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Neue Übersetzung

Katholisches Messbuch soll „stark männlich geprägte Gottesbilder“ hinterfragen

Das katholische Messbuch, das den Ablauf der Messe regelt, soll in seiner deutschen Fassung überarbeitet werden. Die Bischöfe wollen möglichst inklusive Sprache verwenden und „stark männlich geprägte Gottesbilder“ hinterfragen.

Nach über 50 Jahren soll das katholische Messbuch neu ins Deutsche übersetzt werden. (Symbolbild) (imago images/ZUMA Wire)

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Nach fünfzig Jahren wollen die katholischen Bischöfe in Deutschland das deutschsprachige Messbuch neu übersetzen. „Generell soll die Sprache möglichst inklusiv sein“, sagte Pfarrer Marius Linnenborn in einem Interview mit katholisch.de am Dienstag. Er ist Mitglied der Projektleitung für die Revision des Messbuches. Es regelt den Ablauf der Messe und enthält verschiedene Gebete wie Tagesgebete, aber auch stets gleichbleibende Gebete wie das Agnus Dei.

Das deutsche Messbuch wird einerseits neu übersetzt, weil in der lateinischen Ausgabe neue Texte hinzugekommen sind. Andererseits habe sich in 50 Jahren Anwendung gezeigt, wo Überarbeitungen wünschenswert seien, so Linnenborn. „Auch mit stark männlich geprägten Gottesbildern wird man achtsam umgehen.“ Wo aktuell nur von Brüdern die Rede sei, sollen die Glaubensschwestern ergänzt werden.

Das gesamte Messbuch in einfacher Sprache zu formulieren, dem erteilte der Pfarrer eine Absage. „Liturgische Sprache ist anspruchsvoll.“ Doch er verwies darauf, dass es bereits ein Hochgebet in leichter Sprache gebe. Trotz der angestrebten Änderungen wollte Linnenborn das aktuelle Messbuch nicht als veraltet bezeichnen. „Das bisherige Messbuch ist im Großen und Ganzen sehr gut gemacht und hat unsere Gebetssprache geprägt.“ Es solle keine „völlig Überarbeitung“, sondern eine „moderate Revision“ geben.

Ein Punkt ist dabei auch, wie man das „pro multis“ bei den Wandlungsworten über den Wein bei der Eucharistiefeier übersetzt. Wörtlich bedeutet es „für viele“; Jesus habe sein Blut „für viele“ zur Vergebung der Sünden vergossen. In deutschen Messbüchern steht bisher „für alle“. Linnenborn sagt, dass in der italienischsprachigen Version auch „für alle“ stehe. Er geht davon aus, dass die deutschen Bischöfe sich ebenfalls für diese Variante entscheiden werden.

2027 soll die revidierte Fassung des Messbuches von Aschermittwoch bis Ende Juni in einigen ausgewählten Gemeinden getestet werden. Dabei solle erprobt werden, wie Priester und Gemeinde mit dem neuen Text klarkommen. Bereits ab November 2026 gibt es eine öffentliche Konsultationsphase für das bisherige Messbuch. Pfarrer Linnenborn sagte, dass konkrete Rückmeldungen zu einzelnen Texten am hilfreichsten seien. Das neue Messbuch soll 2033 fertig sein.

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36 Kommentare

  • Sonst haben die Herren keine Probleme? Es gibt die Dreifaltigkeit (Schöpfer, Sohn und Heiliger Geist) Also ist Gott kein Mensch, denn nur Menschen sind männlich oder weiblich. Haben die Herren Bischöfe die Dreifaltigkeit nicht verstanden?

    • Ja, in der Tat. Das ist doch das gute bei alten Bildern. Die mögen früher vielleicht einmal (auch, aber nicht nur) wortwörtlich gemeint gewesen sein, haben mit der Zeit ihre „Körperlichkeit“ verloren und wurden „vergeistigt“. Die Schöpfungsgeschichte muß man nicht wörtlich nehmen, um sie gut finden zu können, um in ihre eine treffende Beschreibung der conditio humana zu sehen. Ähnlich ist es mit „Gott“, „Sohn“ und „Heiligem Geist“ – übrigens auch „die“ Dreifaltigkeit genannt. Wenn man hier nun mit „Geschlechtergerechtigkeit“ anfängt, dann wird der Fokus wieder auf die Körperlichkeit und das Äußerliche gelegt.

