, der freiwilligen Selbstaufsicht der amerikanischen Broker, beliefen sich die Wertpapierkredite amerikanischer Anleger im September auf knapp 1,5 Billionen Dollar – rund 350 Milliarden Dollar mehr als ein Jahr zuvor.

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Solche Kredite können eine Verkaufswelle beschleunigen: Fallen die Aktienkurse, verlieren die hinterlegten Sicherheiten an Wert. Broker verlangen dann zusätzliches Kapital, wofür Positionen oft liquidiert werden. Dadurch geraten die Kurse weiter unter Druck.

Ob sich die Börsen rasch stabilisieren, hängt damit auch davon ab, wie viele weitere Verkäufe zur Absicherung oder zum Abbau von Krediten notwendig werden. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung ist durch das Wahlergebnis nicht verschwunden.

mro

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13 Kommentare

  • Es ist Einkaufszeit an der Börse! Ein weiser Mann hört den Profit aus dem Wind.

  • EILMELDUNG: Amtsenthebungsverfahren gegen Pete Hegseth

  • Sozialismus wirkt. Vielleicht hätten die Amerikaner mehr nach Deutschland schauen sollen. Auch wenn Trump speziell ist, aber Demokraten, die tatsächlich eine völlig unfähige Harris wieder aus dem Hut zaubern wollen, sind bei weitem schlimmer.

    • „Sozialismus wirkt“

      Alle Demokraten Kandidaten, die von dem Sozialisten und 👃🏻 Bernie Sanders empfohlen wurden, haben am schlechtesten abgeschnitten. Was hat das also mit Sozialismus zu tun?
      Habt ihr eigentlich auch nur irgendeinen Schimmer von Amerika?

  • Malcolm aus Jurassic Park:
    „Your scientists were so preoccupied with whether or not they could, they didn’t stop to think if they should.“

    KI gehört nicht reguliert.
    KI gehört verboten.

    Sie wird sich aber sowieso nicht aufhalten lassen, solange Geld, Macht und Konkurrenz unser System bestimmen. Was Profit bringt, wird entwickelt. Punkt. Egal, ob es der Menschheit schadet. Paradox finde ich, dass gerade viele selbsternannte Rechte und Konservative KI mit dem freien Markt verteidigen: Jeder solle selbst entscheiden, ob er sie nutzt. Aber konservativ sein bedeutet auch, Verantwortung für andere zu übernehmen und Grenzen zu setzen. Menschen einfach selbst entscheiden zu lassen, ob beispielsweise Social Media oder KI gut für sie sind, ist ungefähr so, als würde man einem Heroinsüchtigen sagen, er wisse schon selbst, was gut für ihn ist. Nein, nicht alles, was möglich ist, ist auch gut. Und nicht alles, was Geld bringt, sollte erlaubt sein.

    • Also nur Sie wissen, was gut für die Menschheit ist.

      • Nein.

        Aber ich maße mir durchaus an zu sagen, dass die Folgen deutlich besser sein dürften, wenn die Entwicklung von klugen und verantwortungsbewussten Menschen unter gesellschaftlicher Kontrolle gestaltet wird, anstatt sie einem „liberalen“ System zu überlassen, das sich primär an Profit, Macht und Konkurrenz orientiert.

        Und es sollte hier auch nicht darum gehen, wer allein weiß, was überhaupt gut für die Menschheit ist, sondern darum, dass wirtschaftliche Interessen nicht darüber entscheiden sollten, was für die Menschheit gut ist.

        Verstehst du diesen Unterschied?

    • BUTLERIAN JIHAD !!!

      ✊🏼✊🏼✊🏼✊🏼
      ..💀💀💀💀

  • Und das nachdem Apollo gegen Merz geschossen hat wegen dem Gequatsche des NVIDIA Chefs.
    Apollos tolle Investmenttipps sind dann Sachen wie Bitcoin, was die Wucherpreise für Grafikkarten hochtreibt schon bevor es den KI Hype gab.

    Wer auf Apollo hört, auf deren dummes Gequatsche was Finanzen und Wirtschaft angeht, verliert Geld.

    Zum Glück sind die Doofies, die Apollo ernst nehmen, zu arm für solche Fehlinvestments.

    • LOL
      Ich habe verkauft mit eine plus von 120%. Werden dann einsteigen, wenn die Aktien unten sind.
      Dumm sind die die in Deutsche Staatsanleihen investieren oder in klimaschwachsinn.

      • „ich habe verkauft mit eine plus“

        dann geh dir halt die Hände reiben über deine tolle Gschäft.
        👃🏻
        👏🏻

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