Werbung

„Kreuzberg für alle“ heißt Gewalt und Verwahrlosung

„Ein bisschen Kreuzberg für alle wäre auch gut“, lässt Berlins Bürgermeisters, Kai Wegner, in Reaktion auf Friedrich Merz Sticheleien beim politischen Gillamoos, verlauten. Doch der Bürgermeister scheint seine eigene Stadt nicht zu kennen - es sei den er hält die Gewalt und Verwahrlosung für etwas, das man in den Rest Deutschlands importieren sollte.

„Nicht Kreuzberg ist Deutschland, Gillamoos ist Deutschland“ sagte CDU-Chef Friedrich Merz am Montag bei einer Rede auf dem politischen Volksfest in der bayrischen Stadt Abensberg. Es ist nicht das erste Mal, dass Merz gegen den Problembezirk unserer Bundeshauptstadt schießt – aber das erste mal, dass der Berliner Senat so prompt antwortet. Etwas trotzig ließ eine Sprecherin des Regierenden Berliner Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) gegenüber dem Tagesspiegel verlauten: „Wir mögen Kreuzberg, und Deutschland, und das Sauerland, und Gillamoos“ – „Und ein bisschen Kreuzberg für alle wäre auch gut.“ Doch man fragt sich, was genau damit gemeint sein soll – was wäre gut für alle? Die Gewalt, die Verwahrlosung, der Linksextremismus oder die fatale, grüne Politik der letzten Jahrzehnte? Genau das ist es nämlich, was Kreuzberg vor allem anderen prägt.

Es ist kein Zufall, dass sich Friedrich Merz ausgerechnet jetzt meinen Heimatbezirk für seine Stichelei ausgesucht hat, immerhin hat Kreuzberg erst vor kurzem bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Ende Juli kam nämlich heraus, dass im Vormonat eine junge Frau und ihr Freund im Görlitzer Park von einer Gruppe Drogendealer überfallen wurden – sie wurden ausgeraubt, der Mann mit Gegenständen verletzt und zu Boden geschlagen, sodass er die anschließende Gruppenvergewaltigung seiner Freundin hilflos mit ansehen musste (lesen Sie hier mehr). Der Fall, obwohl längst nicht der erste seiner Art, löste eine riesige Debatte aus – die Grünen, die seit Jahrzehnten in Kreuzberg regieren, wiesen die Schuld für die unhaltbaren Zuständen im und um den Park von sich. Doch genau ihre Politik der absoluten Toleranz und Traumtänzerei ist es, die Kreuzberg in den letzten zwanzig Jahren in einen regelrechten Albtraum verwandelte.

Werbung

Kreuzberg ist, wenn der Nachhauseweg zum Spießroutenlauf wird

Für Menschen, insbesondere Frauen, die hier leben, gehört sexuelle Belästigung seit vielen Jahren zum traurigen Alltag. Ich kenne kein einziges Mädchen, dass im Laufe seines Lebens nicht schon von einem Drogendealer begrapscht oder festgehalten wurde – dem nicht jedes mal, wenn es Abends nachhause geht, die Angst im Nacken sitzt, dass hinter der nächsten Ecke jemand lauert. Dass gehört genauso zu Kreuzberg wie die Tatsache, dass die Grünem einem hier, wo man es am dringensten brauch, das Auto wegnehmen wollen – dass sie überall Poller aufstellen, die Straßen aufreißen und Parkplätze durch Blumenkübel (alias Obdachlosen-Schlafplätze) ersetzen, ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, was das für ihre Bürger bedeutet.

