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Niedersachsen

Weil sie für die AfD kandidiert: Heidrun Wulff aus Helferteam für Senioren und Behinderte ausgeschlossen

Weil sie bei der Kommunalwahl für die AfD kandidiert, wurde Heidrun Wulff vom Behindertenbeirat aus dem Helferteam für Behinderte und Senioren ausgeschlossen. Laut einer Sprecherin des Beirats würden ihre Werte nicht mit denen des Beirats übereinstimmen.

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Der Senioren- und Behindertenbeirat im niedersächsischen Achim hat seine Mitarbeiterin Heidrun Wulff aus einem Helferteam ausgeschlossen, weil sie für die AfD kandidiert. Wulff, die bei der PC-Schnellhilfe für Senioren und Behinderte arbeitete, schildert gegenüber der Kreiszeitung: „Nachdem in der Zeitung gestanden hatte, dass ich mich für die AfD für die Stadtratswahlen habe aufstellen lassen, wurde ich zum Gespräch gebeten“.

Man habe ihr in dem Gespräch mitgeteilt, dass ihre Kandidatur für die AfD nicht mit den Werten des Beirats übereinstimme. Wulff zeigt sich aufgebracht: „Ich finde es unmöglich, dass ich aufgrund meiner Zugehörigkeit zur AfD, bei der ich seit zweieinhalb Jahren bin, ausgegrenzt werde und Menschen nicht mehr helfen kann.“ Darüber, dass sie durch den Beirat ausgeschlossen wurde, sei sie „sehr traurig“.

Die 66-jährige Witwe arbeitete seit vergangenem Herbst in der PC-Schnellhilfe für Behinderte und Senioren. Jetzt wird ihr die ehrenamtliche Arbeit verwehrt. Doch das geschieht nicht zum ersten Mal. So wollte Wulff zudem über den Heimatverein Achim Nähkurse für Kinder anbieten. Dieser erteilte ihr jedoch eine Absage, weil man rechte Ansichten nicht teile, berichtet Wulff gegenüber der Zeitung.

Die Witwe äußerte außerdem den Wunsch, dass sie „auch gerne die Nähkurse im Büz unterstützen“ wolle. Sie könne den „sehr vielen ausländischen Frauen dort“ bestimmt einiges beibringen. „Ich habe jetzt aber Angst, dass ich wegen meines Bekenntnisses zur AfD angefeindet werde“, gesteht Wulff.

Im Gegensatz dazu scheint die AfD-Kandidatur von Wulff für das Repaircafé im Bürgerhaus Bierden kein Problem zu sein. Seit fünf Jahren engagiert sich die Rentnerin ehrenamtlich in dem Café. „Da bin ich am Empfang tätig. Und da stört meine Parteizugehörigkeit niemanden“, erklärte die Rentnerin.

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Gegenüber der Kreiszeitung sagte Wulff, dass sie aufgrund der Wirtschafts- und Sozialpolitik für die AfD kandidiere. Konkret besorgten sie die steigenden Kosten und dass man „immer weniger Rente“ habe. Früher sei sie „immer SPD- und FDP-Wählerin“ gewesen.

Es handelt sich nicht um den ersten Fall, bei dem AfD-Kandidaten aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit ausgeschlossen werden. So wurde etwa jüngst der AfD-Spitzenkandidatin für den Kreistag Friesland und den Gemeinderat Wangerland, Martina Müller, von ihrem kirchlichen Arbeitgeber nach 15 Jahren fristlos gekündigt (Apollo News berichtete). Die diakonische mission:lebenshaus gGmbH, eine hundertprozentige Tochter des maßgeblich staatlich finanzierten Vereins für Innere Mission in Bremen, begründete die Kündigung dabei explizit mit der Kandidatur für die Partei.

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9 Kommentare

  • Die 1933er Jahre lassen grüßen.

    • Da hat man es leider zu spät gemerkt. Diesmal wehrt man sich rechtzeitig gegen die AfD!!

  • Bald ist der Spuk vorbei!

    • Wann genau wird die AfD verboten?

  • Das ist doch alles nur noch krank – hier geht es rein ideologisch zu, zu Lasten der Alten und Kranken.
    Es macht alles nur noch fassungslos – wo und wann hört dieser Irrsinn endlich auf – nur weil man andere Werte vertritt wird hier mit hilfebedürftigen Menschenleben gespielt – Pfui, Pfui und nochmals Pfui

  • „Tun wir, was getan werden muss“ meinte der große überparteiliche Versöhner mit steuerlichen Präsidentenbezügen.

  • Diese Ausschließer begreifen den Boomerang-Effekt nicht…

    • Ja, ca. 20 Jahre Zwangs-ÖRR wirkt

  • „Laut einer Sprecherin des Beirats würden ihre Werte nicht mit denen des Beirats übereinstimmen.“

    Nun, dann sollen diese Bessermenschen aus dem geistigen 1933 das zukünftig selbst übernehmen!

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