Bild-Bericht
NATO-Luftverteidigung in Polen wegen russischer Jets alarmiert
Russische Kampfjets haben am Freitag zu einer kurzfristigen Alarmierung der NATO-Luftabwehr in Polen geführt. Die in Rzeszów stationierten deutschen Patriot-Systeme wurden in höchste Bereitschaft versetzt, nachdem mehrere MiG-31 im russischen Luftraum Richtung Westen geflogen sein sollen.
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Ein Flug russischer Kampfjets hat am Freitag die NATO-Luftabwehr in Polen kurzzeitig in Alarmbereitschaft versetzt. Das bestätigte die Bundeswehr. Die beiden deutschen Patriot-Systeme, die den Flughafen Rzeszów sichern, wurden dafür hochgefahren. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Bild-Zeitung: „Es gab am Freitag Aktivitäten im russischen Luftraum, die in Polen eingesetzten Flugabwehrkräfte haben eine Reaktion gezeigt. Darunter auch die beiden Patriot-Systeme der Luftwaffe.“
Nach Angaben der Zeitung sollen vier russische MiG-31 im russischen Luftraum Richtung Westen geflogen sein. Wegen der Geschwindigkeit des Jets – rund 3000 km/h – hätten die Maschinen den polnischen Luftraum theoretisch in weniger als 15 Minuten erreichen können. Die MiG-31 kann mit der Hyperschallrakete Kinschal ausgerüstet werden.
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Die polnischen Streitkräfte und die in Polen stationierten NATO-Einheiten sollen laut dem Bericht sofort reagiert und die Luftabwehr in höchste Bereitschaft versetzt haben. Über den Flughafen Rzeszów wird ein großer Teil der westlichen Militärhilfe für die Ukraine abgewickelt; er wird derzeit von zwei deutschen Patriot-Systemen geschützt.
Nach Informationen aus NATO-Kreisen, die der Zeitung vorliegen, drehten die russischen Jets später wieder ab. Ein Offizier wird mit den Worten zitiert: „Russland testet uns ständig. Sie wollen wissen, wie wir auf solche Aktionen reagieren.“
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