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Angriffe auf Polizei

Polizeigewerkschaft warnt vor Verharmlosung der Berliner Silvesternacht

Während die Polizeigewerkschaft nach der Berliner Silvesternacht vor einer Verharmlosung und gezielten Angriffen auf Einsatzkräfte warnt, ziehen Kai Wegner und Iris Spranger eine überwiegend positive Bilanz.

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Direkt am Berliner Alexanderplatz hatte die Polizei eine Feuerwerksverbotszone eingerichtet. (IMAGO/snapshot)

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Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin hat nach der Silvesternacht vor einer verharmlosenden Bewertung der Ereignisse gewarnt und von gezielten Angriffen auf Polizei und Feuerwehr gesprochen. Auf X erklärte die Gewerkschaft: Wer sage, „die Nacht war weitestgehend friedlich“, der verschweige die vielen gezielten Angriffe auf Einsatzkräfte. Genau diese Formulierung wählte am Abend auch die 20-Uhr-Tagesschau.

Weiter heißt es: „Gezieltes Schießen von Raketen auf Einsatzfahrzeuge ist keine Bagatelle. Es sind Angriffe auf den Staat & die Menschen, die für ihn einstehen.“ In einem weiteren Beitrag schrieb die DPolG: „In Gesprächen mit Kollegen hieß es, die Täter waren dem Aussehen nach vermehrt arabischer und türkischer Herkunft.“ In Wedding habe die Feuerwehr teilweise nur unter Polizeischutz arbeiten können.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP betonte der Vizechef der DPolG Berlin, Frank Teichert, zugleich, größere Zusammenstöße wie in den Vorjahren habe es diesmal nicht gegeben. „Insofern war es im Großen und Ganzen eine gute Silvesternacht“ – allerdings nur, wenn man die gezielten Angriffe auf Polizei und Feuerwehr nicht ausblende.

In anderen Städten ziehen Behörden dagegen eine deutlich positivere Bilanz. In Stuttgart spricht das Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung von einer „vorläufigen positiven Bilanz“, die Silvesterfeierlichkeiten in der Innenstadt seien „überwiegend störungsfrei“ verlaufen. 

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) stellte die Silvesternacht in der Bundeshauptstadt dagegen in einem deutlich positiveren Licht dar. Auf X schrieb er: „Berlin hat eine ruhigere Silvesternacht erlebt als in den vergangenen Jahren – vor allem dank des hervorragenden Einsatzkonzepts der Berliner Polizei und Feuerwehr.“ Und weiter: „Die Pyroverbotsbereiche haben sich bewährt, am Alexanderplatz etwa war es so ruhig wie seit drei Jahren nicht mehr, und die Berlinerinnen und Berliner konnten auch dort friedlich ins neue Jahr hineinfeiern.“

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Auch Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zog eine verhalten positive Bilanz, betonte aber weiterhin bestehende Probleme. Sie sagte: „Dennoch haben wir auch diesmal Gewalt und einen unverantwortlichen Umgang mit Feuerwerk erlebt, bei dem Unbeteiligte und Einsatzkräfte zu Schaden kamen.“

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42 Kommentare

  • Na ja, wenn Wegener und Spranger das sagen, wird es wohl stimmen. Die haben schließlich voll den Durchblick. Ironie off.

    • Ja klar dank „Schutzzonen“ war es eine „ruhige Nacht“.

      Im Auge des Orkan weht auch kaum ein Lüftchen, doch außerhalb tobt es wie wild…

      Allerdings leben NICHT alle Bewohner am Alexanderplatz.

      UND wenn man den Krieg gegen Einsatzkräfte mit Feuerwerk als Zitat: „unverantwortlichen Umgang mit Feuerwerk“ betitelt, weis man schon heute wie viele Urteile und deren Härte sein wird…sofern es überhaupt welche gibt.

      Denn es nützt nicht Verhaftungen durchzuführen aber Justiz lässt mal wieder (fast) alles durchgehen.

      Springen wir mal 20 Jahre zurück und Einheimische hätten offen zur Schlacht gegen Vollzugskräfte geblasen und ausgeführt. Vermutlich würden noch heute davon welche einsitzen.

  • Wie man den Wegner kennt, war er die ganze Nacht an vorderster Front im Dauereinsatz. Ohne auch nur die kleinste Schramme abbekommen zu haben.

    • So wie der Trisomie Patient aus dem Bundestag mit dem Sandsack?

