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Niedersachsen

Autobranche in der Krise: Ministerpräsident Olaf Lies will chinesische Autos in VW-Werken bauen lassen

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies will die VW-Werke in Wolfsburg und Co. künftig mit chinesischen Elektroautos auslasten. Seine Stimme hat Gewicht: Er ist Mitglied im Aufsichtsrat des Konzerns, das Land ist einer der größter Anteilseigner.

Werden VW-Werk Wolfsburg bald chinesische Autos produziert? (IMAGO/snowfieldphotography)

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Künftig könnten im niedersächsischen VW-Stammwerk Wolfsburg chinesische Autos über das Fließband rollen. Zumindest deutete Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies das nach seinem China-Ausflug an. Darüber müsse man „offen diskutieren“, betonte er gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Der SPD-Politiker will ein grundsätzlich anderes Verhältnis zu der Volksrepublik.

„Dass die Chinesen in unsere europäischen Märkte drängen, werden wir nicht verhindern können“, stellte der SPD-Politiker fest. Deshalb müsse vor allem eine Antwort darauf gefunden werden, wie der Produktionsstandort in Wolfsburg und alle anderen erhalten bleiben. „Für mich steht im Fokus, die Beschäftigung in unseren Werken bei Volkswagen zu sichern“

Lies, der seit Mai 2025 selbst dem Aufsichtsrat der Volkswagen AG angehört, verwies auf die enge Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Schon bald würden in China neue Modelle auf den Markt kommen, die gemeinsam mit VW entwickelt wurden. „Da stellt sich ganz automatisch die Frage, welche Perspektiven sich daraus ergeben und ob man auch in Europa zusammenarbeiten könnte“, so Lies. Deshalb müsse geprüft werden, ob eine Zusammenarbeit Chancen für die deutschen VW-Standorte und die Zulieferindustrie biete.

Anlass war Lies’ mehrtägige Auslandsreise nach China, wo er sich nach eigenen Angaben über Volkswagens Geschäfte in China und innovative Verkehrskonzepte informierte. Mit Blick auf die Haltung Deutschlands gegenüber China plädierte Lies für einen pragmatischeren Umgang mit Peking. „Ist China ein Konkurrent, vor dem wir uns schützen müssen? Oder müssen wir nicht Wege finden, wie wir auch von den Erfolgen partizipieren, die wir ja selber hier auch erzielen.“ Deshalb wäre man „klug beraten“, wenn man mit China zusammenarbeiten würde. Zudem müsse es eine Überarbeitung der nationalen Chinastrategie geben, so Lies.

Volkswagen steckt seit Längerem in einer Krise, die sich in den vergangenen Jahren zu einer strukturellen Krise ausgeweitet hat. Der Gewinn des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2025 nahezu halbiert. Zudem plant VW, bis 2030 in Deutschland insgesamt rund 50.000 Stellen zu streichen. Dem Land Niedersachsen gehören 20 Prozent des VW-Konzerns. Damit hat die Regierung eine Sperrminorität und kann wichtige Entscheidungen blockieren. Olaf Lies sitzt persönlich im Aufsichtsrat, genau wie die grüne Kultusministerin Julia Willie Hamburg.

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76 Kommentare

  • Dann müssen sich die Herren VW-Arbeiter aber auch an chinesische Löhne gewöhnen und Politiker und Gewerkschaftler bekommen Hausverbot…

    • Die Aufsichtsräte aber auch… 🙂

    • Zu Schichtbeginn wird dann auch die (noch zu komponierende) VW-Firmenhymne abgesungen!

      • Es sind auch Portraits von Xi Yingping aufzuhängen nebst Bannern, die den Sieg des sozialistischen VW Elektroautos in den kapitalistischen Märkten beschwören…

    • Politiker erwünscht für die chinesische PR. Bei Gewerkschaften gebe ich ihnen Recht.

    • Wieder die SPD…wieder verhökern sie uns an China…
      Niemand checkt es.

  • Aber so günstig sind die dann auch nicht mehr. Warum soll ich die dann kaufen?

    • Ne ne . VW Mitarbeiter arbeiten mit ihrem VW Tariflohn und bauen Chinesische Autos in den VW Werken . Die Differenz zahlt der Deutsche Steuerzahler damit VW Mitarbeiter zum einen Beschäftigt und zum anderen auch weiter ihr gleiches Geld bekommen .
      Ja so lief das auch in der DDR !! Bis es eben nicht mehr lief . Frage nur !? Mit wem Wiedervereinigen wir uns alle am Ende ?

      • Sehr gut erkannt!

      • Wir können doch Deutschland an die Türkei verschenken.
        Dann kann KGE täglich ihr Dasein unter dem Kopftuch neu aushandeln.

