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Entscheidung des Senats

Nach Stromausfall: Umspannwerke in Berlin jetzt videoüberwacht

Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz will der Senat jetzt Sicherheitsmaßnahmen in der Strom-Infrastruktur verstärken. So werden Umspannwerke jetzt videoüberwacht.

Nach dem Stromausfall wird Berlin die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen. (IMAGO/Stefan Zeitz)

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Nach dem jüngsten mutmaßlich linksextremen Anschlag auf das Berliner Stromnetz, der in einem tagelangen Stromausfall im Südwesten der Hauptstadt mündete, hat die SPD-Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Energieinfrastruktur kurzfristig zu verstärken. Als Teil dieser Maßnahmen soll nun Videoüberwachung an besonders gefährdeten Bereichen des Stromnetzes eingeführt oder ausgeweitet werden. Damit will die ehemalige Regierende Bürgermeisterin der Hauptstadt weitere Anschläge auf die Energieinfrastruktur verhindern.

So wurde, so berichtet es die BZ, am Umspannwerk in Berlin-Nikolassee inzwischen eine mobile Überwachungskamera installiert. Dabei handelt es sich um kamerabestückte Lichtmasten, wie sie üblicherweise auf Baustellen zum Schutz vor Vandalismus oder Diebstahl eingesetzt werden.

Die Ausweitung der Sicherheitsvorkehrungen war nach dem mutmaßlich linksextremen Anschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde parteiübergreifend gefordert worden. Bislang sind nach Angaben des Senats rund drei Viertel der sensiblen Bereiche des etwa 35.000 Kilometer langen Berliner Stromnetzes videoüberwacht. Am Ort des Anschlags in Lichterfelde waren keine Kameras installiert. Nach dem Anschlag am vergangenen Samstag waren über Tage rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Unternehmen ohne Strom. Bis Dienstagabend sank die Zahl der betroffenen Haushalte auf 19.900. Supermärkte konnten wieder öffnen, das Mobilfunknetz lief größtenteils stabil. Am Mittwochvormittag konnte dann der Berliner Südwesten wieder vollständig mit Elektrizität versorgt werden. Ursprünglich war geplant, die Stromversorgung erst am Donnerstag komplett zu normalisieren.

Der Senat hat nun insbesondere für die 15 zentralen Strombrücken über Gewässer sowie für ausgewählte Umspannwerke einen erhöhten Bedarf an Überwachung festgestellt. Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen würden laut Netzbetreiber Stromnetz Berlin inzwischen schon umgesetzt. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Hinter dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz steckte offenbar die linksextreme Vulkangruppe. Ein entsprechendes Bekennerschreiben kam kurz nach dem Anschlag an die Öffentlichkeit und wurde von der Polizei für plausibel gehalten, wie der RBB berichtete. Die Vulkangruppe existiert seit 2011 und hat sich aufgrund des Ausbruchs des Eyjafjallajökull-Vulkans im Jahr 2010, der den Flugverkehr in Europa massiv einschränkte, so genannt. Der Vulkangruppe werden bisher mehrere Anschläge auf die Infrastruktur in Berlin und Brandenburg zugeordnet. Zu einem Brand an einem Strommast im März 2024, der die Teslafabrik in Grünheide versorgt, hat sich die Gruppe ebenso bekannt wie zu einem Anschlag im Jahr 2019 auf die Bahninfrastruktur in Berlin-Karlshorst, mit dem sich die Gruppe mit den Klimaaktivisten von Fridays for Future solidarisierte.

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50 Kommentare

  • Darf man auch mutmaßen, das nun für Politik und Justiz das Thema erledigt ist???

    Denn man sieht
    KEINE Fahndungsaufrufe,
    KEINE bundesweiten Hausdurchsuchungen
    KEIN Einfrieren finanzieller Aktivitäten
    und vor allem
    KEIN großes Verurteilen von den Parteien (gesamt)
    usw.

