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NRW

Um gegen „digitale Gewalt“ durchzugreifen: Direktor der Landesmedienanstalt fordert weitreichende „Ermächtigungen“

Bei der im Landtag von Nordrhein-Westfalen durchgeführten Anhörung zur Bekämpfung „digitaler Gewalt“ hat der Direktor der Landesmedienanstalt NRW ein härteres Durchgreifen gegen bestimmte Inhalte im Netz gefordert.

Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien in NRW (imago images/Political-Moments)

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Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, wurde im Rahmen einer Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien zur Prävention und Verfolgung digitaler Gewalt befragt. Dabei forderte er unter anderem mehr Zusammenarbeit mit den Social-Media-Plattformen und eine weitergehende „Ermächtigung“ der Medienaufsicht. Zudem müsse es endlich einschlägige Straftatbestände beispielsweise für die Erstellung und Verbreitung von Deepfake-Pornos geben.

Schmid beklagt zudem die mangelnde Kooperation aller Plattformen und bezeichnet deren Verhalten als „Totalausfall“. Im Folgenden beschreibt er Schwierigkeiten bei der Sammlung von Daten und mahnt dazu, die Gewaltschutzrichtlinie der Europäischen Union durchzusetzen. Ein Entwurf liege bereits im Bundesjustizministerium. Selbst wenn dieser verabschiedet werden sollte, würde dies jedoch nur die Verfolgung des Täters und eben keine Löschung entsprechender Inhalte ermöglichen.

Als die drei größten Probleme identifiziert er die sexuelle Selbstbestimmung sowie Desinformation und Radikalisierung. Den Großteil der entsprechenden Inhalte „finden wir inzwischen selber“, beschreibt Schmid das Prozedere und führt weiter aus, dass rund 10.000 Seiten pro Tag durchsucht würden. Der wichtigste Punkt, an dem gearbeitet werden müsse, sei aber die Öffnung eines Weges, der Betroffenen eine unkomplizierte Meldung und den Behörden die schnelle Verfolgung solcher Inhalte ermöglicht. 

Zudem könne die verwendete KI bis dato häufig einzelne Textausschnitte nicht in den Gesamtkontext setzen. Schmid appelliert auch an das Land NRW, Kompetenzen klar zuzuordnen und eine „Spiegelung“ des Strafrechts im Medienrecht zu ermöglichen. Derzeit sei es staatlichen Stellen nämlich nicht möglich, Inhalte von Plattformen zu löschen. Auf die Frage, was Kinder und Jugendliche tun könnten, wenn sie betroffen sein sollten, bringt er bessere Aufklärungsarbeit an Schulen und den Weg über die Eltern ins Spiel. 

Konkrete Lösungen für den Ernstfall habe er bis dato nicht; hierzu wolle er sich bei der nächsten Anhörung äußern. Abschließend ruft er dazu auf, auf klassische Kampagnen zu verzichten, da diese in den letzten Jahren keine große Reichweite generiert hätten. Stattdessen sollten beispielsweise flächendeckend digitale Elternabende angeboten werden, in denen Eltern im Umgang mit der digitalen Welt geschult würden. Bezüglich der Rechtsdurchsetzung gelte, dass das Problem in Brüssel adressiert werden müsse.

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46 Kommentare

  • Den Landesmedienanstalten gehört auch der Stecker gezogen.

  • Stück für Stück wird das Grundgesetz und unsere freie Meinung unterhöhlt.

  • „Direktor der Landesmedienanstalt fordert weitreichende „Ermächtigungen““

    Wie wäre es denn dann mit einem Ermächtigungsgesetz?

    • Nie wieder ist Jetzt!

  • Alles wird auf Zensur getrimmt, alles wird auf den großen Krieg getrimmt!

  • In Singapur zahlt man 700 Euro, wenn man was auf den Boden fallen lässt. Das europäische Experiment kann gar nicht in Freiheit enden. Ständig werden neue Schilder und Poller aufgestellt und neue Gesetze erlassen. Die Auswanderung der Deutschen steigt deutlich an. Man kommt sich vor wie im falschen Film.

  • ES GIBT KEINE DIGITALE GEWALT!
    Gewalt ist immer analog bzw. real.

    • Mobbing kommt in der Regel digital um die Ecke und ist auch Gewalt.