    • Wer so etwas vor wenigen Jahren auch nur angedacht hätte, würde seither in der Klapse dahinmodern. Die bittere Realität ist, der Dumm-Michel sorgte seit Beginn der Ära Bundeskanzlerin IM Erika mit seinem X am Wahlzettel dafür, dass Buntland nun vor seinem Ende steht. Buntland ist völlig am Ende. Und was macht der Dumm-Michel? Er wählt immer noch zu 74% den Linksblock. Deswegen RIP Buntland!

    • Sie sollen ja auch keine chinesischen Autos kaufen. Japanische Ware kommt wenigstens aus einer Demokratie, die einfach nur Handel treiben will. Chinesen-Dreck kommt hingegen aus einem kommunistischen Albtraumstaat, dessen Primärziel es ist, alle anderen Wirtschaftsnationen aus dem Rennen zu kegeln.

  • Ist der Elektrowahn tödlich und ungesund?
    Schlagzeile: Kettner Edelmetalle: Großbrand bei BYD: Wenn Elektroautos in Flammen aufgehen. Frankfurter Rundschau: E-Bike fahren: Warum es nicht so gesund ist wie gedacht.

    • Tödlicher heißt es

    • Digga…checkst du nicht dass dich fr KEINER ernst nimmt wenn du bei jeder Gelegenheit hier mit deinem Boomer-Gekreische crash out gehst?

  • Wer ist Lies? Warum ist der MP?
    Warum sitzt der im AR der VW AG? Warum ist das Land Niedersachsen an VW beteiligt?
    Wer diese Fragen beantworten kann, weiss, warum VW so bescheiden dasteht und zigrausende weitere Jobs abbauen wird.

    • Herr Lies, ein typischer heldenhafter sozialdemokratischer Vertreter, möchte noch ein bisschen weiter regieren. Durch die zusätzliche Auslastung bekommt er Wählerstimmen, VW das Geld und die Chinesen erhöhen die Marktakzeptanz ihrer Marke gewaltig. Zu den hohen Produktionskosten sparen sie wiederum die hohe Einfuhrsteuer.
      Problem: Irgendwann baut oder kauft die chinesische Firma ihre eigene Fabrik in billigeren EU-Ländern und der Michel ist am Ende doch seinen Job los.
      Zumindest ist Herr Lies mit seine chinesischen Investoren zufrieden.

      • Vorher wird aber sämtliches Know How noch abgezogen. Oder er kauft das Werk von VW selbst. Lässt es dann noch ein paar Jahre laufen. Legt es dann still, baut es ab und baut es in Rumänien, oder in den, dann neuen, EU Mitgliedsstaaten Ukraine, Kasachstan, Albanien, wieder auf, wo die Leute dann 200-500 € im Monat verdienen und schon zu den Spitzenverdienern gehören im Land

    • … endlich wäre VW am chinesischen Surfer dran . Natürlich nur um zu gucken ….

  • Nun, das löst allerdings das Problem nicht, dass e-Autos kein Verkaufsschlager sind und wahrscheinlich auch nie werden.

  • Im Endeffekt werden die Chinesen VW kaufen und mit den Markenrechten in China produzieren. Unsere Politiker arbeiten zielstrebig an der Deindustrialisierung Deutschlands. Klimaneutralität und Brandmauer/Machterhalt sind ihnen wichtiger.

  • Die Autoindustrie stirbt gerade vor unser aller Augen. Und diese Wiederbelebungsversuche werden nicht helfen.

  • Da bleibe ich doch lieber bei meinem Dacia.
    Viel Auto für den kleinen Geldbeutel und den Mann mit Charakter.

  • Früher haben die Chinesen unsere Dinge produziert, jetzt ist es anders herum.

  • Man stelle sich umgekehrt den Wunsch vor. Eine chinesische Firma mit staatlichen Anteil will in Deutschland deutsche Autos bauen … Der Aufschrei wäre enorm …

  • Kaiser Wilhelm II. Ende Juli 1900: „Führt eure Waffen so, daß auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen.“

    Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies Ende April 2026: „Dass die Chinesen in unsere europäischen Märkte drängen, werden wir nicht verhindern können.“

    Wie die Zeiten sich doch (leider) ändern…

  • „„Dass die Chinesen in unsere europäischen Märkte drängen, werden wir nicht verhindern können“, stellte der SPD-Politiker fest.“

    Natürlich geht das, hier ein paar Anregungen:
    – Künstliche Verteuerung der Energie abschaffen
    – Bürokratie auf das nötigste reduzieren
    – Chinesische Firmen dürfen hier keine Mehrheit an den Firmen haben
    – Wieder weg von der Planwirtschaft, zurück zu Marktwirtschaft
    – Drastischer Machtentzug der EU, ansonsten DEXIT
    – Weg mit unnötigen Ausgaben (z.B. NGO Finanzierung, die vielen unnötigen Berater weg, Entwicklungshilfe stoppen, Beauftrage für Gender und andere können weg) -> Das nicht ausgegeben Geld den Bürgern und Unternehmen lassen
    – Unnötige Ministerien plus Anhang schließen

    Danach wären wir wieder Konkurrenzfähig, hätten eine ausgeglichen Haushalt mit leichtem Überschuss zum Schuldenabbau.

