Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank  Apollo A Icon Freunden von Apollo News »

Apollo A Icon
Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank Freunden von Apollo News »

Werbung:

Klimavorgaben

„War ein Fehler“: Verkehrsminister Bilger kritisiert Verbrenner-Verbot

Verkehrsminister Steffen Bilger nennt das Verbrenner-Aus einen „großen Fehler“. Auch eine Lockerung der CO2-Ziele auf 90 Prozent kritisiert er, weil dies praktisch einem Verbot gleichkäme. Eine Reduktion um 80 Prozent unterstützt er hingegen.

Von

Verkehrsminister Steffen Bilger im Bundestag (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Werbung

CDU-Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat im Interview mit der Welt das Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 kritisiert. „Es besteht ein immer größerer Konsens darüber, dass das Verbrennerverbot ein großer Fehler war“, sagte Bilger. Laut Bilger soll sich die Bundesregierung darin einig sein, „in Brüssel gemeinsam für eine Rücknahme des Verbots einzutreten“. Deutschland solle auch in Zukunft „Autoland“ bleiben und sei zur Sicherung der heimischen Branche auf Technologieoffenheit angewiesen.

Auch den Vorstoß der EU-Kommission zur Lockerung der CO₂-Vorgaben für Neuwagen kritisierte Bilger. Die Kommission hatte im Dezember 2025 vorgeschlagen, den vorgeschriebenen Rückgang des CO₂-Ausstoßes neuer Fahrzeugflotten ab 2035 von 100 auf 90 Prozent zu senken. Die verbleibenden Emissionen sollen die Hersteller durch Gutschriften für nachhaltige Kraftstoffe oder CO₂-armen Stahl aus der EU ausgleichen können. Bilger hält die Lockerung für unzureichend.

„Wenn man sich politisch einig ist, dass das Verbot keinen Sinn ergibt, muss man es auch konsequent abschaffen und nicht etwas vorschlagen, was einem Verbot gleichkommt. Das gilt für Pkw wie für Lkw“, sagte Bilger. Kurioserweise fordert er jedoch nicht die vollständige Abschaffung entsprechender Flottenziele, sondern lediglich eine geringfügige Reduktion auf 80 Prozent. Dabei verweist er auf die Mehrheitsmeinung innerhalb der EVP, zu der auch die Union gehört.

„Die Mehrheit in der EVP vertritt unsere Position einer Reduzierung auf 80 Prozent“, sagte Bilger. Ziel sei demnach, einen EU-weiten Kompromiss auszuhandeln, der auch die Interessen der anderen Staaten berücksichtige. „Manche Länder haben gar keine Autoproduktion, andere setzen auf kleine oder elektrische Fahrzeuge. Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer guten Lösung kommen“, erklärte er weiter.

Auch bei der Instandsetzung der Deutschen Bahn bremste Bilger die Erwartungen. Wegen der vielen Baustellen und Korridorsanierungen sei zunächst sogar mit mehr Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. „Aber die gute Nachricht ist: Danach wird es besser“, sagte er weiter. Bilger ist seit Juli dieses Jahres Verkehrsminister. Er ist Nachfolger des glücklosen Patrick Schnieder, der nach etwas mehr als einem Jahr Amtszeit durch den Kanzler entlassen wurde.

ahz

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

84 Kommentare

  • Die Regierungen der letzten Jahrzehnte waren Fehler.

    • Aulösung von dem 2 +4 Vertrag war der Fehler. Danach gings bergab.

    • Ein ganzer Schlauer, dieser Steffen Bilger. Seine Erkenntnis hat den Deutschen den Wohlstand gekostet.

  • Typisch CDU. Er kritisiert etwas zu Recht und dann macht er doch alles mit und fordert nur: „Bitte nicht 100 Prozent von dem Gift. Vergiftet uns nur zu 80 Prozent.“
    Die CDU will dasselbe wie SPD, Grüne und Linke; nur eben ein bisschen langsamer, damit der Frosch nicht merkt wie er gekocht wird und nicht plötzlich panisch aus dem Kochtopf springt.

    • Wie sagt Paul Brandenburg immer so treffend:
      „CDU-Wähler bleiben die dümmste Lebensform Deutschlands“.

