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Erster Schlag

Nach Raketenangriff auf Kriegsschiffe: USA und Vereinigtes Königreich attackieren Huthi-Stellungen im Jemen

Die islamistische Terrorgruppe Huthi feuerte erneut Raketen auf Handelsschiffe, sowie US-amerikanische und britische Kriegsschiffe. Diese reagierten erstmals mit Luftschlägen gegen militärische Ziele. Deutschland zögert.

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Nachdem es in der Nacht auf Freitag zu neuen Raketen-Schlägen der jemenitischen Terrorgruppe Huthi direkt gegen britische und US-amerikanische Kriegsschiffe gekommen war, flogen beide Länder in den Morgenstunden Luftschläge im Jemen. Es kamen Kampfflugzeuge u.a. vom Typ Typhoon sowie Tomahawk-Raketen zum Einsatz. Die Angriffe richteten sich nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums gegen Drohnen, ballistische Raketen und Marschflugkörper, Küstenradar und die Luftüberwachung der Huthis. Australien, Bahrain, Kanada und den Niederlanden unterstützen den Einsatz.

US-Präsident Biden sagte: Dies sei eine „direkte Reaktion auf die beispiellosen Angriffe der Huthis auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer“, teilte das Weiße Haus mit. „Diese Angriffe haben US-Personal, zivile Seeleute und unsere Partner gefährdet, den Handel beeinträchtigt und die Freiheit der Schifffahrt bedroht“, begründete Biden. 

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Die Huthi schießen seit Beginn der Terrorwelle gegen Israel Raketen auf die zivile Seefahrt im Roten Meer, woraufhin zahlreiche internationale Reedereien die wichtige Handelsroute nicht mehr befahren können. Der Schaden ist enorm. Die Huthis schossen auch verstärkt Raketen auf Israel selbst; schon in ihrer Flagge heißt es: „Tod den USA, Tod Israel“. Die Terrorgruppe äußerte sich ebenfalls auf X: „Die amerikanisch-zionistisch-britische Aggression gegen den Jemen hat mehrere Angriffe auf die Hauptstadt Sanaa, das Gouvernement Hodeidah, Saada und Dhamar gestartet.“ Es wurde Rache angekündigt: „Amerika und Großbritannien werden bereit sein müssen, einen hohen Preis zu zahlen“. Auch der Iran, der die Huthi-Kämpfe unterstützt, verurteilte den Schlag.

Im Dezember bildete sich eine Koalition zum Schutz der Seefahrt im Roten Meer, an der sich u.a. die USA, das Vereinigte Königreich, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen und die Seychellen beteiligten. Deutschland reagierte zurückhaltend, obwohl auch deutsche Schiffe attackiert wurden. Bis heute wartet Berlin auf eine EU-Entscheidung, die sich allerdings herauszögert. Insbesondere die SPD bremste hier zuletzt.

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