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Die Terror-Piraten vom Golf – und ihre Sympathisanten in Deutschland

Seit Jahren hat der Westen die Terrorgefahr durch Jemens Huthis unterschätzt, jetzt zeigt sich, wie gefährlich ihr Fanatismus ist. Trotzdem scheinen auch deutsche Sicherheitsbehörden sie hierzulande völlig zu unterschätzen.

Während aktuell die ganze Welt die Augen auf den Gaza und Israel gerichtet hat, geht ein Konfliktherd im Nahen Osten beinahe völlig unter: der Krieg der islamistischen Huthi-Rebellen im Jemen. Sie zeigen aktuell, dass sie mit ihrem Fanatismus und Israel-Hass sogar noch aggressiver auftreten als selbst die Terroristen der Hisbollah im Libanon. Die sind mit der Ankunft amerikanischer Flugzeugträger und Schiffen mit Expeditionstruppen der US Marines im Mittelmeer, aktuell noch vergleichsweise zurückhaltend unterwegs und trauen sich anscheinend nicht, einen offenen Krieg mit Israel wieder loszutreten.

Ganz anders dagegen die Huthis, die im Jemen am anderen Ende der arabischen Halbinsel sind, aber trotzdem irgendwie verzweifelt versuchen, Israel zu attackieren – und nicht davon zurückscheuen, bei der Gelegenheit so ziemlich jeden anderen, der ihnen in die Quere kommt, anzugreifen.

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Um den islamistischen Fundamentalismus der Huthis nachzuvollziehen, braucht man sich nur anzuschauen, was sie sich buchstäblich auf die Fahne geschrieben haben. Ihr offizielles Motto, dessen arabischer Text auch als auf ihr Banner herhält, lautet nämlich: „Allahu Akbar! Tod Amerika! Tod Israel! Verflucht seien die Juden! Sieg für den Islam!“ Von diesem Hass angetrieben, versuchen die Huthis sich jetzt in allen möglichen Wegen irgendwie am Krieg gegen Israel zu beteiligen. So schossen sie inzwischen mehrfach ballistische Raketen gen Israel, auf US-Schiffe und Saudi-Arabien.

Bisher verfehlten die Raketen ihre Ziele – mindestens eine, die auf die südisraelische Stadt Eilat flog, wurde von Israels Arrow-2-Raketenabwehrsystem abgefangen. Laut israelischen Angaben, dabei außerhalb der Erdatmosphäre, was sie laut vielen Experten zum ersten Fall von Weltraumkriegsführung macht. Ihre Raketen schlugen in den Jahren zuvor in Saudi-Arabien ein, nahe Flughäfen oder Öldepots. Solche griffen sie auch schon mit Drohnen an.

Die Terrormiliz ist also nicht zu unterschätzen. Sie sind in der Region Teil der iranisch-schiitischen Achse, aus Teheran dürfte auch viel der Raketentechnik stammen, die jetzt zum Einsatz kommt. Daher auch der Hass auf sunnitische Länder wie Saudi-Arabien, das bisher den Iran in der Region in Schach halten wollte und seit etwa 2015 per Luftschlägen Krieg gegen die Huthis im Jemen führt.

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Das wiederum sorgte im Westen für großes Entsetzen. Dort macht man Saudi-Arabien für die humanitäre Katastrophe im Jemen verantwortlich – was auch dazu führte, dass etwa US-Präsident Biden anders als Trump auf sehr weite Distanz zu seinen saudischen Verbündeten ging. Stattdessen schlug man wieder einen Iran-freundlicheren Kurs ein, was auch dazu führte, dass man auf einmal auch freundlicher zu den „Tod Amerika“-Huthis war.

Hatte Mike Pompeo, Außenminister unter Trump, die Huthis noch als Terroristen eingestuft, nahm die Biden-Regierung das gleich zu Beginn ganz schnell wieder zurück. Jetzt greifen diese trotzdem wieder US-Schiffe und Einrichtungen an. Die strategisch wichtige Lage des im Bürgerkrieg versunkenen Jemens nutzt die Gruppe jetzt immer wieder, um sich als Piraten zu betätigen.

