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Die teuerste „Kugel Eis“ der Welt – was die grüne Energiewende Deutschland jetzt wirklich kostet

Jürgen Trittins berühmte „Kugel Eis“, die die Energiewende kosten sollte, ist mittlerweile wohl die teuerste Süßigkeit der Welt. Die Bundesnetzagentur setzte die Kosten nochmal um ein paar hundert Milliarden Euro nach oben.

Im Frühling letzten Jahres zahlte der Schweizer Rentner Erwin S. 600 Franken für eine Kugel Eis. Bei unseren südlichen Nachbarn war das schnell als Buchungsfehler erkannt. 600 Franken für eine Kugel Eis ist immerhin absolut abnormal, sofort als Fehler im System zu erkennen – für Schweizer.

In Deutschland hingegen sind 600 Euro für eine „Kugel Eis“ inzwischen so etwas wie normale Preise. Zumindest, wenn man dem Ur-Grünen Jürgen Trittin und seinem alten Versprechen glaubt, die Energiewende würde die Menschen „nicht mehr als eine Kugel Eis“ kosten. Auf diesem Versprechen baute eine Energiewendepolitik auf, deren stolzes Ergebnis mittlerweile das vielleicht teuerste Eis aller Zeiten ist. Berichte und Meldungen der letzten Tage zeigen den endgültigen Kollaps der vielleicht größten Lüge in der deutschen Politik. Die Idee einer sicheren, billigen Stromversorgung aus den erneuerbaren Energien wurde über Jahrzehnte propagiert, Regierungen von Union bis Grüne machten sich diese Politik zu eigen. Doch sie ist nur heiße Luft.

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Fast eine Billion für die Energiewende

Allein der für die Energiewende unverzichtbare Ausbau der Netzinfrastruktur wird viel mehr kosten als ursprünglich angekündigt – und das zulasten der Bürger. Statt rund 250 Milliarden Euro Investitionsvolumen bis 2035 wird der Ausbau von Stromtrassen und weiterer Energiewende-Infrastruktur schon bis 2030 zwischen 550 und 750 Milliarden Euro kosten. Das ist mehr als eine Verdopplung der Kosten in einem kürzeren Zeitraum. Wörtlich sprach Barbie Kornelia Haller, Vizepräsidentin der Netzagentur, von einem „dreistelligen Milliarden-Betrag, und zwar ein niedriger für die Verteilnetzbetreiber, konkret können wir eine Zahl nennen: 150 Milliarden Euro bis 2030. Und zusätzlich ein höherer dreistelliger Milliarden-Betrag für die Übertragungsnetzbetreiber, der sich möglicherweise im mittleren dreistelligen Milliarden-Betrag aufhält.“

Einen Tag später sprach die Bundesnetzagentur bereits von anderen Zahlen, die aber kaum weniger beunruhigend sind. „Belastbare Zahlen zum Investitionsbedarf in die Strom-Verteilernetze erhalten wir Ende April aus den Netzausbauplänen“, sagt Fiete Wulff, Pressesprecher der Bundesnetzagentur, gegenüber Focus Online. Konkret sagt er: „Aktuell halten wir unter erheblichen Unsicherheiten einen Investitionsbedarf von gut 150 Milliarden Euro bis 2045 für plausibel.“ Und auch der Investitionsbedarf in die Strom-Übertragungsnetze betrage laut Netzentwicklungsplan 300 Milliarden Euro bis 2045, so Wulff. Bis 2045 könnte der gesamte Investitionsbedarf in die Stromnetze laut Netzagentur also bei rund 450 Milliarden Euro liegen. Zuvor war man von 250 Milliarden Euro ausgegangen.

Die Bundesnetzagentur erklärt das Kostendesaster ganz lapidar: „Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Im Strombereich bedeutet dies, erneuerbare Stromerzeugung auszuweiten und viele Sektoren zu elektrifizieren. Die Folge für das Netz ist ein nochmal deutlich zu beschleunigender Netzausbau. Außerdem muss erneuerbare Erzeugung ans Netz. Auch Wärmepumpen und Ladesäulen brauchen Netzanschlüsse.“

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Insgesamt kosten die grünen Transformationsfantasien das Land in den kommenden Jahren etwa eine Billion Euro – das sind Tausend Milliarden Euro, eine Eins mit zwölf Nullen.

Stromlücke von umgerechnet 20 Großkraftwerken

Nach Prognosen der Unternehmensberatung McKinsey hängt Deutschland in den Stunden des höchsten Stromverbrauchs mit bis zu 30 GW Leistung – umgerechnet 20 Großkraftwerken – von Stromimporten aus dem Ausland ab. Bereits jetzt führt diese sogenannte „Stromlücke“ immer wieder zu Engpässen, etwa in Baden-Württemberg. Dort musste der Netzbetreiber des Landes Aufforderungen zum Stromsparen öffentlich verbreiten, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Energiewende – das ist teurer Strom, der nicht mal verlässlich fließt.

Grüne Ideologen haben es schon offen erklärt: Die Energiewende führt am Ende nicht zur verlässlichen, umweltfreundlichen Stromversorgung der Zukunft. Sie ist nur mit Verzicht realisierbar: „Angebotsorientiert“ nannte Grünen-Politikerin Kotting-Uhl diese Energieversorgung einmal im Bundestag. Die taz-Journalistin Ulrike Herrmann erklärt seit Jahren offen und ehrlich, wo die grüne Strom-Ideologie hinführt – zu „Degrowth“ und Verarmung. Immerhin ist „Energiearmut“ auch ein Wort, dass sich erst in Energiewende-Deutschland gebildet hat – es beschreibt, dass Menschen wegen hoher Energiekosten ärmer werden. Erwartbares – und gewolltes – Nebenprodukt einer Energiewende, wie sie Deutschland vorantreibt.

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