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Steffen Krach

„Mein Vertrauen ist da“: Berliner SPD-Chef stellt sich trotz Eralp-Äußerungen hinter Linkspartei

Der Berliner SPD-Chef Steffen Krach hat sich trotz der breit kritisierten Äußerungen der Bürgermeister-Kandidatin Elif Eralp hinter die Gespräche mit der Linkspartei gestellt. „Das Vertrauen ist da“, sagte Krach und verwies auf „ein gutes Sondierungspapier“.

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Steffen Krach im ZDF-Heute-Journal (Screenshot via zdf.de)

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Der Fraktionschef der Berliner SPD, Steffen Krach, hat sich am Donnerstagabend im ZDF-Heute-Journal trotz der vielfach kritisierten Äußerungen der Linken-Politikerin und Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp hinter mögliche Koalitionsgespräche mit der Linken gestellt. Eralp war am Donnerstag durch einen Bericht des Spiegel in Erklärungsnot geraten. Durch einen Fehler ihres Presseteams waren interne Äußerungen Eralps an den Spiegel durchgedrungen, in denen sie zugab, sich vor radikalen Palästina-Aktivisten zu fürchten, die der eigenen Partei nahestehen (Apollo News berichtete).

„Wie groß ist denn Ihr Vertrauen noch in diese Linkspartei, der Sie einen stärkeren Verfassungsschutz und mehr Polizei abringen mussten, die Angst vor Antisemiten hat und sie trotzdem in den eigenen Reihen duldet“, fragte ZDF-Moderatorin Anne Gellinek. Krach zeigte sich von dieser Frage unbeeindruckt und stellte eine mögliche Koalition unter Führung der Linkspartei nicht grundsätzlich infrage.

„Mein Vertrauen in die beiden Fraktionsvorsitzenden und auch in die beiden Landesvorsitzenden, das Vertrauen ist da. Denn wir haben gute Vereinbarungen getroffen, zum Thema Antisemitismus, auch zur organisierten Kriminalität“, sagte Krach. Man habe „insgesamt ein gutes Sondierungspapier“ auf die Beine gestellt. Ob die Parteispitze die Fraktion bei den strittigen Fragen tatsächlich im Griff hat, würden „die nächsten Tagen und Wochen zeigen“.

Dass Eralp sich scheut, bestimmte Personen namentlich zu nennen, die der Linkspartei nahestehen, wollte Krach nicht generell als Indiz für Kontrollverlust und Einschüchterung durch kriminelle Milieus deuten. Stattdessen hoffe er, „dass das jetzt schnell aufgeklärt wird und dass es dann auch dementsprechend Konsequenzen bei den Linken gibt“. Dabei bezog er sich auf den Fraktionsausschluss der Abgeordneten Vanessa Emde, der der Linken-Spitze Glaubwürdigkeit verschaffe.

Krach betonte im Wahlkampf zuvor wiederholt die Notwendigkeit, gezielter gegen organisierte Kriminalität und Antisemitismus in Berlin vorzugehen. Dass er trotz dieser vermeintlichen politischen Priorisierung zu einer Koalition mit der Linken statt mit der CDU tendiert, liege, so Krach, vor allem an der CDU selbst. CDU-Fraktionschef Stefan Evers habe ihn bisher im Gegensatz zur Linken nicht zu Sondierungsgesprächen eingeladen.

ahz

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67 Kommentare

  • Für die Macht pfeifen SPD und Grüne auf alles und jeden. Kaum überraschend.

    • sie sind wild auf die posten. alles andere ist ihnen egal. – aus der iranischen geschichte hat bei der linken auch niemand was gelernt. da fing es aehnlich an. wie es endete wissen wir.

    • Das sind Linksextremisten, die vor Islamisten Angst haben bzw. dorthin Kontakte pflegen. Alles eine verfassungsfeindliche Soße.

      • @Frenk:
        Wie viele Islamisten haben die Linken in den eigenen Reihen und von wem sind die Linken gewählt worden? Das ganze Gehabe scheint mir ziemlich durchsichtig zu sein.

    • Es ist nicht nur reine Machtgier. Die Ideologie ist die gleiche, nur das Grüne und SPD noch nicht ganz so radikal sind wie die Linke.

