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„Terroristische Gefahr“

Frankreich mobilisiert für Silvester-Nacht 90.000 Polizisten und 5.000 Soldaten

Frankreich fährt in der Silvester-Nacht ein massives Aufgebot von Sicherheitskräften auf. 90.000 Polizisten und 5.000 Soldaten werden im ganzen Land im Einsatz sein. Innenminister Gérald Darmanin spricht von starken „terroristischen Bedrohungen“ gegen die man sich schützen müsse.

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In Frankreich wächst die Sorge vor einem Terroranschlag. Zu Silvester fuhr das Land deswegen ein Großaufgebot von Sicherheitskräften auf. In Paris gab die Direktorin des Inlandsgeheimdienstes, Céline Berthon, auf einer Pressekonferenz bekannt, dass über 90.000 Polizisten landesweit mobilisiert werden. Gemäß den Angaben des französischen Innenministers Gérald Darmanin sollen davon 6.000 in der Hauptstadt eingesetzt werden. Zudem sollen rund 5000 Soldaten und zehntausende Feuerwehrleute in ganz Frankreich im Einsatz sein.

Am Silvesterabend wird erwartet, dass mehr als 1,5 Millionen Menschen an den Feierlichkeiten auf dem Champs-Élysées teilnehmen. Auch in diesem Zusammenhang erklärte Darmanin: „Wie Sie wissen, ist Frankreich seit vielen Jahren und insbesondere in den letzten Monaten besonders stark von terroristischen Bedrohungen betroffen“. Darmanin führte aus, dass es eine „sehr große terroristische Gefahr“ in Frankreich gebe.

Die Sicherheitslage in Frankreich hat sich in besonders in den vergangenen Monaten zugespitzt. Anfang Juli kam es nach dem durch die Polizei getöteten Jugendlichen im Pariser Stadtteil Nanterre zu heftigen Ausschreitungen. Vor allem Marseille und Paris waren betreffen. Seit dem Herbst gilt in Frankreich die höchste Terrorwarnstufe. Dies war die Reaktion auf die Tötung eines Lehrers durch einen Islamisten. Anfang Dezember wurde am Pariser Eiffelturm ein deutscher Tourist erstochen. In der vergangenen Woche wurden im Zuge eines Anti-Terror-Einsatzes im Osten des Landes fünf Personen festgenommen.

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