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Berlin-Tegel

Geschützte Vögel verzögern Bauprojekt auf Flughafen-Areal – Kompensation für über 7 Millionen Euro

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel soll der Innovationscampus Urban Tech Republic entstehen. Der Bau wird jedoch durch die Feldlerche ausgebremst. Für den geschützten Vogel könnten nun zusätzliche Kosten von bis zu 7,1 Millionen Euro entstehen.

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Der geschlossene Flughafen Berlin-Tegel soll bebaut werden. (IMAGO/Jürgen Ritter)

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Der Bau des Berliner Innovationscampus Urban Tech Republic kommt nur schleppend voran. Das Megaprojekt in Reinickendorf kämpft seit Jahren mit steigenden Kosten und Verzögerungen. Nun sorgt zusätzlich ein geschützter Vogel für Probleme: Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel leben Feldlerchen, die geschützt werden müssen. Darüber berichtete der Tagesspiegel.

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gibt es dort insgesamt 54 Feldlerchenreviere, für die nun Ausweichflächen geschaffen werden müssen. Das bestätigte die Behörde der dpa auf Anfrage. Für alle Reviere sind Ausgleichsmaßnahmen in Brandenburg vorgesehen. Die Kosten könnten erheblich sein. „Aus der Erfahrung bereits umgesetzter Kompensationsmaßnahmen für die Feldlerche ist für den Ausgleich je Revier über 25 Jahre eine Summe von circa 130.000 Euro anzusetzen“, erklärte ein Sprecher. Insgesamt würde das Kosten von knapp 7,1 Millionen Euro verursachen.

Besonders problematisch: Laut Senatsverwaltung lassen sich die Feldlerchen nicht umsiedeln. Stattdessen soll die Population durch zusätzliche Ausgleichsflächen gesichert werden. „Durch die Verbesserung der Habitatstrukturen für die Feldlerche in Brandenburg wird die regionale Gesamtpopulation Berlin/Brandenburg erhalten“, erklärte der Sprecher. Entsprechend lassen sich auch nicht die Kosten pro Tier berechnen.

Das große Stadtentwicklungsprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel kämpft bereits seit Beginn mit Kostensteigerungen und Verzögerungen. Auf dem Areal soll ein internationaler Technologiecampus für sogenannte „urbane Technologien“ entstehen. Zudem ist mit dem Schumacher Quartier ein neues Wohnviertel geplant – ein nachhaltiges Wohnprojekt, das größtenteils aus Holz gebaut werden soll.

Das Interesse größerer Investoren und Unternehmen, die sich dort ansiedeln wollen, bleibt bislang begrenzt. Ein zentraler Anker ist die Berliner Hochschule für Technik, die auf dem Gelände einen großen Campus mit mehreren tausend Studenten und Forschern plant.

rs

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24 Kommentare

  • Waren diese Feldlerchen dort schon ansässig, als der TXL noch im Flugbetrieb war, oder haben die sich dort im Rahmen „des größten Flüchtlingslagers Europas“ (Zitat B.Z.-Berlin) mit angesiedelt?!

    • eben…… 😉

  • Und was ist mit den Vögeln die Tag täglich von den Windrädern geschreddert werden?

    • Diese Frage ist politisch unerwünscht !

    • Die sind ein kleiner Hinweis darauf, daß es hinter dem vorgeschobenen noch einen anderen Grund geben muß, der dem Bauprojekt im Weg steht. Der deutschen Regierung sind Fauna und Flora, Umwelt und Natur vollständig gleichgültig – so gleichgültig und sch…egal, wie es die eigene Bevölkerung ist. Die würden ohne mit der Wimper zu zucken das letzte lebende Exemplar einer aussterbenden Tierart abschlachten, wenn es nur einen Pfennig Profit brächte oder irgendeiner Grüner den Verdacht hätte, das arme Vieh verbrauche zuviel Co2.

      Vermutlich würde sich das geplante Objekt nicht rentieren – ein „Berliner Innovationscampus“ ist angesichts der herrschenden Bildungsmisere und der ungehemmt wachsenden Verblödung wohl eher rausgeworfenes Geld.

  • Ich verrate jetzt ein Geheimnis:

    Wenn dort gebaut wird, legen sich die Lerchen dort nicht zum Sterben hin, sondern suchen sich ein neues Revier. Kostenlos.

