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Bildung

Schüler mit Migrationshintergrund stehen besser da: Studien relativieren Vorwürfe systematischer Diskriminierung

In bildungspolitischen Debatten gilt häufig als ausgemacht, dass Kinder aus Einwandererfamilien strukturell benachteiligt werden. Neuere Studien zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Bei gleichen Leistungen erhalten sie häufiger Gymnasialempfehlungen.

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IMAGO/imagebroker

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In bildungspolitischen Diskussionen gilt es oft als ausgemacht, dass Schüler mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt werden. Neuere Forschungsarbeiten zeigen jedoch das Gegenteil: Eine Analyse des Instituts für Schulentwicklungsforschung zeigte, dass Kinder mit zwei im Ausland geborenen Elternteilen etwas häufiger eine Empfehlung für das Gymnasium bekamen als Kinder ohne Migrationshintergrund. Statt des Migrationshintergrunds waren andere Faktoren wie die Bildungsambitionen der Eltern und die Arbeitsmotivation der Schüler entscheidender.

Die Daten der Untersuchung, über die die Zeit berichtet, basieren auf der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) 2021. Ähnliche Befunde zeigen Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Dort wurden Zeugnisnoten in Deutsch und Mathe mit anonymen Testergebnissen verglichen. Demnach erhielten Schüler mit Migrationshintergrund im Schnitt leicht bessere Bewertungen, als ihre Testergebnisse erwarten ließen. Die Noten verbesserten sich um etwa fünf Prozent.

Der Soziologe Jörg Dollmann untersuchte zahlreiche Studien zu dem Thema, die bis in das Jahr 2010 zurückgehen. Die Ergebnisse veröffentlichte er 2025 in der Kölner Zeitschrift für Soziologe und Sozialpsychologie. Sein Fazit lautet, dass sämtliche Ergebnisse „gegen eine systematische Bedeutung ethnischer Diskriminierung für Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem“ sprechen. Damit widerspricht er dem Vorwurf der Antidiskriminierungsbeauftragten Ferda Attaman, die behauptet, es gebe systematische Benachteiligungen.

Er kommt zu dem Schluss, dass Lehrer teilweise geringere Erwartungen an Schüler mit Migrationshintergrund haben. Deswegen bewerten sie teilweise besser, weil sie den Fortschritt von einem niedrigeren Niveau aus positiv bewerten, auch wenn die Leistung objektiv nicht sonderlich gut war. Die Studie differenziert allerdings nicht danach, aus welchen Ländern die Kinder kommen und ob es innerhalb der Schüler mit Migrationshintergrund Unterschiede bei den Noten gibt: ob Kinder aus bestimmten Staaten bessere Noten haben und mehr Lernmotivation zeigen als andere.

Forscher des Leibniz-Instituts wollen in der nächsten Woche eine Studie präsentieren, in der die Bildungsverläufe mehrerer Kinder vom Kindergarten bis zur Ausbildung verglichen wurden, wie die Zeit berichtet. Sie kommen zu dem Schluss, dass Kinder mit Migrationshintergrund bei gleichen Voraussetzungen bessere Noten bekommen sollen und häufiger studieren würden. Entscheidend seien den verschiedenen Untersuchungen zufolge vielmehr Faktoren wie Leistung, familiäre Bildungsressourcen und sozialer Status. Laut Bildungsforscher Kai Maaz lägen Leistungsunterschiede häufig nicht an Diskriminierung, „sondern weil ihre Leistungen im Schnitt deutlich schlechter sind“.

ha

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28 Kommentare

  • Ähnliches auch beim Jobmarkt, was ich jetzt schreibe ist nur subjektives Empfinden und was ich von Leuten in meiner Altersklasse, 25-40 in Deutschland, UK und den USA in Videos gesehen habe: DEI (Diversity, Equity, Inclusion), also dass man bevorzugt Leute mit Migrationshintergrund aber auch Frauen einstellt. Ich selber habe nach Corona fast 2 Jahre einen Job gesucht. Ich habe Kaufmann für Büromanagement gelernt und Erfahrung während meine Schwester, tatsächlich dasselbe gelernt, ohne Erfahrung sofort immer einen hatte. Auch wenn ich mich auf Einzelhandelspositionen beworben habe wurde ich sofort abgelehnt und in der nächsten Woche war dann jemand an der Kasse der kaum deutsch konnte. Es mag nicht die Auswüchse wie in USA haben aber DEI passiert in jedem westlichen Land

    • als weißer Mann ab 25, 30 und wenn man kein Handwerker oder in der Produktion ist, ist man nach meiner Erfahrung definitiv benachteiligt im Bewerbungsprozess, zumindest bei größeren Firmen

    • Bewerben Sie sich doch mal als „Mohammed Ali Bülent Cöpcü“, Zeugnisse sind bei der Flucht aus der Türkei zurückgeblieben… Wie ist dann die Resonanz als künstlicher „DEI“?

