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Schlacht am Kahlenberg

Gedenken an Sieg gegen die Osmanen: Wiener Gemeinderätin begründet Ablehnung von Denkmal mit Islamfeindlichkeit

In Wien wurde ein erneuter Antrag auf Aufstellung einer Sobieski-Gedenkstatue abgelehnt. Der polnische König hatte 1683 die Zweite Türkenbelagerung Wiens beendet. Die SPÖ begründet ihre Ablehnung damit, dass das Denkmal Islamfeindlichkeit fördern würde.

IMAGO/Joko

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Die Wiener Gemeinderätin und SPÖ-Politikerin Aslihan Bozatemur rechtfertigt die Ablehnung eines geplanten Sobieski-Denkmals mit Islamfeindlichkeit. Der polnische König Jan III. Sobieski beendete 1683 durch einen Sieg in der Schlacht am Kahlenberg die zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen. Er befehligte das christliche Entsatzheer. Auf Instagram schrieb sie: „In Wien gibt es keinen Platz für ein Denkmal, das Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit oder antitürkische Stimmung fördert.” Es gibt schon seit Jahren Streit darum, ob ein Denkmal aufgestellt werden soll, wie der Standard berichtet. Bereits 2013 wurde der Sockel gelegt.

Das eigentliche Denkmal ist bereits hergestellt worden und müsste nur noch auf den Sockel aufgestellt werden. Der Sockel wurde 2018 schließlich selbst zum Sobieski-Denkmal erklärt. Die Stadt Wien hatte der polnischen Regierung zugesagt, eine Gedenkstatue aufzustellen. Doch 2024 trat der Gemeinderat davon zurück. Schon damals berief er sich auf Islamfeindlichkeit als Argument. Man werde „keine Bühne errichten, die für ausländerfeindliche Hetze und das Schüren von islamfeindlichen und antitürkischen Ressentiments instrumentalisiert werden kann“, hieß es in einer Pressemitteilung der Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

FPÖ und ÖVP hatten wiederholt in Anträgen die Errichtung des Denkmals gefordert. Am Mittwoch reichten ÖVP-Gemeinderäte erneut einen Antrag ein und forderten erneut die Aufstellung der Statue. Doch der Antrag bekam nicht die nötige Mehrheit. Eine Stadträtin sagte gegenüber Heute: „Jan III. Sobieski ist als Retter Wiens untrennbar mit der Geschichte dieser Stadt verbunden. Dass am Kahlenberg bis heute lediglich ein leerer Sockel steht, obwohl ein Denkmal längst zugesagt wurde, ist weder historisch noch diplomatisch nachvollziehbar.”

Die SPÖ-Gemeinderätin Safak Akcay verwies in der Debatte über den Antrag darauf, dass ein Denkmal im heroisierenden Stil des 19. Jahrhunderts nicht mehr dem Verständnis eines europäischen Miteinanders entspreche. Die Stadt stehe gegen eine Instrumentalisierung der Geschichte und für eine reflektierte Erinnerungskultur, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Wien heißt. Die Grünen-Gemeinderätin Ursula Berner sagte, dass die Statue wegen ihrer Darstellungsweise Rechtsextreme anziehen würde, die darin ein Motiv für einen Kampf des Christentums gegen den Islam sehen könnten. Die Schlacht am Kahlenberg sei jedoch ein Kampf zwischen Großmächten und kein Religionskrieg gewesen.

Aslihan Bozatemur forderte, dass Denkmäler der Verständigung und dem Frieden dienen sollen und nicht der Ausgrenzung dienen dürfen. Ein FPÖ-Gemeinderat kritisierte, dass es in der österreichischen Hauptstadt hingegen ein Denkmal für Josef Stalin gebe, man aber für Sobieski keines aufstellen wolle.

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41 Kommentare

  • Die Osmanin Aslıhan Bozatemur Akdağ will nicht dass ein Denkmal für den Sieger über die Osmanen aufgestellt wird? Das ist ja komisch, wie kann das denn sein!

