Während Mette Frederiksen um ihr politisches Überleben kämpft, wittern Konservative eine historische Chance
Dänemark wählt am Dienstag ein neues Parlament. Während Amtsinhaberin Mette Frederiksen um ihr politisches Überleben kämpft, eröffnet sich dem bürgerlich-konservativen Lager eine historische Chance.
Für Mette Frederiksen geht es am Dienstag bei den Parlamentswahlen um alles. Die dänische Ministerpräsidentin steht wie noch nie zuvor unter Druck; ihre Partei läuft nämlich Gefahr, das schlechteste Ergebnis seit mehr als einem Jahrhundert einzufahren. Die Sozialdemokraten (SD) führen in Prognosen weiter als stärkste Kraft, seit der letzten Wahl im November 2022 zeichnet sich jedoch ein anhaltender Abwärtstrend ab. Dagegen halfen weder Frederiksens harter Migrationskurs noch ihr Widerstand gegen US-Präsident Donald Trump, als dieser mit der Einverleibung Grönlands liebäugelte und eine tiefe Kluft in die transatlantischen Beziehungen riss.
Klassische rechte Parteien bewegten sich in Dänemark seit Jahrzehnten am politischen Rand. Die Sozialdemokraten waren historisch gesehen die prägendste Kraft der dänischen Politik. Sie stellten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs etwa zwei Drittel aller Ministerpräsidenten und bestimmten in der Nachkriegszeit bis in die 80er-Jahre durchgehend den politischen Kurs des Landes. Phasen konservativer, bürgerlicher Regierungen gab es zwar, sie beschränkten sich jedoch meist auf ein Mandat, gelegentlich auf zwei.
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Seit 2019 stehen die Sozialdemokraten wieder in Regierungsverantwortung, angeführt von Mette Frederiksen, nachdem das Land vier Jahre lang von den Liberalen regiert wurde. Begleitet vom Ukraine-Krieg, der Corona-Pandemie und zuletzt der Grönland-Krise profilierte sich die 48-Jährige zwar als entschlossene Ministerpräsidentin, ihr Mandat wurde jedoch auch von Skandalen und Kontroversen geprägt. Besonders der Umgang in der sogenannten Mink-Affäre belastet Frederiksen bis heute.
Damals ließ die Regierung die gesamte Nerzpopulation – bis zu 17 Millionen Tiere – in Dänemark töten, weil man eine Corona-Mutation befürchtete. Problematisch war dabei, dass der Eingriff rechtswidrig war. Die Regierung hatte dafür keine gesetzliche Grundlage. Es folgten die Einsetzung einer Untersuchungskommission, Rücktrittsforderungen aus der Opposition und ein erheblicher Vertrauensverlust in der dänischen Gesellschaft.
Frederiksen ließ 2023 auch den traditionellen Feiertag Store Bededag streichen, um höhere Verteidigungsausgaben zu finanzieren. Der christliche Feiertag ist in der Geschichte des Landes tief verankert und lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Ihr wird zudem ein machtzentrierter Führungsstil zugeschrieben. Politische Entscheidungen würden nicht wie in Dänemark üblich durch breite Abstimmung mit Ministerien und Partnerparteien getroffen, sondern über das Amt der Ministerpräsidentin und einen kleinen inneren Kreis durchgesetzt – ein Führungsstil, der an den von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erinnert.
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Dem konservativ-bürgerlichen Lager eröffnet sich daher eine historische Chance, die Sozialdemokraten unter Mette Frederiksen nachhaltig zu schwächen. Frederiksens Partei wird zwar voraussichtlich stärkste Kraft bleiben, dem sogenannten blauen Block könnte jedoch ein politischer Durchbruch gelingen, sollte das Ergebnis der Sozialdemokraten historisch schwach ausfallen und es gelingen, die Mitte-Partei Moderaten für eine Koalition zu gewinnen.
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Darin liegt jedoch auch die Schwäche der dänischen Konservativen. Die Oppositionsparteien sind stark zersplittert. Die Venstre-Partei, die Liberal Alliance, die Konservativen, Danmarksdemokraterne und die Dänische Volkspartei arbeiten nicht harmonisch miteinander, sondern wetteifern um die ohnehin kleine bürgerliche Wählerschaft. Das bürgerliche Lager kann die Sozialdemokraten zwar schwächen und abhängiger machen, ob es daraus jedoch eine stabile Regierung formen kann, bleibt offen. Aktuelle Umfragen sehen Frederiksens Mitte-links-Bündnis vorne. Es dürfte jedoch so knapp werden wie lange nicht mehr.
