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Buchenwald

Wegen angeblicher „Genozidleugnung“: Linksradikale Israelfeinde planen Protest vor KZ-Gedenkstätte

Mehrere linksradikale Gruppen rufen zum Protest gegen die Gedenkstätte Buchenwald auf. Der Gedenkstätte wird „Genozidleugnung“ vorgeworfen, weil sie nicht israelkritisch genug ist. Die Stiftung und der israelische Botschafter reagieren empört.

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Tausende Juden starben im Konzentrationslager Buchenwald (IMAGO/imagebroker)

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Ein Kollektiv aus Linksradikalen und Israelhassern orchestriert momentan eine Kampagne gegen die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar und ruft im Internet zu öffentlichem Protest auf. Der Vorwurf: Der Gedenkstätte, die an die gezielte Ermordung von Juden erinnert, wird vorgeworfen, nicht israelfeindlich und propalästinensisch genug zu sein.

Auslöser war die Aktion einer Frau, die sich im April vergangenen Jahres mit einem Palästinensertuch (Kufiya) Zugang zum Gelände der KZ-Gedenkstätte verschaffen wollte, um gegen die israelische Politik zu protestieren. Mitarbeiter verweigerten ihr jedoch den Eintritt. Die Frau klagte gegen die Gedenkstätte, verlor jedoch. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtete, ist die Frau Mitglied der Kommunistischen Organisation, die das Massaker vom 7. Oktober 2023 offen feierte. „Wir können diesen Aufstand nur bewundern“, er sei „in Gänze legitim, genau wie all seine Mittel“, hieß es in der Stellungnahme, die weiterhin online auffindbar ist.

Unter dem Motto „Kufiyas in Buchenwald“ will nun ein Zusammenschluss mehrerer linksradikaler und israelfeindlicher Gruppen einen Protest gegen die Gedenkstätte organisieren. Dieser soll während des Gedenkwochenendes zum 81. Jahrestag der Befreiung im April stattfinden. Teil der Aktion sind neben der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) auch die antizionistische Organisation „Jüdische Stimme“.

In der Stellungnahme dieser Organisation heißt es, dass sich die Gedenkstätte zu einem Ort des „Geschichtsrevisionismus“ und der „Genozidleugnung“ entwickele. „Statt die Verfolgten zu ehren und jedem Völkermord entschlossen entgegenzutreten, verbreitet die Gedenkstätte israelische Propaganda und liefert die ideologische Munition für den andauernden Genozid in Palästina“, so die Organisation weiter.

Die Gedenkstätte reagierte besorgt und sprach von einer „völlig unangemessenen Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Rikola-Gunnar Lüttgenau, Sprecher der Gedenkstättenstiftung, betonte auf Nachfrage der Welt: „Gruppierungen, die den Terror der Hamas bejubeln, die Angriffe vom 7. Oktober als ‚großartige Überraschung‘ glorifizieren und dem Staat Israel das Existenzrecht absprechen, haben bei uns keinen Platz.“

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Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, äußerte auf X scharfe Kritik an der geplanten linken Protestaktion. Er sprach von „als Aktivismus verpacktem Antisemitismus“. Und: „Wo Juden ermordet wurden, soll heute gegen den jüdischen Staat demonstriert werden. Geschichte verdrehen, Opfer relativieren“, so Prosor.

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Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sprach von einem „neuen Tiefpunkt der leider so geläufigen Täter-Opfer-Umkehr“. Er verurteilte „diesen frontalen Angriff auf die Würde des Erinnerns an die Opfer der Shoah auf das Schärfste“. Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Gebiet während des Nationalsozialismus. Bis zu 280.000 Menschen, darunter zahlreiche Juden, wurden dorthin verschleppt. 56.000 wurden ermordet oder starben an Krankheiten, medizinischen Experimenten oder durch Zwangsarbeit.

rs

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38 Kommentare

  • „„Gruppierungen, die den Terror der Hamas bejubeln, die Angriffe vom 7. Oktober als ‚großartige Überraschung‘ glorifizieren und dem Staat Israel das Existenzrecht absprechen, haben bei uns keinen Platz.“

    Genau so.
    Und „bei uns“ sollte für Deutschland, Europa und den Westen stehen. Wortwörtlich.

