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Straße von Hormus

Donald Trump: „Erwäge ernsthaft, aus der NATO auszutreten“

Trump ist sauer auf seine europäischen Verbündeten – und zählt die NATO an. Er „überlege ernsthaft“, aus dem Bündnis auszutreten, sagte der US-Präsident der britischen Zeitung Telegraph.

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US-Präsident Donald Trump spielt mal wieder mit einem Austritt aus der NATO (IMAGO/Newscom / AdMedia)

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US-Präsident Donald Trump hat im Interview mit der britischen Zeitung Telegraph harte Worte gegen die europäischen NATO-Verbündeten gerichtet. Auf die Frage, ob er die amerikanische Mitgliedschaft im Bündnis nach dem aktuellen Iran-Krieg überdenken werde, erwiderte er: „Über Überdenken sind wir weit hinaus“. Er sei nie von der NATO überzeugt gewesen, erklärte Trump weiter. Die Allianz sei ein „Papiertiger“, sagte er. „Und Putin weiß das übrigens auch.“

Der Präsident erklärte zudem, er überlege „ernsthaft, aus der NATO auszutreten“. Hintergrund ist die Weigerung verschiedener NATO-Staaten, sich an einem von Trump geforderten Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen.

„Ich habe gar nicht so viel gefordert. Ich denke nur, das sollte einfach automatisch sein“, beklagte sich Trump. „Wir waren immer automatisch da, auch in Puncto Ukraine. Die Ukraine war nicht unser Problem – das war ein Test. Und wir waren für sie (die Europäer, Anm. d. Red.) da, und wir wären immer für sie da gewesen. Aber sie waren nicht da für uns.“

In diesem Zusammenhang attackierte der US-Präsident insbesondere das Vereinigte Königreich und drückte aus, dass die Royal Navy in einem derart schlechten Zustand sei, dass sie überhaupt nicht einsatzfähig sei. „Ihr habt überhaupt keine Marine“, mokierte sich Trump gegenüber der britischen Zeitung. „Ihr seid zu alt und habt Flugzeugträger, die nicht funktioniert haben.“ Er werde Premierminister Keir Starmer aber nicht sagen, was dieser zu tun habe. Starmer könne „machen, was er will. Alles, was er will, sind teure Windräder, die eure Energiepreise durch die Decke gehen lassen“, spottete Trump.

Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hatte sich vor wenigen Tagen bereits entsprechend über das nordatlantische Bündnis geäußert. „Ich glaube, es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir diese Beziehung neu in Augenschein nehmen müssen“, sagte Rubio, der eigentlich als Transatlantiker gilt. „Wenn es bei der NATO nur darum geht, dass wir Europa verteidigen, wenn es angegriffen wird, während die Europäer uns die Nutzung von Basen verweigern, wenn wir sie brauchen – das ist kein gutes Arrangement.“ Es sei „schwierig“, in so einer Allianz engagiert zu bleiben, sagte Rubio weiter.

mro

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56 Kommentare

  • Wer kann es ihm verübeln darüber nachzudenken, wenn man sieht, wie die Europäer die USA seit Jahrzehnten ausnutzen und sich weigern, selbst Verantwortung zu übernehmen.

    • Im Falle des Angriffs auf den Iran hätte er das vorher schon abstimmen müssen, denn eine Sperrung der Straße von Hormuz war nicht unwahrscheinlich. Auch trifft es nicht nur die Europäer, sondern vor allen Dingen auch die Amerikaner, welche an den Waren mit verdienen.
      Insofern stimme ich Ihnen zwar in der Bewertung der Europäer zu aber so wie es Trump macht, geht es auch nicht. Einfach mal einen Krieg anzetteln und dann die Verbündeten ohne vorherige Absprache nutzen wollen, wenn er sich am Gegner übernommen hat, das kommt auch nicht gerade gut.

