Werbung:

Werbung:

Quentin Deranque

Toter Aktivist: Meloni spricht von „Wunde für Europa“ – Macron fordert sie auf, sich um eigene Probleme zu kümmern

Nach dem Tod des Aktivisten Quentin Deranque in Lyon nennt Giorgia Meloni ihn „eine Wunde für ganz Europa“. Dieser Kommentar stößt offenbar auf Kritik bei Frankreichs Präsident Macron, der erklärt, man solle sich „um die eigenen Angelegenheiten kümmern“.

IMAGO/Frank Ossenbrink

Werbung

Nach dem Tod eines rechten Aktivisten in Lyon ist es zu einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gekommen. Am vergangenen Wochenende war der 23-jährige Quentin Deranque in Lyon ums Leben gekommen. Meloni hatte den Tod des Aktivisten als „eine Wunde für ganz Europa“ bezeichnet. Diese Einordnung stieß in Paris auf Ablehnung. Macron, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Auslandsreise in Indien befand, wertete die Äußerung als unzulässige Einmischung in französische Angelegenheiten.

Aus dem Umfeld der italienischen Regierungschefin hieß es daraufhin gegenüber Politico, die Reaktion des französischen Präsidenten sei „mit Erstaunen“ aufgenommen worden. Melonis Stellungnahme habe ausschließlich der „Solidarität mit dem französischen Volk, das von diesem schrecklichen Ereignis betroffen ist“, gegolten und sei nicht als Intervention in die Innenpolitik Frankreichs zu verstehen.

Meloni selbst äußerte sich später am Tag in einem Interview zu den Vorwürfen. „Ehrlich gesagt war ich von dieser Erklärung Macrons sehr überrascht. Ich habe sie nicht erwartet. Meine Überlegung bezieht sich nicht auf Frankreich, sondern auf die Risiken der Polarisierung“, sagte sie. Zugleich bedauerte sie das entstandene Missverständnis: „Es tut mir leid, dass Macron das als Einmischung aufgefasst hat. Einmischung ist etwas anderes – zum Beispiel, wenn ein Staatschef von seinen Bürgern gewählt wird und ein anderes Land sagt, es werde die Rechtsstaatlichkeit überwachen. Das ist Einmischung.“ Damit spielte Meloni auf frühere Äußerungen der französischen Regierung nach ihrem Wahlsieg an.

Macron hatte zuvor erklärt, er sei „davon betroffen, dass Menschen, die Nationalisten sind und zu Hause nicht gestört werden wollen, immer die Ersten sind, die kommentieren, was in anderen Ländern geschieht“. Weiter sagte er: „Wenn sich jeder einfach um seine eigenen Angelegenheiten kümmern würde, wäre alles in Ordnung.“

Der tödliche Vorfall ereignete sich am Rande einer Veranstaltung an einer Universität in Lyon, bei der die linksradikale Europaabgeordnete Rima Hassan sprach. Nach Angaben der Ermittler kam es außerhalb der Konferenz zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf Deranque Schläge gegen den Kopf erlitt.

Lesen Sie auch:

Der leitende Staatsanwalt von Lyon beantragte am Donnerstag, sieben Personen wegen vorsätzlicher Tötung formell anzuklagen. Unter den Verdächtigen befindet sich auch ein parlamentarischer Mitarbeiter eines Abgeordneten der Partei „La France insoumise“. Drei Beschuldigte gaben an, aktuell oder früher Mitglied „ultralinker“ Gruppen gewesen zu sein. Zwar räumten einige eine Beteiligung an der Schlägerei ein, alle bestritten jedoch, mit Tötungsabsicht gehandelt zu haben.

Macron erklärte bei einer Pressekonferenz, die politischen Ränder im Land müssten nach der Tat „vor der eigenen Haustür kehren“. „Es gibt in Frankreich keinen Platz für Bewegungen, die Gewalt anwenden oder legitimieren“, sagte der Präsident.

Unabhängig vom aktuellen Streit gilt das Verhältnis zwischen Paris und Rom seit Längerem als angespannt, unter anderem wegen Differenzen in der Migrations- und Gesellschaftspolitik. Beide Seiten haben jedoch angekündigt, sich beim geplanten französisch-italienischen Gipfel im April in Toulouse um eine Annäherung zu bemühen.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

46 Kommentare

  • Meloni ist so ziemlich die einzige vernünftige Politikerin in Europa.

