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„re:publica“ 2026

„Werde alles tun, dass das nicht passiert“, sagt Merkel über die Möglichkeit einer AfD-Kanzlerin

Altkanzlerin Angela Merkel hat auf der „re:publica“ harte Worte gegen eine mögliche AfD-Kanzlerschaft in der Zukunft gefunden. Sie werde „alles“, was in ihrer Macht stehe, tun, damit „das nicht passiert“, erklärte sie.

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Angela Merkel beim WDR Europaforum auf der re:publica 2026 (IMAGO/Chris Emil Janßen)

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„Ich werde alles tun, was in meiner Macht noch steht, dass das nicht passiert.“ Mit diesen Worten kommentierte Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag bei der „re:publica“-Messe eine Frage nach der Möglichkeit einer AfD-Kanzlerin in zehn Jahren. Das berichtet die Welt. Merkel hatte im Gespräch mit zwei WDR-Journalisten immer wieder vor Fatalismus in Bezug auf ein weiteres Erstarken der AfD gewarnt. „Wenn es genügend Menschen gibt, die an die Demokratie glauben – und daran glaube ich immer noch –, dann wird das nicht passieren“, erklärte sie. 

Zu dem Umfrageerfolg der AfD in Sachsen warnte Merkel zunächst an einer anderen Stelle des Gesprächs, dass aufgepasst werden müsse, „nicht schon Ergebnisse vorweg(zu)nehmen, die gar nicht eingetreten sind“. Im Anschluss richtete sie einen direkten Appell an das Publikum: „Jeder, der nicht möchte – und ich gehöre dazu –, dass die AfD stark wird, der muss etwas tun.“

Die AfD versuche aktuell, den Volksbegriff umzudefinieren, behauptete Merkel. „Unsere Demokratie“ beruhe jedoch darauf, dass „Fakten Fakten sind“ – dazu gehöre auch, dass jeder deutsche Staatsbürger Teil des Volkes ist. 

Im weiteren Gespräch kam die ehemalige Bundeskanzlerin auch auf internationale Konflikte zu sprechen. „Das Recht des Stärkeren wird aktuell versucht, zum Teil brutal durchzusetzen. Gerade deshalb ist Europa ja so wichtig, dass wir diese Maxime nicht gelten lassen.“ Gerade die USA und China würden extraterritoriale Sanktionen einfach verkünden, erläuterte Merkel. Wer Macht habe, sitze diese zurzeit „ziemlich hart aus“, meinte sie. Aus dieser Beobachtung leitete sie dann die Notwendigkeit eines stärkeren europäischen Zusammenhalts ab: „Es ist sonnenklar: Kein einziges einzelnes europäisches Land wird dagegen ankommen“, erklärte sie. 

Die „re:publica“ ist eine Digitalkonferenz, die seit 2007 in Berlin veranstaltet wird. In diesem Jahr treten neben Merkel unter anderem die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Chefin Franziska Brantner, Luisa Neubauer sowie Eckart von Hirschhausen auf. 

lf

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97 Kommentare

  • Merkel hat unermeßlichen Schaden angerichtet – auf ALLEN Gebieten. Und sie gibt immer noch nicht auf. Sie hätte längst zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

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    • Unter einer AFD-Regierung wird sie für ihre Verbrechen gegen Land und Volk zu Verantwortung gezogen.
      Deshalb kämpft sie bis zur letzten Patrone, um dies zu verhindern.

    • Die Auszeichnung steht zugleich für ein umfassenderes europäisches Urteil über eine politische Ära und über die Art von Führung, die die Europäische Union in Zeiten wachsender Instabilität braucht.
      Das Europäische Parlament erklärt, mit der Auszeichnung würden Personen geehrt, die „bedeutende Beiträge zur europäischen Integration“ und zur Verteidigung von „Demokratie und Werten“ geleistet haben.
      Merkel wurde neben Wolodymyr Selenskyj und Lech Wałęsa in die höchste Kategorie „Verdientes Mitglied“ aufgenommen.
      Es ist ein symbolisches Trio, das demokratischen Widerstand, europäische Einheit und politische Ausdauer miteinander verbindet.
      aus https://de.euronews.com/my-europe/2026/05/18/eu-merkel-auszeichnung

    • Eigentlich gehört sie ins Gefängnis für Verrat am Volk und wegen undemokratischen Handelns gegen das Grundgesetz.

