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Schneewittchen ohne sieben Zwerge

Kleinwüchsige Schauspieler stellen sich gegen Disneys Woke-Wahn

In Disneys neuer Realverfilmung von Schneewittchen gibt es keine Zwerge mehr, um die Diskriminierung von Kleinwüchsigen zu vermeiden. Doch genau das stößt bei kleinwüchsigen Schauspielern auf harte Kritik - sie beklagen, dass man ihnen die Rollen und damit auch ihr Einkommen und Chancen wegnehme.

In seiner neuen Realverfilmung hat Disney aus Schneewittchen nicht nur eine Latina gemacht, sondern auch gleich die sieben Zwerge abgeschafft, um die „Diskriminierung“ kleinwüchsiger Menschen zu verhindern. Statt Zwergen gibt es nun sieben „magische Wesen“ – doch das stößt aktuell ausgerechnet bei den angeblich so diskriminierten Kleinwüchsigen auf herbe Kritik. Schauspieler wie Dylan Postl, ein bekannter amerikanischer Wrestler, sagen, dass man Kleinwüchsigen ihre Rollen wegnehme – sie aus dem Geschäft verdränge. 

„Es gibt Schauspieler, kleinwüchsige Schauspieler, die träumen davon in einem großen Motion Picture wie diesem Disney Remake mitzumachen und jetzt, nur weil Peter Dinklage das gesagt hat, was er letztes Jahr gesagt hat, wird ihnen diese Chance weggenommen.“ Mit diesen harten Worten beginnt Dylan Postl eine Diskussion bei der Talkshow „Piers Morgan Uncensored“, die vor etwa zwei Wochen auf dem Sender Sky News Australia, ausgestrahlt wurde. Postl ist sichtlich darüber verärgert, dass in der neuen Realverfilmung von Schneewittchen, auf die er sich hier bezieht, keine Zwerge mehr vorkommen sollen – und dass daran ausgerechnet ein kleinwüchsiger Schauspieler Mitschuld trägt.

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Keine Rollen für Kleinwüchsige – „im Namen des Fortschritts“

Nachdem im Januar letzten Jahres bekannt wurde, dass Disney eine Realverfilmung des deutschen Märchens Schneewittchens plant und eine Latina für die Hauptrolle gecastet hat, meldete sich nämlich der bekannte kleinwüchsige „Games of Thrones“ Star Peter Dinklage mit Kritik zu Wort. Allerdings nicht an der woken Rollenbesetzung des einstigen Schneeweißchens, sondern daran, dass Disney nicht progressiv genug sei. Dinklage beklagte eine „verdammte rückschrittliche Geschichte über sieben Zwerge, die zusammen in einer Höhle wohnen“. Disney reagierte damals prompt und gab an, die Verstärkung von Stereotypen vermeiden zu wollen – vor kurzem zeigte sich dann, wie sie das umsetzten: In dem sie die Zwerge einfach abschafften.

Die Chance eine so große Rolle zu bekommen, werde kleinwüchsigen Schauspieler damit weggenommen – „im Namen des Fortschritts. Das ist nich richtig“, so Postl. „Dass sind Rollen, die sind für Schauspieler meiner Statur gemacht. (…) Ich kann nicht Harrison Ford oder George Clooney spielen, diese Rollen sind nichts für mich. Die Zwergen-Rollen sind für Menschen meiner Statur.“ Und warum, fragt Postl – „Was ist der Grund? Weil wir fortschrittlich seien wollen? Alle diese Zwerge sind Helden. Alle diese Zwerge haben auf Schneewittchen aufgepasst. Sie alle haben eigene Charakteristiken. Es sind sieben ganz eigene Rollen.“ Dann kommt der WWE-Star nochmal auf seinen Schauspiel-Kollegen Peter Dinklage zu sprechen und sagt: „Was gibt ihm das Recht, für alle unserer Community zu sprechen?“ Laut Postl ginge es bei der Rollenbesetzung von Schneewittchen „nicht um Stereotype“ – „Es geht um Rollen, die für Menschen meiner Größe gemacht wurden.“ 

Wie er sich selbst bezeichnen will? Als „Zwerg“

Der ebenfalls als Diskussionsgast anwesende Schauspieler James Barr sieht das anders. Barr befürwortet als schwuler Schauspieler, wie er selbst sagt, dass Schwule nur von Schwulen gespielt werden und dass mit diskriminierenden Klischees aus den „40ern“ aufgeräumt werde. In der Diskussion mit Pierse Morgan sagt Barr außerdem, dass Zwerge nicht Zwerge genannt werden sollten – „sie sollten Menschen mit Zwergenwuchs genannt werden“. Doch dass gefällt Postl überhaupt nicht. Entgeistert sagt er: „Sie sollten nicht Zwerge genannt werden?! Das ist die Geschichte!“ Postl möchte dann von Barr wissen, wie er sich denn selbst bezeichnen solle. Dieser antwortet: „so wie sie sich gut fühlen“. Postl sagt daraufhin nur: „Ein Zwerg“ und lässt Barr sprachlos zurück. 

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Zum Abschluss der Diskussion spricht Morgan Postl noch auf den neuen Film „Wonka“ an – die Verfilmung der Vorgeschichte von „Charlie und die Schokoladenfabrik“, in der die Oompa Loompas nun auch nicht länger von Kleinwüchsigen gespielt werden. „Oompa Lumpa wird jetzt von Hugh Grant gespielt. Wie findest du das?“ fragt Morgan. Postl antwortet: „Wir geben extra Geld aus, obwohl wir einfach Zwerge casten könnten. (…) Rollen in Hollywood sind für Leute aus meiner Community extrem schwer zu kriegen. Warum werden sie uns weggenommen?“ Zuletzt betont er nochmal: „Ich kann keinen großen Menschen spielen. Aber für mich ist das okay, es ist verständlich. Aber diese Rollen sind für Menschen meiner Größe gemacht und das ist mein Problem.“ 

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Ähnlich äußerte sich auch der ebenfalls kleinwüchsige Schauspiel-Kollege George Coppen gegenüber der BBC – er sagte: „Wir brauchen diese Rollen, um uns einen Namen zu machen. Ich würde die Chance wahrnehmen einen Oompa Loompa zu spielen“.

Die ganze Debatte ist ein weiteres Beispiel dafür, wie linke Ideologie sich selbst entlarvt – dass es überhaupt nicht darum geht, was „Minderheiten“ oder vermeintliche „Opfergruppen“ selbst wollen. Der Diversitäts- und Antidiskriminierungswahn ist ein linkes Gedankenkonstrukt, dass rein gar nichts mit der Realität der Menschen zu tun hat – und denjenigen, denen man vorgeblich helfen will, mehr schadet, als dass es ihnen nutzt.

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