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Dortmund

Ein Afghane soll im Migrationsamt zahlreiche Einreisedokumente für weitere Afghanen gefälscht haben

Ein Afghane, der im Dortmunder Migrationsamt arbeitete, soll Einreisedokumente und Aufenthaltstitel für andere Afghanen gefälscht haben. Das Rechnungsprüfungsamt entdeckte bisher 24 Fälle.

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Der Afghane soll in zahlreichen Fällen Einreisedokumente gefälscht haben. (Symbolbild) (IMAGO/Funke Foto Services)

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Ein Afghane soll in mindestens 24 Fällen im Migrationsamt in Dortmund Aufenthaltstitel und Reisedokumente manipuliert haben, um anderen Afghanen die Einreise zu ermöglichen. Das zeigt eine Recherche der Jungen Freiheit. Seit August 2025 befasst sich das Rechnungsprüfungsamt mit dem Fall. Die Behörde habe den Fall geprüft, um ihn „aufzuklären sowie das Risiko doloser Handlungen zu bewerten und zu minimieren“, heißt es in einer internen Beschlussvorlage.

Die Manipulation fiel 2025 auf, weil eine Mitarbeiterin bemerkte, dass es bei der Verlängerung von Reiseausweisen und Aufenthaltstiteln einer bereits seit Jahren anerkannten afghanischen Familie Abweichungen gab. Denn biometrische Fotos und Unterschriften im elektronischen Ausländer-Daten-Verwaltungs- und Informationssystem (ADVIS) stimmten nicht mit denen in der Papierakte überein.

Wie die Junge Freiheit berichtet, wurden bei drei Familienmitgliedern der anerkannten afghanischen Familie „Bescheinigungen über den Verlust von Ausweisdokumenten im ADVIS-Verfahren“ gespeichert, obwohl die Personen keinen Termin für eine Neuausstellung beantragt hatten.

Die Bundesdruckerei druckte dann die Dokumente mit veränderten Daten und anderen Fotos. Die Dokumente waren auch nicht mehr im Bestand des Dortmunder Migrationsamtes, und zugleich ist nicht dokumentiert, dass die Betroffenen ihre angeblichen Ausweisdokumente erhalten haben. Eine getrennte Befragung der Familienmitglieder durch das Amt am 13. November 2025 erhärtete den Verdacht. JF-Redakteur Benedikt Rueß spricht auf YouTube davon, dass der afghanische Mitarbeiter die Dokumente „gestohlen“ habe.

Die Verwaltung ist sich sicher, dass die Reisedokumente gefälscht wurden, um eine formal legale Einreise nach Deutschland zu ermöglichen, „wahrscheinlich, damit nach der Einreise ein Asylverfahren in Deutschland betrieben werden kann und dadurch ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erlangt wird“.

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Dass auch Aufenthaltsgenehmigungen gefälscht worden sein sollen, ist laut Rueß deshalb brisant, weil sie die Vorstufe möglicher Einbürgerungen bilden. Wie viele Fälle der Afghane im Migrationsamt insgesamt bearbeitet hat, ist bisher unklar. Bisher haben das Migrationsamt und das Rechnungsprüfungsamt zusammen 1.200 Fälle gesichtet, in denen der Afghane Personen aus verschiedenen Herkunftsländern betreut hat, darunter 103 aus Afghanistan. Dabei ergaben sich die bisher ermittelten 24 mutmaßlichen Fälschungen für afghanische Staatsbürger.

Allerdings wurden nicht alle Einzelfälle kontrolliert, denn das ganze Dortmunder Amt stellt jährlich „32.500 elektronische Aufenthaltstitel und 4.500 Reiseausweise“ aus, wie die Leiterin des Migrationsamtes in einem Schreiben an das Rechnungsprüfungsamt mitteilte. Die Staatsanwaltschaft will jedoch alle Fälle, die der Afghane bearbeitet hat, überprüfen. Es werde wegen „des Verdachts des Einschleusens von Ausländern“ ermittelt.