      • Das wäre echt mal interessant, wie gesagt sehr große YouTuber in UK und USA haben darüber bereits Videos gemacht wo man das auch sieht aber in Deutschland wurde das, natürlich, noch von niemandem angefasst. Mal so ne Testreihe wo man sich bei großen Discountern und Firmen als weißer Mann, Frau und Mensch mit Migrationshintergrund ausgibt bei der Bewerbung ware ein interessantes Experiment

      • Mohammed fühlt sich benachteiligt, obwohl er bevorzugt wird.
        Haben hier Alle den Knall nicht gehört?

    • Beamter ist der Job der Zukunft! Ki rationalisiert keine Jobs beim Staat, die Sozialleistungen sind für Könige, Lohn, Urlaub, Arbeit ist Leistungsfrei. Nur noch Beamter empfehle ich meinen Kindern am Besten im Backoffice ohne Kontakt zu den Nervigen Normal Bürgern.

    • Die Arbeiten ja auch für deutlich weniger Geld und kennen ihre Rechte nicht.Also die perfekten Arbeitnehmer.

  • Schüler mit Migrationshintergrund werden systematisch besser bewertet, weil ein statistischer Bildungserfolg politisch gewünscht ist. Es wird alles getan, damit gewisse Quoten beim Abitur erfüllt werden. Es ist einfach wie immer: Die Deutschen werden benachteiligt.

    • Die Christen sollen halt abgeschafft werden.

      • Das tun die meisten Christen leider schon selbst…

        • Die Christen schaffen sich nicht ab, aber die Amtskirchen schaffen sich mit ihrem woken Blödsinn selber ab.
          Ebenso mit der Anbiederung an den Islam und dem Verhalten während Corona…
          Christ kann ich auch ohne eine Amtskirche sein.

          0
    • Hauptsache die Quote stimmt……

  • Jedem Realisten müsste doch klar sein, warum viele der Migranten eine Gymnasialempfehlung bekommen, dass wäre doch sonst…

    • Diskriminierung wird zunehmend zu einer gern gespielten Trumpfkarte wenn man sich Vorteile verschaffen will. Ich glaube da wird wie beim Rassismus gewaltig übertrieben

  • Machen wir uns nichts vor:

    Vor Gericht, auf dem Arbetsmarkt, bei den Behörden, und in den Augen unserer neuen Mitbürger sind wir Menschen 2.Klasse.

  • Zentral ist die zu Hause gesprochene Sprache.
    In Deutschland sollte das nun einmal Deutsch sein.

  • Wie sieht’s mit der Verteilung von Stipendien aus?

  • Deutschland unterwirft sich wider besseres Wissen.
    Hauptsache der Schein wird gewahrt….

  • Hat man Frau Merkels Migrations Compact, den, den sie unter der UNO-Schirmherrschaft inMarrakesch selbst unterschrieben haben soll, vergessen ? Da soll drinstehen, wie sich die Aufnahmebevölkerung gegenüber den ankommenden Neubürgern zu benehmen hat. Oder hat mich da meine Erinnerung verlassen ?

  • 5% bessere Bewertung ist statistisch fast nicht relevant <5%. Der Kern ist doch: "Bildungsambitionen der Eltern und die Arbeitsmotivation der Schüler", es gibt Migranten die kommen nach Deutschland, wollen ein besseres Leben, arbeiten betonen die Bildung und geben sich Mühe das ihre Kinder es besser haben, lernen mit ihnen sind Vorbilder. Und es gibt wohl welche, die kommen wegen der Sozialhilfe, die sind auch Vorbilder. An den Eltern muss man ansetzen.
    Wer legal kommt, die Sprache gelernt hat und arbeiten will, fördert auch seine Kinder. Solche brauchen wir.

  • Nun, kurz bevor ich in die Oberstufe gekommen bin, hat man die sog. Oberstufenreform mit der Bewertung von 0-15 Punkten eingeführt. Dabei hieß es damals, daß 0 und 15 Punkte „theoretische Noten“ seien; wenn man sich im Unterricht beteiligt habe, seien 0 Punkte praktisch unmöglich. Eine 15 Punkt Bewertung konnte auch bei „normalen“ Klausuren nicht vom Fachlehrer alleine vergeben werden; hierzu mußte dieser seinen Bewertungshorizont schriftlich niederlegen, begründen, warum die Arbeit diesen „bei weitem“ übersteige und alles dem Direktor zur Genehmigung vorlegen.

