„Angemessen“ gekürzt
Berliner Gymnasien setzen auf vereinfachte Varianten von Schiller und Goethe
Berliner Gymnasien setzen auf vereinfachte Versionen von Literaturklassikern, zum Beispiel, um Zeit zu sparen. Der Berliner Schülersprecher kritisiert, dass Literaturklassiker nichts mit dem Alltag von Schülern mit Migrationshintergrund zu tun haben.
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Berliner Gymnasiasten lesen Literaturklassiker wie Goethes „Faust“ oder Werke von Schiller teils nur noch in vereinfachter, moderner Sprache, wie der Tagesspiegel am Samstag berichtete. Lehrkräfte würden dazu beispielsweise auf die Reihe „Einfach klassisch“ des Cornelsen-Verlags zurückgreifen, die sich ursprünglich an Real- und Hauptschüler richtete oder von Schülern als Lernhilfe genutzt wird.
Die Lehrerin des Weddinger Lessing-Gymnasiums berichtet beispielsweise, dass „Nathan der Weise“ aus Zeitgründen größtenteils in vereinfachter Sprache gelesen werde. Lediglich die „Ringparabel“ werde im Original gelesen, weil bei inhaltlichen Vereinfachungen eine zu große inhaltliche Vereinfachung entstünde. Am Lessing-Gymnasium haben rund 60 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund. Doch auch an Gymnasien mit geringerem Anteil wird vermehrt auf die Texte zurückgegriffen.
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Christian Plein vom Fachverband Deutsch sagt gegenüber dem Tagesspiegel: „In Zeiten, in denen viele Jugendliche – besonders mit Migrationshintergrund – das Lesen nur bedingt oder kaum beherrschen, ist es tatsächlich unverzichtbar, ihnen komplexere Texte durch einfache(re) Sprache nahezubringen.“ Berlins Landesschülersprecher Orçun Ilte kritisiert, dass Literaturklassiker keine Anknüpfungspunkte an das Alltagsleben von Schülern mit Migrationshintergrund haben würden. Stattdessen solle man Raptexte analysieren.
Der Cornelsen-Verlag kürzt den Originaltext „angemessen“ – was das jedoch heißt, liegt letztlich im Ermessen der Lektorinnen und Lektoren und des Verlags. Die Ringparabel wird beispielsweise um 15 Prozent gekürzt. Lehrkräfte, die die vereinfachten Texte kritisieren, stellen indes infrage, wie es um die Lesekompetenz der Schüler steht, die nur die einfachen Texte lesen, und was dann das Abitur noch wert sei.
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Doch nicht nur in Berlin wird das Niveau abgesenkt. Das Kultusministerium in Niedersachsen kündigte an, dass ab dem kommenden Schuljahr in Grundschulen kein schriftliches Dividieren mehr gelehrt werden solle. Denn diese Rechenform sei besonders komplex und fehleranfällig (Apollo News berichtete).
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Nun, das hinreichende Verständnis der Landessprache ist für jedes Schulfach und jede Form der Berufstätigkeit in einem Land die zentrale Schlüsselqualifikation – an einer mathematischen Textaufgabe wird – unabhängig von mathematischen Fähigkeiten – der scheitern, der sie – warum auch immer – nicht versteht.
Und die Lektüre der „Klassiker“ gewinnt ihre Berechtigung aus der Vermittlung des geistesgeschichtlichen Fundaments Europas, dessen man sich weder mit Rap-Texten, noch mit „einfacher Sprache“ anzunähern vermag.
Die Verengung dieser Bildungsdiskussion auf Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ verschleiert indes den Blick auf das tatsächliche Problem, denn es sind beileibe nicht (nur) ausländische Schüler, die mit der deutschen Sprache überfordert sind. Die Diskussion müsste nämlich darüber geführt werden, wie man es verhindert, daß Schüler auf Gymnasien und Oberschulen gelangen, die dort – oft hoffnungslos – überfordert sind – und das sind oft nicht die ausländischen Schüler.