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Hauptsache ist, dass es in Dänemark bei der strikten Anti-Migrationspolitik bleibt.
und erst die Apanache mit der die Königsparasiten auf Staatskosten durchfüttert werden. Wer geht nicht gerne malochen damit die Hochwohlgeborenen sich ein Leben in Luxus leisten können, nicht wahr?
Da ich gerade in Dänemark bin, kommt man am Thema Wahlen nicht vorbei. Ein paar Zahlen, die ich gestern mitgenommen habe:
179 Sitze hat das Parlament
2% ist die Hürde, um ins Parlament einzuziehen
Immer wieder faszinierend wie Demokratie in anderen Ländern geht. 😉
Und meiner Meinung funktioniert die Demokratie in DK deutlich besser als in Deutschland.
Man ist auch bei weitem nicht so „politisch korrekt“ wie die steifen Deutschen.
Gemessen an dem was in Deutschland von den Regierenden abgeliefert wird, können sich die Dänen glücklich schätzen eine solche Regierung zu haben.
Die dänische Bevölkerung reagiert deutlich schneller auf Unstimmigkeiten als die deutschen Nachbarn.
Das Parteiensystem ist deutlich vielfältige als bei uns.
Wobei ein sehr angenehmer Patriotismus Parteiübergreifend ist. Zum Teil selbst bei Linken.
In den letzten vier Jahrzehnten gab es in DK auch immer wieder neue Parteigründungen. Einige blieben und etablierten sich, andere verschwanden wieder.
Obwohl das Land überwiegend sozialdemokratisch geprägt ist, ist das Parteiensystem deutlich flexibler und dynamischer als hierzulande.
Auch Rücktritte von Politikern bei Verfehlungen, erfolgen sehr viel häufiger als bei uns.
„Aktuelle Umfragen sehen Frederiksens Mitte-links-Bündnis vorne. Es dürfte jedoch so knapp werden wie lange nicht mehr.“
Mitte-LINKS…..das Unglück nimmt seinen Lauf…
Mitnichten kämpft Mette um ihr politisches Überleben. Was für ein – mit Verlaub – Schwachsinn.
Sie und Ihre Partei liegen aktuell bei ca 20% – das sind zwar 8% weniger als bei der letzten Wahl, aber es immer noch ein Vorsprung gegenüber der anderen Kandidaten.
Minderheitsregierungen haben in Dänemark Tradition. Eine Mehrheitsregierung, wie z. Z., ist eher unüblich.
Die Gefahr des Islams ist leider auch in Dänemark GEWALTIG.
Es sind einfach zu viele Mohammedaner und die meisten von ihnen sind einfach zu fromm.
Das nimmt vermutlich auch dort kein gutes Ende….
na, wie läuft der Krieg der Epsteinkoalition gegen die achso phösen Mullahs?
Oder hat die Epsteinklasse den Medien gerade den Befehl gegeben die Klappe zu halten?
Es vermutlich ganz einfach, nämlich du bist ein intellektuelles Genie, und ich niedere Kröte bin deinen Gedankengängen nicht gewachsen.
Schließlich wähle ich ja rechts, das ist Beweis genug für meinen einfachen Geist.
wenn du die Afd für „rechts“ hälst, dann wöre das wirklich Beweis genug für deinen einfachen Geist.
Frederiksen die es nicht einmal über die Lippen brachte den illegalen Angriff auf Iran zu verurteilen, genau von dem Oragenen Irren der sich Grönland gewaltsam nehmen will?
Kann weg! Donalds Enddarmbewohner werden mit dem Imperium untergehen, und das ist auch gut so!
Das Dr. muss man dazuschreiben, denn an deinen Gedankengängen erkenne ich keinen Akademiker.
Danke für den Hinweis.
Es ist davon auszugehen, daß die DÄNEN selber besser wissen Du, was „weg kann“ und was bleiben sollte!
ERROR: /dev/brain/latschari: physical I/O error.
mount: /dev/brain/latschari: write-protected (hardware switch is ON).
kernel panic: attempted to write to read-only segment in user-space.
reason: ego-overflow during chmod simulation.
Exit 204: No Content.
——-
connection terminated for dr_latschari.
session_id: cleanup_complete
status: cleanup successful, /dev/latschari is finally quiet.
kill -9 $(pgrep -f „dr_latschari“)
[system halted: Dr. Latschari unmounted successfully]
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systemctl mask dr_latschari.service –now
reboot: Operation not permitted (Logic failure).
shutdown -h now „Reason: /dev/brain/latschari: No bootable medium found.“
[system halted: dr_latschari is offline]
😂😂😂😂😅🙏👍👍
Mann, deine Zeit möchte ich haben? Rente oder Hartz 4?