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Kaum Reserven

Energiewende setzt Europa unter Druck: Zwei Störungen sorgen für Beinahe-Blackout in Schweden

Zwei voneinander unabhängige Störungen brachten das Stromsystem Schwedens vergangene Woche an die Grenze seiner Reserven und machten eine Teilabschaltung erforderlich. Der Vorfall zeigt die Risiken von Europas zunehmendem Fokus auf wetterabhängige erneuerbare Energien.

Windkraftwerke in Schweden (IMAGO/TT)

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Die Energiewende und die sukzessive Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien auf EU-Ebene befeuern die Gefahr von Netzüberlastungen, Blackouts und Brownouts in den Mitgliedstaaten. Der Hintergrund: Ein höherer Anteil fluktuierender Erzeugung durch Wind- und Solarenergie erhöht die Schwankungen im System und macht die Frequenzhaltung anspruchsvoller. Die Störanfälligkeit der Stromnetze steigt. Wie stark die Stromversorgung tatsächlich beeinträchtigt werden kann, zeigte sich erst vor wenigen Tagen in Schweden. Am Montag, dem 8. Juni 2026, kam es dort zu einem Brownout.

Der staatliche Übertragungsnetzbetreiber Svenska kraftnät versetzte sein System für mehrere Stunden in höchste Alarmbereitschaft, nachdem zwei voneinander unabhängige Störungen das Netz getroffen hatten. Durch eine der Störungen gingen dabei 500 MW Importleistung aus dem SwePol-Link-Kabel aus Polen verloren.

Dies wiederum führte dazu, dass die Netzfrequenz auf 49,80 Hertz absackte – deutlich unter den Sollwert von 50 Hertz, bei dem ein Stromnetz stabil läuft. Um die Versorgung zu sichern, wurde die Übertragung zwischen zwei sogenannten Gebotszonen (der schwedische Strommarkt ist in vier solche Zonen aufgeteilt) zeitweise stark reduziert.

Ein Brownout unterscheidet sich von einem vollständigen Blackout dadurch, dass die Versorgung nicht völlig zusammenbricht, sondern die Spannung gezielt abgesenkt oder ein Teil der Last abgeworfen wird, um einen Totalausfall zu verhindern.

Brisant ist der Fall, weil sich Schweden im Normalbetrieb neben Solar- und Windkraft auf eine vergleichsweise stabile Mischung aus Wasser- und Kernkraft stützt und damit zu den robusteren Stromsystemen Europas zählt. Dass bereits zwei gewöhnliche Störungen ausreichten, um die Reserven nahezu zu erschöpfen, ist ein gewaltiges Warnzeichen für ganz Europa – und auch für Deutschland.

In ganz Europa verschiebt sich die Erzeugungsstruktur in dieselbe Richtung: Der Anteil wetterabhängiger Wind- und Solarkraft steigt, während planbar arbeitende Kraftwerke abgeschaltet werden. Besonders radikal vollzieht sich diese Entwicklung in Deutschland. Erst wurden im April 2023 die letzten drei Kernreaktoren vom Netz genommen. Parallel dazu wird der Kohleausstieg vorangetrieben, der spätestens bis 2038 vollständig abgeschlossen sein soll.

Mit jedem stillgelegten konventionellen Kraftwerk sinkt dabei die Schwungmasse im Netz, die kurzfristige Schwankungen abfedert und die Frequenz stabil hält. Die Einspeisung von volatil verfügbaren Energieträgern, die je nach Wetterbedingungen viel oder wenig Strom produzieren, setzt die Netzfrequenz zusätzlich unter Schwankungsdruck.

Die Netzbetreiber müssen diese Stabilität daher immer häufiger über teure und ineffiziente Zusatzdienste sowie Reserveanlagen sicherstellen. In Deutschland schlägt sich die wachsende Belastung deutlich nieder: Die Kosten des Netzengpassmanagements lagen 2024 bei rund 2,8 Milliarden Euro und 2025 bei etwa 3,1 Milliarden Euro.

Einmal mehr wird deutlich, dass eine starre Ausrichtung allein auf wetterabhängige Energieträger nicht umsetzbar ist – nicht nur wegen möglicher Engpässe in der Stromversorgung, die bei ungünstigen Wetterbedingungen entstehen können, sondern auch wegen der Netzstabilität, die zunehmend unter Druck gerät.

Hinzu kommt: Durch die Energiewende entstehen auch steigende Kosten für Verbraucher. Das hat einen klaren Grund. Wetterabhängige Erzeugung schwankt extrem. Bei viel Wind und Sonne entstehen Überkapazitäten, die zeitweise zu negativen Börsenpreisen führen. Bei schlechten Wetterbedingungen ist das Gegenteil der Fall: Es kommt zu Engpässen, Nachfrageüberhängen und letztlich zu starken Preisanstiegen. Unter anderem auch, weil teure Reservekraftwerke einspringen müssen.