Am 26. November 2025 erstattete das Migrationsamt Strafanzeige. Der städtische IT-Dienstleister konnte nur die Daten der letzten 90 Tage sichern. Allerdings hatte der Afghane den Zugang zu ADVIS bereits im Mai 2025 verloren und arbeitete seit etwa zwei Monaten nicht mehr in der Ausländerbehörde. Da sich die Manipulationsvorgänge nicht löschen ließen, konnten die 24 Fälle rückwirkend ermittelt werden.

Der afghanische Mitarbeiter sei „nach Deutschland geflüchtet“, heißt es vom Rechnungsprüfungsamt laut JF. In Deutschland habe er seinen Schulabschluss gemacht und „im Jahr 2020 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Dortmund begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen“. Obwohl das Migrationsamt nicht wollte, dass er dort arbeitet, konnte er wegen einer Quotenregelung dennoch dort anfangen. Wer genau die Entscheidung über seine Einstellung getroffen hat, ist unklar.

Der afghanische Mitarbeiter verlor im Mai 2025 seinen Zugang zum Computersystem ADVIS, weil er zuvor seinen Dienstaccount nutzte, um einer iranischen Frau, die angeblich seine Ehefrau sei, bei der Einreise zu helfen. Die iranische Botschaft lehnte ein Visum für die Frau ab, weil die Eheurkunde Fälschungsmerkmale aufwies. Die Frau reiste dennoch illegal ein. Nach dem Vorfall wurde der Mann in eine andere Behörde versetzt. Dort kündigte er zum Jahresende 2025. Jetzt soll er in einer Ausländerbehörde in einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen arbeiten, wie die JF berichtete.

Dass in mindestens 24 Fällen Dokumente durch den afghanischen Mitarbeiter gefälscht worden sein sollen, stuft das Amt für Migration als außergewöhnlich ein. Denn der frühere Mitarbeiter habe „vorsätzlich und mit hoher krimineller Energie geregelte Arbeitsprozesse und Kontrollinstanzen umgangen“.

mra

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75 Kommentare

  • Wir bekommen das geboten, was wir uns bieten lassen.
    So einfach ist das.

  • Ich glaube nicht, dass das ein Einzelfall ist.

    • Es wird Zeit das Politiker für die Zustände, für die sie direkt verantwortlich sind, zumindest Konsequenzen durch Ausschluß von politischen Ämtern, Streichung von Pensionen, Diäten und sonstigen Zahlungen durch den Steuerzahler ausgeschlossen werden. Die führen sich allesamt auf wie Sonnenkönige und egal was sie verbrechen, führt es nicht mal zum Rücktritt. Das kann unmöglich demokratisch sein.

      • „Wer genau die Entscheidung über seine Einstellung getroffen hat, ist unklar.“

        Lügen, Lügen, nichts als Lügen, soweit das Auge schaut.

        • Man braucht nur an den Attentäter von Magdeburg denken, der durch Erpressung als angeblicher Arzt (Dr. Google) unbehelligt im Strafvollzug arbeiten durfte.

          2
        • Es gab mal eine Zeit, in der mussten Beamte ALLES dokumentieren.
          Scheint wohl vorbei zu sein ?

          1
  • Rätsel-Aufgabe:
    „Ein Afghane, der im Dortmunder Migrationsamt arbeitete…“

    Finde den Fehler?!

    • Um 08:56 morgens schon so schwere Fragen … 😮

    • Nun, der hat doch so viele Punkte oder Quotenpluspunkte, den musste man als überqualifiziert einstellen: geflüchtet, Migrationshintergrund, wahrscheinlich optische Abweichung zu Europäern, gut integriert, Schule und Ausbildung in Rekordzeit, gesuchte und dringend benötigte Fachkraft. Dass die Loyalität zum Arbeitgeber oder deutschen Gesetzen nicht so ausgeprägt ist, darf man bei wohlwollender Betrachtung nicht überbewerten.

  • Man sollte rückwirkend bis mindestens 2015 alle Dokumente und Titel prüfen. Ich wundere mich nur immer wie die alle an solche Positionen kommen.

    • Gucken Sie sich doch bitte einmal den derzeitigen politischen Abschaum an!