      Aber gut, die Erzkatholiken und die Fundamentalevangelikalen wird’s freuen… Und die militanten Atheisten ebenso.

      Im übrigen wurde das schon tausendmal wiedergekäut. Geschlechtergerechte Sprache ist nicht „inklusiv“, sondern identitär und fördert die Polarisierung. Auch hier: Ich als Junge konnte mich nicht nur in Tom Sawyer oder Huckleberry Finn „wiederfinden“, sondern auch in Anne auf Green Gables oder „George“ von den „Fünf Freunden“. In diesen Sendungen befanden sich die Protagonisten in aller Regel in Situationen, die nicht geschlechtsspezifisch waren, außerdem mußten sich nicht die Kinder nicht v. a. gegenüber dem anderen Geschlecht durchsetzen oder behaupten, sondern gegenüber Erwachsenen oder böswollenden Menschen, bei denen das Geschlecht keine Rolle spielte. Das scheint mir heute ganz anders zu sein. Das alles ist ein Rückschritt, gesamtgesellschaftlich jedenfalls.

      Unerträglich. Nicht mein Verständnis jedenfalls.

    • Jesus war – als Mensch – zweifellos ein männlicher Mensch.
      Und er redet durchgehend von „Gott Vater“ als der 1. Person. Das mag aber alles den damaligen jüdischen (Jesus war Jude!) Bräuchen geschuldet sein. Weiblich ist da aber gar nichts – außer Maria, und von der will man in Anbiederung an die Protstanten ja weg (Thema Maria als Co-Redemptorix, Miterlöserin). Im Potestantismus liegt KEIN Heil.

      Die „Una Sancta“ hat es seit dem II. Vaticanum schwer. Ein härterer Schlag als Arius, Pelagius oder Luther. Wir haben haarscharf keine Sedisvakanz, aber Paul VI. und Franziskus dürften nicht im Fegefeuer gelandet sein, um es mal so auszudrücken …

      • Nachtrag: Ich bin sehr bewandert in ALLEM. Meine Kommentare sind genial.

  • Die katholische Kirche ist ja schon an sich inklusiv, weil sie nach ihrem Anspruch allumfassend ist. Hochgebete und Wandlung sind Kernbestand der Liturgie. Da wird nichts zu ändern sein. Die Ansprache an die „Brüder und Schwestern in Christo“ ist auch nicht eben neu.
    Ich möchte noch darauf hinweisen, dass nicht wenige Menschen sich im Alter, wenn das Leben endet, sich wieder dem Glauben zuwenden. Nicht selten haben sie dabei die Liturgie ihrer Kindheit vor Augen. Wenn sie dann mit einfacher Gendersprache und querfeministischen Saturnalien konfrontiert werden, machen sie auf dem Absatz kehrt.

    • „Wenn sie dann mit einfacher Gendersprache und querfeministischen Saturnalien konfrontiert werden, machen sie auf dem Absatz kehrt.“

      Das ist der Kirche offensichtlich vollkommen egal.
      Hauptsache diese kann sich dem verqueeeeeeeeeren Zeitgeist anbiedern.
      Wahrscheinlich sehen sie da mehr Zukunft.
      Wenn sie sich da mal nicht täuschen.

  • Der Vater. Der Sohn. Der Heilige Geist.

    Es gibt sonst nichts und es zählt sonst nichts. Ave Christus Rex.

  • Sonst haben die keine Probleme!?
    Damit entfernen wir uns ja noch weiter von Islam und Koran.
    Soll das inklusiv sein?

    • Lieber Islamisten als Katholiken!

  • Das wird den Niedergang der Kirche bestimmt nicht aufhalten…

  • Teilweise sind die Kleriker kein Anker der herkömmlichen Kirche mehr. Die moralischen Verfehlungen werden auch sie besonders hart treffen. Die Häresie bietet jedoch immer wieder die Möglichkeit zur Umkehr.

  • Nur so weiter, dies stoppt garantiert die Kirchenaustritte. Die Überarbeitung des Gotteslobes war genauso erfolgreich. Die Lieder und Melodien wurden verändert, so dass man kaum noch mitsingen kann. Nicht mal beim Gottesdienst hat man noch seine Ruhe, alles muss ‚modernisiert‘ werden.

