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Weltgrößter Emissionsverursacher geht eigenen Weg

Xi macht klar: China will westlichen Vorgaben zu Klimaschutz nicht folgen

Chinas Präsident Xi Jinping machte kürzlich klar, dass sein Land, was weltweit am meisten Emissionen verursacht, nicht daran denkt, westliche Vorgaben zum Klimaschutz zu folgen. Man werde einen eigenen Weg gehen und Tempo und Intensität des Klimaschutzes selbst festlegen.

Bildquelle: China News Service, Wikimedia Commons via CC BY 3.0

Während sich Deutschland mit vielen anderen europäischen Länder geradezu ein Rennen darum liefert, wer am schnellsten klimaneutral wird – und dabei einmal die komplette Energiewirtschaft umkrempelt, mit entsprechenden Folgen für die Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit wie es viele hierzulande spüren, weht im fernen Osten ein anderer Wind:

In China, dem weltweit größten Emissionsverursacher, machte Staats- und Parteichef Xi Jinping klar, dass man kein Interesse mehr daran hat – oder je hatte – sich an westliche Vorstellungen von Klimaschutz zu orientieren: 

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In einer Rede vor dem Kongress der kommunistischen Partei sprach er kürzlich davon, dass China beim Klimaschutz seinen eigenen Weg gehen wird. Der „Weg, die Methode, das Tempo und die Intensität“ um Klimaneutralität zu erreichen, werden man selbst bestimmen und sich dabei „niemals von anderen beeinflussen“ lassen, so Parteichef Xi.

Parallel dazu war der Klima-Gesandte von US-Präsident Biden, John Kerry, in Peking und traf sich mit Vize-Premier Han Zheng. Die Rede Xis war wohl auch ein Signal an Kerry und den Westen, dass China sich eben nicht so schnell an ambitionierten Klimaschutz-Vorhaben beteiligen wird.

Man werde erst dann langsam auf neue Technologien umsteigen, wenn diese auch fähig sind, alte Energiequellen abzulösen, so der chinesische Präsident. „Basierend auf Chinas Energie- und Ressourcenausstattung werden wir Initiativen vorantreiben, um den Höhepunkt der Kohlenstoffemissionen gut geplant und schrittweise zu erreichen, im Einklang mit dem Grundsatz, das Neue zu bekommen, bevor man das Alte wegwirft.“

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Auch auf Kohlekraftwerke will Xi nicht verzichten: „Kohle wird sauberer und effizienter genutzt und wir werden die Planung und Entwicklung neuer Energiesysteme beschleunigen“, sagte er. China genehmigte 2022 den Bau von so viel neuen Kohlekraftwerken wie zuletzt erst 2015 – dem Jahr, in dem auch China das Pariser Klimaabkommen unterzeichnete.

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