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Genderdebatte

Weil sie nicht genderte: Bundesbehörde kündigt Mitarbeiterin und zerrt sie abermals vor Gericht

Die Mitarbeiterin einer Bundesbehörde weigerte sich, auf Anweisung ihrer Vorgesetzten zu gendern. Daraufhin wurde sie gekündigt. Sie ging juristisch gegen die Behörde vor und gewann. Die Behörde legte nun Berufung ein.

Von

Das Urteil wird bestimmen in welchem Umfang Behörden sprachliche Vorgaben machen dürfen (imago/Eckhard Stengel)

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Die Mitarbeiterin einer Bundesbehörde befindet sich erneut vor dem Hamburger Landesgericht, nachdem sie einen Rechtsstreit um Gendersprache gegen ihren Arbeitgeber gewonnen hatte. Die Frau arbeitete beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und wurde gekündigt, nachdem sie sich geweigert hatte, ein internes Strahlenschutzdokument durchgehend gendersprachlich zu überarbeiten. Die Frau wehrte sich gegen die Kündigung und zog vor das Arbeitsgericht Hamburg. Dieses gab ihr Recht. Darüber berichtete die Berliner Zeitung.

Das Arbeitsgericht hatte im Sommer 2025 entschieden, dass die Abmahnungen und die außerordentliche Kündigung der Mitarbeiterin unwirksam waren, weil keine klare, verbindliche Sprachvorgabe bestand und eine gesetzliche Verpflichtung zum Gendern in Deutschland nicht existiert. Nun soll das Landesgericht am 5. Februar erneut über den arbeitsrechtlichen Streit zwischen der Mitarbeiterin und ihrem Arbeitgeber verhandeln. Das BSH legte gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berufung ein. Die Kündigung wurde bis zur Entscheidung der zweiten Instanz vorübergehend ausgesetzt.

Die Mitarbeiterin verweigerte eine Anweisung ihres Arbeitgebers, eine Strahlenschutzanweisung zu gendern. Von ihren Vorgesetzten war sie dazu aufgefordert worden, Genderbegriffe in den Entwurf für die Schutzanweisung einzuarbeiten. Die Mitarbeiterin argumentierte, dass die Erstellung der Strahlenschutzanweisung nicht zu ihren regulären Aufgaben als Chemikerin oder Strahlenschutzbeauftragte gehöre, sondern eine Gefälligkeit war. Sie nutzte in der Anweisung das generische Maskulinum, wie es auch im Strahlenschutzgesetz üblich ist.

Das Gericht stimmte ihr zu: Da die Anfertigung der Schutzanweisung nicht vertraglich vorgesehen war, hatten die Vorgesetzten kein Recht, ihr vorzuschreiben, wie der Text zu formulieren sei. Der Prozess wird unter anderem von Initiativen wie dem Netzwerk Stoppt Gendern sowie dem Verein Deutsche Sprache begleitet und unterstützt. „Keine Instanz der Welt kann ihre Mitarbeiter zur Verwendung einer verqueren, hypersexualisierten Privatsprache zwingen“, erklärte die Mitinitiatorin der Kampagne, Sabine Mertens. Laut ihr „ist und bleibt“ der „vorherrschende Sprachstandard in Deutschland Standardhochdeutsch.“

Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamburg gilt als richtungsweisend für den künftigen Umgang mit Gendersprache im öffentlichen Dienst.

rs

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Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

112 Kommentare

  • Ich bin so vielen Menschen dankbar, dass sie mir jeden Tag zeigen, wie ich niemals werden möchte.

    134
    • Hier können Sie Herrn Schnieder Ihre Meinung sagen.
      Bitte sachlich bleiben.

      https://www.cducsu.de/kontakt

      • Mit Sachlichkeit ist Faschismus nicht beizukommem!

        • Gendern ist, wenn ein Sachse mit dem Boot umkippt

          5
      • Es hat sicher ein Vermögen gekostet, in seinem Namen das „L“ gegen „R“ zu tauschen…..

  • Das ist kollektivistische Tyrannei, geschmacklos und absolut inhuman. Niemand braucht das. Was ist an „sehr geehrte Damen und Herren“ nicht in Ordnung und wer hat eine bessere Formel?

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    • Schlimmer ist noch, dass man heutzutage von vielen Unternehmen in Schreiben oder per Email geduzt wird. Ich finde sowas anmaßend und respektlos.