  • Natürlich will sie keine AFD-Regierung, dann mit Zugang ins Archiv…

    • Und für sie dann der Zugang zum Frauengefängnis. Oder wie seinerzeit Erich Honecker in die sowjetische Botschaft, also nach Moskau ? Vielleicht findet sich aber noch ein Pfarrer in letzter Minute ?

    • Offenbar bekommt sie auch nur noch von der rot/grünen Blase Einladungen. Ansonsten interessiert sich doch kaum noch jemand für Merkel.

  • Klingt nach Staatsstreich!

    • Sie wird die Wahl als unverzeihlich nennen, die sofort rückgängig gemacht werden muss. ☝️🧐

    • Hätte sie einen Rollator, könnte man daruf kommen, dass sie ein Gang-Mitglied wäre…

  • „Werde alles tun, dass das nicht passiert“, Dieser Satz sollte aufhorchen lassen, denn er zeigt auf, wieviel Macht sich die ehemalige FDJ- Sekretärin als Bundeskanzlerin aufgebaut hat, auch noch weit über ihre Amtszeit hinaus. Damit das ein Ende hat, daran sollten die Wähler arbeiten, indem sie in der Wahlurne die dem Merkel- Kartell die rote Karte zeigen. Die wahre Macht liegt in einer funktionierenden Demokratie immer noch beim Souverän.

  • „Ich werde alles tun, was in meiner Macht noch steht, dass das nicht passiert.“

    Frau Merkel, sie sind NICHT mehr in einem gewählten Amt. Über den Kanzler entscheidet alleine der Souverän mittels einer demokratischen Wahl und nicht ihre arrogante Elite in Berlin/Brüssel.

    • Es ist völlig irrelevant, ob Frau Merkel noch Kanzlerin ist oder nicht.
      Als Bürgerin dieses Landes darf sie sich an der politischen Auseinandersetzung beteiligen wie jeder andere auch.

      Über den Kanzler entscheidet übrigens nicht Ihr „Souverän“, sondern der Bundestag. So weit ich weiß, haben wir keine Direktwahl des Bundeskanzlers in unserem Land.

      -43
      • Interessante Verharmlosung Merkels als einfach Bürgerin zu klassifizieren !
        Zumal ja alle Weiblichen Bürger/innen Regelmäßig in den Nachrichten Auftauchen und sich zu Nationalen und Internationalen Themen äußeren !

        Aber gut ! Ich denke erst Jahre nach Merkel, und wenn überhaupt, wird dieses Land wieder so etwas wie Normalität und Frieden in einem Gesellschaftlichen Konsens finden .

      • Total spannende Expertise von Ihnen.
        „Wie jeder andere auch“ – spielen wir heute wieder bullshit-Bingo?
        Wann und wo durften wir Sie im TV oder auf einer Bühne sehen?

      • Persönliches Gewissen solcher „Politiker/innen“, spielt dabei wohl überhaupt keine Rolle – denn es hat nie existiert. Längst hat lächelnder, „knallharter Machterhalt“ hat dasselbe „erfolgreich“ ersetzt.

      • Ach, und wer wählt den Bundestag ?
        Die hat Büro, Personal, Dienstwagen mit Chauffeur, bodyguards, auch auf Kosten der AfD- Steuerzahler. Das stört die „hat die Haare schön“ natürlich nicht. Es gibt nur einen Ort, wo die hingehört.

      • Souverän in Anführungszeichen. Sagt einem alles, was man über den Waldschrat wissen muss.

      • Waldschrat, wenn der Name Programm ist.

  • Ich glaube, diesmal wird ein Telefonat zur Wahlwiederholung nicht mehr ausreichend sein, Frau Merkel.

  • Natürlich wird sie das. Jedoch sie wird scheitern!

  • Sie ist so weise – wir brauchen Sie unbedingt als Bundespräsidentin!

    *IRONIE AUS*

    • Das wäre dann allerdings ein Grund auszuwandern.

      • Wandern Sie.
        In anderen Ländern wartet man nämlich sehnsüchtig auf deutsche Einwanderer, die die Sprache kaum können, aber die Lebenshaltungskosten, den Immobilienmarkt und mit ihrer angeblichen Liberalität die einheimische Politik kaputt machen.

