Werbung:

Werbung:

Belgien

Weil er sich „ruhig und respektvoll“ verhält: Gericht genehmigt Bataclan-Terrorist Hafturlaub

Ein Brüsseler Gericht hat einem Mitorganisator der Pariser Anschläge von 2015 Hafturlaub genehmigt. Der Staatsanwaltschaft wurde eine Berufung gegen die Entscheidung verwehrt.

Von

Im Bataclan wurden 89 Menschen von Terroristen getötet (Quelle: IMAGO, Belga - eigenen Kollage)

Werbung

Mohamed Bakkali wurde im Juni 2022 aufgrund seiner Rolle bei den Pariser Terroranschlägen – unter anderem auf den Konzertsaal Bataclan – zu einer Höchststrafe von 30 Jahren Haft verurteilt. Jetzt genehmigte ihm ein Brüsseler Strafvollstreckungsgericht mehrere Hafturlaube – wegen guter Führung und gegen die ausdrückliche Empfehlung der Staatsanwaltschaft.

Der Marokkaner Mohamed Bakkali war maßgeblich an den Terroranschlägen in der Pariser Innenstadt im November 2015 beteiligt. Bei einem der schwersten terroristischen Angriffe der jüngeren europäischen Geschichte starben allein im Pariser Club Bataclan 89 Personen, 32 weitere kamen bei Angriffen auf Cafés und Restaurants in der Umgebung ums Leben. Als Mitorganisator mietete Bakkali für die Terrorzelle Unterkünfte in Belgien an und leistete logistische Unterstützung für die Attentäter, die später den Anschlag verübten.

Im Zuge des V13-Prozesses gegen die Komplizen der Pariser Terroranschläge – des längsten Strafprozesses in der modernen Geschichte Frankreichs – wurde Bakkali für seine Rolle zu 30 Jahren Haft verurteilt. Bereits zuvor war er für seine Beteiligung am vereitelten Anschlag auf einen Thalys-Zug, der in Richtung Paris fuhr, zu 25 Jahren Haft verurteilt worden.

Nach einem Abkommen mit den französischen Behörden wurde Bakkali nach seiner Verurteilung zurück nach Belgien überstellt, wo er ursprünglich verhaftet worden war und dessen Staatsbürgerschaft er ebenfalls besitzt. Eine faktische Milderung der Haft, denn das belgische System ist deutlich milder als das französische: Häftlinge können bereits nach einem Drittel der Strafe für Hafturlaub oder eine bedingte Entlassung infrage kommen. In Frankreich hätte hingegen eine Zwei-Drittel-Sperrfrist gegolten.

Bakkali hatte bereits seit Juli 2025 fünf Tagesfreigänge erhalten. Jetzt genehmigte ihm das Brüsseler Tribunal sechs Hafturlaube von jeweils bis zu 36 Stunden. Das Gericht begründete die Entscheidung mit Bakkalis guter Führung. Er habe ausreichende Schritte unternommen, um Arbeit und eine Unterkunft zu finden, zudem habe er sich im Gefängnis „ruhig und respektvoll“ verhalten. Seine theoretische Entlassung ist für 2040 vorgesehen, eine bedingte Entlassung ist jedoch bereits seit Februar 2024 möglich.

Lesen Sie auch:

Die Staatsanwaltschaft hatte sich gegen die Gewährung des Hafturlaubs ausgesprochen und eine negative Empfehlung abgegeben. Laut La Libre soll sie zudem gar nicht erst die Möglichkeit erhalten haben, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen.

Die politischen Reaktionen auf die Entscheidung des Gerichts fielen negativ aus. Die N-VA-Abgeordnete Sophie De Wit äußerte sich gegenüber Brussels Signal sehr kritisch. Es sei „schwer nachvollziehbar“, dass Bakkali bereits 2026 Hafturlaub gewährt werde, insbesondere da die Staatsanwaltschaft eine negative Empfehlung abgegeben habe. „Wenn die Staatsanwaltschaft selbst eine negative Empfehlung ausspricht, sollten bei uns alle Alarmglocken schrillen“, betonte De Wit.

rs

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

40 Kommentare

  • Belgien ist praktisch islamisiert. Auf YT gibt es interessante Videos dazu.

    • „Was sich heute in unserem Zuständigkeitsbereich abspielt, ist kein klassisches Kriminalitätsproblem mehr. Wir stehen vor einer organisierten Bedrohung, die unsere Institutionen untergräbt. Umfangreiche mafiöse Strukturen haben sich etabliert und werden zu einer Parallelmacht, die nicht nur die Polizei, sondern auch die Justiz herausfordert. Die Folgen sind gravierend.“ So beginnt ein Brandbrief, der am Montag auf der Internetseite der belgischen Justiz.

