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J. K. Rowling

„Keine Show für Trans*feindlichkeit!“: Antifa-Gruppen machen wegen Harry-Potter-Filmen Druck auf Kieler Kino

In Kiel setzen lokale Antifa-Gruppen das älteste Kino der Stadt unter Druck, um eine Absage mehrerer Harry-Potter-Vorführungen zu erwirken. Das Kino will der Forderung nicht nachkommen – distanziert sich in einem Statement aber von J. K. Rowlings angeblich „menschenverachtenden“ und „transfeindlichen“ Ansichten.

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Seit 2009 Geschäftsführer des Studio-Kinos am Dreiecksplatz in Kiel: Dennis Jahnke und Matthias Ehr (IMAGO/Kaniecki)

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Das Kieler Studio Filmtheater sieht sich wegen einer geplanten Jubiläumsvorführung der Harry-Potter-Filme mit heftiger Kritik aus der linken Szene konfrontiert. Die feministische Antifa Kiel und die TurboKlimaKampfGruppe (tkkg.kiel) haben einen offenen Brief an das Kino veröffentlicht und darin gefordert, die Vorführungen anlässlich des 25. Jubiläums von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ abzusagen. Das Kino will dieser Forderung bislang nicht nachkommen.

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Unter der Überschrift „Keine Show für Trans*feindlichkeit!“ wenden sich die beiden Gruppen in einem Instagram-Beitrag gegen die Entscheidung des Kinos, die Harry-Potter-Reihe erneut ins Programm zu nehmen. Dabei erkennen sie zunächst an, dass sich das Studio Filmtheater bereits mit der politischen Kontroverse um Rowling auseinandergesetzt habe. Dass das Kino sich von deren Haltung distanziere, sei „gut und richtig“. Nach Ansicht der Verfasser reiche eine solche Distanzierung allerdings nicht aus.

Ein zentraler Vorwurf des offenen Briefs betrifft die finanziellen Folgen der Vorführungen. Die Gruppen argumentieren, Rowling verdiene über die Verleihrechte weiterhin an der Bekanntheit ihrer Werke. Sie werfen ihr vor, Einnahmen unter anderem für „trans*feindliche Kampagnen und rechte Politikbeeinflussung“ einzusetzen. Gerade Jubiläumsveranstaltungen trügen dazu bei, dass die Filme und das Franchise bekannt blieben. Dies könne langfristig auch weitere Einnahmen durch Freizeitparks, Neuauflagen der Bücher oder neue Filmprojekte ermöglichen.

Eine bloße Distanzierung im Rahmen der Veranstaltungen halten die Antifa-Gruppen deshalb für unzureichend. Es müsse den Besuchern, insbesondere weiterhin aktiven Fans der Reihe, „klar werden, wo ihr Geld landet und was Rowling damit macht“, heißt es in dem Brief. Das Kino kündigte an, es werde eine kritische Begleitung der Veranstaltungen geben – und distanzierte sich ausdrücklich von den politischen und vermeintlich „transfeindlichen Ansichten“ der Autorin J. K. Rowling.

Die Kritik der Antifa beschränkt sich zudem nicht auf Rowlings politische Äußerungen. Die feministische Antifa Kiel und tkkg.kiel führen mehrere Aspekte der Harry-Potter-Geschichten und -Verfilmungen an, die sie als problematisch betrachten. Dazu zählen sie unter anderem die Darstellung der Kobolde, die sie als antisemitisches Klischee bewerten, sowie aus ihrer Sicht mangelhafte beziehungsweise rassistische Repräsentationen nicht-weißer Figuren. Auch die Darstellung ausländischer Zauberschulen und ihrer Mitglieder wird kritisiert. Darüber hinaus werfen die Gruppen den Romanen vor, Ableismus, die Ausgrenzung chronisch kranker Menschen und gewichtsbezogene Stigmatisierung zu befördern.

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Gleichzeitig räumen die Verfasser ein, dass die Filme für viele Menschen mit positiven Erinnerungen und Nostalgie verbunden seien. Auch seien längst nicht alle Aspekte der Reihe abzulehnen. Zudem hätten sich immerhin einige Darsteller von Rowling distanziert. Eine vollständige Trennung zwischen Werk und Autorin halten die beiden Gruppen dennoch für nicht möglich, weil Rowling weiterhin finanziell von der Verwertung profitiere.