        -35
        • Es gibt reichlich Länder auf der Welt in die man als Deutscher oder allgemein Europäer problemlos einwandern kann.
          Es haben nicht alle ein Problem mit explodierenden Lebenshaltungskosten oder einen kaputten Immobilienmarkt. Das sind alles typische Probleme von westlichen Industrienationen.
          Einen Sprachfetisch haben auch die wenigsten. Sich zu bemühen die Sprache zu lernen wenn man da ist reicht völlig wenn man zumindest halbwegs Englisch sprechen kann.
          Tatsächlich nehmen die meisten Länder jemanden der gut Ausgebildet ist und arbeiten kann oder der fianziell unabhänig ist mit Kusshand auf.

          0
        • Danke, dass ich jeden Tag herzlich lachen darf über so viel gequirlte Sch…Made my day.

          0
  • Der einzig demokratische Weg, um das zu verhindern, wäre so gute Politik zu machen, dass ihr von den Bürgern des Landes frei gewählt werdet. Alles andere hat mit Demokratie nichts zu tun.

  • was möchte sie denn genau machen?
    Bestechung der Menschen die auszählen?
    Wahlen rückgängig machen?
    Wähler bedrohen oder sogar ins Gefängnis schicken lassen?
    Also was genau, wäre mal interessant zu wissen

    • Für mich liest sich das so, als ob die Wahl ganz demokratisch optimiert werden soll

      • …davon versteht sie ja was…

    • Was genau geplant ist? Das werden wir wissen, wenn die nächste Hetzkampagne lanciert wird. Irgendwas mit Nazi oder Putin nehme ich an. Bestimmt wird einem langjährigen AfD-Mitglied plötzlich auffallen, dass die AfD ganz schlimme Nazis und Putinversteher sind. Vielleicht auch Abzocker, die sich an Steuergeldern bereichern.

  • Und den Friseur müssen wir auch bezahlen.

  • Danisch beschreibt diese Veranstaltung. Er hat recht.

  • Sie kann sich ja wieder zur Wahl stellen…

  • Das ist das Problem: Sie hat meiner Meinung nach noch Zuviel Macht und Einfluss. Für eine nicht mehr gewählte Privatperson erscheint mir dies antidemokratisch zu sein, auch wenn sie natürlich gerne ihre Meinung sagen kann.

    • Zu viel der Ehre: Es ist nicht ihre Macht und ihr Einfluß: Es sind vermutlich 100.000 öffentliche Bedienstete (und Propagandisten im Rundfunk und Fernsehen), für die sie die Leitfigur darstellt. Und dann gibt es noch (verantwortungslose) 14 Mio CDU-Wähler, die das Wirken von Merz&Merkel nicht schlecht genug finden, um diese Unaussprechlichen endlich abzuwählen.

    • Die zieht die Fäden im Hintergrund, Den Altmaier hat sie schon vorgeschickt.

  • Was will sie tun? Nach Südafrika fahren und die Wahl rückgängig machen? Unfassbar was sich diese Frau rausnimmt.

  • Nun, zeige mir, mit wem du auftrittst und ich sage dir, wer du bist …

  • Die AfD wird in Ecken kehren die seit Merkelgedenken im Dunkel liegen. Das ist ihr Problem.

  • Zu spät. Da hätte sie 2015 etwas NICHT tun sollen

  • Wenn sie Bundespräsidentin werden will – und das macht den Anschein mit ihren neuen Auftritten – dann sollte sie das Neutralitätsgebot einhalten. Unbedingt.

  • Wirtschaft und Arbeitsplätze, allgemeine Kosten für die Bürger usw.,scheint sie nicht zu interessieren. Merkwürdig.

  • In dem Umfeld kann man ja gar nichts Anderes sagen, sonst läuft man ja Gefahr verprügelt zu werden.

  • „„Ich werde alles tun, was in meiner Macht noch steht, dass das nicht passiert.““

    Da sie ja keine Macht mehr hat, wird sie nichts machen können oder?🤔

  • 30 Prozent AfD auf Bundesebene gehen auf ihr Konto mit ihrer fatalistischen Politik.

    Jeder ihrer Auftritte nutzt der AfD. Da sie nicht davon ablassen kann (alles in ihrer Macht), steigen die Werte der AfD weiter.

    So gesehen, sollte sie weiter auf dem Abstellgleis bleiben.

  • …“Wer Macht habe, sitze diese zurzeit „ziemlich hart aus“, meinte sie“…

    Aha.
    Deswegen wird die Dame alles in Ihrer Macht tun, damit das nicht passiert.

    Soviel zum demokratischen Verständnis.
    🤢

  • und wie will die das machen
    nach südafrika reisen

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