Reaktionen
„Eine absolute Tragödie“: Bestürzung über Aiwangers Tod
Der Tod von Hubert Aiwanger hat in der Politik Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst. Mehrere Weggefährten aus der Landes- und Bundespolitik äußerten sich zum plötzlichen Tod des Politikers.
Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist tot. Der Vorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwoch im Alter von 55 Jahren leblos in einem Berliner Hotel gefunden (mehr dazu hier). Der Tod des Politikers löst unter Weggefährten in der Politik Bestürzung und Trauer aus.
Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder reagierte noch am späten Mittwochabend via X auf den Tod seines langjährigen politischen Partners. „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt“, schrieb Söder. Die Gedanken seien zuerst bei Aiwangers Familie und seinen Kindern, man trauere mit ihnen und bete für sie. Aiwanger war zweifacher Vater.
Auch die CSU-Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach auf Instagram von einem „schweren Verlust für den Bayerischen Landtag und für die gesamte Politik in Bayern“.
Aus der Bundespolitik äußerte sich unter anderem die AfD-Vorsitzende Alice Weidel, die von einer „sehr traurigen Nachricht“ sprach. Ihre Gedanken seien bei Angehörigen und Freunden. Die AfD-Landtagsfraktion in Bayern erklärte, der Freistaat verliere einen Politiker, der seine Heimat und die Menschen im ländlichen Raum „mit Leidenschaft und klarer Sprache“ vertreten habe.
Der grüne Ministerpräsident Baden-Württembergs, Cem Özdemir, schrieb, der Tod Aiwangers bestürze ihn sehr. Aiwanger habe Ecken und Kanten gehabt und für seine Überzeugungen gekämpft. Die Grünen-Fraktionschefin im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, wünschte der Familie „in dieser schweren Zeit viel Kraft, Zusammenhalt und Trost“. Der frühere SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach äußerte auf X, Aiwanger sei „streitbar und nicht einfach“ gewesen. „Trotzdem starb hier auch ein Kollege, der leidenschaftlich für sein Land gearbeitet hat.“
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Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach in Niederbayern geboren. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst studierte er Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Weihenstephan. Anschließend arbeitete er im landwirtschaftlichen Familienbetrieb, bevor er seine politische Karriere bei den Freien Wählern begann.
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Da fällt mir Reinhard Mey „Mein Testament“ ein:
„Aber eines freut mich doch, wenn ich heut‘ sterbe, ungeniert
Hab‘ ich meine Widersacher doch noch einmal angeschmiert
Denn ich hör′ die Lästermäuler Beileid heucheln und sogar
Murmeln, dass ich stets der Beste, Liebste, Allergrößte war
Euch, ihr Schleimer, hinterlass′ ich frohen Herzens den Verdruss
Dass man von dem frisch Gestorb’nen immer Gutes sagen muss.“
Er wollte sich nicht impfen lassen. Er wußte zu viel.
Aber er hat sich dann doch impfen lassen.
Seine Art wird stark fehlen hier in Bayern. Ich hoffe das heute die Flaggen auf Halbmast hängen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Mach’s guad, Hubsi. Warst a Guader!
Erinnert mich etwas an den Tod von Barschel in einem Genfer Hotel. Da scheint dann herausgekommen zu sein, dass es ein Gewaltverbrechen, kein Suizid gewesen ist. Ich hoffe, dass bei Aiwanger genau und vorurteilsfrei untersucht wird.
Sehr traurig und erinnert mich wieder, wie endlich das Leben hienieden sein kann.
Möge er in Frieden ruhen.
„Wir sollten so leben, dass bei unserem Tod sogar der Bestatter traurig ist.“
Mark Twain
Hubert Aiwanger war „best Bavarian Boy“ nach Franz Joseph Strauß!
Eine absolute Tragödie?
hm.. in einem Hotel.. hm.. und an was?
Klar: Herzstillstand!
Wurde er am Ende gebarschelt?
Traurig …. jedoch in letzter Zeit immer öfter hörend.
Mit Ü70 wird die Luft langsam dünner.
55 ist beileibe kein Alter …. möge er in Frieden ruhen!
Es ist zu wünschen, dass sich alle – wirklich alle – Politiker darauf besinnen, wie schnell auch ihr eigenes Leben zu Ende gehen kann.
Und mit diesem Wissen auch den Rest ihres Lebens ausrichten. Kein Geld der Welt und keine „Beziehung“ der Welt kann den Tod verhindern.