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Energieversorgung

Nach Maßnahmen der Bundesregierung: Strompreise von Millionen Haushalten steigen wieder stark

106 Stromanbieter haben angekündigt, die Preise für Verbraucher wieder stark ansteigen zu lassen. Weil die Strompreisbremse im Dezember auslief und die CO2-Steuer erhöht wird, müssen Haushalte mit dreistelligen Mehrausgaben pro Jahr rechnen.

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Nachdem die Strompreisbremse im Dezember abgelaufen ist, müssen Kunden jetzt tiefer in die Tasche greifen. Ab März droht den Verbrauchern wieder ein Anstieg der zuletzt gesunkenen Strompreise. Bundesweit wollen ganze 106 Energieanbieter die Stromkosten um mehr als zehn Prozent erhöhen.

So kündigte beispielsweise der Energiekonzern EnBW am, die Preise für Strom in der Grund- und Ersatzversorgung um fast 16 Prozent anzuheben. Betroffen davon sind rund 5,5 Millionen Deutsche. Für einen dreiköpfigen Haushalt mit einem Verbrauch von 2.900 kWh könnte das einen monatlichen Aufpreis von 16 Euro bedeuten, also fast 200 Euro im Jahr, berichtet die Tagesschau.

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Die Stromanbieter begründen die Erhöhung mit den gestiegenen Netzentgelten, die jetzt an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Strompreisbremse hatte außerdem einen maximalen Preis von 40 Cent pro Kilowattstunde für die Verbraucher festgelegt, lief dann aber am 31. Dezember 2023 aus. Somit wurden auch die staatlichen Zuschüsse für die Netzentgelte in Höhe von 5,5 Milliarden Euro von der Bundesregierung aufgekündigt. Seitdem müssen die Anbieter wieder die vollen Beträge für das Nutzen der Leitungen bezahlen.

Auch die neuen CO2-Steuern haben zur Erhöhung beigetragen: Weil die Energiekonzerne ursprünglich mit einem Preis von 40 Euro pro Tonne rechneten, führte die jetzt festgelegte Bepreisung von 45 Euro zu neuerlichen Preisanpassungen der Anbieter. Obwohl die Erhöhung des Gewerbestrompreises um fünf bis zehn Prozent antizipiert worden war, sind die neuerlichen Steigerungen für Millionen Privathaushalte eine Hiobsbotschaft.

Das führte bei einigen Netzanbietern zur Verdoppelung des Kilowatt-Preises: Laut Tagesschau erhöhten die vier großen Fernleitungsbetreiber in Deutschland – Tennet, Amprion, 50Hertz und TransnetBW – die Netzentgelte von 3,12 auf 6,34 Cent je Kilowattstunde.

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