    • Wenn sie mal über den Tellerrand ihres Tagesschau-Horizonts hinausblicken, werden sie vielleicht erkennen, wer hier wen wirklich ausgenutzt hat.
      Über den Dollar als Zwangs-Leitwährung und Rohstoffwährung seit Bretton Woods 1944 hat die ganze Welt jahrzehntelang die Kriege der US-Kriegsmaschinerie finanziert und den US-Rüstungskonzernen und Investoren gigantische Gewinne beschert. Und damit die Gelddruckmaschine immer schön weiter läuft, brauchen die USA einen Spannungsfall und einen Krieg nach dem anderen.
      Googeln sie einfach mal, wieviel Kriege und Militärschläge die USA seit 1945 geführt haben.

  • Nach einem Austritt der USA und anschließender Auflösung der Nato wird es eine Nachfolgeorganisation geben. Mit Polen, Ungarn und den USA, vielleicht noch zwei drei weiteren Ländern. Aber gewiß nicht mit den sozialistischen Ländern Westeuropas.

    • Und Israel.

    • Polen unter Tusk wohl eher nicht. Die haben den Amerikanern gerade eben auch die Hilfe verweigert.

      • Ja gut, aber Tusk ist auch bald Geschichte.

    • Italien, Griechenland, vielleicht sogar auch Frankreich könnten dabei sein. Allerdings werden sie sich auch nicht auf jedes Abenteuer von Trump einlassen.

      Eines dürfte aber auch klar sein. Wenn so etwas passiert, fliegt die EU auseinander.

    • Von dem eingesparten Geld, können wir dann eine Mauer an der Grenze zu Polen bauen. Gerne 80m hoch und ohne Durchlass. Auf der polnischen Seite stellen wir dann einen Briefkasten mit integriertem Schredder auf, in den unsere polnischen Freunde regelmäßig ihre Reparationsforderungen in Phantastillionenhöhe einwerfen können. Viel Glück.

  • Trump hat völlig Recht, ich bin voll auf seiner Seite. Gerade die deutschen Politiker picken sich aus allem nur die Kirschen heraus!

    • Da stimmt das. Bei anderen Organisationen, wie der UN, EU, etc., zahlt die Bundesregierung gegen Deutschland viele Milliarden Euro deutsches Steuergeld aus. Da wird Geld ohne Scham verteilt, statt in Deutschland zu investieren.

  • Ich kann das gut nachvollziehen. Deutschland wird oft als militärisch wenig einsatzbereit, islamisiert und als kein besonders verlässlicher Partner wahrgenommen. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass es stark von Bündnissen profitiert, aber in entscheidenden Momenten nicht immer klar an der Seite seiner Partner steht.

  • Ich kann Donald Trump verstehen. Die USA haben die stärkste und am besten ausgerüstete Armee der Welt und Europa hat sich immer auf den starken Bündnispartner jenseits des Atlantiks verlassen. Hinzu kommt, daß der amerikanische Präsident in den deutschen Medien nicht gerade freundschaftlich behandelt wird. Ich befürchte, daß wir in Zukunft selber für unsere Verteidigung sorgen müssen, was bei dem derzeitigen Zustand der Truppe und den möglichen Freiwilligen nicht gerade zuversichtlich stimmt. Ich vermute, es wurden nicht einmal mögliche Einsatz Szenarien durchgespielt um festzustellen, wie die Armee aufgebaut und ausgerüstet werden soll.

  • Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis. Das wird leider vergessen. Wir müssten Trump zur Seite stehen, wenn er vom Iran angegriffen wird.

  • Trump hat keinen Bock mehr auf Politiker, die viel reden und sich im Ernstfall feige verdrücken. Deutschland will Flüssigerdgas aus Katar, aber keine Schiffe zum Sichern der dazu nötigen Schifffahrtswege abstellen. Wer will solche „Verbündete“ schon haben?

    • Welcher Ernstfall? Der brutale und völkerrechtswidrige Überfall der Amis und Israelis auf den Iran ist ganz sicher kein Ernstfall im Sinne des Artikel 5 des NATO-Vertrages.

      • Und selbst dann kann jedes Land machen was es will, es gibt keine echte Beistandspflicht, dafür haben die USA von Anfang an selbst gesorgt!