    Später, dann selbst Lehrer, hatte sich das Verhältnis etwas geändert: Wollte man eine Note unter 4 (5 Punkte id. Oberstufe) vergeben, musste man die Arbeit mit Horizont und Begründung der Schulleitung zur Genehmigung vorlegen. Da hat man sich dann schon bei der Korrektur überlegt, auf welche Note das hinauslaufen könnte und dann den einen oder anderen Fehler einfach „übersehen“ und eine 4 gegeben, weil die zu erteilende 5+ zwar zutreffend gewesen aber mit einem völlig unverhältnismäßigen Aufwand verbunden gewesen wäre.

    Noch später kamen zu den Begründungs- und Genehmigungspflichten gegenüber der Schulleitung auch noch die Schüler und iher Eltern (besonders in der Oberstufe) hinzu. Da wurde dann unter Tränen und/oder Drohungen in endlosen Sprechstunden oder am Telephon darüber diskutiert, ob die Fehler in der Übersetzung wirklich so gravierend seien, daß dies „nur“ 10/11 Punkte (Note 2-/2) rechtfertigen würde und ob da nicht doch 13 Punkte (Note 1-) angemessener wäre.

    Und wenn man sich nun die artikelgegenständliche Benotungs- und Empfehlungspraxis bei Lichte betrachtet, wird man zu der Erkenntnis gelangen müssen, daß sich die Lehrer einfach nicht mit Schulleitungen wegen nichterfüllter Quoten und unzufriedenen Eltern „behängen“ wollen – denn, wenn sie im Zweifelsfall der Konfrontation nicht ausweichen, stehen sie alleine da und man hat dann neben den Eltern und ihren Sprößlingen auch noch die Schulleitung und -verwaltung gegen sich mit dem Argument, daß die Zensurenverteilung auf unterrichtliche Defizite schließen lasse.

    • Ist das so? Gerade in Mathe ist es ja recht objektiv. Auch in anderen Fächern lassen sich die Noten objektiv begründen.
      Im Studium dann ohnehin, da redet dem Professor keiner rein.

      • Nun, werter Georg, auch in Mathe haben Sie es in der Hand, für einen „richtigen“ oder „innovativen“ Lösungsweg auch bei falschem Ergebnis irgendwelche Bewertungspunkte zu vergeben.

        Und natürlich können Sie in einer Lateinübersetzung ganz genau sagen, wie viele und welche Fehler der Schüler gemacht hat; und sie können auch begründen, warum man mit 20 Fehlern bei ca. 60 Worten halt eine 6 bekommt.

        Nur kommen Ihnen dabei dann noch zusätzlich die von „Fachkräften“ erstellten „Bewertungsrichtlinien“ in die Quere, die ihnen erst sagen, daß man in einem Satz zB. nicht mehr als 3 oder 4 Fehler bewerten darf; oder später andere, die „Positivkorrektur“ vorschreiben – dh. Sie müssen bewerten, was der Schüler richtig gemacht hat und dürfen sich nicht auf die Fehler konzentrieren, weil das „nicht motivierend“ wäre; schließlich wird gefordert, daß man mit jedem Schüler individuell (!) dessen Fehler durchspricht und nach jeder Schulaufgabe einen Individualplan zur Förderung erstellt.

        Die Frage aber, wann und wie man das in der begrenzten Unterrichtszeit neben Korrekturen, Vorbereitungen, sinnlosen Konferenzen und Vertretungsstunden bewerkstelligen soll, stellt sich dabei noch gar nicht.

  • Also nicht benachteiligt
    sondern bevorzugt.
    wo wirkliche Leistung nicht zählt.

  • Als Gebürtigem Deutschen wurde mir bereits vor etwas mehr als 10 Jahren während eines Bewerbungsgespräch bei einem Größerem städtischen Unternehmen in NRW ganz klar gesagt das ich die falsche Herkunft habe.
    Auch bereits 2015 musste ich bei einem großen staatlichen Unternehmen (was für seine Verspätungen bekannt ist) unterschreiben das ich im Kontakt mit den Fahrgästen mich nicht über das Thema Flüchtlinge unterhalte darf. Ansonsten müsste ich mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.
    Also was hier im Land passiert konnte man nicht erst aber der Großen C zeit erkennen.

  • Inzwischen kann jeder jeden Tag Inländerdiskriminierung beobachten, der die Äuglein aufmacht. Das merken teilweise auch junge Frauen! Die „Opfereigenschaft“ Frau „genügt“ nicht mehr. Mindestens eine Doppelquote muss erfüllt sein, also Ausländer + alt, Ausländer + behindert, ausländische Frau etc. Armes Deutschland!!

  • Man könnte auch sagen das wieder eine grün-links-woke Lüge aufgedeckt wurde.

  • Die importierte Dummheit kann weder wegradieren noch hochloben.

    Im Grunde gehören eben Hilfsarbeiter nicht in ein HighTechUnternehmen.
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