  • „Dabei solle erprobt werden, wie Priester und Gemeinde mit dem neuen Text klarkommen.“
    Wichtiger wäre es, dafür zu sorgen, dass die Gemeinde nicht auf ein Minimum schrumpft. Sonst ist keine Gemeinde mehr da, die mit gleich welchem Text zurechtkommt.

  • Gendern wir das Kreuz.

  • Off topic……
    …..aber gerade läuft über den BILD-Ticker, dass Hubert Aiwanger in einem Berliner Hotel tot aufgefunden wurde.

  • „Auch mit stark männlich geprägten Gottesbildern wird man achtsam umgehen.“
    Man soll sich überhaupt kein Bild machen von Gott und schon gar nicht mehrere 🧟‍♂️

    (2. Mose 20,4–6 und 5. Mose 5,8–10):
    „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“

  • Jetzt wollen die Sozialisten auch noch bestimmen was in der Bibel zu stehen hat. Wer hat diesen „inklusiven“ Menschen zum Priester geweiht? Wahrscheinlich auch so ein Bischoff gegen Rechts.

  • Bis 2033 fließt viel Wasser den Rhein runter. Könnte sein, dass Papst Leo oder ein andrer im deutschen Episkopat mal so aufräumt, dass die deutsche katholische Kirche nach Jahrzehnten der synodalen Weg Irrlehre wieder auf das richtige Gleis gesetzt wird.

  • Irgendwie komisch wenn sich Theologen überhaupt Gedanken zum Geschlecht vom lieben Gott machen. Sollten sie es nicht als ihre Aufgabe betrachten den Menschen nahezubringen, daß der liebe Gott überall ist und im besten Fall in den Herzen und im Gewissen aller Menschen wohnen sollte?

  • Und was soll jetzt an Männlich schlecht sein?Glaubt hier jemand Hindus die eine Göttin verehren kommen inrgenwann darafu das es zu Weiblich ist? ps:Allerdings müsste man direkt aus den alten Texten nach neuestem Wissen übersetzen.Ich hab mal gelesen das bei der Übersetzung ins Griechische Methaphern genommen wurden die damals halt im griechischen benutzt wurden.Sinngemäß ist es zwar das gleiche aber man sollte doch am Urtext bleiben.

  • Sie tragen seltsame Gewänder und irren planlos durch die Gegend!
    War ein oft gebrauchter Spruch zu meiner Zeit in der Bundeswehr, passt aber auch auf sonstige Personenkreise.

  • Stark Männlich ist halt das genaue Gegenteil zu Pädophil, klar wollen sie das hinterfragen

  • Die deutschen Bischöfe sind fast
    alle linksvernebelte U-Boote.

    • Wieso ist links „vernebelt“? Ich bin links und ziemlich klar!

  • Das Christentum war eine gute Sache, bis aus Christen Katholiken wurden.

    • Elli war ganz sympathisch, bis sie anfing hier wirre Kommentare zu schreiben.

    • Nun. DAS passierte ganz am Anfang. Die Una Sancta IST das Christentum, alle anderen sind häretische (und deutlich spätere) Abspaltungen. Wobei man versuchen sollte, die Orthodoxen zurückzugewinnen, aber die Protestanten ihrem Schicksal (!) überlassen. Der Deutsche Klerus tut das Gegenteil. Rom weise ihn zurecht!

  • Der Islam wird irgendwann die Kirchen als verdorben und schwächlich in den Boden stampfen. Ihr habt es so gewollt.

    • Ich kann es gar nicht erwarten!

  • Dieses Comicbuch sofort auf den Brandstapel der Geschichte. Legt den Koran aus!

    • Koran statt Bibel – so muss es sein!

    • Der Koran ist zum großen Teil (die Mekkasuren) aus der Bibel geklaut, aber recht schlecht plagiiert. Der spätere Medinateil ist das Psychogramm eines pädofylen Wahnhaftigen. Wozu wollen Sie da was „auslegen“? Wegschmeißen!

      • Nun: Koran geht vor Bibel.

  • Der Saftladen kann seit Vat-II mit den Protestanten fusionieren.
    DAS Meßbuch ist ohnehin das Missale Romanum von Pius XII., 1962 – weiterhin: FSSPX!

  • Es steht geschrieben: jeder der nur ein Wort oder den Sinn verändert ist des Todes. Viel Spass in der Hölle – ihr katholischen Geistlichen

    • Zum Glück passen sich die Kirchen an die Entwicklungen an.

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