      • Muss das Zielfoto entscheiden: Ich sehe jedenfalls keinen Unterschied zu den anderen Parteien SPD, Grüne, SED. Ich seh die SED Wähler vorn, ganz knapp vor Grün. Mitglied des Kreistags CDU zu mir privat: „Wir wissen schon, das und was sich ändern muss. Also außer die Grünen. Die werden es nie lernen.“ „Frage. Wenn ihr es wisst, warum ändert ihr nichts. Oder haben die Grünen 50%.“ Das nahm er nicht so gut auf. „Das wäre nicht so einfach.“ „Doch das wäre sogar sehr einfach. Als erstes Verbotsverfahren gegen SPD, Grüne und SED, weil gesichert linksextrem.“ „Wir reden ein anderes mal weiter.“ Was natürlich nie passiert.

      • Und AfD-Wähler sind schlau?

        -13
        • Klüger als der unseredemokratische Rest. Gesichert. Die merken wenigsten, wer sie belügt und verkauft. Es ist ja kein Rechtsruck, es ist eine Linksflucht.

          5
        • Zumindest halten die sich für schlau (verblichener) Atlas.
          Wenn man mal in dem anderen Artikel so liest, wie die sich aufregen, daß dieser LT-Präsident von BMW keinen Dienstwagen bekommt, obwohl sie vorher immer so groß getönt haben, „erst das Land, dann die Partei, dann die Person“, dann sieht man wie wenig Substanz bei denen dahinter ist.

          -3
  • Die ganze Regierung war und ist ein Fehler.

  • „Wenn sich die arbeitslosen VW-Mitarbeiter kein Auto leisten können, sollen sie doch Lastenrad fahren!“
    Marie-Antoinette

    2030 – Wolfsburg wird Neu-Detroit, Sindelfingen wird Neu-Flint und Ingolstadt wird Neu-Dearborn

    • Das Kuchenzitat von Marie Antoinette glauben Sie? Da muss ich sie enttäuschen. Es ist frei erfunden.

      • Waren Sie dabei?
        Oder mal wieder mit dem linken KI Computer unterwegs?

      • Die älteste schriftliche Dokumentation des Satzes findet sich in der Autobiografie „Confessions“ (Die Bekenntnisse) von Jean-Jacques Rousseau, geschrieben um 1765 und veröffentlicht 1782.
        • Der Wortlaut: Im französischen Original heißt es: „Qu’ils mangent de la brioche“. Streng genommen ist eine Brioche kein Kuchen, sondern ein weiches Hefebrot, das damals allerdings teurer als normales Brot war.
        • Die Quelle: Rousseau erinnert sich in dem Buch an eine Anekdote, bei der eine „große Prinzessin“ (grande princesse) diesen Satz gesagt haben soll, als man ihr berichtete, dass die Bauern kein Brot mehr zu essen hätten. Wer diese Prinzessin war, lässt er offen.

        Zusatz: Marie-Antoinette war es nicht, die war zu dem Zeitpunkt 9 oder 10 Jahre alt und lebte in Österreich.

    • 2026- Berlin wurde zu Kalkutta

      • Nein zu Beirut, Kalkutta wäre besser gewesen.

    • Die Chefetagen der deutschen Autohersteller haben bei dem Verbrechen entweder brav mitgemacht, oder schön die Füße still gehalten. Die korrupten Gewerkschaften leider auch!
      Schade für die Mitarbeiter, die aber auch schön ruhig waren.

  • „Laut Bilger soll sich die Bundesregierung darin einig sein, „in Brüssel gemeinsam für eine Rücknahme des Verbots einzutreten“.
    Hallo Herr Bilger, da ist nichts mit „gemeinsam“ für was eintreten. Die EU hat keine eigenen Entscheidungen zu treffen. Wir, die Geberländer, sagen denen, wie das zu laufen hat. Oder wedelt plötzlich der Schwanz mit dem Hund?

  • Die cdu bleibt sich treu: Rechts blinken, links überholen.

  • Verkehrsminister Bilger war ein Fehler

    • Die ganzen Altparteien sind DER Fehler.

  • Der Klassiker:
    Nein!
    Doch!
    Ohh
    Nur allein die Erkenntnis zählt nicht. Die Union muss endlich handeln. Merz absetzen & mit der AFD gemeinsam das Land wieder auf Kurs bringen

  • Guten Morgen

  • Das sind die Gesetzgeber, sie könnten es jederzeit ändern, wenn Sie wollten, Uschi hin oder her, werden Sie aber nicht…

    • Sehe ich genauso.
      Mir kommt das eher so vor, als ob man hier versucht, eine vernünftige Sichtweise vorzuspielen, um Stimmen von der AfD zurückzubekommen.