Die Forderung der beiden Gruppen ist eindeutig: Das Kino solle die geplante Vorführung absagen. Zugleich betonen sie, sie wollten das Studio „nicht canceln“. Sollte das Kino dennoch an den Vorstellungen festhalten, erwarten sie jedoch eine „ernsthafte Auseinandersetzung mit der Problematik“. Besucher und alle anderen, die mit der Veranstaltung in Kontakt kämen, sollten sich demnach darüber im Klaren sein, „was und wen sie unterstützen und womit sie es zu tun haben“.

Als Alternative schlagen die Gruppen dem Kino vor, eine Veranstaltungsreihe mit Filmen von und mit Transpersonen und entsprechenden Filmschaffenden zu organisieren. Dafür böten sich aus ihrer Sicht unter anderem der Pride Month oder Gedenk- und Sichtbarkeitstage wie der Trans Day of Visibility an. Solche Filme und Filmschaffenden seien „um einiges wichtiger“ als das Jubiläum der Harry-Potter-Reihe und hätten nach Ansicht der Verfasser sowohl „die Aufmerksamkeit als auch die Einnahmen deutlich mehr verdient als Rowling“.

Das Studio Filmtheater hat auf den offenen Brief öffentlich reagiert. In einer direkten Antwort auf den offenen Brief erklärt das Kino, es respektiere die Perspektive und „Kritik“ der beiden Antifa-Gruppen. Die Entscheidung, die Harry-Potter-Filme ins Programm aufzunehmen, sei jedoch bewusst getroffen worden. Zudem habe man sich damit auseinandergesetzt, „wie wir die Reihe verantwortungsvoll begleiten können“.

Dafür setzt das Kino auf seine Veranstaltungsreihe „Lichtperlen“. Diese stehe seit Jahren für „fundierte und kritische wissenschaftliche Einordnungen“, auch bei schwierigen und kontroversen Themen. Queere Filme, Themen und Perspektiven hätten dort bereits Raum gefunden und sollten auch künftig berücksichtigt werden. Den Wunsch nach einer noch stärkeren Sichtbarkeit queerer und trans Perspektiven nehme das Kino dennoch als Impuls auf.

Kritisch äußert sich das Studio Filmtheater hingegen über die Art der Auseinandersetzung. Man hätte sich vor der öffentlichen Kritik einen direkten Austausch gewünscht. Über die eigene Vorgehensweise zu diskutieren, „ohne sie überhaupt zu kennen oder ein Gespräch darüber zu suchen“, halte man für „wenig produktiv“.

In einem ausführlicheren Statement erläutert das Kino seine geplante Begleitung der Harry-Potter-Vorführungen. Die „Lichtperlen“ seien gebeten worden, die Filme zu moderieren, zu rahmen und einzuordnen. Dabei wolle das Kino ausdrücklich klarstellen, dass die „menschenverachtenden Lebensansichten von J. K. Rowling“ in keiner Weise den Ansichten des Teams der Lichtperlen oder des Studio Filmtheaters entsprächen.

Das Kino will die Veranstaltungen zugleich nutzen, um für die Normalität von Transleben und für Vielfalt zu werben. Nach eigener Darstellung sollen authentische Perspektiven auf Rowling und die Kontroverse um sie einbezogen werden. Das Studio verweist dabei auf die Bedeutung der Harry-Potter-Geschichten für viele queere Menschen. Die Filme und Bücher hätten manchen geholfen, Dinge zu verarbeiten. Man wolle niemandem „die Geschichte oder die Filme madig machen“, betont das Kino, zugleich empfinde man gegenüber Rowling „weder Respekt noch Verständnis“.

Grundsätzlich setzt das Studio auf Dialog. „Dialog ist immer besser als Abschottung“, heißt es in der Stellungnahme. Gerade weil der Umgang mit Rowling schwierig sei, wolle man zeigen, „wie ihr Hass gegen die Wirklichkeit steht“, und Besucher zum Nachdenken anregen. Geplant seien unter anderem Plakate mit Zitaten Rowlings in den sozialen Medien sowie Informationen über Transmenschen und Unterstützer der Transbewegung.

Nach Angaben des Kinos steht es zudem mit Transpersonen und Künstlern in Kontakt, um unterschiedliche Perspektiven zu Harry Potter und Rowling einzubeziehen. Einige der angefragten Personen hätten allerdings abgesagt, weil sie nicht zum Ziel öffentlicher Anfeindungen werden wollten. Die Filme sollen dennoch allesamt in den angekündigten Kontext eingebettet werden.