    Es ist eine Frage des Willens. Nur Naturgesetze können wir nicht ändern, alle anderen selbstverständlich!

  • Weil niemand Elektroautos kauft, müssen wir mehr davon produzieren??? Warum bin ich nicht darauf gekommen? 🙂

  • Jetzt werden wir zur Werkbank Chinas 😂

  • Und deutsche Autos werden dann in China produziert? Tschüss Autoindustrie!

  • Chinesische Auto nachbauen – das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell!
    Mietwagen bauen, leasen, für chinesische Touristen – das schafft Mehrwertprozesse!

  • „Dass die Chinesen in unsere europäischen Märkte drängen, werden wir nicht verhindern können“, stellte der SPD-Politiker fest.
    Könnte man schon, wenn man ihnen nicht unser gesamtes technisches Know-How frei Haus geliefert hätte und wie die USA das machen Schutzzölle erhebt. Nicht nur, daß man es nicht verhindert, daß Europa bald von den chinesischen Kommunisten vollständig wirtschaftlich unterwandert und kolonisiert wird, man hilft auch noch tatkräftig dabei mit.

  • Der staatliche VW Konzern, eine Bank mit angeschlossenem Produktionsbetrieb mit politische Sonderpersonal ist doch schon seit langem steuerfinanziert in China. Wie viele andere KfZ Unternehmen auch.
    Dr. Kohl sagte ca. 1996 öffentlich das Deutschland kein Hightech Land werden soll, einzig nur Produktion.
    Also verlängerte Werkbank, klappte in der DDR schon.
    Kein Land in Europa ist so Innovationsfeindlich wie Deutschland.
    Das hat sich seit 1996 nicht geändert trotz „SprinD“. Was durch SprinD gefördert wird, ist merkwürdig.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sovereign_Tech_Fund
    Green Paper on Innovation
    https://cordis.europa.eu/article/id/7112-green-paper-on-innovation-summary-reports-on-the-national-conferences

    • „Dr. Kohl sagte ca. 1996 öffentlich das Deutschland kein Hightech Land werden soll, einzig nur Produktion.“

      Spätestens nach der Aussage hätte man ihn zurück in die Pfalz zur staatsgeldfinanzierten, aber wenigstens politisch untätigen Endlagerung bringen sollen.

      Und bevor einer heult: Damit meine ich aufs Altenteil, täglich mit Saumagen gefüttert, damit er wenigstens das Land nicht weiter in den Abgrund treibt!

      • Mich überraschte das Luisa Katrina Gräfin von Beust die kfm. GF von „Sovereign Tech Fund“ ist. Wie weit die mit dem Ole verwand ist, weiß ich noch nicht.
        Ole von Beust hat u.a. die 40 Mrd. Euro Verluste der HSH Nordbank mit zu verantworten und hat kräftig für Wirecard Werbung gemacht.
        Es ist die politische Inzucht die mich extrem stört und Deutschland nebst EU zerstört.

  • In der chinesischen Provinz „Niedelsachsen“ geht das.
    Wenn das der Führer wüsste… 🙂

  • Warum sollte China das tun? Es gibt m. E. nur einen Grund: VW also Niedersachsen, genauer der Steuerzahler, zahlt den ganzen Zauber! Wie im „schlechten“ alten Sozialismus: Jobs durch Subventionen zu fenerieren, die es eigentlich nicht gibt! Es soll dem Bürger suggestiert werden, dass es doch gar keine Industrialisierung gibt, und es sich um „rääächte“ Hetze handle.

  • Wir werden zur Werkbank Chinas. Früher war das mal umgekehrt.

    • Das glaube ich nicht, denn wir sind viel zu teuer.

  • In Deutschland zu bauen bedeutet nicht, das es günstiger ist! Dank einer EU -Wahnvorstellung zahlen wir nur für was?

  • Und Tschüss, Tafelsilber. Der Ramschmarkt ist eröffnet.

  • Deutschland die verlängerte Werkbank Chinas?🤣Hätte mir das vor zwanzig Jahren jemand gesagt hätte ich ihn ausgelacht. Aber warum sollte dieser Sozi, der im Aufsichtsrat von VW offenbar den Ton angibt, mehr Durchblick haben als sein Chef in Berlin? Bloß nicht die heilige Kuh „Klima“ (Verbrenneraus) angehen und stattdessen der asiatischen Konkurrenz helfen, den einheimischen Markt zu fluten.

  • Wenn man seinen Nachnamen in Englische übersetzt, dann passt es.

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