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In eigener Sache

Erneute Vertreibungskampagne gegen Apollo News geplant

Erneut mobilisiert die linke Szene in Berlin gegen Apollo News. Für Samstag ist eine Demonstration angemeldet, die gezielt die neuen Redaktionsräume in Kreuzberg ansteuert. Die Organisatoren erklären auf Flyern, Apollo News sei „unerwünscht“, und kündigen eine Kundgebung vor dem Gebäude an.

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Flyer der Initiative „Apollo Nö“ zur geplanten Demonstration gegen Apollo News und Nius in Berlin-Kreuzberg.

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Erneut ruft die linksradikale Szene in Berlin zu Protesten gegen Apollo News auf und markiert den Ort der Redaktionsräume als Ziel. Eine Fahrraddemo soll das „Haus der Apollo-News-Redaktion“ am Samstag besuchen, kündigt die Initiative „Apollo Nö“ an. Illustriert wird der mit linksextremen Antifa-Codes gespickte Aufruf mit einem Flugzeug, das vor der Hausfassade der Redaktion von Apollo News einschlägt. Es ist das Foto eines Flugzeugs, das der Pilot einst in ein Stadion im US-amerikanischen Baltimore steuerte.

Ein verbreiteter Flyer zur neuen Demonstration zeigt, wie offen die Kampagne gegen Medienstandorte geführt wird. Unter der Überschrift „Rechte Hetzredaktionen landen in Kreuzberg“ heißt es dort, Apollo News und Nius bedienten „Rassismus und Kulturkampf, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit“ sowie das „Phantasma einer linken Meinungsdiktatur“. Mit einer Fahrrad-Demo und Kundgebung wolle man über die Tätigkeiten dieses „Krawall-Journalismus“ informieren und klarmachen, dass diese Medien „in Kreuzberg, in Alt-Treptow und überall sonst unerwünscht“ seien.

Die taz berichtet ausführlich über die bevorstehende Demonstration und nennt dabei auch Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung. Sie beschreibt die Aktion als Fahrraddemonstration, mit der Antifaschisten die Nachbarschaft „sensibilisieren“ wollten. Der Bericht übernimmt im Grunde die Perspektive der Aktivisten. Moritz Warnke, Bezirksvorsitzender der Linken in Treptow, kommt in dem Artikel zu Wort. Er vermutet laut taz, der Umzug von Apollo News sei auch auf „den demokratischen Prozess im Kiez“ zurückzuführen. Ein Sprecher der Initiative „Apollo Nö“ sagte der Zeitung: „Wir haben uns gefreut, dass ‚Apollo‘ aus Alt-Treptow weggezogen ist, aber das Problem ist nur umgezogen und nicht aus der Welt.“

Die Demonstration ist auch offiziell angemeldet. In der Versammlungsübersicht der Berliner Polizei wird sie für den 20. Juni von 14 bis 17 Uhr geführt. Als Thema ist dort „Gegen rechte Medienportale!“ angegeben.

Apollo News arbeitet seit wenigen Monaten von deutlich größeren Räumlichkeiten in Kreuzberg aus. Der Wechsel war durch den großen Erfolg der Webseite und der YouTube-Aktivitäten möglich geworden. Zuvor nutzte die Redaktion ein Büro in Alt-Treptow. Von dort versuchte eine Aktivistengruppe unter gleichem Banner und mit Unterstützung der örtlichen Linkspartei, Apollo News zu vertreiben und machte mit Aufrufen und mindestens einer Veranstaltung Stimmung gegen das Online-Magazin. Dabei nutzten die Initiatoren eine kaum missverständliche Sprache der Gewalt. Auf Flyern zur damaligen Kampagne hieß es unter anderem, man wolle „rechten Medien auf die Tasten treten“ und „Alt-Treptow für Apollo News ungemütlich machen“.

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