Instagram-Post
„Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin“: Günther fühlt sich falsch verstanden
Daniel Günther verteidigt seine Aussagen über die Pressefreiheit in einem Instagram-Post. Darin bestreitet er, Zensur gefordert zu haben. Zuvor hatte er bei Markus Lanz gegen „Nius und solche Portale“ gewettert und eine Frage nach Zensur und Verboten bejaht.
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In einem Instagram-Post hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auf die Kritik an seinen Aussagen in der ZDF-Sendung Markus Lanz reagiert. Darin weist der CDU-Politiker den Vorwurf zurück, er habe Zensur gefordert. Zugleich erneuert er seine Angriffe auf sogenannte „alternative Medien“, deren journalistischen Status er infrage stellt: „Aktivismus, ob von linker oder von rechter Seite, ist kein Journalismus. Stimmungsmache ist keine Berichterstattung. Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“
„JA zu einem Social Media-Verbot für unter 16-Jährige. JA zur Meinungs- und Pressefreiheit.
Genau das habe ich am Mittwoch bei Markus Lanz gesagt“, so Günther. Deutschland könne stolz darauf sein, „in einem Land zu leben, in dem die freiheitlich-demokratische Grundordnung die Presse- und Meinungsfreiheit garantiert“. Diese zu bewahren und gegen Bedrohungen im In- und Ausland zu verteidigen, sei „Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten“.
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Günther reagiert damit auf öffentliche Kritik an seinem Auftritt in der ZDF-Sendung vom Mittwoch. Dort hatte er sich für eine stärkere Regulierung sozialer Medien ausgesprochen und Onlineportale wie Nius scharf kritisiert. Er verwies dabei auf eine angebliche „Kampagne“ gegen die Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf, die aus seiner Sicht von solchen Portalen befeuert werde.
„Es gibt Abgeordnete in meiner Union, die solche Portale lesen, die das teilweise auch weiterschicken“, sagte Günther in der Sendung. „Ich glaube, wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde von Demokratie sind.“ Auf die Nachfrage von Lanz, ob man soziale Medien „notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten“ müsse, antwortete Günther mit „Ja“.
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Auch Zeitungen stünden „in der Pflicht, die Demokratie zu schützen“. Man müsse sich fragen, ob journalistische Prinzipien wie das Zwei-Quellen-Prinzip noch eingehalten würden, gerade wegen des großen Einflusses von Medien. Über Berichte von Nius sagte er: „Das ist einfach vollkommen faktenfrei, was da gemacht wird.“
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In seinem Instagram-Statement bekräftigt Günther diese Linie. Er habe „eine Lanze für hohe Qualitätsstandards unabhängiger Medien gebrochen“ und sich „deutlich gegen das Verbreiten von Fake-News und politische Kampagnen durch sogenannte ‚alternative Medien‘ positioniert“, teilt Günther nun in mit.
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Die Reaktionen eben dieser „alternativen Medien“ wertete Günther als Beleg für seine Kritik. Sie seien „das perfekte Beispiel, wie Verkürzung, gezieltes Weglassen und bewusste Falschinterpretation zur Methode geworden sind“. Das halte „keine Gesellschaft dauerhaft aus“.
Erneut begründete Günther seine Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Diese würden in sozialen Medien häufig „ungeschützt mit überfordernden, verängstigenden oder manipulativen Inhalten konfrontiert“. Diese Forderung habe er bereits im Juni des vergangenen Jahres in einem Gespräch mit der Bild am Sonntag erhoben; sie finde nach seinen Angaben „breite Unterstützung“.
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Freund von Apollo News werden
NICHT JEDER der sich Demokrat nennt, ist auch ein Demokrat, würden manche erwidern.
In jeder Diktatur hat der Bürger das Recht, vor Falschinformation geschützt zu werden.
Und genau dies möchte Günther auch hier bewirken. Er kann es nennen wie er will, ein Staat, der über Wahrheit urteilen möchte, betreibt Zensur.
