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Energiewende

Warnstufe „Orange“: Baden-Württemberger sollen Strom sparen, um Netz zu „stabilisieren“ 

In Baden-Württemberg wurden Bürger am Montag einmal mehr zum Stromsparen aufgefordert. Der Anbieter TransnetBW teilte den Bürger per App mit, dass zwischen 6 Uhr und 14 Uhr möglichst wenig Strom verbraucht werden sollte, um das Netz zu stabilisieren.

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Von 6 Uhr morgens bis 14 Uhr sollen die Bürger in Baden-Württemberg am Montag Strom sparen. Dazu aufgefordert hatte der Netzbetreiber TransnetBW und als Grund angegeben, die Transportkapazitäten der Stromleitungen aus dem Norden in den Südwesten Deutschlands seien zu stark ausgelastet. Informiert wurden die Bürger über die App „StromGedacht“, die bereits in der Vergangenheit Nutzer mithilfe einer Ampel (Supergrün, Grün, Orange, Rot) zum Stromsparen aufforderte. Die App informierte die Bürger Baden-Württembergs am Montagmorgen erneut, in dem die orangefarbene Warnstufe ausgerufen wurde. Laut „StromGedacht“ wird diese Stufe nur aktiviert, wenn „die innerdeutschen Kapazitäten des Stromnetzes nicht“ ausreichen.

Deswegen müsse man überdurchschnittlich viel tun, um das Netz zu stabilisieren, meinte das Unternehmen. Die Abschaltung des Stroms sei nicht zu befürchteten, denn vielmehr ginge es um Kosten- und Kohlenstoffdioxid-Einsparungen, zu denen die Bürger beitragen sollten. Kurzum: Damit der Anbieter nicht teuren Atom- oder Kohlestrom beziehen muss, um das Defizit auszugleichen, soll der Kunde sparen. Diese Notwendigkeit resultiert aus der Energiewende, genauer dem Abschalten der Kernkraftwerke. Denn während die Windparks in den Küstenregionen genügend Strom produzieren können, herrscht im Süden Deutschlands meist Flaute.

„Mehrere Millionen Anlagen in Deutschland gehorchen nicht mehr unserem Befehl“, meinte der Chef von TransnetBW, Werner Götz, bereits im vergangenen Oktober. Weil die Energiewende den Strom von Umweltfaktoren abhängig mache, seien den Netzbetreibern zunehmend die Hände gebunden. Deswegen zeigt „StromGedacht“ den Bürgern Baden-Württembergs immer häufiger die gelbe Karte.

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