Ein weiterer Faktor, der die Strompreise in die Höhe treibt, ist der Umbau der Netze, der notwendig wird, um die volatile Einspeisung erneuerbarer Energien zu bewältigen. Dessen Kosten werden über die Netzentgelte an die Verbraucher weitergereicht.

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42 Kommentare

  • Sorry, für Schweden habe ich kein Mitleid mehr übrig.

    • Wir sind kein bisschen besser, eher im Gegenteil, in DK und S haben sie die Probleme erkannt und gehen neue Wege. NULL Geld für abgelehnte Asylanten, z.b.

      • Lt. neuem EuGH-Urteil soll das so einfach nicht mehr möglich sein. Der EuGH sagt (lt.KI):
        Ein Mindestmaß an sozialer Teilhabe: Auch ausreisepflichtigen Personen muss ein „angemessener Lebensstandard“ gewährt werden. Dazu gehören elementare Bedürfnisse wie Kleidung sowie ein kleiner Geldbetrag (oder Guthaben auf einer Bezahlkarte) für Mobilität und Kommunikation (z. B. Fahrkarten oder Telefonate). Das komplette Streichen dieser Dinge ist unzulässig.
        Letztlich werden also sämtliche Versuche, etwas zu kürzen, von den Gerichten blockiert.

        • Was soll den passieren wenn das Urteil ignoriert wird? Kommt dann Uschi mit ihrem Föhn? Jeder Staat hat das Recht seine Gesetze zu beschliessen und das deutsche Volk hat nie darüber entschieden die Rechtshoheit komplett abzugeben. Die Eu war und sollte eine Handelsorganisation sein, kein neuer Staat. Es fällt auf das andere Länder die EU regeln einfach ignorieren. Daher: Dexit.

          14
        • Who cares. was der EuGH sagt. Einfach machen.

          Sieht man doch in Ungarn und Polen. die sagen, wir nehmen keine Migranten, basta.

          Fällt deswegen der Mond vom Himmel oder marschiert deshalb die EU-Armee in den beiden Ländern ein?

          Nein. So what?

          2
        • Zum Thema Eugh kam im Kontrafunk ein hörenswerter Beitrag. 16.06.2026
          Ronald G. Asch: Die große Macht des Europäischen Gerichtshofs.
          Und die deutschen Richter sind da an vorderster Stelle beim Anruf vom eugh.

          8
      • DK ist eine mogelpackung,
        die neue linke regierung , wieder unter mette, zeigt schon bestrebungen, die **strengere** einwanderungspolitik zu torpedieren.
        gewaehlt-geliefert, kann man da nur sagen

        schweden ist voellig verloren.
        die dort aktive muslimpartei wirft den fehdehandschuh und stellt massive forderungen an die regierung.

        zb,fordern sie hoehere strafen fuer ethnische schweden als fue rmuslime beim gleichen delikt.
        sie werden sich auch gegen jeden versuch eines hijabverbotes stellen.

        • Gibt wohl laut travelbook sogar eine Reisewarnung für Schweden wegen der hohen Clankriminalität, die immer mehr Opfer fordert. Besonders Minderjährige werden für die kriminellen Netzwerke rekrutiert.

          5
    • Sorry, aber Schweden ist, was die Energieversorgung angeht,bedeutend besser aufgestellt als Deutschland.
      Bezieht sich ihr Nicht-Mitleid darauf das Schweden durch die EU gezwungen ist ,Strom den es selbst benötigt, ins Energie-Wendeland Deutschland zu liefern ?
      Vielleicht haben irgendwann die Nachbarländer auch kein Mitleid mehr mit ihrem grosskotzigem
      Nachbarn Deutschland.

    • Die Völker Europas sollten etwas solidarischer sein, nur so können wir die Kabale ausschalten. Es sind die WEF Eliten die uns in die Shice reiten, nicht der Volkswille, auch nicht in Schweden.

    • Wenn der Krieg der EU im Osten losgeht, ist eh alles zu spät.
      Dann brauchen wir auch keinen Strom mehr.
      Und Satan wird die verbleibenden Umspannstationen in die Hölle schicken.

  • Der ganze Wahnsinn dieser Planwirtschaft in den Abgrund
    wird in die Geschichte eingehen !
    Profitieren werden all jene Länder die konservativ mit gesundem
    Menschenverstand handeln !
    Unser Aufschlag am Boden der Realität wird kommen !