  • In ganz Europa werden Justiz und Vollzug einfach nicht schlauer. Warum auch, sie können ja machen, was sie wollen.

    • Unterwanderung.

    • Pauschal.
      Vereinfacht.
      Falsch.

      -48
      • Wie viele hat Atlas aufgenommen?

  • „Ruhig und respektvoll“…

    Ich erinnere mich an die Berichte und Bilder aus dem Bataclan. Besonders ruhig und respektvoll ging es da nicht zu. An der Gesinnung dieses Täters dürfte kein Zweifel bestehen, er ist offenbar nur schlau genug, sich gut zu verstellen und seine Gelegenheiten abzuwarten. Das macht ihn nicht harmlos, das macht ihn brandgefährlich.

    Wer so etwas wieder auf die Straße läßt, hat entweder den Schuß nicht gehört; oder man hofft auf ein da capo. Vielleicht braucht man noch einen „Zwischenfall“, um noch ein paar Kontrollgesetze mehr zu erlassen?

    • „Er habe ausreichende Schritte unternommen, um Arbeit und eine Unterkunft zu finden, zudem habe er sich im Gefängnis „ruhig und respektvoll“ verhalten. “
      Arbeit? Unterkunft? Der Typ soll nicht mehr arbeiten, er soll sein Leben im Gefängnis beenden. Wenn den jemand nochmal rauslässt, würde ich denjenigen danach wegen Beihilfe zum Mord verurteilen…

  • Einfach mal den ‚ unverbindlichen ‚ Migrationspakt lesen . Wenn ich mich nicht irre steht im Artikel 13 was von Freiheitsentzug gilt der auch rückwirkend ?

  • Ich habe eine Reportage gesehen, in der jemand wegen mehrfach wiederholtem Heiratsschwindel Sicherungsverwahrung bekommen hat. In Deutschland. Der hatte zwar eine ellenlange Strafakte, hat aber niemals jemandem Gewalt angetan. Angesichts solcher Straftaten, wie dem Anschlag auf das Bataclan, empfinde ich es als geradzu absurd, dass jemand der auch nur voher davon gewusst haben mag, überhaupt je wieder in Freiheit kommen darf. Belgien ist ein „Failed State“.

  • Diese unglaubliche Naivität Westeuropas gegenüber den M……..s

    • Sie sind nicht naiv. Sie verfolgen ein Ziel.

      • Ja, der ultrageheime und bösartige Plan lautet:

        Man lässt die Menschen im Konsum versinken, bis sie sich vom Glauben, von Gemeinschaft und von sich selbst entfremden. Die entstandene Leere wird nicht mit Sinn gefüllt, sondern mit Ablenkung. Und wenn jene, die sich längst nicht mehr zuhause fühlen, beginnen zu zweifeln, drückt man ihnen einfach ein Smartphone in die Hand, damit sie gegen künstlich erschaffene Feindbilder kämpfen, während sie in Wahrheit immer tiefer in die eigene Ohnmacht und den persönlichen Untergang treiben.

        Doch am Ende braucht es dafür keinen allmächtigen Gegner. Kein Mensch und keine Institution vermag den Menschen so sehr zu fesseln und zu zerstören wie er sich selbst, wenn er den Bezug zu Maß und innerer Freiheit verliert.

        • Ob es da direkt und allseits greifende Pläne gibt wage ich nicht zu beurteilen.
          Wer allerdings offenen Auges durch das Leben geht, der bemerkt sehr wohl, wie sehr die Gesellschaft, ob bewusst oder unbewusst, verwirrt wird.

          Es hängt aber auch sehr viel mit den Menschen zusammen, die offenbar mit Freiheit überfordert sind. Viele wünschen sich Führung und lassen sich gerne gängeln.

          6
        • „Ich glaube, also habe ich recht.“

          Nein. Das hier soll keine Moraldebatte sein, sondern der Versuch, eine mögliche Erklärung für gesellschaftliche Entwicklungen zu skizzieren.

          Die Menschen sollen glauben, was Sie wollen und konsumieren, was Sie wollen.

          Aber sie sollten gefälligst die Schnauze halten, wenn sie sich über Entwicklungen beschweren, die sie selbst zu verantworten haben.

          Mehr ist es nicht.