    Symbolisches Pflaster das künftigen Terror nicht verhindert, sondern nur Aufzeichnungen liefern könnte, die dann auch NICHTS im Anschluss bewirken werden.

    Nach dem Sylt Video war man bundesweit AKTIV, vor allem in der Politik. Jetzt verdrängt schon der Schnee das Thema in den Medien.

    • Noch ignoriert die Politik die Täter. Mitte nächster Woche soll es in Berlin-Zehlendorf Tauwetter geben. Dann sehen die Anwohner, wie es um ihr Zuhause steht.
      Wie in dem Kinderreim: Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht.

    • Die wissen doch gar nicht wer es war.
      Daher keine Fahndung, keine Hausdurchsuchunge oder Kontosperrungen.
      Die tappen vollkommen im dunklen.
      Daher diese Placebos und Trostpflaster.

      -12
      • Korrektur, sie wollen es nicht wissen, resp. sie vertuschen es noch immer.

      • Nach mehr als 14 Jahren NICHT zu wissen, wer dazu oder einst dazu gehörte, na klar.

        Nach Stunden und Tage kann man JEDEN Bürger dingfest machen und besuchen, der gegen einen Bundespolitiker sich „falsch“ äußerte oder auch nur fremde Kommentare likte.

        Wo bleibt hier „Prävention“ mit Monate und Jahre U-Haft wie z.B. causa Ballweg und Rentner-Gang OHNE Anklage???

        Wenn man wirklich sich politisch, juristisch und auch medial bewegen wollte, kommt vermutlich Verbindungen (personell und finanziell) heraus, die der Öffentlichkeit NIEMALS zur Kenntnis gebracht werden sollte.

        • Beim Magdeburger Attentäter gab es vorher über 100 Warnhinweise an die Sicherheitsbehörden. Doch noch am Abend nach der Terrortat am Weihnachtsmarkt wollten diese Sicherheitsbehörden genau wissen, das es eine Nähe des arabischen Terroristen zu „Rechten“ gäbe. (Spiegel)

          11
      • Wütburger,
        sie werden es schon wissen. Möglicherweise ist es der Sohn vom Cousin, dessen Schwägerin in irgendeinem Senat beschäftigt ist. Das darf natürlich nicht ans Licht.

      • Natürlich weiß das Regime wer es war, schließlich kam der Auftrag und die Bezahlung von ein und demselben!

  • ich denke, die Installation der Technik wird ca 2 Jahre dauern

    • Zwei Jahre?
      In Balin?
      Die notwendigen Abstimmungen über die notwendige Einberufung zu den Sitzungen für die notwendigen Planungsausschüsse für die notwendigen Voruntersuchungen zur notwendigen Problemdefinition werden schon Jahre benötigen …

    • erst muss noch das Umweltbundesamt in einem dreijährigen Genehmigungs-verfahren die Verträglichkeit der Installation mit der stark bedrohten Tigerjuchtenkröte feststellen.

    • Sie meinen 2 Jahrzehnte!

    • Die Gewerkschaft der Polizei in der Hauptstadt hat den Auftrag zum Schutz von Stromleitungen scharf kritisiert.
      Ihr Chef Pfalzgraf nannte es – Zitat – „politisch motivierte Hyperaktivität“, dass Einsatzkräfte nach dem Anschlag auf die Stromversorgung im Stadtteil Zehlendorf nun die kritische Infrastruktur von Berlin schützen sollen.
      Geplant ist, dass die Polizei oberirdische Stromleitungen bewacht und im ehemaligen Blackoutgebiet Streife fährt.
      Das werde Kräfte in Hundertschaftsstärke binden und die Polizei an ihre Belastungsgrenze bringen, beklagt die Gewerkschaft.

  • Eine Feuerverbotszone hätte vollkommen genügt.

    • SO IST ES!!! (lach)

  • Was soll das bringen? Unsere Regierung wird trotzdem wegschauen.