      • Betonung liegt auf „noch nicht“. Das ändert sich gerade.

  • Na klar ist sein Vertrauen da. Zweistellig pro Monat.

    • Versager und Nichtskönner haben keine andere Wahl, als den Linken „zu vertrauen“. Wem denn auch sonst?

    • Mein Vertrauen ist da. Hauptsache das Schmiergeld fließt weiter. Damit kennt sich der Herr ja bestens aus.

  • Auch hier: Hier geht es nicht um Vertrauen, welches Politikerkollegen ineinander haben können. Es geht um die Frage, welches Vertrauen die Bürger in Frau Eralp haben können – und zwar nicht in sie als „Frau“, „Mensch“ und „Mutter“, sondern als Bürgermeisterin, die sich für die Wahrung und Durchsetzung von Recht und Ordnung einsetzt. Und dieses Vertrauen ist schlicht objektiv erschüttert. Punkt.

    Der „Schleier des Nichtwissens“ (John Rawls) hat zwar seine theoretischen Probleme; aber diejenigen, deren Vertrauen nicht erschüttert ist, sollten sich einmal fragen, was sie dächten, wenn sie nicht wüßten, daß es um eine linke Politikerin geht. Und überhaupt: „Vertrauen“ ist eine etwas mißliche Kategorie, wenn es um das Verhältnis von Wähler zu Gewähltem geht. Man kann Eltern, Geschwistern, Verwandten und guten Freunden „vertrauen“. Das Vertrauen, das man als Wähler in Politiker, die man persönlich überhaupt nicht kennt, haben kann, ist anderer Natur. Jedenfalls begeht m. E. derjenige, der hier keinen Unterschied sehen möchte, zumindest einen Kategorienfehler. Und ich bleibe dabei: Das Vertrauen in Frau Eralp ist objektiv erschüttert, ihre Glaubwürdigkeit objektiv zerstört.

    Ich schrieb es anderweitig schon: Mir macht diese „Menschelei“ in der Politik, die Übertragung von Kategorien aus dem engen, zwischenmenschlichen Bereich (Familie, Freunde, Vereine) – „wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ usw. usf. – große Sorgen. Das Verhältnis von Regierenden und Regierten ist eben nicht dasselbe wie in einer großen Familie. Und das ist auch gut so.

  • Das Klingeln der Autoschlüssel verwirrt seine Sinne.

  • WELT: Abschiebung ausgesetzt: Zahl der Geduldeten in Deutschland steigt deutlich an.
    WELT: „ungescriptet by Ben“: Nach Streit um Höcke-Interview – Podcaster Bernd verklagt NRW-Medienanstalt.
    Handelsblatt: Stihl-Chef: Neue Fertigung in Deutschland? „Da fehlt mir derzeit die Fantasie“.

  • Wie tolerant die SPD und Grünen bei der Linkspartei sind! Man ersetze Linke (SED) mit AFD, was dann wohl los wäre!

  • Ist das nicht der Parteigenosse gegen den wegen Korruption ermittelt wird? Daß Leute bei Bedarf noch so etwas wie „Vertrauen“ zusammenkratzen können, ist schon sportlich.

  • Ist das schon Vorsatz?

  • Gibt es nicht den Spruch „Ein Krimineller hackt dem anderen kein Auge aus“? Oder so ähnlich.

  • Und schon ist er Elif Eralp auf den Leim gegangen…

  • Selbstverständlich und natürlich wird die SPD mit der Linken eine Regierung bilden; warum sollte man auch auf die schönen Jobs verzichten?? Alles nun Spiegelfechterei, ein paar lauwarme Erklärungen die man sich anhört und dann rein ins Rote Rathaus. Und ganz, ganz wichtig, „He! Wir haben schließlich einen Wählerauftrag!“. Ob das für eine linke Volksfront auch gilt … man darf gespannt sein.

  • Es gibt ja viele Politiker die wohnen am Prenzlauer Berg, schicken ihre Kinder zur Privatschule und sparen schon mal für ein Häuschen in der Schweiz. Die Wähler wählen die Partei, welche ihnen die größten finanziellen Versprechungen macht. Wer wird langfristig verlieren? Die Wähler natürlich.

