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„Überzogene Forderungen“

„Letztes und bestes Angebot“: US-Verhandlungen mit dem Iran vorerst gescheitert – Straße von Hormus weiterhin dicht

Die ersten US-Verhandlungen mit dem Iran haben zunächst nichts bewirkt. Die Öffnung der Straße von Hormus und Atombeschränkungen wurden vom Iran abgelehnt. JD Vance sprach von einem „letzten Angebot“, der Iran beschwerte sich über „überzogene Forderungen“.

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In Islamabad traf JD Vance auf die pakistanischen Vermittler – auch den Iranern soll er die Hand geschüttelt haben (Imago / ANI News).

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Im Zuge der vierzehntägigen Waffenruhe hatte Donald Trump verkündet, an einem langfristigen Frieden mit dem Iran zu arbeiten – erste Verhandlungen im pakistanischen Islamabad sind jetzt gescheitert. Ein Treffen zwischen US-Vizepräsident JD Vance und seiner Delegation sowie iranischen Offiziellen um den Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf ist in der Nacht auf Sonntag ergebnislos zu Ende gegangen, wie Vance selbst mitteilte.

Unter der Vermittlung Pakistans wurde 21 Stunden lang über die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, Kriegsreparationen sowie die nuklearen Möglichkeiten des Iran verhandelt, um letztlich einen anhaltenden Frieden zu erzielen. Vor allem Unstimmigkeiten in der Atomfrage führten schließlich zur Abreise der US-Delegation. Die genauen Verhandlungspunkte sind nicht bekannt, Vance erklärte jedoch, der Iran habe sich bislang nicht zu einem freiwilligen Verzicht auf Atomwaffen oder auf Werkzeuge, mit denen solche hergestellt werden könnten, bereiterklärt.

Das iranische Regime habe sich insgesamt nicht auf die Bedingungen der USA einlassen wollen. Insgesamt habe es an Fortschritten gemangelt, monierte Vance infolge der Verhandlungen. Die Delegation habe ein „letztes und bestes Angebot“ unterbreitet, sich zuvor außerdem flexibel gezeigt und die eigenen Punkte mehrfach überarbeitet. „Wir werden sehen, ob die Iraner es akzeptieren“, sagte Vance lediglich über den letzten US-Vorschlag. Anschließend reiste er zurück in die USA.

Die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars berichteten währenddessen von angeblich „überzogenen Forderungen“ seitens der USA. Neben den nuklearen Beschränkungen hätten offenbar vor allem Fragen zur Öffnung der Straße von Hormus für Ärger gesorgt. Die Meerenge ist für den Schiffstransport von Öl aus arabischen Ländern, aber auch aus dem Iran unentbehrlich.

Der Iran hatte nach dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar die Kontrolle übernommen und die Straße geschlossen. Am Mittwoch hatte US-Präsident Trump dann eine 14-tägige Waffenruhe und die Öffnung der Meerenge verkündet. Immerhin passierten am Samstag zwei US-Zerstörer trotz Drohungen aus dem Iran die Straße von Hormus und stießen in den Persischen Golf vor (mehr dazu hier). Weil sich der Iran aufgrund von Angriffen Israels auf den Libanon verstimmt zeigte und unklar ist, wie vermint die Straße ist, blieb der reguläre Schiffsverkehr bislang jedoch weiterhin stark begrenzt.

wl

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27 Kommentare

  • Biden und Harris hätten jetzt sicher dem Iran den die Lieferung amerikanischer Atomraketen angeboten um Teheran zu beschwichtigen.

    Vance hingegen macht den Mullahs klar, wie eng es für sie wird.

    Sollten die Marines Charg besetzen, wird das Leben für die Mullahs karg.

    • Die Marines werden Charq NICHT besetzen, weil sie dort das Schicksal von Tontauben teilen müssten…

      Harris will es übrigens nochmal wissen: DER HERR MÖGE DAS BITTESCHÖN VERHINDERN !

      • Der HERR hat auch Stalin,Hitler, Honecker, Merkel, Pol Pot , Idi Amin und den BFC Dynamo verhindert..

    • Die Besetzung von Charg hätte am Anfang stehen müssen . Nicht an einem möglichen Ende .
      Na wirklich cleverer als Biden und Harris sind Trump und seine Truppe aber auch nicht .
      Auch die Sperrung die Straße von Hormus mit all ihren Folgen kam ja nun wirklich nicht überraschend wie auch die militärisch politische Resilienz des Regimes gegen die Angriffe waren auch im Vorfeld kein wirkliches Geheimnis !
      Am Ende ist es eben auch noch eine Religiös fanatische Diktatur und eben keine Kleptokratisch Ideologische !

    • Sie fabulieren mal wieder Schwachsinn.

  • Wir brauchen die diplomatische Geheimwaffe Annalena Baerbock, die kriegst hin…

    • Das wäre für die Weltgemeinschaft ein Bacon of Hope!