    • Bis zu den Augen vermummte Linksterroristen werden Kameras sicherlich davon abhalten. Und bis jemand vor Ort ist, brennt die nächste Verteilerstation lichterloh und der Strom ist weg. Nur noch lachhaft.

    • und die Kameras könnten ja auch vorher lahmgelegt werden – außerdem sind Linksterroristen immer vermummt, siehe Antifa, wie soll da jemand erkennbar sein?

  • „Dabei handelt es sich um kamerabestückte Lichtmasten,..“
    Na da wissen ja potentielle Angreifer, worauf sie achten müssen.

    Es braucht ein umfassendes Sicherheitskonzept, um Täter abzuhalten und zu überführen.
    Und es braucht endlich Fahndungserfolge. Nach 15 Jahren.

  • Wieso ist hier am Anfang des Artikels der Anschlag ’nur noch‘ „mutmaßlich linksextrem“?
    Hab ich was verpasst?

  • Und noch immer wude die Antifa nicht verboten und Indymedia nicht gesperrt.
    Was sagt das über unseren VS aus?

    • Die entsprechenden Abteilungen „Linksterrorismus“ (und auch „Islamismus“) sind unterbesetzt oder gar nicht vorhanden. Denn die Gefahr kommt von Rechts!

  • Und was nützt das Videomaterial, wenn ich Vermummte sehe? Das wird die nicht abhalten!

    • Die Mummenschanzen halten nach dem Anschlag pflichtbewußt ihren Ausweis in die Kamera.

  • Ja und, Erfolg bei der Strafverfolgung bleibt bei Null.

  • Das Grüne Gewölbe in Dresden war auch videoüberwacht.

    schon mal besser als Nichts, aber man soll nicht glauben, dass das allein ausreicht.

  • Kameras. Na, dann…
    Lt. Tagesspiegel sind aktuell 400 (!) Beamte der Polizei im Einsatz, um Stromkästen, Kabelschächte und Leitungen zu bewachen.
    Drei Hundertschaften patrouillieren im Berliner Südwesten, eine weitere ist zum Schutz von Strommasten und Kabelbrücken abgestellt.
    Ziel: Weitere Anschläge und einen erneuten Stromausfall verhindern.

  • Auch ohne Videoüberwachung lässt sich gegenwärtig die Spur der Attentäter vom vergangenen Samstag, den 3. Januar 2026 bis mindestens in die 1970er Jahre zurückverfolgen. Bereits damals war die Rede davon, dass angeblich ein „blindes Schicksal die Welt regier(t)“ (Küng, 1978: 468). In den jüngsten Bekennerschreiben der Vulkangruppe ist denn auch behauptet, es würde dadurch vermeintlich die „Erde zerstört“. Nicht zuletzt Bündnis 90/Die Grünen versteigen sich dabei dazu, dass deshalb die Initiative zu ergreifen wäre. Tatsächlich jedoch ist das Schicksal kein blindes Verhängnis. Wie Papst Leo XIV. in seiner Neujahrsansprache am 9. Januar 2026 kritisiert, sind die Verlautbarungen damit nicht anders als „selbstreferenziell“. Es fehlt schlicht die Verankerung in der wirklichen Welt. Der Sozialphilosoph Max Horkheimer spricht ohnehin längst zuvor schon am 27. September 1958 angesichts dessen von einem Handeln, das bloß „freischwebend“ (in: GS Bd. 18: 437) ist und keinen festen Halt kennt.

    • Nur zur Erinnerung: Obwohl zuletzt noch am 22. September 2011 vor dem Deutschen Bundestag davon die Rede war: „Der Mensch macht sich nicht selbst“ (Librera Editrice Vaticana), kursiert seit 30. Januar 2023 das von „nd-aktuell“ als der früheren Zeitung der SED in Umlauf gebrachte, sich aber fälschlich auf die Kritische Theorie berufende Gerücht, dass angeblich das Ganze menschengemacht ist. Insofern sind unmittelbar Rückschlüsse auf die Linkspartei zulässig und deren dadurch bloß selbstreferenzielles Gebaren. Fraglich wäre dann, welchem Begriff des Sozialen sich dort bedient wird, wenn die Natur- und Technikwissenschaften auf einem philosophischen Denken aufgespannt sind, das aber ohne die Soziologie blind bleibt. Das Attentat in Berlin vor einer Woche gleichsam mit verschlossenen Augen verübt zu haben, spräche zumindest nicht für die Fähigkeit, das „Offene schauen“ zu können, wozu Friedrich Hölderlin bereits vor rund zwei Jahrhunderten in der Elegie „Brot und Wein“ auffordert.

