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FDP

„Sie haben sich verrannt“ – Lindners verzweifelte Attacke gegen die Landwirte

Finanzminister Christian Lindner kritisiert in seiner Rede beim Dreikönigstreffen die anhaltenden Bauernproteste. Statt Verständnis für ihre Anliegen zu zeigen, ruft er die Landwirte zum Umkehren auf und meint, sie hätten ihre Legitimation verloren.

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Egal ob es gut oder schlecht um die Freien Demokraten steht, eines ist sicher: Am 6.1. jeden Jahres trifft man sich zum Dreikönigstreffen. Es ist eine Tradition der Liberalen, die schon von ihren Vorgängerparteien gepflegt wurde.

Bei seiner Rede zum diesjährigen Dreikönigstreffen, thematisierte Finanzminister und Parteivorsitzender Christian Lindner – wie sollte es auch anders sein – die Bauernproteste, welche die Republik momentan in Atem halten. Doch anstatt Stellung für die Bauern zu beziehen und Fehler der Bundesregierung einzugestehen, kritisierte der Bundesfinanzminister die Proteste und griff die Bauern direkt an.

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„Sie haben sich verrannt, bitte kehren Sie um“, erklärte Lindner vor den Mitgliedern seiner Partei. Etwas Verständnis scheint Lindner für die Ursachen der Proteste zu haben, der Minister führt aus, dass Landwirte und Gesellschaft in einem gegenseitigen Verantwortungsverhältnis stünden. Doch im gleichen Satz noch beginnt Lindner mit der Kritik an den Landwirten. Er aus, dass die Proteste ihre Legitimation verloren hätten. Laut seiner Aussage werden die Proteste von antidemokratischen Kräften unterwandert und instrumentalisiert. Daher ist nun jede Legitimation fort und die Bauern sollten umkehren.

Christian Lindner kritisierte zudem die Protestaktion gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am Fähranleger Schlüttsiel in Schleswig-Holstein am vergangenen Donnerstag. Lindner bezeichnete diese als „gefährliche Situation“ und „völlig inakzeptabel“.

Inhaltlich erteilte der Bundesfinanzminister den Bauern eine klare Absage: „Es ist nicht möglich, einerseits von einer reduzierten Stromsteuer zu profitieren und zusätzliche Fördermittel für den Stallumbau zu fordern, während man gleichzeitig an alten Subventionen festhält. Wer neue Subventionen wünscht, muss auch auf alte verzichten.“

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