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      • Kommt immer auf das Unternehmen an.
        In den 1970ern gab es bei uns einen Jeansladen, der wurde von einem Herrenausstatter gegründet, weil die es unpassend fanden, dass Jeans, Pullover und T-Shirts zwischen den feinen Annzügen rumlagen. Beim Herrenausstatter wurde man von Männern mit Anzug und Krawatte bedient und gesiezt. Im Jeanslanden ein paar Häuser weiter war junge Frauen, die jeden duzten. War auch ok, machte jeder.
        Gestern kam der Briefträger, als ich gerade draußen war. „Aye Kllege, wohnst du hier?“ Ja, so laberte der mich einfach an. Nein, ich bin nicht U30, sondern Ü60, ich könnte dessen Vater sein! Und nein, das war kein Typ, mit dem ich mich in der Kneipe an den Stammtisch setzen würde.

      • gleich zurückschicken…

        • Mit dem Rotstift korrigiert.

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    • Ei gude, wie? (Das war ansatzweise Frankforderisch)

      • Aber leider reden die meisten Frankfurter nicht mehr so. Da hört man zur Begrüßung eher: „Ey normal, Alda, isch schwör, was geht in Hirn? Gehst du Kiosk?“

        Ich bin gebürtiger Frankfurter.

        • Die deutsche Sprache wird den gleichen Weg gehen, den die englische Sprache schon hinter sich hat. Das Altenglische (ca. 500 n. Chr. – 1500 n. Chr) kannte fünf Kasus (Nom., Gen., Dat., Akk. und Instrumental) und für alle drei Genus auch drei verschiedene bestimmte Artikel (se, seo, thæt).

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        • Auch keine Faschingssitzung in „Klaa Paris“ mehr?

          0
      • @Mr. Spock: Aber das ist doch das Problem. Was ist mit jenen, die sich weder als Mann noch als Frau „gelesen“ wissen wollen. Da passt „Herr*innen“ auch nicht.

        -23
        • Wer sich nicht in die Gesellschaft einsortieren will, muss damit leben. Er hat kein Recht, dass alle anderen für dessen Blödsinn Purzelbäume schlagen.

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        • „..Da passt „Herren“ auch nicht…“ aber vielleicht „Herrinnen“. Bei männlichen Hunden „Rüdinnen“. Mein Korrekturtool zeigt jetzt 2x Fehler. Das soll man nun verstehen.

          13
        • Es gibt viele psychische Krankheiten, aber nur zwei Geschlechter. Punkt.

          13
        • Doch: Die haben sich eben im Stern wiederzufinden.
          Richtig durchgendern ist ja nicht mehr Student/-in, sondern Studierende (was grammatikalisch Mumpitz ist, die schlafen ja auch hin & wieder) oder eben Student*in, und Ens denkt sich im * dann Studens.

          Ich hoffe weiterhin auf D-Day Reloaded. Trump muß da einfach mal ran.

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        • Jeder überzeugte Genderer fühlt sich bei so einer Anrede verarscht. Und das ist gut so. Außerdem wird die Frau dadurch vermännlicht, quasi als herrisch bezeichnet.

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        • Aber lieber Dödelinerische

          0
    • „Sehr geehrte/r/s Er/Sie/Es/sie/Ens/Alles/Alle“ vielleicht … 😳🫣

      • Geht auch einfacher.
        Es hieß auch schon mal:
        Werte Genossen und vor 1945 auch schon mal Parteigenossinen u. – genossen

        • Volksgenossen bitte, soviel Zeit muss sein!

          1
    • Verbesserungsvorschlag:
      „Sehr geehrte Herr*innen“

      • Also, gendern muß doch irgendwie sein, es ist nämlich ein Unterschied ob ich von einer Leiter oder einer Leiterin steige!
        P.S. das war ein Witz!

    • Vielleicht „Liebe Leute“ … ???
      Wobei Leute = DIE Leute = ev. feminin?
      Dann wäre es männerfeindlich …
      Im Standartdeutschen wäre es einfach nur die Mehrzahl, aber wer will Das Heute noch zuverlässig benennen … ?

    • Sehr geehrtes irgendwas welches diese Email liest?

    • Sehr verehrte Damen, Herren und Dämliche!? -;)))

    • „sehr geehrte Damen und Herren“ und alle sonstigen nicht fortpflanzungsfähigen Kreaturen 😀 😀

  • „Keine Instanz der Welt kann ihre Mitarbeiter zur Verwendung einer verqueren, hypersexualisierten Privatsprache zwingen“, erklärte die Mitinitiatorin der Kampagne, Sabine Mertens. Laut ihr „ist und bleibt“ der „vorherrschende Sprachstandard in Deutschland Standardhochdeutsch.“ Damit ist alles gesagt. Punkt.