Herr Günther ist der perfekte Kandidat für das in Kürze einzuführende „Wahrheitsministerium.“
Die zukünftige Große Koalition aus Union, SPD, GrünInnen und Linken sollte ihn diesbezüglich schon einmal für das Schattenkabinett vorsehen…
Die „Hoheit“ über die zu verbreitende Wahrheit hat sich doch unsere Regierung schon im Koalitionsvertrag gesichert.
u.a. ab Zeile 2224, 2339, 3909 und WICHTIG 3926 genau lesen und verstehen
https://www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf
Ergo abweichende will man bekämpfen, besteuern, Zugang einschränken etc., ein in Papier formuliertes Wahrheitsministerium das schon heute auf Ressourcen und Behörden zugreift und nutzt.
Gut, dass man diesen alten Erfahrungsschatz hat! Tolle Kernkompetenzen, die wir da in Deutschland haben! Im westlichem Ausland scheint man da auch sehr dankbar darüber zu sein! Der Optimierungsperfektionismus heisst aber auch auf lange Sicht: Never change a winning team! Die dürfen uns gar nicht vernichten! Denn es braucht ja nicht nur die Denker mit der Saat, sondern auch ein Völkchen, welches es gerne annimmt und an dem man soziologisch herumexperimentieren kann. Und dafür scheinen wir hier die besten Versuchskaninchen zu sein.
Genau Herr Günther, und nicht bei jedem der sich Politiker schimpft, steckt ein Hirn dahinter. 😉
Leider hilft dieses kleine Bonmot nicht weiter.
Günther und Konsorten sind hochgefährliche Soziopathen die genau wissen was sie tun.
Günther stand bei Lanz sinnbildlich vor einen Elektrozaun – und er hat einfach mal dagegen geklopft um zu sehen wie weit er gehen kann bis es wehtut.
Die Grenze des Sagbaren mal wieder ausgestestet. Ganz verwirrte Geister werden ihm auch noch recht geben.
Solche Forderungen werden wieder kommen. Leicht abgeschwächt, verklausuliert, in neuem Gewand, aber es werden die selben totalitären Pläne bleiben.
Wahlen werden dagegen nichts mehr nützen.
Ja, richtig.
Seit Jahren kann man das beobachten.
Gesetzte, die heute Realität sind, Forderungen die heute von den links-grünen Systemparteien ausgesprochen werden, wären früher undenkbar und ein Skandal gewesen.
Diese Menschen sind die Gefahr in unserem Land. Wir sehen wohin deren fanatische, ideologische „Politik“ uns geführt hat.
@Klaus Clausen- bestens auf den Punkt gebracht! Sie wissen alle ganz genau was sie tun. Genug nützliche Idioten, die sie zur Umsetzung brauchen, finden sich immer.
Stimmt. Wahlen nützen nichts mehr. Aber in diversen Museen im In – und Ausland kann man immer noch die jederzeit funktionstüchtigen und überaus effektiven Gerätschaften bestaunen, welche anno 1789 in Frankreich gute Dienste leisteten, und dieselben werden wir je nach Bedarf in Bälde bei ins zum Einsatz bringen. Lustig wird das für diese ignoranten Volksvertreter nicht werden…..
ich habe ihn vollkommen richtig verstanden.
Ich fand es auch sehr eindeutig und keinesfalls missverständlich. Es ist doch auch auffällig, dass so etwas immer von den Erfolglosen kommt.
Günther hat bereits ordentlich seit der letzten Wahl verloren und die von ihm geschaffene Haushaltslage wird ihm kaum neue Freunde einbringen.
Nicht überall, wo „netter Schwiegersohn“ draufsteht, ist auch netter Schwiegersohn drin.
Hier muss ich tatsächlich ohne jeden Vorbehalt zustimmen.
wer Günther „nett“ findet, braucht dringend professionelle Hilfe!
Sehe ich genau so. Wer den Günter als Schwiegersohn will der sollte sich schämen und sich Mal fragen, aus welchem Grund. Der ist weder schön aussehend noch sympathisch.
@ Silke S,
„nett“ ist für die meisten Frauen die höfliche Umschreibung von:
-geht gar nicht- 😁✌️
„Netter Schwiegersohn“ meint schmierig und harmlos wirkend.
Nett ist umgangssprachlich der kleine Bruder für Scheixx .
Er wurde ganz genau verstanden.
Das genau ist ja sein Problem😅
Günther liebt und alle 😉
Gefühle können trügen!
Genau, denn Gefühle sind KEINE Fakten sondern Befindlichkeiten.
Was kann bei einer „Ja“-Antwort auf eine einfache geschlossene Frage falsch verstanden werden?