  • Am meisten wird Islamfeindlichkeit durch den Islam gefördert.

    • Eigentlich sind wir mitten in der Dritten Belagerung
      nur aussprechen darf man das nicht.

  • Gerade damit bekommt das Denkmal eine ganz besondere Bedeutung. Es geht wohl um die Frage, ob König Jan III. Sobieskis Mannen vergebens gestorben sind.

  • „… Gemeinderätin und SPÖ-Politikerin Aslihan Bozatemur …“

    • Eine waschechte?

      • Wienerin

  • Die SPÖ in Österreich ist nicht besser als die SPD in Deutschland. Manchmal kann sie sogar noch kurioser.
    Trotz landesweiter Verluste sitzt sie in Wien aber immer fest im Sessel.

  • Realsatire pur.

  • Für ein osmanisches Denkmahl für die Belagerung Wiens hätte die Gemeinderätin eher kein Problem, denke ich mal…

  • Wer nicht kämpft hat schon verloren

  • Gebt’s mir das Denkmal,ich stell’s in meinem Garten auf.

  • Der Name sagt alles!

  • wer den Islam nicht als Feind begreift, hat den Koran nicht gelesen.

    • Wer den Islam als Feind begreift, muss den Koran nicht gelesen haben.

      • Aber hallo.
        Das bessere Mittel gegen den Islam wäre übrigens die Lektüre des Neuen und Alten Testaments.

  • Wien ist bereits gefallen.

  • Dieser Gemeinderätin sei ein 6 monatiger Aufenthalt in Afghanistan, Iran, Somalia oder Arabien wärmstens ans Herz gelegt. Auf das ein Aha-erlebnis sie erleuchten möge..

    • Besser waere, sie wieder in ihre Heimat zu remigrieren.

  • Der Islam ist feindlich.
    Islam stoppen!

  • Der Islam und die Linken werden uns zerstören.

    • Der „Marx-Mohammed-Pakt“.

      Wie das Beispiel Iran zeigt, wird Marx danach am Baukran baumeln.

      Linke sind einfach zu dumm für Vernunft und Wertschöpfung.

  • Schon wieder eine Frau.

  • Aha, es war also kein Religionskrieg. Wieder was gelernt. Beim nächsten Mal sagen die Polen LMAA.

  • Islamfeindlichkeit ist das Gebot der Stunde. Die ganzen Osmanen kommen nicht wegen Bürgergeld hierher.

    Ich habe Bürgergeld gesagt und jetzt heißt es warten. Kindergarten hier, nach wie vor.

    • Morgen früh um 6 im Bademantel vor der Tür stehen!

  • War da überhaupt was, 1683 ?

    Geschichte einfach umschreiben, ist doch eine Spezialität der Roten . 😁

  • Wenn immer mehr von diesen Personen einer bestimmten Religion und deren linke Helfershelfer in höhere Ämter bzw. Positionen kommen, darf man sich nicht wundern, wenn die eigene Kultur und Religion immer mehr verdrängt wird.
    Die kommen nur so weit, wie sehr man sie gewähren lässt.

  • Ich mach jetzt mal den Buhmann und postuliere folgendes: Abschaffung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen wäre überlegenswert.

  • Wenn Wien sich bereits 1529 für die Osmanen geöffnet hätte,
    wäre Österreich heute viel weiter.

    Hoppla, jetzt kommt Mohamed.
    Alle Türen auf, alle Fenster auf.

  • Schon wieder Kommentar gelöscht. Mmh, bekomme langsam den Eindruck, dass sich so manche dem Islam „seicht “ annähern. Ist mir z. Bsp. bei compact auch schon aufgefallen. Auch hier scheint man antiislamkritisch zu sein…

  • Mehr Frauen in die Politik, dann kommt der Untergang erheblich schneller.

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