  • Unter dem Deckmäntelchen angeblicher Prävention, soll der Bürger noch mehr bespitzelt werden, als bereits jetzt . Private Chats etc. gehen keine Landesmedienanstalt etwas an. Es reicht, dass der Verfassungsschutz das Recht zur unbegründeten Bespitzelung bekommen soll. Das ist eines Rechtsstaates unwürdig.

  • ‚Digitale Gewalt‘ ist synonym mit ‚grundgestzlich garantierte Meinungsfreiheit‘

  • Landesmedienanstalten sind in Wahrheit Meinungsfreiheitsabschaffungsanstalten.
    Das wäre aber zu lang deshalb nur Landesmedienanstalten!

  • also ein Ermächtigungsgesetz?

  • Es geht ausschliesslich um Informationskontrolle. Wird nicht funktionieren.

  • Die Landesmedianstalt sollte als Unterabteilung in den Landesverfassungsschutz eingegliedert werden. Wäre zwar vom Schmidschen Standpunkt aus logisch – würde allerdings seinen Karrierewünschen widersprechen.

  • X kriegt das gut genug hin. Falls es Probleme gibt, kann man sie ohne Personal und irgendwelchen Ermächtigungen lösen. Diese Medienanstalten aus dem Analog Zeitalter können weg.

  • Gewaltschutzrichtlinie der Europäischen Union .
    🇪🇺🇪🇺🇪🇺🇩🇪🇩🇪🇩🇪🇩🇪

  • Ermächtigung gibt es nur nach Reichstagsbrand.

    • Du bist nicht witzig.

  • Statt gegen sogenannte „digitale Gewalt“ vorzugehen, sollte die Politik sich endlich einmal der realen, physischen Gewalt – Massenvergewaltigungen, Messerangriffe, et cetera pp. -, der jeden Tag Menschen zum Opfer fallen, annehmen.
    Aber sie bauschen lieber ein nebensächliches Thema- als für die Sicherheit des Staates wichtiges auf- weil sie nicht gewillt sind, die Täter der obengenannten realen Gewalt zu benennen. Das könnte ja der AfD in die Hände spielen. Deshalb benutzen sie den Nebenschauplatz „digitale Gewalt“ um den Leichtgläubigen zu signalisieren, dass sie etwas für die reale Sicherheit in unserem bis 2015 sicherem Land zu tun.

    • „Aber sie bauschen lieber ein nebensächliches Thema- ——— auf-“ Ist das nur das ? Oder bauscht er sich selbst auf ? Je mehr Mitarbeiter er hat, je höher steigt sein Gehalt, je sicherer ist sein Job.

  • Wenn sie wenigstens so ehrlich wären und den ganzen abgezwackten Laden „Wahrheitsministerium“ nennen würden …

  • Er trauert bestimmt immer noch dem Corona Ermächtigungsregime nach….

  • Sehr deutsch. Sehr, sehr deutsch.
    Und der Wortgebrauch macht einen doch etwas frösteln.

  • Ein „Ermächtigungsgesetz“ soll sehr? Das ist schon mal schief gegangen. Sehr schief.

    • @Erich Zann, Musiker, die negativen Daumen zeugen davon, dass sich sehr viele Menschen in dem Chat befinden, die das damalige „Ermächtigungsgesetz“ als richtig empfinden. Die merken gar nicht, dass sie sich wie die damaligen Nationalsozialisten benehmen. 21:04 Uhr.

      • Ich fühle mich ermächtigt hier dummes Zeug zu schreiben!

  • Für Ermächtigungen gibt es ein Gesetz.
    Das Ermächtigunggesetz.
    Fing klein an und hat scheinbar noch nicht aufgehört.
    Nur verwendet es nun „Unsere Demoratie“Also deren…Demokreatur.

    • Die Nationalsozialisten haben jedenfalls nie bestritten Sozialisten zu sein und sich als Demokraten dargestellt.

      • Ich habe auch nie bestritten blöd zu sein.

  • Ermächtigung… Ermächtigungsgesetz? War das nicht mal am 24. März 1933 erlassen worden?
    Aber seit Corona kann man auch Merkel fragen.

  • Toller Typ, der hier unverhohlen nach mehr Zensur-Möglichkeiten und erweitertem Denunziantentum ruft. Das ganze unter Berufung auf den Opferschutz. Der Start in die Meinungsdiktator.

  • Reines “ Wishful Thinking “ ! Ein undigitalisiertes Land will das Internet kontrollieren ?
    Wird Nix ! Nix, Nein, Frankenstein . You cant get the Page of Mine :o))

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