      • Können die ruhig. Ich habe mit der CDU seit 1992 fertig.

      • Das ist wie immer der eigentliche Grund dieser „Erkenntnis“

    • Aber genau dieses Verhalten wird den verantwortlichen Politikern den Job kosten!

    • Selbst wenn die Gesetzgeber das Verbrenner-Verbot sofort und vollständig zurücknehmen würden: Es ist bereits zu spät. Die Zulieferer für die Verbrenner-Plattform sind entweder insolvent oder ins Ausland abgewandert. Die noch verbliebenen Unternehmen haben auf E-Auto-Teile umgestellt und verkaufen ihre restlichen Lagerbestände für Verbrenner ab.

  • Ach was.
    Unmöglich.

  • Es war ein Fehler??? Das hätte ja niemand vorher wissen können!!! Man muß sich immer zuerst schneiden um zu wissen, daß man dann bluten wird.

    • Nun, das Problem, verehrter Isso, ist ja nicht, daß man sich erst schneiden muß, um festzustellen, daß man dann blutet.

      Das wirkliche Problem ist, daß man das immer wieder tut, um festzustellen, ob man jedesmal blutet …

      • Das war sehr gut kommentiert!

  • „Deutschland solle auch in Zukunft „Autoland“ bleiben und sei zur Sicherung der heimischen Branche auf Technologieoffenheit angewiesen.“

    Herr Bilger, „der Zug ist abgefahren“ und „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.
    Bitte die zwei Sprüche verbinden!

    Im Übrigen ist die Erde heute um fünf Prozent grüner, als noch vor zwanzig Jahren.
    Und jetzt denken Sie mal ganz scharf nach, an was das liegen könnte?

  • Großkonzerne planen langfristig. Selbst wenn das Verbrenner-Verbot komplett zurückgenommen würde: Die insolventen oder abgewanderten Zulieferer für die Verbrenner-Technologie werden nicht wieder zurückkommen. Ohne die Komponenten dieser Firmen kann man keine Motoren, Getriebe, Treibstoffsysteme und Abgasfilter mehr bauen. Jede Technologie ist ein Netzwerk von Zulieferern, die der Endfertigung zuarbeiten. Wenn dieses Netzwerk zerstört ist, dann kann man die Systeme nicht mehr produzieren. Ausländische Hersteller werden sich freuen und in die von den Deutschen geschaffene Marktlücke für Verbrenner vorstoßen, während die deutschen Autokonzerne mit ihren Batteriekarren pleitegehen.

  • Da gab es sicherlich viele, sehr viele Fehler, von allen Seiten. Das Verbot ist genauso ein Fehler wie die offenbar zu geringe Forschung und Investition in entsprechende Bereiche – soweit ich das von hier beurteilen kann. Man mag zu E-Autos stehen wie man will, daß sie politisch gewollt waren, nicht nur in Europa, sondern auch in China, das hätte man auch sehen können.

    Massenhaft Windräder zu bauen, und Kraftwerke zu sprengen, ohne das Problem der Speicherung auch nur annähernd gelöst zu haben, ist auch ein Fehler. Daß hier die Energiewirtschaft nicht massiver eingeschritten ist, ist mir ein Rätsel.

    Von der Bildungspolitik und Bildungstheorien will ich gar nicht erst anfangen. Ich denke, auch „Bologna“ war ein Fehler.

    Das allergrößte Problem dürfte die Undifferenziertheit und Ideologisierung in allen Bereichen sein. Ob das nun die Brandmauer ist, ob das der Klimawandel ist oder ob das in Kindergärten praktizierte Erziehungstheorien sind. Mit dem Aktivismus, mit Thunberg und Neubauer, hat sich die TikTokisierung der Politik, des Denkens und des gesellschaftlichen Diskurses etabliert. Und selbst so gestandene Männer wie Pistorius machen da mit. Ein Trauerspiel.

    • @Amicus 👍👍👍👍👍👍

    • Es geht nicht um „Fehler“. Es war pure Absicht und Boshaftigkeit gegenüber den Bürgern.

      • Nun, ich weiß es nicht. Aber es kommen einem natürlich die unterschiedlichsten Gedanken. Deutschland hat sich ja mit am meisten gegen eine gemeinsame EU-Schuldenpolitik etc. gesperrt. Ich denke, jetzt, da wir an Frankreich und andere Staaten anschließen, was Schulden und Haushaltsdefizit anbelangt, dürfte sich die Stimmung ändern.

