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Großbritannien

Notruf-Telefonisten sollen Anrufer nach ihren Pronomen fragen

Um Transsexuelle, die ihre Stimme nicht verstellen können, nicht zu diskriminieren, sollen Notruf-Telefonisten in Großbritannien die Anrufer in Zukunft nach ihren Pronomen fragen und sie nicht mit „Sir“ oder „Madam“ ansprechen.

Im Notfall wohl das kleinste Problem: Die Telefonisten der staatlichen britischen Notrufnummer 999 sollen durch Richtlinien auf Gender-Diskriminierung sensibilisiert werden. So sollen sie ihre Anrufer in Zukunft nach ihren Pronomen fragen und es vermeiden sie mit „Sir“ oder „Madam“ anzusprechen. Das berichtete die Daily Mail UK vergangene Woche.

Wie aus einer Richtlinie des North East Abulance Service, einem Krankenhaus des britischen Gesundheitssystems, dem National Health Service (NHS), zum Umgang mit queeren Patienten weiter hervorgeht, wird das Personal darauf hingewiesen, dass das Geschlecht in vielen Fällen ohne hin irrelevant für die Behandlung wäre. Die Frage nach dem biologischen Geschlecht sei daher überflüssig und nicht zu stellen, sofern es im konkreten Fall nicht nötig ist. Sollte es doch relevant sein, sind die Telefonisten angewiesen, das Telefonat an einen Arzt weiter zu geben. Die Richtlinie hebt aber auch hervor: „Niemand kann das Geschlecht zuverlässig anhand des Tons oder der Tonhöhe einer Stimme oder eines Namens diagnostizieren.“

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„Unangemessene Pronomen verursachen Stress“

Grund für diese Anweisungen sei vor allem der Schutz von Transsexuellen. Da nicht alle ihre Stimme so verstellen können, dass sie wie das gewünschte Geschlecht wahrgenommen werden, kann es am Telefon dazu kommen, dass die Telefonisten sie für ihr biologisches Geschlecht halten – und sie dementsprechend ansprechen. Da dies für zusätzlichen Stress in einer ohnehin schon stressigen Situation sorgen könne, will man ihnen dies ersparen, indem man nun einfach alle nach ihren Pronomen fragt: „Unangemessene Pronomen verursachen Stress und können eine ohnehin schwierige Situation noch verschlimmern.“

Weiter heißt es: „Nach den Pronomen einer Person zu fragen, ist eine (…) unaufdringliche Möglichkeit, das Geschlecht zu bestimmen.“ Zweifellos eine Frage, die dafür bei anderen Anrufern für unnötige Verwirrung in einer ohnehin schon stressigen Situation sorgen kann. Und immerhin werden die Pronomen einer Person, mit der direkt gesprochen wird, wohl eher selten zur Sprache kommen.

Genderideologie macht sich im ganzen Gesundheitssystem breit

Wie die Daily Mail weiter berichtete, sei dies nur ein weiterer Aspekt von Genderideologie, die sich im britischen Gesundheitssystem breit mache. So wurde nur wenige Tage zuvor bekannt, dass britische Krankenhäuser Patienten, die sich als Frauen identifizieren, auf Frauenstationen zulassen sollen – selbst dann, wenn diese sich nur gelegentlich als Frauen identifizieren. Weiter soll das Entbindungspersonal Worte wie „Frau“ oder „Mutter“ vermeiden und stattdessen von „Gebährenden“ sprechen.

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