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Auch Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant

Terrorzellen zerschlagen: Islamistische Anschläge in Brasilien und Spanien verhindert

In den letzten Tagen wurden sowohl in Brasilien als auch in Spanien islamistische Terrorzellen zerschlagen. In Brasilien nahmen die Behörden Mitglieder der libanesischen Terrororganisation Hizbollah fest, die Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant hatten. In Spanien nahm man 14 Pakistaner fest, die Teil eines dschihadistischen Netzwerkes waren.

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Terrorzellen mitten in Spanien und Brasilien – in den letzten Tagen konnten durch das Eingreifen der Polizei und des Geheimdienstes wohl gleich mehrere Terroranschläge verhindert werden. Brasilianischen und amerikanischen Medien zufolge konnten die Sicherheitsbehörden mit Unterstützung von FBI und Mossad Mitglieder der libanesischen Terrororganisation Hizbollah in Brasilien festnehmen, die Anschläge auf die jüdische Gemeinschaft geplant haben sollen. In Spanien wurden 14 pakistanische Mitglieder eines dschihadistisches Netzwerkes verhaftet, das ebenfalls einen Anschlag geplant haben sollen.

In Spanien nahm die Polizei am Dienstag die insgesamt 14 Verdächtigen in Katalonien, Valencia, Guipúzcoa, Vitoria, Logroño und Lleida fest. Wie die Zeitung euroweeklynews berichtete, hatte das Land nach dem Angriff der Hamas auf Israel vor gut einem Monat die Anti-Terror-Warnstufe erhöht und die Überwachung von Verdächtigen verdoppelt, um bei möglichen Anschlagsplänen sofort eingreifen zu können. Schon Ende Oktober kam es zu Anti-Terror-Einsätzen gegen ähnlichen Gruppierung in Granada, Madrid und Barcelona.

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Laut der Agencia Brasil wurden bei der landesweiten Operation in Brasilien am Mittwoch zwei Personen verhaftet und elf Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefehle  in den Bundesstaaten Minas Gerais, São Paulo und dem Bundesdistrikt Brasília zugestellt. Die entsprechenden Personen müssen sich wegen der Gründung einer terroristischen Vereinigung oder des Beitritts zu einer solchen und wegen der Vorbereitung terroristischer Handlungen verantworten. Die Höchststrafe für solche Vergehen beträgt laut Polizei 15 Jahre und 6 Monate Gefängnis.

Angst vor Ausbreitung des Terrors

Das Büro des israelischen Premierministers bedankte sich am Mittwoch in einer Mitteilung bei den brasilianischen Einsatzkräften: „Der Mossad dankt den brasilianischen Sicherheitsdiensten für die Festnahme einer Terrorzelle, die von der Hisbollah betrieben wurde, um einen Angriff auf israelische und jüdische Ziele in Brasilien durchzuführen“. Das israelische Generalkonsulat in São Paulo sprach von einem „weiteren Versuch Irans durch die Hisbollah und ihre assoziierten Kräfte seinen globalen Einfluss, auch in Südamerika, als Stützpunkt für terroristische Aktivitäten auf dem Kontinent auszuweiten“.

Israels Botschafter in Brasilien, Daniel Zonshine, sprach gegenüber des Nachrichtensenders CNN Brasil davon, dass man „seit einiger Zeit“ wisse, „dass die Hisbollah hier im nördlichen Gebiet, näher an Venezuela, und im Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay Leute hat.“ Man sei allerdings bisher nicht von Aktionen wie Angriffen auf jüdische Einrichtungen ausgegangen, sagte er besorgt.

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