  • Ich möchte auch austreten. Aus diesem Land und diesem Europa. Mister Trump, gib Asyl bitte!

    • Mach schnell, noch kriegst du ein Ticket!

  • Sehr gut, die sogenannte NATO ist sowieso primär lediglich eine Verlängerung des US-Außenministeriums zur Durchsetzung eigener geostrategischer Ziele.

  • Ich finde er droht in letzter Zeit zu viel. Einfach vor den Kopf stoßen und dann verhandeln ist, was ich von ihm gewohnt bin. Er ist nett geworden, oder es handelt sich um eine Ablenkung.

    • Es läuft gerade nicht ganz so rund für das mafiöse Großmaul🤷‍♂️

  • Zum Glück, ohne Nato gibt es weniger Kriege durch die USA. Dann bitte noch Ramstein schließen und dann geht es endlich aufwärts.

    • Die bleiben in Ramstein, ob mit oder ohne NATO, leider🤷‍♂️

  • Na, und? Das hat keinerlei Auswirkungen, der Besatzer bleibt in der BRD und eine Beistandspflicht bestand eh niemals🤷‍♂️

  • Die USA hätten die NATO-Länder nie wirklich schützen können. Man sieht an´den vielen militärischen Misserfolgen der USA in seit längerem, dass sie überall nur Chaos hinterlassen.

    Zur Zeit müssen die Golfstaaten die US-Mililtärbasen schützen. Im einzigen NATO-Fall, Afghanistan, haben wir den USA geholfen. Die USA mussten uns nie helfen, weil weil wir gar keinen Verteidigungsfall hatten.

  • Wo er recht hat hat er recht … erratisch hin oder her

  • Das wäre ein Treppenwitz der Geschichte, über den Schüler auch in 300 Jahren noch lachen, wenn sie es im Geschichtsunterricht durchnehmen:

    Friedrich Merz saß der Ente auf, dass Trump die NATO verlassen wolle und rühmte sich später noch gegen alle Fakten, dass er mit seinen 100 Milliarden Sonderschulden für die Bundeswehr das gerade noch abgewendet habe. Er – Friedrich Merz – habe die NATO gerettet! Leider habe er dafür heilige Schwüre aus dem Wahlkampf kippen müssen.

    Nicht ein Jahr später spielte das tölpelhafte, nassforsche „Nicht unser Krieg“ des Friedrich Merz gegenüber Trump nachweislich DURCHAUS eine entscheidende Rolle beim Ende der NATO. Wenn es so kommt.

    Wenn man die Wegkreuzung sucht, wo Deutschland und womöglich die Welt die entscheidende Abzweigung genommen hat, ist es schon bemerkenswert in was für eine bemerkenswerte Timeline uns Schröders Gepolter in der Elefantenrunde 2025 katapultiert hat. Butterfly Effect.

  • Hat dem Orangenen noch niemand gesagt, dass die NATO vorrangig dazu da ist, die Mitglieder dazu zu nötigen Waffen bei der US-Rüstungsindustrie zu kaufen?

    • Die NATO war vom 1. Tag an nur dazu da im Kriegsfall gegen die UdSSR europäische Solldaten für die USA zu liefern, einen anderen Sinn hatte die nie.

  • Wird nicht passieren! Mein Gott, was für ein Blödsinn und ich hatte wirklich die Hoffnung, dass Trump aufräumt!

    • Ich habe dem nie getraut, aber mich früher mit Kritik zurückgehalten, solange er den pharmakritischen Friedensengel vorgetäuscht hat, das hat sich jetzt erledigt.

  • Ein (berechtigter) Austritt aus der NATO würde auch die Einstellung der atomaren Verteidigung (Atomschirm) für die (dann ehemaligen) Verbündeten bedeuten. Die USA müssen sich nicht länger Hohn und Spott einer sich selbst überschätzenden Parasitengemeinschaft ertragen. Es lohnt sich zudem nicht mehr, einen stelbstmordenden Kontinent zu verteidigen. Europa hat fertig, die USA hingegen stehen vor einer neuen Blütezeit. Zudem sind loyale Verbündete in Asien zu verteidigen.

