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Renten-Streit

Göring-Eckardt vs. Schwerdtner: Grüne und Linke zerfleischen sich im Rentenstreit

Während sich die Bundesregierung dank der Enthaltung der Linken zumindest etwas Luft verschaffen konnte, geht der Streit um die Rente nun in der Opposition weiter. Grüne und Linke leisten sich eine öffentliche Schlammschlacht.

Schenken sich nichts: Göring-Eckhardt (B90/Grüne) und Ines Schwerdtner (Die Linke)

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Der Umgang mit dem Rentenpaket hat die linken Kräfte in der Opposition entzweit. Während die Grünen gegen das Paket stimmen wollen, hat die Linke für eine Enthaltung plädiert. Die geteilte Haltung sorgte nun für einen Konflikt, den die beiden linken Oppositionsparteien öffentlich austragen.

Grüne wie Britta Haßelmann oder Ricarda Lang begründen die Ablehnung mit dem „Chaos und der Instabilität“ der Bundesregierung, die man so nicht mittragen möchte. „Wir sind nicht die Mehrheitsbeschaffer für Friedrich Merz“, schreibt etwa die ehemalige Bundesvorsitzende Lang. Auch die derzeitige Fraktionsvorsitzende Haßelmann argumentiert gleich: Ein Kanzler brauche „eine stabile, eigene Mehrheit – sonst gibt es keine stabile Regierung.“

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Bei der Linken wird die Enthaltung, mit der die Frage nach der Anzahl der Abweichler innerhalb der Union zur Makulatur wurde, damit begründet, dass man das Rentenniveau sichern wolle. Gleichzeitig würde man so die „dilettantische Regierung der Lächerlichkeit preis“ geben, so die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner. „Eine Farce auf dem Rücken der Rentnerinnen und Rentner, die wir nicht mitspielen werden.“

Doch dann legte Schwerdtner noch nach auf X und schoss scharf gegen die Grünen: „Ausgerechnet bei der Rettung der Renten werden die Grünen zu Hardlinern.“ Das sei kein Wunder, führte die Bundesvorsitzende der Linken fort – Grund sei eine „neoliberale Einstellung“ der Grünen. Schwerdtner unterstellte diesen eine Nähe zur Jungen Union.

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Das wiederum ließ Katrin Göring-Eckardt, ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen, nicht auf sich sitzen und ging wiederum Ines Schwerdtner an. „Ihr macht den Weg frei für Söder’s Mütterrente (sic!)“, empörte sich die ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages. „Diese ‚Reform‘ hilf (sic!) NULL gegen Altersarmut.“ Sie mahnte an, dass das Rentenpaket nicht für Menschen mit kleinen Einkommen helfe.

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Auch Ricarda Lang blieb von Kritik der Linken nicht unverschont. Özlem Alev Demirel, EU-Abgeordnete der Linken, warf den Grünen vor, sie hätten die Regierung bereits bei der Schuldenbremse gestützt, aber bei der Rente würden die Grünen ihre Rolle als Opposition entdecken. „Und mal ehrlich: Wärt ihr nicht am liebsten selbst mit der CDU in einer Koalition gelandet?“, kommentierte Demirel.

Dicke Luft innerhalb des linken Teils der Opposition. Normalerweise wäre das ungeschickte Agieren Merz’ ein gefundenes Fressen für jede Opposition, doch die taktische Enthaltung der Linken sorgt für Streit – und alle Seiten sehen Möglichkeiten zur vermeintlichen Profilierung.

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52 Kommentare

  • Küchenhilfe gegen Putzfrau.
    Hoch qualifizierte Politelite bei der Diskussion….

    • Praktisch wie Doppel-Taubenschach.

    • TL;DR:
      „dilettantische Regierung der Lächerlichkeit“

      • Der Hit ist doch viel mehr, wie unser ‚Magazin für die Freiheit‘ mit der deutschen Sprache umgeht: ‚Gleichzeitig würde man so die „dilettantische Regierung der Lächerlichkeit preis“ geben, so die…‘. – Das kann nicht mal ein Versehen sein, da man ‚preisgeben‘ in einem Wort schreiben muss.