  • Vertrauen? Ist egal. Es geht um das linke Projekt. Da sind Inhalte im Vorfeld erst mal egal. Und, abgesehen von der Nähe zur Clankriminalität, sind die Vorstellungen von SPD und Linken gleich: Rolle des Staates, Dirigismus, Infragestellen von Eigentum, sog. „Klimawende“, Einschränkung der Meinungsfreiheit, Schulden, Vermeiden von Eigenverantwortung, Staatsknete für linke NGO usw. usw.

  • Derweil ist Paul Brandenburg in Berlin eingesperrt worden. Nein, ich habe kein Vertrauen in alle diese Parteien mehr, AfD vorerst ausgenommen. Die haben sich den Staat zur Beute gemacht und schrecken vor totalitären Methoden längst nicht mehr zurück

    • Stimmt das wirklich, oder möchte er wieder Spenden sammeln?

      • So wird es jedenfalls bei Tichy berichtet.

  • Unsere roten Brüder verraten uns schneller, als das wir das Kreuz bei der AFD machen könnten…

  • „Mit mir wird es keine Vergesellschaftung von Wohnbaugesellschaften geben“ (Krach vor der Wahl) Jetzt steht die Vergesellschaftung im Sondierungspapier. Das gerade Krach mit seiner Wählertäuschung von „Vertrauen“ spricht, zeigt die ganze verlogenen Altparteien in Berlin.

    • Der Mann ist Diplom Politologe. Was erwarten Sie?

  • Mannomann.
    Geschichte wiederholt sich doch, zumindest in der einen oder anderen Ausprägung …
    Apropos Prägung.
    Wer hat uns verraten?
    Spezialdemokraten.

  • Merkwürdig: die angeblich schuldigen Beteiligten, welche Gruppe auch immer, äußern sich gar nicht. Niemand streitet ab, man schweigt. Glaube kaum, dass man sich solche schwerwiegenden Anschuldigungen gefallen lässt. Zudem wundert mich, dass die Justiz scheinbar keinen Anlass zu Ermittlungen hat.

  • Dem Krach kann man nicht vorwerfen, dass er seriös rüberkommt.

  • herr krach.
    gegen den die staatsanwaltschaft ermittelt.
    und der gegen enteignungen war. bis er es sich mal eben anders überlegt hat.
    mein vertrauen zu herrn krach hält sich in grenzen.

  • Geld stinkt nicht, Macht stinkt nicht und lieber unliebsame Kompromisse und Koalitionen ( wahrscheinlich rot-grün-rot – oh mein Gott!!) eingehen, als so langsam aber sicher eine Randerscheinung in der Politik zu werden oder ganz und gar in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, in Berlin wie in in der ganzen BRD. Vielleicht würde aber für die SPD genau das Gegenteil passieren, fänden sie endlich wieder zu ihrer alten Identität zurück und stünden und kämpften wieder für ihre Prinzipien mit Mann und Maus. So ein hin- und her Gewackel kann doch niemand mehr ernst nehmen. Übrigens gleiches gilt natürlich sowieso und erst recht auch für die CDU, aber ich fürchte, die haben allein durch ihre selbst errichtete Brandmauer, die zwar ein bisserl wackelt und ein paar Risse bekommen hat aber immer noch fest steht, bei den Bürgern versch….. alles in allem gesehen auch verdientermaßen, so meine Sicht auf die Dinge.

  • Wie ticken Linke auf der Welt? Der linke Lula wurde von einem brasilianischen Gericht wegen passiver Korruption und Geldwäsche zu 12 Jahren Haft verurteilt. 2021 hob der oberste Gerichtshof das Urteil wieder auf. Nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern weil laut dem OG das vorhergehende Gericht nicht zuständig gewesen wäre. Lula wurde kurz darauf zum Präsidenten gewählt. In Brasilien wurden Stimmen laut, dass die Richter selbst bestochen wurden. Im Januar 2023 machte der rote BK Scholz bei seinem Besuch in Brasilien Lula ein 200 Millionen Euro- Geschenk aus deutschen Steuergeldern. Angeblich um den Regenwald zu retten. Was mit dem Geld wirklich geschah liegt heute im Trüben.

  • Man verschliest beide Augen und Ohren wenn Elif mit dem Autoschlüssel wedelt…

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