    • melone ist aber eine gute freundin vdl.s und faellt dieser zuliebe gerne mal um. ich traue ihr nicht.
      und fuer viele andere hat sie ihren anfaenglichen nimbus leider auch verloren.
      aber hast natuerlich recht, die meisten anderen sind uebler.

      • Das ist auch meine Sicht. Da muss man vorsichtig sein. Die tun alles für den Machterhalt. Überall dasselbe Elend.

      • Ist inzwischen auch die gute Freundin von Sabbelfritze….

        • Schließlich bezahlen die Deutschen Steuerzahler den Ukraine-Unterstützungsfond mit den Nordländer sowohl für die mediterranen EU Staaten inkl. Frankreich sowie Balten und Ostblock.
          Siehe die Auswertungen aus der NZZ von heute.
          Erst wenn die Zitrone keinen Saft mehr gibt, werden die Freude ihre Gesichter zeigen.

          3
      • Sì, Meloni è un sottomarino

  • Er ist frustriert, bekommt ständig Prügel vom Ehemann.
    Angst fressen Seele auf 😎

  • Der bekommt doch in Frankreich vieles nicht geregelt, z.B. die Verschuldung.

    • Der kümmert sich mehr um seine Sonnenbrille, als um Linksradikale Gewalttäter

  • Wie soll man jemanden ernst nehmen, der selbst nicht das tut, was er von anderen fordert?

  • Nun, Toulouse …

    Dort hoffte Maréchal Soult 1814 sich defensiv gegen die Koalitionsarmee unter Wellington halten zu können, bis er Verstärkung aus Italien erhalten würde (die nie eintraf). Danach war für Wellington der Weg nach Paris frei und mit Napoléon fiel das Empire.

    Wenn das Treffen in Toulouse mal nur nicht der Anfang vom Ende der 5. République wird …

  • Der Typ ist so unfähig wie Merz und Starmer.

    • Deshalb versteht sich das Dreigestirn auch so gut.

    • so unfaehig, fuer das volk zu arbeiten , wie merz und starmer.

      um aber fuer die maechtigen im hintergrund arbeiten zu keonnen, ist ihm jedes mittel recht.
      so hat das schlaue buerschchen sich und seinen mitstreitern einen blankoscheck ausgestellt, um auf ewig an der macht bleiben zu koennen.
      besten gruesse an ursel !

      **Er hat in letzter Zeit die Einführung eines Verbots zur Kandidatur bei Wahlen für Menschen gefordert, die sich antisemitisch, rassistisch oder sonstwie diskriminierend geäußert haben. Er versprach, dass Regierung und Parlament an einer Verschärfung der Strafen für solche Verbrechen arbeiten und eine „Überwachung von Urteilen und Strafen in diesem Bereich“ einführen würden.**

      **Da es im Westen längst üblich ist, „Hassrede“ unter Strafe zu stellen, ohne dabei exakt zu definieren, was „Hassrede“ eigentlich genau ist, wird damit in Frankreich der Willkür Tür und Tor geöffnet. **

    • In der Unfähigkeitsliga der EU stören die vernünftigen Meloni und Orban nur. Hauptsache die NGOs werden weiter mit Milliarden Steuergeldern gefüttert. Wenn das kritisiert wird kommt die immer gewaltbereite und vermummte Antifa

    • und alle 3 saßen zusammen mit Hr. Schneelensky bei mir im Zug auf dem Weg in die Ost Kokaine 🙂 🙂 🙂

    • Alle drei sind linke Socken!

  • Das Napoleon Syndrom.
    Der Kleine hat fertig..

  • Ein Mensch wie Merz, ohne jede aus innerer Überzeugung gewachsene, verbindliche Agenda.

  • Was ist eigentlich die letzte Zeit
    mit Macron los ???

    • Seine Lehrerin hat wohl in sein Zeugnis geschrieben „Versetzung gefährdet“.
      Seitdem ist der kleine Emmanuel eben etwas „nervös“.