    • „Unser Aufschlag am Boden der Realität wird kommen !“ unter Garantie. Auch weil Grüne, Linke, SPD, CDU immer noch über die Mehrheit verfügen. Alle Wähler dieser Parteien sind Anhänger der Klimasekte. Bedeutet: Deutschland hat fertig !

    • Die Deutschen haben mal wieder den Schuss nicht gehört.

      Sobald der Gaza-Streifen geräumt ist, baut Israel eine Pipeline nach Italien und fängt an das Gas vor der Küste zu fördern.

      Das Gas wird dann wieder vergleichswese günstig fliessen.

      Und die Länder Europas, die Ihre Gas-Infrastruktur nicht vernichtet haben, werden davon profitieren.

      • ja, das ist ein schon laenger kursierender plan.

        seltsam, dass man fast nichts offizielles darueber erfaehrt.

  • Die Strompreise werden dauerhaft hoch bleiben oder mit Wasserstoff zusätzlich kräftig steigen. Zwei kleine Beispiele: 1) Wind- und Solaranlagen werden nach ca. 20 Jahren teuer verschrottet und teuer ersetzt. 2) notwendige Grosskraftwerke kosten auch dann Geld wenn sie keinen Strom liefern und der Strom den sie bei Dunkelflaute liefern ist ebenfalls teuer.

  • Der grünen Lobby ist sowas vollkommen egal, solange Geld fließt ist alles grün, bezahlen tun andere für diesen Schwachsinn.

    • Und der ÖRR trommelt mit:
      Vor par Tagen kam in den Nachrichten (ich glaub beim ZDF wars) die Meldung: „Deutschland hat erstmals mehr elektrische Leistung exportiert als importiert“. Gemeint war das erste Quartal 2026.
      Und das wurde quasi als Erfolg der Energiewende dargestellt.
      Was „natürlich“ weg gelassen wurde:
      Ein Großteil war Überschuß von Solar/Wind, den die Abnehmer nur abgenommen haben, weil wir die Abnahme bezahlen!
      Das Schlimmste las ich schon voriges Jahr (nicht im ÖRR): Bei Überschuß exportieren wir nach Ö, dorten wird mit dem Überschuß in einem Pumpspeicherwerk Wasser nach oben gepumpt. Und in einem Bypass (ohne Turbinen!) wieder runter laufen gelassen – um es solang der Überschuß anhält gleich wieder hochzupumpen. Und wir zahlen für diese Art Verklappung auch noch! Und zwar doppelt:
      Sowohl an die EEG-Erzeuger, als auch an die Ösis wo den Strom verklappen! Ein Irrenhaus!!
      Im ÖRR wird natürlich sowas auch als „Export“ betrachtet – und als Erfolg der Energiewende gefeiert

      • „Deutschland hat erstmals mehr elektrische Leistung exportiert als importiert“ theoretisch richtig. Das suggeriert volkswirtschaftlicher Gewinn. Tatsächlich wurde der Strom verschenkt. Die Bilanz war 140 Millionen MINUS. Zu Lasten von uns Stromkunden !

        • „Das suggeriert volkswirtschaftlicher Gewinn“.
          Genau auf diese vom ÖRR (aber auch MSM und so Beführworter) verbreitete(n), also manipulative Suggestion(en) wollte ich mit meinem Kommentar aufmerksam machen.
          Sowas empfind ich als wirklich übelst!
          Manches geradezu als „orwellsch“…

          13
    • Problem ist der Totalausfall der CDU, die ihre letzte Energie in den Kampf gegen ihre ehemaligen Wähler steckt um sie einzuschüchtern und zu zerstreuen. Die CDU geht auf ihre eigenen Wähler los !! .. statt auf sie zu
      Sie will uns mit in ihren Untergang reißen. Dieses Konzept kennen wir doch schon.

  • Selbstgemachtes Leid! Kennen wir!

  • Macht mir keine Sorgen, wir sind doch schon kriegstauglich. Man stelle sich vor ein Drogenangriff und das Stromnetz wäre ruck zuck wieder Instand gesetzt, spätestens bis 2034. Also immer noch 16 vor der Eröffnung von Stuttgart 21.
    Und dann haben wir ja noch die Kobolde im Netz und TV Geräte aus Afrika die Strom erzeugen.

  • Um solche Zusammenhänge zu verstehen bräuchte man physikalische und mathematische Grundkenntnisse,
    die werden Sie bei den Klimapropheten nicht vorfinden 🕳️

    • Die wollen mit Gesetzen die Physik bezwingen. Selbst die verständige und willige Ministerin Reich wird nichts ändern können. Auch weil ihr Chef ihr in den Rücken fällt. Ein Trauerspiel auf Kosten von uns Bürgern.

      • Und das ist so bitter.