Mehrfach in den vergangenen Wochen kaperten schwerbewaffnete Huthis internationale Frachtschiffe, die zwischen Roten Meer und Golf von Aden unterwegs waren. Stolz veröffentlichten sie etwa Videos davon, wie sie das Schiff „Galaxy Leader“ per Helikopter-Landung kaperten. All das im Namen des Krieges gegen Israel.

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Das Schiff selbst fuhr zwar nicht unter israelischer Flagge, hatte keinerlei israelische Besatzung, dennoch suchten die Huthis auch unter Deck nach vermeintlich versteckten Juden an Bord. Das Schiff soll einer Firma gehören, an der wiederum ein Israeli beteiligt sei. Das macht es für die Islamisten dann zum Ziel.

Am Sonntag dann folgte ein ähnlich Kaperversuch: Huthi-Rebellen versuchten das Schiff „Central Park“ zu übernehmen. Nachdem sie an Bord gekommen waren, war allerdings bereits eine internationale Anti-Piraterie-Flotte unterwegs zum Schiff, woraufhin die Angreifer die Flucht ergriffen (später aber gefangen wurden).

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Die Huthis reagierten darauf wiederum, indem sie die USS Mason, ein Schiff der US-Marine das sich an der Rückeroberung der „Central Park“ beteiligte, mit einer ballistischen Rakete beschossen. Laut CENTCOM, dem US-Kommando für den Nahen und Mittleren Osten, verfehlte die Rakete ihr Ziel um 10 Seemeilen.

All diese Angriffe zeigen aber einmal mehr, wie sehr der Westen den Fanatismus und die Gewaltbereitschaft der Huthis bisher unterschätze. Wer aussieht wie Terroristen, wer spricht wie Terroristen und wer sich wie Terroristen verhält – der ist vielleicht tatsächlich einer.

In Deutschland unterschätzt?

Nur deutsche Behörden sehen das wohl anders: Wie einfach islamisch-fundamentalistische Terroristen ungestört auf deutschen Boden auftreten können, zeigten jüngst etwa die Taliban. Sie bleiben in Deutschland weiterhin nicht verboten. Apollo News hat nun nachgefragt, sowohl beim Innenministerium als auch beim Auswärtigen Amt – beide Male bekamen wir keine klare Antwort.

Weder wollte Baerbocks Hause sagen, ob man die Huthis als Terroristen – oder wenigstens Kriminelle – sieht, noch äußerte sich das Innenministerium dazu, ob die Huthis hierzulande verboten oder vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Auch in der jemenitischen Gemeinschaft in Deutschland gibt es einzelne Gruppen, die der Huthi-Seite im dortigen Krieg nahestehen – jedenfalls Saudi-Arabiens Intervention, die auf Wunsch und Seite der international anerkannten Regierung geschah, als vermeintlichen „Angriffskrieg“ präsentieren.

So nennt die deutsch-jeminitische Organisation „Insan“ etwa die Soldaten der arabischen Anti-Huthi-Koalition unter anderem „Terroristen“, ein Wort, das ihnen bei den Huthis nicht über den Mund kommt – die werden grundsätzlich komplett ausgeblendet, während Regierungstruppen im Jemen „jemenitische Söldner“ genannt werden.

Statement von „Insan“, der Jemenitische Gemeinschaft und der Initiative „Stop the War on Yemen“

Was viele der deutschen Gruppe, die bei solchen Aktionen dabei sind, auch mit den Huthis eint, ist eine relativ offen zur Schau gestellte Abneigung gegen Israel: „Insan“, die Initiative „Stop the War on Yemen“ und die Jemenitische Gemeinschaft, die alle prominent bei Demos gegen den Anti-Huthi-Einsatz auftraten, nennen den von der Hamas begonnenen Krieg gegen Israel eine „israelische Aggression“ und sprechen von israelischen „Kriegsverbrechen“. Sie fordern, dass Israel den Kampf gegen die Hamas beendet.

Die deutschen Behörden tappen bei ausländischen Islamistengruppen, die auf deutschem Boden aktiv sind, allerdings mehr im Dunkeln als es viele Bürger erwarten würden.

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