Auch auf der Internetseite des Kinos wird die Kontroverse ausdrücklich angesprochen. Dort heißt es, die Filme würden mit Kurzeinleitungen durch die „Lichtperlen“ gezeigt. Zudem stellt man vorsorglich klar: „J. K. Rowlings transfeindliche Ansichten werden nicht vom Studio Filmtheater, dessen Mitarbeiter*innen und den Lichtperlen geteilt.“

mmx

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53 Kommentare

  • Zitat: „Das Kino will die Veranstaltungen zugleich nutzen, um für die Normalität von Transleben und für Vielfalt zu werben.“

    – Grund genug, da nicht hinzugehen. Wenn ich ins Kino gehe, möchte ich einen Film sehen und mir keine Belehrungen anhören.

    • Diese Normalität gab es mal, sie wird aber heute jeden Tag aufs neue kaputt gemacht.

  • Afghanen vergewaltigen Frau im Park und bedrohen Begleiter mit Messer: https://www.thesun.co.uk/news/40123930/migrant-fiends-raped-woman-park/

    • Das sollte man aufrechnen gegen die affghanischen Frauen die von englischen Soldaten in 30 Jahren völkerrechtswiedriger Besetzung vergewaltigt wurden.

      -16
      • Sie sind ja ein rotzfrecher Lügner, nicht eine einzige Afghanische Frau wurde vergewaltigt!

  • In welcher Hand befindet sich eigentlich die Justiz in diesem Land?

    • in wessen Hand…

    • In der Hand von islamfreundlichen, linken, woken, lauten und menschenverachtenden Gestalten.

    • Spahn und Miersch, bis vor kurzem Fraktionsführer der beiden Regierungsparteien, sind beide schwul. Der CDU-Spitzenkandidat für die anstehenden Berlin-Senatswahlen ist schwul. Weidel ist lesbisch. Die Kwiiieeren haben dieses Land in der Hand.

  • Nur weil sich Frau Rowlings nicht verbiegen lässt und den Wahnsinn nicht mitmacht, sollen ihre Werke nicht gezeigt werden. Hier wäre ein Nachgeben definitiv keine Option, selbst das Distanzieren ist schon fehl am Platz. Der Erosion der Normalität muss ein Riegel vorgeschoben werden.

    • Den feigen Kinobetreibern wünsche ich viele leere Sitze.

  • Ich wage zu behaupten, dass frühere Kulturen auf höherem intellektuellen Niveau untergegangen sind als die heutige (westliche) Zivilisation.

  • Ich habe höchsten Respekt vor J.K. Rowling. Sie hat mit viel Phantasie unterhaltsame und im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Jugendromane geschrieben, die ganze Generationen von Kindern begeistert haben. Ist es schon soweit, dass man Schriftstellern vorschreiben will, wie viele queere, übergewichtige und farbige Protagonisten in ihren Werken vorkommen müssen. Und was die „menschenverachtenden Lebensansichten “ von Frau Rowling angeht, bin ich ganz auf ihrer Seite.

  • Was soll denn an den Filmen transfeindlich sein? Das Wort Trans kommt doch in den Filmen gar nicht vor so weit ich weiß.
    Ansonsten sollte man wissen wie unsere Vorfahren normalerweise gelebt haben: Laut KI war bei den Jägern und Sammlern die soziale Struktur meist durch serielle Monogamie und starke Gleichberechtigung geprägt. Feste Paare bildeten den Alltag, doch trennten sich Partner oft und gingen neue Bindungen ein.

  • Wenn die angeblichen „transfeindlichen“ Ansichten von J. K. Rowling vom Kino nicht geteilt werden, warum will man dann mit ihrem Werk Geld verdienen? Reichen woke Inhalte etwa nicht, um die laufenden Rechnungen zu bezahlen? Als Normalbürger würde ich einen großen Bogen um einen solchen Kulturbetrieb machen.

  • Ist die Doppelmoral bereits soweit gekommen? Da wird von der Antifa alles bekämpft was nur ansatzweise rechts sein könnte, unterstützt aber eine Klientel der Glaubensrichtung, die ebenfalls Trans*feindlichkeit, bzw LGTBQ-feindlich ist.

  • Menschenverachtend ist es, auf übergriffige, unangenehme , ungewollte und übertriebene Art die Transsexualität sichtbar zu machen.

  • Wie armselig sind Menschen, die andere mit allen Mitteln dazu zwingen wollen, sie zu mögen. Rowling ist eine der wenigen, die vor denen keinen Kotau macht.

    • Schön, dass die AntiFanten Werbung für Harry Potter machen.

  • ich will ins Kino,wegen dem Film, und brauch und will keine Belehrungen, langsam reicht es aber mal! !!

  • Völlig krank.