    • So ist es.

  • Trotz allem sollten in einem solchen Artikel die Begriffe richtig gesetzt werden. Es heißt Landgericht Hebung und nicht Landesgericht. So heißt es nur in Österreich.
    Ansonsten: dranbleiben!

  • verquere, hypersexualisierte Privatsprache“ finde ich absolut großartig und werde das in mein Archiv aufnehmen!

  • Hoffentlich gibt es Schadenersatz und Schmerzensgeld.

  • Es gibt doch die Bestimmung, dass Ämter und Behörden – eben alles, was amtlich oder staatlich ist – nicht gendert? Was also soll das???

  • ich finde das schon etwas seltsam. Eigentlich entscheidet bei Beamten im Streitfall wen es um die Sprache geht s. u.

    https://www.rechtschreibrat.com/geschlechtergerechte-schreibung-erlaeuterungen-begruendung-und-kriterien-vom-15-12-2023/

    der schließt gendern derzeit noch aus!

    • Die Verwendung der permanenten Geschlechterdoppelnennung, wo das generische Maskulinum ausreicht, IST bereits die Verwendung der „woken“ Schwachmatensprache!

    • ich gehe aber davon aus, auch diese Institution wird irgendwann von den „…ziemlich guten Leuten“ aus dem linksgrünversifften Einheitsparteiensumpf infiltriert werden.

  • Es ist einfach enttäuschend was hier im Land abgeht.

  • Ich sehe folgende Möglichkeiten:
    a) Die Behörde will die Frau loswerden und sucht einen Grund
    b) Die Behörde will (oder muss auf mündliche Anweisung) wirklich Gendersprache durchsetzen
    c) Die Behörde will eigentlich keine Gendersprache. Sie entlässt die Frau und klagt durch alle Instanzen, um ein höchstrichterliches Urteil zu erzwingen, dass die Weigerung zu Gendern kein Kündigungsgrund ist. Das wäre ein rein strategischer Prozess.

    Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass c) nicht zutrifft.

    • D) Es könnte aber auch sein, dass dort nur irre woke Ideologen sitzen

      • Die die grüne Langeweile plagt

  • An alle Genderspezialisten:
    Wie gendere ich „herrenloser Damenschuh“?

    • Treter

  • Dachte immer, Behörden müssen sich an die offizielle Rechtschreibung halten. Soweit ich weiß, ist gendern da noch nicht inbegriffen.

    Abgesehen davon verkompliziert gendern die Sprache, so dass es Menschen, die keine Muttersprachler sind, erschwert wird, die Sprache zu erlernen.

    • Das Jobcenter gendert

  • Als wenn wir keine anderen Probleme haben im Land. Da sieht eher immer so aus, als ob die Justiz lahmgelegt werden soll mit so einem Schwachsinn

    • Gut so.

      -75
      • Du bist Nicht regenrinne!!

        • Der echte hat ein „n“ mehr?

          8
      • Wieder so ein woker gescheiterter Journalist von der Taz…

  • Mit was für Dingen sich die Gerichte in diesem Land beschäftigen müssen. Als wenn es nicht wirklich wichtigere Dinge gäbe die vor Gericht geklärt werden könnten.

  • Wie will die Behörde das gewinnen? Leider sagt AN nicht, worauf die Behörde klagt, was ihre Argumente sind.

  • ein einzelner kann mehr machen,da er sich nur auf sich verläßt und nicht auf andere,was das risiko von verrat bedeutet

  • Wer hätte gedacht, daß man heute seinen Job verliert und vor Gericht gezerrt wird, wenn man die Sprache Goethes und Schillers verwendet?

  • Nun, als alter Thomist glaube ich daran, daß begriffliche Bezeichnungen mit der bezeichneten Sache etwas zu tun haben. Das sollte man den Verfechtern der Antigenderismusinitiativen prinzipiell auch unterstellen.

