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Stadt im Ausnahmezustand

Brennende Autos, Attacken auf Polizisten und Feuerwehrleute: Eritreer-Mob zerlegt Den Haag

Im niederländischen Den Haag ist es zu massiver Gewalt zwischen zwei eritreischen Gruppen und der Polizei gekommen. Dabei warfen die Eritreer Steine, Feuerwehrkörper auf Polizei und Feuerwehr und zündeten Autos an.

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Bei einem Zusammentreffen von Eritreern in der niederländischen Stadt Den Haag ist es zu massiven Krawallen gekommen. Migranten aus Eritrea warfen dabei den Informationen der Polizei zufolge Steine auf Polizeiautos, ein Bus und weitere Autos wurden in Brand gesetzt. Die Einsatzkräfte mussten mit Tränengas gegen die Randalierer vor. Laut der Polizei waren es mehr als Hundert Angreifer – die Stadt hat aufgrund der erschreckenden Gewalt und den Folgen der Ausschreitungen den Notstand ausgerufen.

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Bilder aus Den Haag zeigen die Verwüstung

Eine Nacht des Gewaltexzesses

Es ist den Bildern zufolge wohl einer der erschreckendsten Gewaltexzesse, die die Niederlande in ihrer jüngsten Geschichte erleben musste. Am späten Samstagabend kam es, so berichtet es die renommierte niederländische Zeitung De Telegraaf, war es zunächst zu Streitigkeiten zwischen zwei Gruppen von Eritreern gekommen, wohl erneut politischer Natur. Offenbar, so sind bisher die Angaben der Polizei, hatte eine der Parteien demnach eine Versammlung in einem Veranstaltungsgebäude, einer großen Halle, geplant, zu der auch Gegner kamen. Nach Angaben der Sprecherin handelte es sich um eine verspätete Neujahrsparty einer Gruppe Eritreer.

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So auch am Samstag: Als die Polizei zu dem besagten Veranstaltungshalle anrückte, attackierten die eritreische Randalierer nicht nur sich, sondern auch die Polizei. Steine und Feuerwerkskörper sollen nach Angaben der Polizei dabei von den migrantischen Randalierern eingesetzt worden sein.

Schon in den letzten Monaten hatte es auch in Deutschland immer wieder schwere Gewalt bei Auseinandersetzungen zwischen Eritreern gegeben. Dabei treffen immer wieder und brutaler Unterstützer und Gegner der diktatorischen Regierung in dem ostafrikanischen Land aufeinander. Bei dem„Eritrea-Festival“ in Stuttgart im September des vergangenen Jahres war das Ergebnis 27 verletzte Polizisten und 228 Festnahmen. In Gießen im Juli 26 Polizisten. Auch in Stockholm und Israel kam es schon zu solchen Exzessen.

Situation eskalierte

Mit Eintreffen der Polizei an der Veranstaltungshalle, ein Opernhaus, erreichte die Situation am Samstagabend dann ihren gewaltsamen Höhepunkt. Eine große Gruppe Eritreer soll nach den Informationen der Polizei in das Opernhaus eingedrungen sein und bewarf Polizisten mit Ziegelsteinen.

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Ein Video auf der Plattform „X“ zeigt die heftigen Steinwürfe.

Polizeiautos, ein Bus und weitere Personenwagen wurden von den Eritreern anschließend in Brand gesetzt und das Veranstaltungsgebäude schwer beschädigt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Scheinbar sollen die Fenster des Gebäudes völlig demoliert sein. Ein Polizeiwagen standen in Flammen, auch Fahrräder und Verkehrsschildern sollen als Wurfgeschosse verwendet worden sein.

Angriffe auf Feuerwehr

Bei den Unruhen sollen auch Feuerwehrautos beschossen worden sein. Ein Feuerwehrsprecher sagte, an drei Fahrzeugen seien Spiegel und Scheiben beschädigt worden. Die Situation sei so gefährlich gewesen, dass die Feuerwehr die Brände zunächst nicht bekämpfen konnte.

„Zuerst erhielten wir die Meldung, dass ein Polizeiauto in Flammen stand. Wir mussten uns zurückziehen, weil die Situation nicht sicher war. Später geriet auch ein Polizeiwagen auf dem Veranstaltungsgelände in Brand. Dort blieben wir stecken und wurden beschossen, wodurch die Fahrzeuge beschädigt wurden und wir zum Rückzug gezwungen wurden. Anschließend haben wir Zäune an den Fenstern unserer Fahrzeuge angebracht, damit wir die Brände trotzdem löschen konnten.“, so der Sprecher der Feuerwehr zu „De Telegraaf“.

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Brennender Bus in Den Haag

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Der Angriff auf die Staatsmacht: Ein brennender Polizeiwagen mitten in Europa.

Unter größten Einsatz konnte die Polizei dann am Abend die Situation auflösen, in dem sie die Gruppen auseinandertrieb. Gezielt und bewusst gingen die Einsatzkräfte dabei mit Tränengas gegen die Randalierer vor. Der Bürgermeister verhängte am Ort der Krawalle den Notstand, was der Polizei neue Befugnisse gab.

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Eritreer gingen bewaffnet mit Eisenstangen gegen die Polizei vor.

Die Gruppe blieb nach Angaben der Polizei bis fast 22:30 Uhr im Konferenzzentrum. „Nach einem groß angelegten Polizeieinsatz ist die Lage am und um den Fruitweg wieder unter Kontrolle“, berichtet die Feuerwehr Sonntagmorgen auf X. „Das Tagungszentrum wurde inzwischen evakuiert“, heißt es weiter in der Feuerwehrmeldung. De Telegraaf zufolge löschte die Feuerwehr bis weit in die Morgenstunden des Sonntags noch an den Bränden.

Bürgermeister zeigt sich schockiert

Bürgermeister Jan van Zanen bezeichnete die Gewalt gegen die Polizei am Samstagabend gegenüber dem Telegraaf als „schrecklich und inakzeptabel“. „Die Staatsanwaltschaft hat ein groß angelegtes Ermittlungsteam eingerichtet, um die Täter dieser Störungen strafrechtlich zu verfolgen. Ich möchte alle, die zur schnellen Aufdeckung der Täter dieser inakzeptablen und unnötigen Gewalt beitragen können, zur Zusammenarbeit auffordern“, so van Zanen weiter.

Der Bürgermeister erklärt, er sei sich bewusst, dass Treffen der eritreischen Gemeinschaft zu gegenseitigen Spannungen führen können. „Die Polizei und die Gemeinde wussten von dem Treffen im Voraus“, sagte Van Zanen. In Absprache mit dem Konferenzzentrum und der Organisation des Treffens seien die Sicherheitsmaßnahmen erhöht und die Polizei habe zusätzliche Einheiten in Bereitschaft gestellt. „Ich möchte meine Bewunderung und Dankbarkeit für den professionellen Einsatz aller Notfallhelfer zum Ausdruck bringen, die heute Abend im Einsatz waren.“ fügte er an.

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