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Illegale Migration

Marokkanische Armee verhindert tausendfachen Grenzübertritt

In der Silvesternacht versuchten tausende illegale Einwanderer aus Afrika, auf europäischen Boden zu gelangen. Die marokkanische Armee verhinderte dies frühzeitig.

In der Nacht zum Montag hat die Armee Marokkos mehr als 1.100 Migrantinnen und Migranten aufgegriffen, die mutmaßlich versuchten, die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla zu erreichen. Die Menschen, die aus verschiedenen afrikanischen Ländern stammen, wurden nach Angaben der Streitkräfte in den Städten Nador, M’diq und Fnideq abgefangen.

Die Stadt Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste an der Straße von Gibraltar, etwa 70 Kilometer östlich von Tanger. Melilla befindet sich weiter östlich. Beide Städte stellen die einzige Landgrenze der EU mit Afrika dar. Daher sind sie regelmäßig das Ziel von illegalen Migranten, die so auf europäischen Boden gelangen wollen.

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Marokko dient vielen Migranten als Transitland auf dem Weg nach Europa. Eine alternative Route verläuft über die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, die etwa 150 Kilometer von der nordafrikanischen Küste entfernt liegen. Die Atlantikroute gilt jedoch aufgrund starker Strömungen als besonders gefährlich. Oft reisen die Migranten in überladenen Booten mit unzureichendem Wasservorrat, die für die Überfahrt nicht geeignet sind.

Zwischen dem 1. Januar und dem 15. November 2023 haben laut dem spanischen Innenministerium mehr als 32.430 Migranten versucht, die Kanarischen Inseln per Boot zu erreichen. Bei diesen Versuchen sind Hunderte Menschen ums Leben gekommen.

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