„Pressefreiheit nützt nur, wenn es unbequeme Journalisten gibt.“
Gerhard Kocher; Schweizer Politologe, Publizist und Gesundheitsökonom; *1939
Und nicht überall wo Politik draufsteht ist auch Politik drin?
Ein Überraschungsei. Nur in jedem siebten Ei……
allerdings entscheidet das nicht der Ministerpräsident von Schleswig Holstein.
Offenbar sieht er den Journalismus nur dort verortet, wo man ihm Beifall klatscht.
Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Die Presse muss ihn auch nicht gefallen.
„Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“
Bärbel Bohley behält recht.
Danke, wollte ich auch gerade zitieren.
Kann man nicht oft genug daran erinnern!
Ich glaube, ich lasse mir dies dieses Jahr auf die Rückseite eines T-Shirts drucken…..obwohl so etwas eigentlich gar nicht mein Ding ist…
Dann aber platzbedingt in Schriftgröße 6. Ansonsten bin ich natürlich bei Ihnen!❤️
Nicht überall wo Politiker draufsteht, ist auch ein Demokrat drin.
Nicht überall, wo CDU draufsteht, ist auch CDU drinnen.
Die Politik entscheidet nicht, was (guter) Journalismus ist. Das entscheiden die Leser.
Nicht überall wo Ministerpräsident (oder Kanzler, oder Bundespräsident, oder…) draufsteht bekleidet auch ein solcher das entsprechende Amt!
„Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“
Weil so viele Kommentare diesen Dummspruch verdrehen: Wie kann man nur so naiv sein, sich eines Slogans zu bedienen, den man so leicht mit anderen Inhalten füllen kann?
Meister dieser Rhetorik war Robert.
Völlig richtig, Ulrich! Ich habe mir auch schon gedacht, dass Zensur-Günni nicht gut beraten war, als er diesen Spruch tat. Die dümmste (Bundes-) Regierung der Welt war eben nicht allein 😉
@Morgenmantel: Man nennt es das Nutellaprinzip 😉 Nur Zensur-Günni kannte es nicht…
@Bio: Oder er hielt sich wegen der Adaption für besonders clever…
Ah, so wie es aussieht, ist die Unterlassungserklärung des RA Steinhöfel bei Herrn Günther eingetroffen. Jetzt die politische Königsdiziplin: Rückwärtsrudern. Es ist schon dreist, wie der Günther sich versucht rauszuwinden, obwohl alles dokumentiert ist. Da sieht man wieder klasklar, wie moralisch klein unsere Politiker sind.
Über Moral muß man bei diesen Herrschaften nicht mehr reden…ihre intellektuellen Defizite sind das eigentlich Erschreckende! Mancher Sonderschüler wäre cleverer als dieser „Herr“
Nicht jeder, der behauptet ein Demokrat zu sein, ist einer!
Nicht überall, wo Politiker draufsteht, ist auch Politiker zum Wohle des Deutschen Volkes drin!
Nicht überall, wo „Christ Demokratisch“ draufsteht, ist auch „Christ Demokratisch“ drin.
Das Böse hat inwischen sehr oft ein „Schönes Gesicht“.
So, er wurde falsch verstanden?
Macht Herr Günther damit nicht genau das, was Politiker der CDU und SPD so häufig AfD-Politikern vorwerfen?
Eine Erklärung abzugeben und anschließend zurückzurudern, mit dem Hinweis, man sei missverstanden worden.
Genau das war schon so häufig der Vorwurf gegen die AfD.
Ich sehe da bei Herrn Günther genau ein solches Verhalten.
Keine Steine werfen, wenn man im Glashaus sitzt!
Der geforderte Qualitätsstandard für Medien… In welcher Maßeinheit wird eigentlich der geltende Qualitätsstandard für Politiker gemessen?
Nicht doch. Er fühlt sich falsch verstanden. Der Arme. Das übliche Zurückrudern.
Mit Lüger eine Lüge rechtvertigen und erklären.
Nicht mehr nicht weniger. Schöne Grüße an Karl.
Er sollte Anstand zeigen und zurücktreten. An seinen Aussagen gab es nichts misszuverstehen. Wer mit Demokratie und Meinungsfreiheit Probleme hat, darf kein politisches Amt bekleiden.
Aber von welchem Politiker erwartet man noch Anstand und Größe?