  • Ich vermisse eine ähnliche Erstmeldung wie die der Kölner Polizei am 01.01.2016: …alles ruhig, keine besonderen Vorkommnisse…(sinngemäss)

  • Wenn das was sich da wieder in Berlin abgespielt hat ,,normal“ war, kann ich verstehen, wenn immer mehr Silvester mit Böllern und Raketen nicht mehr wollen. Wie Politiker die Bevölkerung verarschen nur um die Wirklichkeit nicht benennen zu müssen ist Wahnsinn.

  • „In Gesprächen mit Kollegen hieß es, die Täter waren dem Aussehen nach vermehrt arabischer und türkischer Herkunft.“

    Ja, Genau die waren nämlich zum ganz überwiegenden Teil auf der Strasse. Nur diese hat man in Videos gesehen. Und das ist Berlin. Der Rest saß daheim beim Wachsgießen.

    • Oh Gott, das ist Rassismus! Niemals können es arabische oder türkisch aussehende gewesen sein!

    • Waren das keine „Australischen Austauschschüler“?

  • In fünf Tagen wissen wir mehr.

  • Der Kollege von der Berliner Feuerwehr hatte nur positives zu berichten. Weniger Wohnungsbrände als letztes Jahr, zahlreiche Streetworkerprojekte seien aufgegangen, bla bla bla. Dass stattdessen die Polizei mehr Übergriffe auf die Beamten zu verzeichnen hatten als letztes Jahr, ging in der Euphorie unter. Der Sprecher der Polizei fand entsprechend deutlichere Worte. Dass die Bürger in Uniform ihren Silvesterabend auf den Strassen Berlins unter Feuerwerksbeschuss im Namen der öffentlichen Sicherheit verbracht haben, kann man garnicht hoch genug wertschätzen. Die positive Bilanz der Feuerwehr hätte daher umsichtiger Weise auf die Kollegen der Polizei zurückgeführt werden müssen, anstatt sich selbst zu loben.

  • Ach lasst doch Ramazan Meier, Horst-Uwe Özdemir, Soja-Sören Mohammed und Dinkel-Döre Ützelbrüzel ihren Spaß

    • Hey, auf Ützel Brützel lasse ich nichts kommen ☝🏼Das ist in Stuttgart eine Institution!

  • Laut anderen Medien war es letztes Jahr heftiger. Was denn nun, liebe Polizei?

    • Auf WELT wurde berichtet, dass es weniger gebrannt hätte, es dafür aber mehr Personenschäden gab. Und es kam auch wieder so eine Figur zu Wort, mit der gängigen Phrase, „es war weitgehend friedlich“.

  • Diejenigen, die ihre Birne nicht persönlich dem Pyrofeuer entgegenhalten müssen, ziehen eine „positive Bilanz“. Angesichts dieses dreisten Lügengesabbels dieser Polit-Ganoven möchte man nur noch im weiten Strahl kotzen.

    Wozu eigentlich hat man nur für Berlin 4300 Polizisten gebraucht?

    • Wozu eigentlich hat man nur für Berlin 4300 Polizisten gebraucht?

      Damit erlebnisorientierte Jugendliche und Raketenwissenschaftler etwas zum „spielen“ haben.

    • @ Auf Wann werden die verhaftet
      Die haben in Berlin eine Riesenfete in lustigen Kostümen gefeiert – Probleme ? Nicht in Berlin ! / Satire off

  • „weichreite“ ist mehr oder weniger zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor gependelt. (Was ich von stream gesehen hab.)
    Da wo erlaubt. war halbwegs „normales“ Feuerwerk.
    Es wurde aber auch mal gerne Scheisse gebaut.
    Das Stadtbild, war…ähm…vorhanden.

    • Ja. Glaube, der war letztes Jahr schon mehr unterwegs.

      • Aber es ist gut, wenn man sich so ein eigenes Bild machen kann.
        Vom bequemen und sicheren Sessel aus.

        • @Mokum
          Ja war auch nicht (negativ) wertend gemeint. (mit dem pendeln)
          Mein Respekt dafür, der ist immer vor Ort, wo was los ist.
          So auch zB in Gießen.
          Und in Berlin, als sein Interview Partner fragte (sinngemäß) ob er ein Rechter sei…und der Chat blaue Herzen spamt…da war die Antwort souverän.
          Beide streams findet man auf seinem yt Kanal.

          2
        • Naja, klar. Kann ja auch sein, dass er lieber eventuelle Kloppe in gewissen Stadtteilen vermeiden will – das wäre ja auch zu verstehen.