    • Ist halt nicht so, egal was du zusammenfantasierst.

      -12
      • @rinne
        Wo fantasiere ich denn? Dir ist die Bedeutung des Wortes „sollte“ geläufig?

        • @ersatz“rinne“
          oje

          1
        • Die Hamas hat nicht ansatzweise antijüdischen Terror betrieben wie Deutschland, Europa und „der Westen“.

          -11
        • Deutschland, Europa und „der Westen“ übersteigen das was die Hamas getan hat um Welten. Dass du dich da zu moralischen Interpretationen aufschwingen willst ist schon wahnhaft.

          -12
  • Nehmen die „Zivilgesellschaft“ und Omas gegen „rechts“ auch teil?

    • Na klar. Schließlich sind es Linke und damit die ‚Guten‘, ‚unsere Demokraten‘.

    • Alle GUTEN , ergo alle Antisemiten Und Kernassis von Links und aus Palästina, klar 😁😁.

    • Die wohnen mietfrei bei dir im Kopf.

  • Geht das in die rechte Statistik ein?
    Frage nur, keine Panik.

    • Vielleicht findet sich ja irgendein (vermeintlich) rechter Gegendemonstrand vor Ort. Dann liest man groß in der Zeitung und hört in den Nachrichten „Ausschreitungen und antisemitische Äußerungen bei rechtem Aufmarsch vor KZ-Gedenkstätte“.

  • Diese Art der Volksverhetzung ist straffrei? Oder haben unsere Behörden bloß keine Zeit, weil sie unbescholtene Bürger drangsalieren müssen?

    • Räschts geht immer vor – so selbstverständlich wie rechts vor links im Straßenverkehr.

  • Die Linken wollen das tun? Bald blicke ich gar nicht mehr durch. Unser Bundeskanzler hat in seiner Rede am Samstag ganz was anderes gesagt. Und der lügt doch nicht!

  • Aber wir haben ein Problem mit den Rechten… 🥳

  • Es schmerzt schon beim Lesen….ich probiere es nachher nochmal (mit Brille).

  • Ich schäme mich!

  • Wenn der Staat das nicht unterbindet, verlasse ich Deutschland. In so einem Land möchte ich nicht mehr leben.

  • Auf welcher Seite steht denn AN? Wenn ich die Zensurpraxis zum Artikel „Berlinale“ zum Maßstab nehme, ist die Frage beantwortet.

  • Wolfgang Sofsky als Träger des Geschwister-Scholl-Preises gibt in der Monographie mit dem Titel „Die Ordnung des Terrors: Das Konzentrationslager“ spätestens im Jahr 1993 auf der dortigen Seite 38 zu bedenken, dass der Mensch vor dem physischen Tod den sozialen Tod stirbt. Es bedarf insofern einer enormen ideologischen Aufladung des Begriffs des Sozialen, um zu dem dadurch völlig fehlgehenden Schluss zu gelangen, der Mörder könnte über sein unschuldiges Opfer jemals triumphieren. Angesichts dessen müssen sich so manche angeblich Linke daher fragen lassen, was gegenwärtig der Anlass ist, sich selbst zu dem offenkundig blanken Unfug zu versteigen, allen voran das heutige Israel hätte keine Achtung vor den Tatsachen. Immerhin liegt es auch bis in die fernste Zukunft hinein außerhalb jeder Reichweite, dem gesellschaftlich sich vollziehenden Prozess zuvorzukommen, der den Einzelnen längst entzogen hat, noch bevor der Zugriff Dritter auf sein Wesen manifest werden kann.