    • Ich nehme an du meinst Rohling mit ihren bizaren Geschichten.
      Vermutlich ist sie sie selber insgeheim transsexuell und draut sich nicht es zuzugeben. Das könnte ihre Hass Kampagnen erklären.

      -11
      • In 3 Zeilen 6 Tippfehler. Respekt!

      • Gehen Sie mal zum Arzt!

  • Diese Antifagruppen müssen eine sehr geringe Meinung von Transsexuellen haben. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sie sich anmaßen, für diese Gruppe zu sprechen zu müssen. Scheinbar glauben sie, dass die Transsexuellen nicht selbst in der Lage sind, ihre Interessen zu vertreten.
    Aber anderen Transfeindlichkeit unterstellen.

  • Es ist doch höchst an der Zeit die Gretchenfrage zu stellen.
    Wer hat das Sagen im Land.
    Der normale Menschenverstand oder die Antifa?

    • Ich würde sagen, da sind Sie rund 30 Jahre zu spät dran.

      • Dem würde ich entgegen halten dass man diese Frage nie zu spät stellen kann, und definitiv richtig beantworten MUSS!

  • Jetzt knicken auch schon Kinos vor den linken Faschisten ein. Wo soll das noch hinführen.

  • „….feministische Antifa Kiel und die TurboKlimaKampfGruppe….“ Himmel, hilf. Die merken gar nicht, dass ihre Selbstbezeichnungen immer alberner werden. Aber macht man, wenn Ihr nichts Sinnvolles zu tun habt. Eine der erfolgreichsten Buch- und Filmreihen der Welt werdet Ihr nicht aufhalten. Und ob die Autorin angeblich transfeindlich ist, stört Abermillionen überhaupt nicht, nehmen es gar nicht zur Kenntnis.

  • Eigentlich sollten sich diese Leute gar nicht mehr bewegen können, verkrampft wie die sind. Meine Güte, kommt mal wieder auf dem Teppich.

  • Lasst doch die Leute selber entscheiden! Furchtbar, diese Erziehungsversuche! Selbstermächtigung der Zuschauer!

    • Linke sind Kollektivisten, sie verstehen sich IMMER und AUSSCHLIESSLICH als integraler Bestandteil eines Rudels, das ihnen Selbstwert, ja Lebensinhalt gibt.

      Jeder Individualismus, selbst der geringste Versuch selbständig zu denken und zu entscheiden, wird daher als die schlimmste Bedrohung für die Rudelstruktur und damit für die eigene Existenz empfunden, die sich Linke überhaupt vorstellen können.

  • Das wird immer schlimmer hier, das kann man sich nicht ausdenken. Irgendwie müssen doch Außerirdische über Europa geflogen sein, und haben etwas abgekippt was die Gehirne zerfrisst

  • Die Antifa bestimmt jetzt wohl auch neben dem Programm in ARD/ZDF auch das Kinoprogramm. Wohl unter dem „Haltung zeigen für Perverse“ die Kartenverkäufe müssen dann von NGOs über Steuermittel gefördert werden, damit sich die Filme überhaupt jemand anschaut, die der woken Antifa genehm sind.

    • @ Juerge.pr
      ….ist in Deutschland so üblich. Die Nationalen Sozialisten damals wie heute mögen keine selbstdenkenden Menschen. Wir warten nun auf die Bücherverbrennung….

  • „Menschenverachtend“ liebe links-grün Dauerempörte…Menschenverachtend war das „Gelbe Elend“ der Stasiknast für politische Gefangene. Ihr seid so fern der Realität, mir fallen dazu nur noch die Worte von Hendryk M. Broder ein.

  • „Als Alternative schlagen die Gruppen dem Kino vor, eine Veranstaltungsreihe mit Filmen von und mit Transpersonen und entsprechenden Filmschaffenden zu organisieren.“
    Wer möchte so einen Müll sehen?
    Harry Potter-Filme sind für Kinder!

  • Kein Statement. Kein Einknicken. Die einzige Antwort an Terroristen muss NEIN lauten. Aber man sehe sich die beiden Soja-Bückbürger an und weiß, sie haben beim Mit-Buntsein stets mitgemacht – aber nun, wo sie abweichen, schmecken sie, dass „unsere“ „Demokratie“ eben keine Abweichler duldet. Willkommen in der Welt der queren Ungempftnzs, mitlaufen hat euch nichts geholfen. Sagt einfach nein, die werden so oder so Nzi zu euch sagen.

  • Dieser Schwachsinn ist kaum noch zu ertragen

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