  • Hmja, korrigiert mich wo ich falsch liege: Die NATO ist im wesentlichem der Anti-Russland Club. Natürlich haben viele Deutsche Angst davor, dass der Russe Morgen vor dem Brandenburger Tor steht, aber machen wir uns mal ehrlich. Für Russland gibt es in Deutschland nichts zu holen, wir haben weder Rohstoffe noch „Lebensraum im Westen“.

    Würde die NATO zerfallen, kämen wir aus unserem irrsinnigem Rüstungsversprechen raus.

    • Wir brauchen Rüstung. Zum einen für den Schutz der Außengrenzen und zum Anderen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität, welche unsere Infrastruktur angreift. Die heutigen Kriege werden mit billigen Drohnen passgenau geführt. Das was wir für Milliarden einkaufen, ist da kaum noch geeignet.
      Wenn die USA die NATO verlassen, dann stellt sich auch das Finanzierungsproblem, denn die Amerikaner sind der größte Sponser.

    • Und der Club der Russen mit Nordkorea, Iran etc. Ist uns freundlich gesinnt 😂

      • Mir schon.

  • Irgendwie wo ist es tatsächlich nicht unsere Krieg. Viel zu viel Wissen das das nicht gutgehen kann im nähen Osten.
    Die Nato ist ein VERTEIDIGUNGS Bündnis. Die Angriffe starteten mit den USA und Israel. Somit muss über ein neuer Bündnis debattiert werden.

  • Ja warum auch nicht. Das könnte sogar Frieden in Europa schaffen. Kein Streit mehr mit den Russen wegen der NATO Zugehörigkeit der Ukraine.

  • „Go ahead, baboon!
    NATO is already brain-dead“
    Das möchte man dem Herrn im Weißen Haus zurufen, ganz im Sinne des Oberst Lawrence Wilkerson

  • So ein billiger bluff vom Trump.
    Die Amis sind die einzigen die Geld durch die Nato scheffeln und ihre Macht international ausbreiten konnten.
    NIEMALS verlassen die die NATO. So ein Schwätzer der Trump

    • Wo kommen auf einmal die ganzen Realisten hier her?

  • Antiamerikanismus und Trump-Bashing liegen mir fern, aber DT und die meisten Kommentatoren hier reden einfach Unsinn.

    Der Mann führt den Krieg gegen den Iran aufgrund einer eigenen Bündnisverpflichtung gegenüber Israel, schlägt aber die Warnungen seiner eigenen Militärs in den Wind und ist auf die Schließung von Hormus offensichtlich nicht vorbereitet.

    Jetzt stampft er wie ein Dreijähriger mit dem Fuß auf den Boden auf und macht die Nato dafür verantwortlich, dass wie stets in der Geschichte eine Blitzkriegsstrategie scheitert, wobei er niemanden vorher informiert hat und nirgends eine formelle Anfrage gestellt hat; auch bei Italien hat er notwendige Genehmigung für die Nutzung von Stützpunkten nicht eingeholt.

    Art. 5 des Nato-Vertrages ist bislang einmal aktiviert worden, nämlich in der Folge des 11.9.2001 zugunsten der USA

    Man kann diesen ganzen Sch… und dieses Bashing der hiesigen Wutrentner und Wutossis gegen D, Nato und die EU echt nicht mehr hören.

  • „Smart people don‘ like me“ (Originalzitat orange lun@.ic Mitte September 2025).

    Noch nie zuvor hat dieser Mensch etwas Wahreres von sich gegeben.
    Und wie dämlich seine Bewunderer tatsächlich sind, zeigen diese immer wieder aufs Neue. Selbst wenn Ihr Messias ihnen durch die Blumen sagt, dass sie nicht zu den Intelligenten zählen, selbst dann fallen die nicht vom Glauben ab – Respekt!!

    D sollte aus der NATO austreten – und natürlich den Dexit machen.
    Und zeitgleich natürlich auch die Amis hier rausschmeißen………..

    • …..das „t“ für ‚don’t‘ werfe ich mal hinterher.

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