        Und wenn ein Merz vor der Wahl so über die Maßen groß tönte und sogar mit der AfD in gewisser Weise „zusammenarbeiten“ wollte, nach der Wahl dann aber gerade überhaupt nichts mehr davon hören will, sondern ganz im Gegenteil noch alberner tönt als die anderen, was das betrifft, dann kann ich mir das auch nicht mehr wirklich mit Koalitionszwängen u. ä. alleine erklären.

        Es gibt Fehler, man kann sich auch einmal selbst in irgend etwas hineinreiten, wo man nur schwer wieder herausfindet. Aber was hier in Deutschland und Europa geschieht, läßt sich für mich von Ausmaß und Umfang her nicht mehr ohne Absicht dahinter verstehen. Insofern stimme ich Ihnen zu.

  • Ja, ja, immer diese Fehler. Aber nie auf die hören, die gescheiter sind. Liegt es vielleicht daran, dass man um jeden Preis das eigene Programm durchpeitschen will, koste es, was es wolle. Bezahlen müssen dann ja schliesslich Andere. Und es geht immer weiter so, keine Einsicht in Sicht.

  • Ja, von 100 auf 90% macht keinen Sinn (Bilger). Aber von 90 auf 80% ist dann die Lösung (Bilger). Irre.

  • Jaja, immer diese Fehler. Und die Einwände von den Klugen lässt man nicht gelten, nur um das eigene ideologische Programm durchzupeitschen. Und es geht munter so weiter. Keine Einsicht in Sicht. Und später sagt man wieder, „oh, es war ein Fehler“…

  • Verbrenner-Verbot von den besten Autos der Welt war alleine schon deswegen doof, weil alle anderen Nationen incl. China weiter Verbrenner bauen!

  • Es ist erstaunlich, wie aus Antriebsarten eine Ideologie gezimmert wurde.
    Jede Antriebsart hat ihre Berechtigung, ob aus der technischen Entwicklung stammend, ressourcenbedingt, regional bedingt, der einsatzbedingten Vorteile wegen und bezüglich der Umweltverträglichkeit. Nicht zuletzt spielen Netzabhängigkeit bzw. weitgehende Autarkie eine maßgebende Rolle.
    Aber per Ordere Mufti Antriebsarten zwingend verordnen, subventionieren und verbieten zu wollen, ist die Negation der Technlogieoffenheit, mithin der größtmögliche wirtschaftliche Unsinn, wettbewerbs- und fortschrittsfeindlich.
    „Aber der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“
    (F. v. Schiller)

  • Deutschland als größter Einzahler in die EU (rund 23%) bräuchte eigentlich nur sein Veto einlegen und schon wäre der Spuk vorbei.

  • Auch bei der Instandsetzung der Deutschen Bahn bremste Bilger die Erwartungen. Wegen der vielen Baustellen und Korridorsanierungen sei zunächst sogar mit mehr Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. „Aber die gute Nachricht ist: Danach wird es besser“, sagte er weiter.

    Es hätte ja gar nicht erst so weit kommen müssen. Aber kann man so sehen. Nachdem 45 alles kaputt war, konnte es ja nur besser werden.

  • Glückwunsch zu dem, was normale Bürger schon lange dachten.

    Und jetzt? Wird Merz es Ihnen besser erklären?

  • „Die EU hat ein Demokratiedefizit. Auch diese Feststellung ist nicht antieuropäisch, sondern eine schlichte Tatsachenfeststellung. Wäre die EU ein Staat, lautet ein geflügeltes Wort in Brüssel, so würde sie mit einem Beitrittsgesuch scheitern, weil sie selbst in vielen Bereichen nicht demokratisch genug verfasst ist. Das Demokratiedefizit bezieht sich vor allem auf das Verhältnis zwischen den Gemeinschaftsinstitutionen – dem Parlament und der Kommission – und den europäischen Regierungen.“ – Martin Schulz: Der gefesselte Riese. Europas letzte Chance. Rowohlt Berlin, Erscheinungstermin 08.03.2013, Es ist auf keinen Fall
    besser geworden. Aber wer Reformbedarf sieht wird beschimpft,

  • Whoops! Sorry, war ein Fehler! Kann ja mal passieren, oder? Da wir nun aber schon einmal die deutsche Autoindustrie plattgemacht haben können wir ja auch einfach so weitermachen.
    Schließlich wäre es das Eingeständnis eines folgenschweren Fehlers, wenn man kurz vor dem Aufprall auf die Mauer doch noch bremst.

Werbung