          1
  • Solange in der Polizei die Politkommisare das Wort haben, wird es keinerlei Probleme bei gewissen Einsätzen geben. Solange diese Polizeiführung an der Spitze ist, wird nur „unseredemokratie“ verteidigt. Augenscheinliches Motto: Scheiß was auf unsere Verfassung. Es ist bei diesen Herrschaften seit Corona offenbar einiges verrutscht ! 🇩🇪BTW2026 jetzt !

  • Manchmal habe ich dein Eindruck, man sollte doch einmal über Putins Angebot bzgl Berlin nachdenken…

  • Anmerken muss man aber auch, das die Polizeigewerkschaft dieses perfiden Spiel in 9 von 10 Jahren, ohne Einwände wie jetzt mitspielte.
    Scheint fast so, das ein Maß an Gewalt erreicht wurde, das den Beruf „gefährlicher“ macht und sie beginnen, trotz Ausbildung und Bewaffnung, das zu empfinden, was der Bürger bereits seit 10 Jahren empfindet – Furcht!
    In einem funktionierenden demokratischen Rechtsstaat, hätten Verantwortliche viel früher reagiert, um zu vermeiden was nun Alltag wurde. Gewalt in höchster Stufe an allen Ecken, gegen jene die der Staat schützen sollte.
    Schon die stetige Aufrüstung der Polizei, in Uniform, Ausrüstung und Auftreten ist ein Zeichen von Militarisierung.
    Schaut man sich Polizisten heute an, haben sie mehr Ähnlichkeit mit Soldaten, als mit Ordnungskräften.
    Auch dies scheint nicht mehr auszureichen, wie es scheint.
    Schließlich zeigen morgendliche Hausbesuche, das sie lieber harmlose Bürger jagen und denunzieren, als gefährliche Kriminelle.
    Auch das „Abführen“ Minderjähriger Schüler durch drei uniformierte Polizisten aus einem Unterrichtsraum wegen eines nicht verbotenen Videos spricht Bände über Selbstdarstellung, sowie deren Verständnis von Recht!
    Sorry.

  • Die Polizeigewerkschaft wäre glaubwürdiger, wenn sie zum Gesamtstreik aufrufen würde, insbesondere jegliche Politikerbewachung aussetzen, bis das politisch gebotene umgesetz wurde. Schwätzer haben wir schon genug im Land und es geht immer weiter Bergab.

  • Da wird wieder beschönigt, um die übliche Klientel nicht entgegen ihren Aussagen über harte Bestrafungen handeln muss. Sind ja schließlich keine Kartoffel. Und wenn, dann natürlich „nur“ Linksextremisten.

  • Politiker wie Wegner sind Teil des Problems mit dem importierten Mittelalter

    • Kein Wunder bei dem Bundesminister des Inneren MfS… Wenn der Innenminister auf Bundesebene schon nichts gebacken bekommt, warum sollte es bei den Experten auf Landesebene besser sein??

  • Berliner und Leipziger Verwahrlosung in Vollendung!

  • Ich verstehe die Polizeigewerkschaft nicht.

    Hat sie denn das Silvestermärchen des Kandesbunzlers Merz nicht gehört? „DeutSchland“ ist ein sicheres Land.“ Amen!

  • Und? ändern tut sich eh nichts…. gehen sie weiter.. die labern labern und labern nur..

  • Na dann freuen wir uns schon aufs nächste Silvester. Da kommen die in schwarz und die pyros sind etwas heftiger. A.k und sonstige Metallwaren.

  • In der politmedialen Kaste scheint es Leute zu geben, denen ihr eigener Zynismus nicht einmal bewusst ist, wenn sie von ‚insgesamt friedlich‘ und ‚die überwiegende Mehrheit friedlich‘ sprechen.
    Dieser zynischen Logik folgend werden sie bald hervorheben, dass bei massiv gestiegener Gewaltkriminalität die meisten Menschen immerhin keine Mörder und Vergewaltiger sind.
    Und bei steigendem Analphabetismus doch eine Mehrheit lesen und schreiben kann.
    So pervertiert man den Normalitätsbegriff.

  • Warum nicht alle Polizisten sich über Silvester in Berlin krankmelden wundert mich. Einfach die Purge geschehen lassen.

  • Die Polizeigewerkschaft übertreibt! Möchten, die sich noch weitere Überstunden erschleichen, Herr Gewerkschaftler? Fangt mal an zu arbeiten. Ihr steht da, und macht gar nichts. Genau wie an den Grenzen; alle werden freundlich durchgewunken.

  • Die haben einfach schon mal Intifade geübt.

    Mit diesen von unverantwortlichen Politiker importierten Mittelalter werden wir noch ein Fiasko erleben.

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