  • Ich hoffe immer noch, das bald eine Regierung auf den Gedanken kommt die verantwortlichen „EU-Spezialisten“ und deren Gefolge zur Verantwortung zu ziehen.
    Die Einschläge kommen schließlich immer näher ….

    • sie geben nicht auf.
      es geht weiter und weiter.
      nachdem e-faehren in norwegen schon nicht funktioniert haben, versucht man es einfach eine nummer groesser.

      **Die Eitzen-Gruppe verstärkt ihren Fokus auf die Elektrifizierung der Schifffahrt im Unternehmen Zen und bestellt gleichzeitig zwei vollelektrische Containerschiffe. Die Schiffe werden in der Lage sein, Container emissionsfrei zwischen Hamburg, Göteborg und Oslo zu transportieren, wie die Gruppe in einer Pressemitteilung bekannt gab .**

      **Zen hat einen Vertrag mit der chinesischen Werft Zhejiang Dongpeng Shipbuilding & Repairing Co., Ltd. unterzeichnet. Das erste Schiff soll in 24 Monaten ausgeliefert werden, das zweite drei Monate später. Die Schiffe werden über Batteriespeicher mit einer Kapazität von über 100 MWh, eine Kapazität für 900 Container und eine Reichweite von 500 bis 600 Seemeilen verfügen.**

      https://inyheter.no/13/06/2026/satser-pa-elektriske-godskorridorer-mellom-oslo-og-hamburg/

  • Unsere GRÜNEN finden an einem Blackout etwas „romantisches“. Dass infolge dessen Menschen sterben das juckt die GRÜNEN nicht.

  • Es ist doch alles ganz anders: Europa und insbesondere Deutschland müssen nur noch eine weitere Kugel Eis in Batterien investieren, dann läuft das mit dem Flatterstrom schon.

    Leider liegt der Preis dieser Kugel bei über 50 Billionen Öre nur für Deutschland.

    Insofern ist jedem der Denken und Rechnen kann (also keine Sozen und GrünInnen) klar, dass die Deindustrialisierung weit davor abgeschlossen sein wird und wir alle vom Staat abhängige Jobs haben werden.
    😀

    • Ich gehe sogar noch eher von 500 Bio. Öre aus, und Fertigstellung nicht vor 2047 🧐

  • Sie lernen nur durch Schmerz.
    Es muss Blackouts geben.
    Sonst begreifen sie es nicht.
    Weil sie es nicht wahr haben wollen.

  • „Ein Brownout unterscheidet sich von einem vollständigen Blackout dadurch, dass die Versorgung nicht völlig zusammenbricht, sondern die Spannung gezielt abgesenkt oder ein Teil der Last abgeworfen wird, um einen Totalausfall zu verhindern.“

    Die Spannung wird bei einem Brownout gezielt abgesenkt? Sorry, lieber Autor, aber das ist Blödsinn. Es geht immer nur darum, durch Lastabwurf die Netzfrequenz stabil zu halten.

  • Diese Volldeppen.
    Merkt den keiner das unsere Energiewende für den Arsch ist.

    • Das war doch so geplant. Deutschland sollte endlich vor die Hunde gehen. Die Interessenten daran gibt es schon lange. ‚Unsere‘ Politiker spielen mit und sind Hochverräter.

    • Bei diesem schwarmverblödeten Leiuten in diesem Land ? Nein. Dem kritischen Rest, schickt man phantasie-Strafbefehle oder gleich die Staatskavallerie morgens ins Haus. So funktioniert „unsere Demokratie“.

  • Grüne Dummheit und Grüne Politik haben dieses Land in einen Irrsinn getrieben! Wirkliche Entwicklungen wie CO² freies Benzin werden verschwiegen, damit man abkassieren kann! Schluss mit den Parteien des Grauens!

  • Das ist das alleinige Problem der Schweden.Wir brauchen keine Kraftwerke oder so einen anderen Quatsch.Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose.
    Das reicht völlig aus.

  • Diesem Wahnsinn könnte man ganz schnell ein Ende bereiten: Jeder Betreiber einer Anlage die wetterabhängigen Strom ins Netz einspeist wird verpflichtet Speicherkapazitäten für mindestens drei Tage und Volllast dieser Anlage vorzuhalten. Dann wollen wir mal sehen wie viel Zappelstrom noch zugebaut wird.

  • Soweit ich weiß kann man die Vorteile von Schwungrädern für das Stromnetz bei einer Akkusteuerung nachbilden, um solche Probleme zu verringern. Gibt nur noch leider zu wenig Akkus und vor allem solche, die das nennenswert können.

  • Digitalisierung & KI ist hier das Zauberwort – Software macht keine Fehler.

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