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Paus-Projekt deutlich teurer

Kindergrundsicherung wird 10 Milliarden Euro pro Jahr kosten

Eigentlich sollte die „Kindergrundsicherung" nur 2,4 Milliarden Euro im Jahr kosten - von diesem Betrag ging Finanzminister Lindner zuletzt aus. Jetzt lassen die Grünen aber die Katze aus dem Sack: Das Sozialstaatsprojekt wird mehr als viermal so viel kosten.

Die sogenannte „Kindergrundsicherung“ wird den Steuerzahler wohl deutlich mehr kosten als bisher angenommen. Die Kosten könnten sich mehr als vervierfachen, heißt es aus Kreisen der Grünen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gab seine Blockade der sogenannten Kindergrundsicherung zuletzt auf und ging am Montag noch von zusätzlichen jährlichen Kosten von 2,4 Milliarden Euro aus. Doch schon jetzt ist klar: Es wird deutlich teurer. Wie die Grünen meinen, wird mit der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigten Erhöhung des Bürgergeldes auch der Finanzbedarf für das Paus-Projekt steigen. „Der Anspruch steigt für jedes Kind je nach Altersgruppe um zwischen 38 bis 50 Euro“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Maria Klein-Schmeink gegenüber The Pioneer. Die Grünen rechnen mit tatsächlichen Mehrausgaben von 10 Milliarden Euro jährlich.

Das Bürgergeld für Kinder soll ab 2025 als Zusatzbetrag in der neuen Kindergrundsicherung aufgehen. Die Erhöhung des Bürgergeldes steht damit in direktem Zusammenhang mit der Höhe der künftigen Kindergrundsicherung. Allein damit komme man „auf eine erheblich höhere Summe als die 2,4 Milliarden Euro“, sagt Klein-Schmeink. Außerdem erwarten die Grünen deutlich höhere Abrufzahlen für den Zusatzbetrag, als in Lindners 2,4 Milliarden Euro eingepreist sind – während der Finanzminister mit 50 Prozent rechnet, hoffen die Grünen, dass 90 Prozent der berechtigten auch auf die Gelder zugreifen werden.

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