Sie können oder wollen sich vielleicht nicht vorstellen, das man sich hier, ohne Auto im Dunklen überhaupt nicht mehr aus dem Haus traut. Dass die geliebte kleine Klapperkiste zum einzigen Schutz wird, wenn man eine halbe Stunde ausharren muss, bevor man sich aus dem Auto raus und zur Haustür traut – weil sich grade wieder mal ein Drogendealer an der Tür zuschaffen macht oder ein Junkie den Hauseingang als neue Fixer-Stube auserwählt hat. Es ist normal, dass man beim Einsteigen als aller erstes die Türen im Auto absperrt, damit sie einem nicht von einem aggressiven psychisch Kranken, der einen in seinem Wahn spontan zum Feind erklärt hat, aufgerissen werden. Und es ist normal, dass man manchmal wenden und wo anders lang fahren muss, weil ein lebloser Mensch auf der Straße liegt, Blaulicht den Weg versperrt oder ein vollgedröhnter Drogendealer mit Pflastersteinen um sich schmeißt.

In Kreuzberg ist es auch nicht ungewöhnlich, dass dir jemand die Scheibe deines Autos mit einer Bierflasche einschlägt, krude Symbole in deine Scheibe ritzt oder solange auf deinen Autodach herumspringt, bis der Kofferraum so verzogen ist, dass du ihn nicht mehr öffnen kannst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass du nicht in dein Auto einsteigen kannst, weil sich ein Obdachloser grade dazu entschieden hat, seinen Darm genau vor deiner Fahrertür zu entleeren – oder dass er dir seine Exkremente gleich auf das Auto schmiert.

Werbung

Heroinspritzen, Diebstahl, Belästigung und Gewalt

Kreuzberg ist, wenn du eine Freundin zu dir Nachhause einlädst und sie sich nicht traut hochzukommen, weil vor deiner Tür ein Junkie mit seiner Heroinspritze herumfuchtelt und die anschließend auch noch im Sandkasten, wo die Nachbarskinder spielen, versenkt. Oder wenn du nicht in dein Haus gehen kannst, weil vor der Tür grade ein paar türkische Männer eigenmächtig einen afrikanischen Drogendealer „festnehmen“, während eine Frau hysterisch schreit „er hat mein Handy, er hat mein Handy!“ Du bist in Kreuzberg, wenn du gemütlich in einem Lokal sitzt, an nichts böses denkst und neben dir plötzlich eine wüste, blutige Schlägerei ausbricht – oder eine obdachlose Psychotikern zu dir rennt und dir dein Essen unter der Nase wegklaut, ohne dass du etwas dagegen tun kannst.

Du bist in Kreuzberg, wenn deutsche Kinder auf dem Spielplatz von halbstarken Ausländern verprügelt und mit Pfefferspray angegriffen werden, einfach nur weil sie deutsch und wehrlos sind. Wenn du dir jeden Tag anhören musst, wie tolerant und feministisch der grün geführte Bezirk ist, während du auf der Straße angespuckt und als „Puta“ oder „haram“ beschimpft wirst, weil irgendeinem Fremden dein Rock zu kurz war. Und du bist in Kreuzberg, wenn überall nur von „racial profilng“ und „Polizeigewalt“ geredet wird, während Linksextreme Steine auf Polizisten schmeißen und in besetzten Häusern Todes-Fallen bauen.

Vielleicht weiß unser regierender Bürgermeister, der gebürtiger Kladower (und damit wohl mehr Brandenburger als Berliner) ist, das alles nicht. Vielleicht hat er in den letzten Jahren beide Augen und Ohren fest zugekniffen und seiner Sprecherin das alten Märchen vom tollen, ach so toleranten Multikulti-Bezirk eingeimpft. Doch das kauft ihm spätestens seit der Gruppenvergewaltigung im Görlitzer Park kein Mensch mehr in Deutschland ab. Es gibt im Kreuzberg von heute nichts, was „für alle“ gut wäre, auch nicht nur ein bisschen. Im Gegenteil: Schon viel zu große Teile von Deutschland verwandeln sich mehr und mehr in Ableger von Kreuzberg, in Orte, an denen Gewalt und Verwahrlosung normal sind – und daran ist auch und vor allem die CDU unter Merkel schuld.

Werbung