  • Warum stellen sie dort nicht einfach Windräder auf.
    Die dürfen überall und ohne Auflagen gestellt werden.
    Wenn sich da eine Feldlerche den Kopf anstösst, hat dies dank Habeck, keine Konsequenzen.

    • Es ist auch sehr merkwürdig, dass in Waldgebieten offenbar überhaupt keine Vögel leben. Dort wurden noch nie Bauvorhaben gestoppt.

  • Beim „Aufbau Ost“ nichts neues, kennen wir schon lange.
    Mal sind’s Lerchen, mal Feldhamster, mal Rotbauchunken, mal der seltene Juchtenkäfer.
    Je nachdem was gerade gewünscht ist 😉
    Deshalb dauern die letzten 11 km der A 143 (Verbindung A38 zu A14) auch schon 17 Jahre. Das der Versorgungs-Verkehr sich dann durch die Städte und Ortschaften wälzt ionteressiert den Nabu und andre Verwirrten herzlich wenig.

  • Vögel, Ameisen,Käfer…
    Sind wir VERRÜCKT geworden???

  • Ich bin auch geschützt. Trotzdem bauen die hier Windräder.

  • Berliner Wertarbeit !

  • Was sind in Berlin schon 7 Millionen?
    Man sollte die Vögel im Privatjet nach Neuseeland evakuieren.

    • Oder auf Epsteins Island, die kennen sich mit Vögeln aus …

  • Diese paar Vögel hindern die Bauwirtschaft daran, zügig dringend benötigte Gebäude zu errichten. Unsere Wirtschaft hat Vorrang. Also schickt den Jäger los und zwar noch heute.

    • „unsere Wirtschaft hat Vorrang“ hat Deutschland ruiniert, die Deutschen fett gemacht, Ausländer angesiedelt und die Städte entstellt.

      Zur Hölle mit der Wirtschaft.

      -10
  • In Berlin gibt es noch ganz andere Zweibeiner, die ebenfalls dringend weg müssen. Diese invasive Art aus Westasien muss zurückgedrängt und ausgerottet werden.

    • diese voegel sind in UK schon derart geschuetzt, dass man ihre aktivitaeten gar nicht mehr im vorwege zu verhindern versucht, sondern nur noch schadensminderung betreiben will.

      deshalb will london jetzt bahnhoefe mit traumakits ausstatten, um verletzte bis zum eintreffen der rettung durchzubringen.

      https://www.bbc.com/news/articles/cq6qjzjvdqro

  • Innovationscamps sind reine Geldverbrennung, zumal nur Leute mit Vitamin B gesponsert werden munkelt man. Die Startups sind bisher alle gefloppt und kein einziges hat in Deutschland irgend etwas erwähnenswertes hervorgebracht.

  • Herrgott nochmal, wir wollen Wohlstand erwirtschaften. Was kümmern uns die paar Piepmätze? Die haben in der Stadt eh nichts verloren. Plattmachen und gut ist.

  • Komisch; bei Windparks gibt es diese Problemchen nicht: Da ist sogar ein Jahrhunderte Jahre alter Wald gar kein Problem. Riesige Schneisen reingeschlagen, Zufahren asphaltieren, Gräben für Kabel aufwerfen, bis zu 2.000 Tonnen Stahl und Beton allein für das Fundament(!!!) das den Boden versiegelt, alles dort buchstäblich „auf links drehen“ und vernichten. Voran für die Zukunft! Sch*****egal ob da Karl der Käfer oder Gustav die Grille für umziehen muss.

    „Wir schaffen Fakten!“ ist das Motto. Ob beim Windradbau oder AKW-Abriss: „Irreversibel“, wie unser Kanzler diese Tage so nett sagte.

  • Waren das Antideutsche linke Vögel?

  • Stehen die Ratten in der Politik eigentlich auch unter Artenschutz ?

  • Was soll hier der Skandal sein? Hier geht es nur darum, dass man dem Wutboomer wieder was serviert, wo er über grüne Umweltschützer schimpfen kann, obwohl dieser Tech-Campus das Problem wäre. Besser totaler Baustop für Berlin. Besser die Lebensumstände verunmöglichen.

    -11

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