    Nur leider wird „Standardhochdeutsch“ nur im Süden gesprochen, wo man nicht Niederdeutsch spricht. So sehr ich den (nicht nur sprachlichen) Genderismus ablehne, so schwer fällt es mir jedoch auch, einen gewissermaßen „archimedischen“ Punkt zu finden, um diesen auszuhebeln.
    Hoch-/Niederdeutsch/Dialekt: Taugt nicht.
    Sprachliche Festlegungen (zB. GfdS): Sind willkürlich
    Generisches Geschlecht: Taugt grammatikalisch, aber gesellschaftlich nicht (mehr?) mehrheitsfähig.

    Fazit: Es gibt für den deutschen Sprachraum kein objektives Argument gegen den sprachlichen Genderismus.

    -11
    • Nachtrag:

      Im Jahre 1635 gründte Kardinal Richelieu die Académie française mit dem Auftrag, für die „Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache“ zu sorgen, dem sie insbesondere durch den „Dictionnaire de l’Académie“ seit 1694 nachkommt.

      Obwohl staatlich organisiert und finanziert, verfügt die Académie über keinerlei staatliche Gewalt; trotzdem genießt sie in der „Frankophonie“ entscheidende Bedeutung für die Definition und Bewahrung der französischen Sprache.

      Etwas damit vergleichbares existiert im deutschsprachigen Bereich nicht.

      Ich wäre froh, endlich ein zwingendes Argument gegen den sprachlichen Genderismus zu finden – nur gefunden habe ich es bislang nicht, und auch die vielen Aktionen dagegen sind mit ihren Begründungen da weder kreativ noch hilfreich.

      • ca.80% wollen das nicht. punkt, das reicht. wer so reden möchte, kann das tun, aber sprachverordnungen von oben gibt es nur in totalitären staaten, bzw. staat*innen😀😀😀

  • Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Genderzeichen wie Sternchen, Unterstrich oder Doppelpunkt nicht in das amtliche Regelwerk aufgenommen und lehnt deren offizielle Aufnahme weiterhin ab, da sie nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie zählen.
    Der verantwortliche Vorgesetzte sollte einmal ernsthaft darüber nachdenken was er da veranstaltet .

    • Die verantwortlichen Vorgesetzten sollten unverzüglich gekündigt werden!

    • der widerum will ja nur seinem vorgesetzten gefallen

  • Hamburg.
    Wo bleibt die nächste Sintflut?????

  • Was lassen sich die Deutschen noch so alles gefallen?

    • so viel mehr
      die grenze ist noch lange nicht erreicht

  • Der pure Wahnsinn regiert Deutschland!

    101
    • Dieses Land ist unheilbar krank.

    • Warum hat sie dann vor Gericht Recht bekommen. Du hast wieder nur die Überschrift gelesen und dann drauf los geschimpft.

      -58
      • Recht bekommen, regenrinne? Unterhalb Überschrift steht doch klar geschrieben: „Nun soll das Landesgericht am 5. Februar erneut … verhandeln.“ Wieder auch nur bis zum ersten Textabsatz gekommen, regenrinne?

        • Ich wusste garnicht, dass eine regenrinne lesen kann. Kann Ihre das? Also, meine kann es nicht. Die kann nur Wasser ablaufen lassen.

          1
      • Du bist NICHT regenrinne.

        Du bist der mit den 85+ Nicks !!

        • Ja, es ist der Empörten-Enforcer und läuft unter dem hoheitlichen Motto „andere Meinungen aushalten“. Unter geklauten Nicks schreiben ist eine Methode. Eine andere ist, den Nick des aktuellen Kontrahenten weg registrieren, wenn die Antwort nicht auszuhalten war. Das durfte ich mal erleben. Ich denke, wir wissen alle wer gemeint ist. 🙂

          19
  • Wie gendert man eigentlich „Schwachkopf“? Vielleicht so: Schwachko(ö)pf*in? Echt keine Ahnung.

    • also Gerhard Schröder wüsste das … nämlich gendert auf Köpf … Doris Köpf …

    • „bildungsfern“ 😀

  • Das Gendern ist eine absichtliche Verunstaltung der deutschen Sprache und gehört abgeschafft.

    • sprache ändert denken

  • Wer die Sprache bestimmt, bestimmt den Diskurs. Nicht umsonst drängen die linken auf Gebrauch dieser Sprachmisshandlung.

    • Es sind die Eliten mit ihren NGOs, die das gendern eingeführt haben, um im Sinne des „Great Reset“ Deutschland nicht nur wirtschaftlich und kulturell, sondern auch sprachlich und moralisch zu zerstören. Die linken profitieren von den Geldern und schwimmen mit, wie tote Fische im Strom.

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