    • Dem geht sein zarter Popo auf Grundeis. Sollten Bardella oder Le Pen Präsident werden, werden die den ganzen woken Mist und insbesondere den „Klima“-Blödsinn, den Macron und sein Vorgänger Hollande den Franzosen eingebrockt haben, vom Tisch wischen. Nach dem Vorbild des U.S.-Präsidenten. Und die ganze Rechtsunsicherheit, die er seinen Landsleuten zumutet (Beispiel: für Kritik an der Impfflicht kann man in F bis heute strafrechtlich belangt werden!); die wird ihm selbst auf die Füße fallen. Er hat Angst davor, wie Sarkozy im Gefängnis oder zumindest in gesellschaftlicher Ächtung zu enden. Und das macht den Regenbogen und dekadente Inszenierungen liebenden (Olympia in Paris😱) Möchtegern-Sonnenkönig hochgradig nervös.

  • Dann soll doch mal Macron damit anfangen und sich um sich selbst kümmern!

  • Es wäre schön wenn sich AN von den üblichen Sprachvorgaben lösen würde…zB das Opfer als
    „rechter Aktivist“ bzw „Aktivist“ zu bezeichnen.

  • Na, dann soll er sich mal um die eigenen Probleme kümmern.

  • Macrons Tage als Präsident sind gezählt.

  • Wenn sich Herr Macron tatsächlich um solche Angelegenheiten in seinem Land kümmern würde, wäre dort vielleicht tatsächlich alles in Ordnung…
    Frau Meloni jedenfalls tut es.

  • Da hat Macron ausnahmsweise mal recht.
    Mit Ilaria Salis sitzt eine linksradikale Italienerin im EU-Parlament, deren dort erlangte Immunität alleine sie vor Strafverfolgung in Ungarn bewahrte.
    Wie war nochmal dazu Mellonis Statement?

  • Die WEF – Marionette Macron reagiert aber sehr empfindlich. Wenn jemand seinen Laden in Ordnung bringen müsste, dann ist er das! Und Meloni hat recht.

    • Offenbar hat Frau Meloni da einen wunden Punkt getroffen. 😁

  • Macron scheint langsam die Nerven zu verlieren.
    Der ehemals aufgehende französische Stern ist anscheinend kurz vorm „Verglühen“—- ich hoffe, dass das so zügig vor sich geht, dass er keine Chance hat, die französische Bevölkerung damit abzulenken, Indem er in einen Krieg einsteigt.

  • Hihi, wie schön sich die Europäische Einigkeit zeigt. Es ist höchste Zeit für die Vereinigten Staaten von Europa!!!11

  • Mit jungen Frauen hat er‘s nicht so 😉

    • Manche Männer mögen eben dominante, ältere Damen lieber

  • Ich hoffe, das französische Volk findet schnell einen Weg diesen arroganten Sonnenkönig in die Wüste zu schicken. Einen solch unsympathischen Präsidenten hat Frankreich nicht verdient.

  • Na das Macrönchen kümmert sich ja GERADE NICHT um seine eigenen Angelegenheiten, deshalb herrschen in seinem Land ja auch Zustände, wie sie schlimmer kaum sein könnten !

  • Hat Brigitte ihr Macränchen nicht mehr im Griff????

  • Das Versagen Frankreichs, mit der politischen Gewalt fertig zu werden, wurmt Präsident Macron. Vor aller Welt ist es offenkundig. Und deshalb würde er es am liebsten verbieten, daß darüber gesprochen wird. Von freier Rede hält er sowieso nichts, wie wir aus Indien wissen. Jetzt warte ich nur noch, ob Donald sich dazu äußert. Der französische Zwerg wird toben.

  • Wie haben sie nicht gezetert, geheult und geflucht der europäische Medienchor, der zufälligerweise immer vom gleichen Notenblatt singt, als Frau Meloni gewählt wurde. Mindestens so schlimm wie Benito „il Duce“, das Ende Europas, die Schwarzhemden ante portas usw usf schrie es den Lesern, streng sachlich, aus den Schlagzeilen der Möchtgern Diskurswächter an.
    Und heute?
    Reduziertes Defizit, konsequente Einwanderungspolitik und eine der stabilsten Regierungen in Europa.
    Dinge, von denen Franzosen nicht zu träumen wagen, einem Land, das auf dem Weg ist, ein zentraleuropäisches Algerien zu werden.
    Frau Meloni gehört die Zukunft, Herr Macron kassiert die Watschen seiner Frau ganz zu Recht.

  • Dieser arrogante Typ ist Meloni nicht gewachsen😒

Werbung