  • „Heute tolerant und morgen fremd im eignen Land“

  • Der Bundespräsident wird ihm das Bundesverdienstkreuz für zivilgesellschaftliches Engagement verleihen. Und in Niedersachsen steht ihm eine große Karriere bevor.

  • „Jetzt soll er in einer Ausländerbehörde in einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen arbeiten, wie die JF berichtete.“

    Ist das noch zu fassen?

  • Dortmund, Wuppertal, Mannheim, Frankfurt … diese Städte sind verloren. Der Kipppunkt ist überschritten.

  • Das ist nicht mehr unser Land!

    Wir sollten es uns langsam klar machen.

    • „Am Sonntag holen wir uns unser Land zurück“.
      (Uli Siegmund bei der Wahlkampfabschlussveranstaltung)

  • „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz.“ – dieser Satz gilt nicht nur in Berlin, sondern überall dort wo Grüne und SPD/SEDLinke an einen Stellhebel der Macht gelangen. Niedersachsen ist nur die Spitze des Eisbergs.

  • Welch Überraschung wenn der Bock zum Gärtner wird.
    Wer hat den Mann eingestellt?

    • Falsche Frage!
      Korrekt:

      Wer hat sein zutiefst menschliches Vorgehen verraten?
      Vermutlich einer der vielen Rassisten!

  • Warum arbeiten Leute ohne deutschen Pass in einer deutschen Behörde???

    • Welche Ironie. Deutsche müssen sich mittlerweile bei Jobs und Wohnungen hinten anstellen.

    • Das ein Afghane im Ausländeramt tätig ist, kann ja sehr sinnvoll sein.
      Aber doch nur BERATEND, niemals final ENTSCHEIDEND?

      • … da reichen wenige planstellen für die einzig möglich sein sollende „beratungsstelle für unmittelbaren eigenfinanzierten rückflug“

  • Demo gegen rechts schon geplant? Bin dabei!

  • Dem passiert nichts.
    Linke NGOs werden ihm einen Anwalt geben und linke Richter lassen ihn wieder laufen. Sofern es überhaupt zu einem Prozess kommt.
    Aber WEHE ein Deutscher sagt „Alles für…“!

  • Bravo Deutschland, mal wieder den Bock zum Gärtner gemacht!

  • Bei Ben ungescriptet ein interessanter Podcast mit SZ-Journalist Ronen Steinke, der mit den linken Argumentationsketten versucht eine Wirklichkeit zu beschreiben, die weite Teile derselben ausblendet oder umdeklariert.

  • Wenn ich schon „Quotenregelung“ lese, bekomme ich tiefroten Ausschlag!!!

  • Nein! Doch! Oh!

  • und warum sitzt der Mann nicht hinter Schloss und Riegel?!

  • Solche Taten dürfen nicht mit bloßen Haftstrafen abgegolten werden. Auch die indigenen Kollaborateure müssen belangt werden.

  • Was hat man denn erwartet ? Und ich wette das die Personen mit gefälschten Papieren trotzdem bleiben dürfen.

  • Man muss ab einem gewissen Punkt jenen, die solche Leute einstellen mehr böse Absicht unterstellem, als jenen, die dann genau das machen, was jeder mit gesundem Menschenverstand von ihnen erwartet. Klar macht der Afghane für seine Landsleute, was er kann. Wer würde das nicht tun, insbesondere in Deutschland?
    Das Ist einer dieser berühmten „Einzelfälle“, es kommt also zehntausendfach in allen deutschen Behörden vor und ist ein systemisches Problem, was schon bei der Personalabteilung anfängt.
    Auch bezeichnend, dass da wer sich wie ein Löwe für den Guten einsetzt und um dessen Anstellung kämpft, damit er auch garantiert mit dem weitermachen kann, was er bisher tat.

  • Mir fehlen echt die Worte…….was soll man dazu noch schreiben? Danke Merkel, Scholz, Merz……!

  • Liebe AfD! Nehmt das mal als Thema einer aktuellen Stunde und nagelt die Blockparteien fest! Ich will sehen, wie sie ihre Masken fallen lassen müssen!

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