  • Zwei Löwen gingen einst selband
    in einem Wald spazoren
    und haben da, von Wut entbrannt
    einander aufgezohren

    Da kamen eines Tags daher
    des Wegs zwei Leute, edel
    die fanden von dem Kampf nichts mehr
    als beider Löwen Wedel

    Draus gehet nun für groß und klein
    die weise Lehr hervor:
    Selbst mit dem besten Freunde dein
    im Walde nie spazor

    • wenn der Glühwein richtig ballert 🙂 🙂 🙂

  • Es gibt sie noch, die Hoffnungsschimmer: die Friedhofsruhe Angela Merkels ist endgültig abgeräumt. Es wird wieder fröhlich gestritten.
    So soll es sein.

    • Die Linken gönnen sich gegenseitig nicht den Dreck unter den Fingernägeln. Ob rot, grün oder stasipink ist egal.

      • Genau deshalb passierten die stalinistischen Säuberungen und deswegen muss die NSDAP heute als rechts kategorisiert werden. Linke halten nur so lange zusammen, wie es ihnen gegenseitig nutzt

        • Netter Versuch, aber die genannte Partei von vor 90 Jahren ist auch weiterhin „links“ zu verorten. Zwangsenteignungen, Kollektivierung usw. usw. sind alles „linke“ Themen. Das ändert sich auch dadurch nicht, dass es 1.000km östlich ein noch linkeres Konstrukt gab.

          6
  • Grüne und SPD haben öffentlich verkündet, dass sie linker werden wollen. Im Kampf um die Wähler der Linken besetzen sie deren Positionen. Logisch, dass sich die Linken dagegen wehren. Da werden wir noch diverse Schlammschlachten erleben. Ich habe nichts dagegen, wenn sich diese Parteien gegenseitig zerlegen. 😄 Die AfD kann sich entspannt zurücklehnen und zusehen.

  • Mögen die Versagerspiele beginnen.

    • Zickenkrieg 🙂 ja liebe Grüne da habt ihr gepennt . Die Linken waren da schneller beim Sugar Daddy auf dem Schoß .

    • Grüne und Linke sind beides verfassungsfeindliche und linksextreme Parteien

      • Sie vergessen die SPD.
        Würde man sie nach den Maßstäben ihres eigenen totalitären Gedankenguts verbieten, blieben noch 2 Parteien übrig:
        Links die korrupte Union, die immer noch versucht, den Brand auf ihrer Seite der Mauer zu löschen, und Rechts die AfD.

  • Nicht das die Karin ihre Hammerfreunde mitbringt.

  • Zitat: „Und mal ehrlich: Wärt ihr nicht am liebsten selbst mit der CDU in einer Koalition gelandet?“

    Wie entlarvend … DieLinke spielt wohl tatsächlich mit dem Gedanken, von der CDU aus der Schmuddelecke geholt zu werden?!
    Stichwort: Unvereinbarkeitsbeschluss.

    Nachtigal ick hör dir trapsen! 🙄

  • Wieso muss ich da an „Dumm und Dümmer“ denken? Verstehe ich nicht…

    • waren das nicht Annalena und Robääääärt ? 🙂 🙂 🙂

  • Über solche Gestalten kann man nur noch lachen, aber das darf man ja auch nicht mehr.

  • Wie die wohl ungeschminkt aussehen 🤔

  • Das ist offenbar ein taktisches Geplänkel zur Beruhigung vom Michel. Durchschaut !!!

  • Die AfD sollte dafür stimmen . Dann wäre das Chaos perfekt

  • Wir dürfen uns nicht andauernd beschweren, daß der Bundestag seine eigentliche Funktion verloren hat, weil alles in Hinterzimmern bereits ausgekungelt ist und die Abgeordneten nur noch abnicken dürfen, und dann erschrecken, wenn sich die Politiker zweier Oppositionsparteien fetzen. Ob nun außerhalb oder innerhalb des Bundestags. Ich finde das nicht schlimm. Noch hat niemand die einstweilige Erschießung des andern gefordert.

  • Herrlich dieser Zickenkrieg!