          0
        • Aus der Tatsache, das es in Belgien eine dysfunktionale Justiz gibt eine Konsum und Kapitalismuskritik zu konstruieren erfordert schon erhebliche metale Gymnastik.
          Vor allem da es genau die anti-konsum und anti-kapitalistischen Linken sind, welche diese Dyfunktionalität erzeugt haben.
          Aber klar Islamisten sind nur missverstandene Konsumopfer… das wird es sein. Es hat auf gar keinen Fall etwas dmit zu tun das die von „ihrem“ Galuben so überzeugt sind, das sie ihn absult setzten und meinen sie müsen alle anderen auch dazu zwingen. Weil sie und nur sie die einzige, wirklich wahre, göttliche Wahrheit kennen.
          Wenn dann ist das jawohl ein klares Argument gegen Glaube. Den wir eigentlich schon seit langem hinter uns gelassen haben und durch Wissen ersetzt haben. Die Probleme kommen immer vom Glauben. Religios oder politisch ist dabei egal. Ich Glaube also habe ich recht und alle anderen nicht. Diese Denke ist das Problem.

          -5
      • So scheint es.

  • Bis zum nächsten Knall.

  • Da kann er ja dann schon „Pläne“ für seinen Hafturlaub machen

  • So’n Hafturlaub kann für den belgischen Staat zu einer enormen Kostenersparnis führen. Muss man auch mal so betrachten. Jedes Ding hat zwei Seiten.

  • Diese Idiologie kommt weltweit nicht in Frieden.

  • Weil ein selbstverständlich erwartbares Verhalten an den Tag gelegt wird, bei dessen Ausbleiben es Haftverschärfung o.ä. geben müssen, gibt es umgekehrt eine Belohnung?? Auch die Belgier haben noch immer nix kapiert.

  • Da habe ich gerade ganz düstere Gedanken.

    Der Sensenmann kommt nicht immer ungelegen.

  • Typisch Linksjustiz mit Migrantenbonus.
    Die Opfer werden verhöhnt, die Angehörigen leiden.
    Es wird Zeit, dass Strafen zu den Taten passen…

  • Vollpension und bezahlter Hafturlaub.
    Was für ein Schlaraffenland für anscheinend respektvolle Attentäter.

  • Ein hämmernder Schlag in die Gesichter der Angehörigen der Toten von damals … die Täter lachen nur. Insgeheim oder gar offen heraus.

    • Seltsam, dass alles so Protestlos hingenommen wird.

      Wo sind die Angehörigen der Opfer und deren Freunde?

      Meldet sich da mal jemand zu Wort?

  • die Systemzerstörer sind gut installiert

  • Sie haben im Bataclan Konzertbesuchern den Bauch aufgeschnitten und den Darm meterlang herausgezogen, so Augenzeugen. Aber hey, war ja alles halb so schlimm. Ist guter Junge!

    • Nicht nur das. Auch Brüste und Körperteile, die der Vermehrung dienlich sind, wurden abgeschnitten und den Opfern in den Mund gesteckt.

  • Der Schwerstkriminelle Mohamed bekommt Hafturlaub. Die Unschuldigen Armutsrentner in ehemals westlichen Demokratien dürfen Flaschen sammeln. Wir müssen unsere Nationalen Identitäten wiederfinden!

  • Wie geht eine liberale Gesellschaft mit tribalen und religiös motivierten Terroristen um?
    Wie viel kostet die Vollversorgung eines Schwerstverbrechers dieser Art in einem europäischen Hochsicherheits-Knast?
    Wie häufig wurden vermeintlich, sich auf gutem Weg befindliche Schwerverbrecher, sich in der Resozialisierung befindliche Individuen, wieder kurzfristig auf die Menschheit losgelassen mit katastrophalen Ergebnissen?
    Gibt es eine Möglichkeit, derartige nicht kompatible Wesen in eine Strafanstalt ausserhalb Europas zu schicken? Oder gibt es andere Wege, damit umzugehen?

  • Der Massenmörder verhält sich ruhig und Respektvoll …. Wie Tedros auch. Wieso nicht gleich zur WHO ? Frage für einen Freund.

  • Ha ha ha ich glaubs ja nicht. Die Belgier sind ja scheinbar dümmer als die Deutschen😂😂😂

  • Guter Führung…habe sich im Gefängnis „ruhig und respektvoll“ verhalten…
    In Deutschland sieht es anders aus, erst wenn z.B. dem zugekifften Sozialarbeiter massive körperliche Gewalt angedroht wird, bekommt man Vollzugslockerungen. Andernfalls, wenn man sich ruhig verhält, bekommt der Zugekiffte den Arsch nicht hoch und sämtliche Anträge landen unbearbeitet im Müll !

  • „Ruhig und respektvoll“ ?
    Ein fanatischer Islamist gegenüber Unglâubigen ? Wie doof die sind.

  • Belgien ist eine durch und durch korrupte Terrororganisation. Kein Wunder, dass die ihre Mitglieder aus dem Knast rausholen wollen. Was hat so ein Verbrecher wie dieser Marokkaner überhaupt bei uns zu suchen? Und was diese Terroristen mit den Opfern 2015 gemacht haben, kann nur dazu führen, dass die nie wieder an die frische Luft kommen.

Werbung