    • Wenn der Iran eine 360 Grad Wende macht.

      • …wie dann, der ist doch 100000ende Kilometer entfernt…

        • Und sitzt auf einem feministischen Klo fest.
          Wir müssen ihm Fahrradwege bauen oder Kobolde schicken.

          2
  • „Die Meerenge ist für den Schiffstransport von Öl aus arabischen Ländern, aber auch aus dem Iran unentbehrlich.“

    So betrachtet könnte man den Spieß ja umdrehen und dafür Sorge tragen, dass kein einziges iranisches Schiff mehr durch die Engstelle kommt ! Mal sehen, ob der Iran dann „amused“ wäre ?….;-)))

  • Die Strasse von Hormus wird also weiterhin allein vom Iran in Geiselhaft gehalten. Alle anderen Anrainer sind am Ex- und Import unter Androhung von Gewalt gehindert, ihren Geschäften nachzugehen.
    Der Westen findet keine gemeinsame Antwort. Man sollte in der arabischen Liga eine gemeinsame Antwort finden.

    • Die Anrainer stellen mit den Stützpunkten, von denen die Amis ihren brutalen Angriffskrieg gegen den Iran führen, Ressourcen für diesen Krieg zur Verfügung und machen sich damit zu Kriegsbeteiligten. Und wer sich zum Handlanger des Aggressors macht, kann gerne leise heulen.

      • Auch was die sunnitischen Anrainerstaaten anbelangt, geht die ursächliche Gewalt von der schiitischen Mullah Republik Iran aus.
        Informieren Sie sich besser, die Mullahs lassen schon seit 47 Jahren mit schiitischen Stellvertreterarmeen auch auf sunnitische Anrainer schießen!

    • Richtig, die Umliegenden Länder sollten einen ungestörten Handel und freie Passage beim Iran einfordern oder sich gegen den Iran wenden. Doch der Islam will zusammen halten gegen Israel und die USA hält zu Israel. Wir sollten uns datan nicht beteiligen.

  • Was haben die USA denn angeboten, eine Lockerung der Sanktionen oder die Freigabe iranischer Vermögenswerte? Sie haben nichts angeboten, aber alles gefordert. Im Grunde wollten sie eine bedingungslose Kapitulation des Iran. Das gibt die militärische Lage aber nicht her.

    • Ganz gleich, was man ihnen anbietet, das islamische Terrorregime weiß genau, daß es ohne Atomwaffen und exportierten Terror nicht existieren kann.
      Das ist bei denen ein fanatischer Heilsglaube.
      In der Hinsicht ist sogar Nordkorea als friedlich zu bezeichnen:
      Nordkorea hat die Atomwaffen nämlich, um in Ruhe gelassen zu werden.
      Die Mullah Republik Iran aber will die Atomwaffen, um die Welt reif zu machen für das Kommen des schiitischen MAHDIS – der sowas wie ein Welterlöser und Heiland ist.
      Gern geschehen….

  • Nun, beide werden die 14 tägige Waffenruhe nutzen, um sich wieder in Stellung zu bringen. Alles andere ist nur Beschäftigung der Menschen, die an etwas anderes glauben wollen.

  • Die Mullahs wollen nur Zeit gewinnen, um Wunden zu lecken und Nachzurüsten, Nebenbei Die Ungehorsame Bevölkerung einzunorden….

    • Die Bevölkerung wird fast hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt: Das Internet ist komplett abgeschaltet.
      Was für ein grausames islamisches Regime!

  • Hier verhandeln Orientale mit Immobilienmakler. Da wird man noch einige Überraschungen erleben.

  • Wir stark leidet
    Oder wir stark Profitiert die USA
    Von der Blockade?
    Wenn alle anderen mehr Leiden als die USA,
    Dann geht das so weiter.

  • Die iranische Seite tut gut daran, amerikanischen Versprechungen wenig Glauben zu schenken. Wie geschichtliche Beispiele zeigen, ist der Verzicht auf Atomwaffen nicht vorteilhaft. Siehe den Vergleich Ukraine – Nordkorea.
    Außerdem war angekündigt worden, man würde auf Basis der 10 Punkte Irans verhandeln. Jetzt schicken sie Vance vor, und der soll die Uhr zurückstellen. Ziemlich verzottelt das Ganze. Fragt sich, für wen die Uhr schneller tickt. Im Hintergrund sind da nämlich noch China und Russland.

  • Ein paar kills kann man bestimmt nochmal abstauben.

  • Das war klar.
    Und nun?

    „Überzogene Forderungen“ ist lustig.
    Bei der russ. Übermacht in der Ukraine, pflegt man an dieser Stelle zu sagen: Der Stärkere hat recht.

  • Wer Freunde wie israel und USA hat, muss viel Geld mitbringen.

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