Werbung

...
...

Ursachensuche Myokarditis

Wie die Corona-Impfung als Auslöser für Sportler-Herztode verschwiegen wird

Der Tod des 25-jährigen Profifußballers Agyemang Diawusie hat in den Medien eine Debatte über die Ursachen der gehäuften Herzmuskelentzündungen unter jungen Sportlern ausgelöst. Unglaublich: Die Corona-Impfung wird als naheliegender möglicher Auslöser der Myokarditiden nicht einmal erwähnt. 

Werbung:

„Der 25-jährige Agyemang Diawusie war […] an einem plötzlichen Herztod, mutmaßlich ausgelöst durch einen viralen Infekt mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung, gestorben“, teilte der Fußballverein SSV Jahn Regensburg Ende November mit. Der Verein reagierte damit auf den plötzlichen Tod des jungen Fußballprofis. Nun rollen verschiedene Medien den Fall erneut auf. „Es ist die dritthäufigste Todesursache bei Sportlern unter 35 Jahren: die Herzmuskelentzündung“, schreibt beispielsweise ntv und geht auf die Hintergründe des Todes von Diawusie ein. 

Ausführlich kommt dazu der Sportmediziner Hans-Georg Predel zu Wort, der das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln leitet. Der Mediziner erklärt die Hintergründe einer Herzmuskelentzündung: „Meistens sind es Viren, die über die Atemwege in den Körper gelangen und hin zum Herzmuskel verschleppt werden.“ Der Herzmuskel sei „sehr stark durchblutet“, damit das Herz arbeiten könne, dies sei aber auch eine Schwachstelle.

Werbung

„Der Hauptfeind sind die banalen Infekte“, erläutert der Sportarzt weiter und hält junge Sportler dazu an, auch bei leichten Erkältungen nicht zu hart zu trainieren. Menschen, die „an ihre Belastungsgrenzen gehen und auch viel reisen“ seien laut Predel besonders gefährdet für unerkannte Herzmuskelentzündungen.

Kein Hinweis auf die Corona-Impfung

Der Sportmediziner äußerte diese Einordnung gegenüber der Nachrichtenagentur Sport-Informations-Dienst (SID). Entsprechend wurden die Zitate von einigen Medien aufgegriffen. Die Artikel enthalten zusätzlich den direkten oder impliziten Hinweis darauf, dass der plötzliche Herztod infolge einer Myokarditis zuletzt gehäuft bei jungen Sportlern aufgetreten ist, sowie die statistische Einordnung, dass es sich bei der Herzmuskelentzündung um die dritthäufigste Todesursache unter jungen Sportlern handelt. Diese Information ist an sich nicht neu und findet sich beispielsweise bereit seit Juli 2021 auf einer Informationsseite der Universität Leipzig zum plötzlichen Herztod bei Sportlern. Dennoch ist sie in diesem Zusammenhang relevant.

Trotz der ausführlichen fachlichen Einordnung fehlt in den zahlreichen Artikeln zu dem Thema ein ganz entscheidender Punkt: Der Hinweis darauf, dass auch die Corona-Impfung Herzmuskelentzündungen auslösen kann und daher als Ursache für die vielen plötzlichen Tode von jungen Sportlern nicht ausgeschlossen werden sollte. 

Werbung

Das Coronavirus als Ursache

In den verschiedenen Artikeln werden als Beispiele für weitere Sportler mit Herzmuskelentzündungen die Fußballspieler Alphonso Davies und Bas Dost angeführt. Davies hatte im Januar 2022 nach einer Corona-Infektion eine Herzmuskelentzündung entwickelt, die jedoch rechtzeitig entdeckt wurde und therapiert werden konnte. Dost war infolge einer Herzmuskelentzündung erst im Oktober auf dem Rasen kollabiert und musste reanimiert werden. Danach konnte er die Erkrankung ausheilen lassen. 

Es ist skurril: Während geradezu demonstrativ der mögliche Zusammenhang einer Herzmuskelentzündung mit einem viralen Infekt, wie zum Beispiel Corona, dargelegt wird, bleibt die Corona-Impfung als mögliche Ursache der Erkrankung einfach unerwähnt. Dabei ist die Herzmuskelentzündung gerade unter jungen Männern inzwischen eine anerkannte Nebenwirkung der Impfstoffe von Biontech und Moderna. Es scheint zudem kaum plausibel, dass sich die Häufung von Herzmuskelentzündungen und plötzlichen Herztoden unter jungen Sportlern allein durch virale Infekte erklären lassen sollen. Erkältungen haben sich die Sportler schließlich schon immer eingefangen – geimpft wurden sie wiederum erst ab 2021. 

So erfreulich es ist, dass sich die Medien überhaupt dem Thema der alarmierend häufigen Herztode von jungen Sportlern annehmen – der Ausschluss der Corona-Impfung in der Diskussion um mögliche Ursachen zeigt, dass viele Journalisten und Ärzte bis heute offenbar nicht gewillt sind, dem erschreckenden Leiden der jungen Sportler ernsthaft und gewissenhaft auf den Grund zu gehen. Genau dies wäre aber vonnöten, um künftige Tode zu verhindern.

Werbung

Werbung