    • Nur zur Erinnerung: Israel heutzutage Geschichtsvergessenheit zuzuschreiben, setzt voraus, im Besonderen die Leistungen des gebürtigen Ulmers Albert Einstein zur Vervollkommnung der Physik als vermeintlich wissenschaftlich minderwertig und die Person als charakterlich wenig respektabel bezeichnen zu können. Insofern aber spätestens seit den frühen 1990er Jahren die Volkswagen AG einer dahingehenden Setzung „autoritativ“ (D’Alessio et al., 2000: 11) eine Abfuhr erteilte, greifen aktuell die Linksradikalen in Wirklichkeit das Modell Deutschland an, für das der Wolfsburger Konzern wie kein zweites Unternehmen steht. Damit sieht sich gegenwärtig das ehemalige KZ Buchenwald für fremde Zwecke instrumentalisiert. Wie Max Born in einem auf den 15. Juli 1944 datierten Brief an Albert Einstein jedoch zuvor kritisiert, dient dann gleich welche Erkenntnisgewinnung nicht mehr der Sache, „benefactor for human society“ zu sein.

  • Die haben offensichtlich nicht mehr alle Tassen im Schrank, was bei Linksradikalen nichts Neues ist.
    Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.

  • Das Pferd beim Namen nennen. Es sind Judenfeinde. „Israelfeinde“ ist verharmlosend. In den KZ´s befanden sich europäische Juden, keine Israelis nach heutiger Betrachtungsweise. Den Staat Israel gibt es erst seit 1948, also 3 Jahre nach dem Holocaust.

  • Buchenwald mit 56.000 Morden kommt nicht in die Top5.

    Es als eins der Größten darzustellen, während Auschwitz mit 1,1mio dasteht, halte ich für verkehrt. Man soll ja nicht verharmlosen und so trügen die Zahlen.

    • Das kann man aus zwei Gründen so stehen lassen: Erstens die Unterscheidung zwischen Konzentrationslager und Vernichtungslager, zweitens, dass die Vernichtungslager nicht auf dem Territorium des Deutschen Reichs waren, sondern auf formal nicht eingegliederten Gebieten.

  • Passt zu Thüringen mit Schalt- / Denkzentrale für derartige Aktionen in Jena. Ist doch garanbtiert gegen RECHTS……

  • Da diese Demo von Antisemiten, ergo von Nazis durchgeführt wird, darf man annehmen, dass sie in der Kriminakstatistik als Rechte Gewalt geführt werden wird?

  • Diese Leute werden vom Lügenkanzler geschützt und beschützt!

  • Ein Protest vor und gegen ein KZ. Nur zu, mehr können sich diese üblen Terrorfreunde gar nicht selber entlarven.

  • Der Gedenkstätte wird „Genozidleugnung“ vorgeworfen, weil sie nicht israelkritisch genug ist.
    So einen Bullshit können sich nur Linke ausdenken. Machmal glaube ich, das man den allen ins Gehirn gesch.ssen hat

  • Der Schoss ist fruchtbar und wieder sind es sozialisten, heute internationale…

    • Ja, so nach zwei sozialistischen Diktaturen auf deutschem Boden sollte man vielleicht schon so langsam ins grübeln kommen….

  • Echte Nazis schauen bewundernd auf diese linken Faschos und fragen sich, warum sind nicht wir darauf gekommen?

  • wi—lich

    shame on you. ☹️☹️

  • Limksradikale Antisemiten, Hamas supporter und linke/islamistische/ asoziale Faschisten protestieren vor einer KZ Gedenkstätte dafür, das Juden/ Israelis nicht hinreichend von Antisemiten und Faschisten aus Palästina ausgerottet werden dürfen ?

    Hab ich das richtig verstanden ?

    Da könnte eines helfen: Gummiknüppel, Wasserwerfer, Inhaftierung bis zur Sicherstellung der Personalien. Sicherheitsverwahrung bis zur Ausreise Verfügung für Ausländer, Überprüfung des Aufenthaltsstatus, berkennung der Einbürgerung , Aberkennung der Doppel Staatlichkeit, sofern das festgestellt werden kann.

    Die Identität der Antisemiten aus dem linken Millieu mit deutscher Identität dem Verfassungsschutz überantworten.

    Ich mach natürlich nur Witze. Das passiert natürlich nicht. Das sind ja GUTE, 😂🤣

  • Wie lange dürfen diese Gestörten denn noch im Porzellanladen der Erinnerungskultur Amok laufen???

  • Da beißt sich die liberalkonservative, israelgebeugte Wutbürgermoral halt irgendwann in den Schwanz.

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