  • Das Video zeigt, es waren drei Männer in schwarz.
    Ich lach mich tot.
    Stellt euch mal vor Juweliere hatten nur Videoüberwachung und keine Tresore. Ha ha ha

  • Kameraüberwachung ist schön und gut.
    Wirkt aber bei Terroristen nicht. Zu leicht zu umgehen.
    Bis jemand darauf reagiert, hat es schon „bumm“ gemacht… und die Täter sind nur Schemen und nicht zu identifizieren.
    Kameraüberwachungen helfen nur gegen „normale“ Bürger und Autos mit KfZ-Kennzeichen, nicht bei echter Bedrohung

    • Sicherlich gibt es Daten der Mobilfunkmasten. Entsprechende Programme zur Auswertung gibt es ja. Wie bei Raubüberfällen usw. angewandt. Zudem natürlich auch Satellitenbilder. Mal die Amis fragen … Auswertung dauert allerdings einige Tage/Wochen. Abwarten.

  • Kameras bringen nichts, siehe Großbritannien.

  • Ich will eine lückenlose Aufarbeitung des Versagen der Politkaste sehen.
    Ferner möchte ich auch mal ein paar Täter präsentiert bekommen.
    Ich gebe mich mit einem Pflaster zufrieden.

  • Da müssen wir uns dann wohl bei der Linksterror-Vulkangruppe noch bedanken, dass jetzt Video-Überwachung installiert wurde. Wie ist der Ermittlungsstand, Gab es Razzien und Verhaftungen? ab 14 Uhr wieder Tennisstunde mit Wegner und seiner Bildungssenatorin. Das diejährige Wahlkampfmotto der CDU Berlin: Den Kopf frei kriegen

  • Wer guckt da 24-Std am Tag auf den Bildschirm und schlägt ggfs. Alarm?
    Placebo

    • na, der regierende Bürgermeister, die Senatorin für Inneres, und die Senatorin für Energie, wer sonst? Dreischichtbetrieb, versteht sich. 🙈

  • Toll.
    Das haben die Berliner doch nur der Kopf-frei-mach-Tennispartie de Bürgernmeisters Wegner mit seiner Liebsten zu verdanken.

  • Da fürchtet sich die Antifa!

  • Dann ist ja alles wieder gut
    was für ein dummer Bubstreich

  • Na endlich wartet der Kommentar mal wieder auf Freigabe. Dachte schon, ich könnte das nicht mehr.

  • Eine Wucht. Wahnsinn
    Dann kann man also künftig vermummte , linke Attentäter auf Video festhalten. Na, das wird die ganze Sachlage und Sicherheit maximal verändern.

    Lache immer noch hart.

  • Es war kein Stromausfall es war ein linker Terroranschlag auf die elektrische Infrastruktur von Berlin.

  • Na da wird dann wohl die linksradikale Terrorgruppe freunlich winkend die schwarze Vermummung vom Gesicht reißen und den Paß in die Kamera halten. Und die Oma die den Erfrierungstot in der eigenen Wohnung fürchten muß wird die heldenhaften Maßnahmen der Stadtregierung wieder bei der nächsten Wahl belohnen.
    Und sonst? Sind noch mehr einschneidene Maßnahmen geplant?
    Donald Trump macht es vor mit welchen brachialen Mitteln ein Staat gegen Kriminelle vorgehen kann – wenn er nur will

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