  • zumindest kann keine von beiden die Opfer-Karte als Frau ziehen…die hat Bärbel Bas schon, weil die bösen Arbeitgeber gelacht haben….und sie hatte den Witz nicht verstanden 🙂 🙂 🙂

  • Pack verschlägt sich
    Pack verträgt sich
    Vorschlag:Schlammcatchen links gegen grün

  • Hola,jetzt geht es richtig rund…schön weiter gegenseitig zerfleischen.

  • Feministischer Zickenkrieg

    • Na die Reise nach Jerusalem haben die Grünen schon einmal gegen die Linken verloren 😁

    • Cat call: no-no!

      Cat fight: bring it on!

  • Da sieht man mal, was eine fähige Parteiführung doch für einen Unterschied macht. Die Parteiführung der Linken spielt 4D-Schach, während die dümmlichen, müden Grünen einfach nur ihre übliche miefige Berliner Polit-Posse abspulen.

    • Na ja, die linken Phrasen haben mit Schach eher nichts zu tun.

  • „Chaos und der Instabilität“
    Muahaha, das sagen die Ampelidioten.

    Frappierend sind auch KGEs Deutsch-Kenntnisse.

    Die neue Mütterrente passt nur die Zahlen auf den gleichen Wert an wie die von Kindern ab 1992. Das ist gerechtfertigt.
    Allerdings hätte man dies grundsätzlich an eine Verdienstobergrenze koppeln sollen, denn bei Geringverdienern kommt es auf jedes Jahr an, Reiche brauchen das nicht.

    • „Reiche“ sollen nur zahlen. Ab wann ist der Mensch reich ? Alles den Nichtzahlern, nichts den „Reichen“.
      Aber selbst sich einen Pensionsanspruch von 2,5% von 11.800 mtl je Mitgliedsjahr im Bundestag genehmigen.

  • Na gut, dann sollen sie sich gegenseitig zerfleischen.

  • Wenn sich diese beiden Drahtbürsten ankeifen, gibt es ab morgen schönes Wetter…

  • Dieses dumme Kasperletheater geht einen nur noch auf den Nerv. Da streiten Leute miteinander, die von der Sache selbst null Ahnung haben. Dieses Land hat besseres verdient!

  • Die Argumente der Grünen sind aber auch so dünn wie ein durchsichtiges Papier Sachargumente sucht man vergebens. Das scheint die Damen dann doch zu überfordern, denn dazu braucht man ein klein wenig Mathematikkenntnisse.

    • Es ging ja auch nicht wirklich darum es zu verhindern . Man wollte sich zieren und einen hohen Pries für seine Zustimmung aushandeln .
      Die Linken waren da einfacher zu haben ! Ob billiger wage ich zu bezweifeln .

  • Nun zerfleischen sich also die sozialistischen Harpyien gegenseitig …

    Als König Krösus von Lydien überlegte, ob er einen Krieg gegen das achmänidische Perserreich führen sollte, ließ er eine 30 Pfund schwere Löwenstatue aus Gold gießen und schickte diese mit einer Frage an die Pythia nach Delphi.

    Ihm antwortete die Pythia: „Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören.“

    Krösus verstand dies als Ermutigung zum Angriff – und zerstörte damit sein eigenes Reich.

    Auch unsere Harpyien haben den Halys – vielleicht unbedacht oder unbemerkt – bereits überschritten. Offen ist nur noch, wer wen zerstören wird.

    (Wird nun schon die klassische Mythologie zensiert? – Wahrscheinlich ist es für die minderbegabte KI/NI bereits anstößig, wenn man mit Homer berichtet, wie Odysseus nach seiner Rückkehr nach Ithaka die prassenden Freier der Penelope tötete; auch die Aeneis scheint ein Tabu zu sein – vielleicht sollte man nur noch Vergils Ausführungen in den Bukolika über den Weizenanbau zitieren …)

    • Es ist nicht die KI daran schuld, dass man sie einsetzt. Hier gilt dasselbe wie mit den Waffen.

      • Die Botschaft hör´ ich wohl – aber ich verstehe sie leider nicht!

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