Nachtrag:
Ich hatte im Lateinunterricht der Klasse 12 zwei Schüler (einer Sohn eines Rechtsanwalts, der andere aus einer Arztfamilie), die noch nicht einmal imstande waren, ein deutsche Einleitung zur Vorinformation für einen Übersetzungtext flüssig zu lesen und längere Worte mussten beide mit dem Finger unter den Worten ausbuchstabieren. Da habe ich mir die Frage gestellt, wie funktionale Analphabeten in die 12. Klasse eines Gymnasiums gelangen konnten.
Nebenbei: In derselben Klasse waren eine junge Türkin (unverschleiert) und ein Nigerianer, schwärzer als Kaffee, die nicht nur der deutschen Sprache in bemerkenswerter Weise mächtig waren, sondern auch buchstäblich druckreife Übersetzungen aus dem Lateinischen zuwege brachten.
Intelligenz ist nicht zuvorderst ein Herkunfts- oder Hautfarbenproblem, sondern sie hängt viel mehr davon ab, wie die intellektuelle Entwicklung von Kindern auch im Elternhaus wertgeschätzt und gefördert wird.
Vielen Dank für Ihren Beitrag, Marcus Agrippa! Mit beiden meiner Kinder habe ich den „Tell“ gelesen, von der ersten bis zur letzten Zeile, mit verteilten Rollen, als davon im Deutschunterricht nur kleine Häppchen durchgesprochen wurden. Sie waren von dem Werk begeistert – und haben verstanden, warum es bei den Nazis verpönt war. Und ICH habe plötzlich begriffen, warum gewisse Kreise diese Klassiker HEUTE WIEDER in der Versenkung verschwinden lassen wollen. Man denke nur an den Gessler-Hut…
Ja, mit Hautfarbe oder Nationalität/Ethnie hat derlei nichts zu tun. Mich nervte auch immer dieser „Stolz“ mancher Deutscher auf Goethe und Schiller, obowhl sie kaum ein Wort von denen gelesen hatten oder hätten lesen wollen. Da kann ein Germanistik-Student aus Nigeria mehr mit Goethe und Schiller zu tun haben, und als interessierter Liehbaber mehr substantielle Gemeinsamkeiten mit ihnen aufweisen, als manch ein Deutscher. „Nationalstolz“ ist ein weites Feld, aber so geht es halt nicht.
Entschuldigung der Daumen nach unten war einfach daneben getippt.( kann leider nicht zurückgenommen werden) Diese 2 genannten Menschen sind Beispiele einer gelungenen Integration. Ich lebst kenne einige. Und genau die verstehen nicht warum manchen alles in den Alleretesten gesteckt wird.
Natürlich gibt es Kinder von Migranten mit herausragenden schulischen Leistungen.
Das ändert aber nichts an den grundsätzlichen Problem, die in den Schulen durch Schüler mit sprachlichen Defiziten oder Integrationsproblemen entstehen.
Gefördert durch Geld?
Vielen Dank für Ihren Beitrag! Das ständige Gesülze über ‚Migration‘ verschleiert das Problem! Wenn es konkret wird, gibt es keine ‚Migranten‘. Sondern es gibt: Polen, Russen, Amerikaner, Chinesen, Inder, Israelis, Vietnamesen, Philippinos, ‚Afrikaner‘ usw. . Und dann gibt es – leider – eine Art Problem-Klientel, welches sich durch folgende gemeinsame Eigenschaften auszeichnet: (*) fast immer ‚jung‘ (*) fast immer männlich (*) fast immer arabisch-muslimisch-islamistisch sozialisiert von Afghanistan über Palästinesien bis Marokko. Nebenbei gibt es noch, marxistisch formuliert, das biodeutsche akademisierte ‚Lumpenproletariat‘! – Das heißt ‚Migrant‘ ist ein Sammelbegriff, der Unterschiede nivelliert und Gemeinsamkeiten vortäuscht, die nicht exisieren. Wir brauchen in Deutschland MEHR Leute, wie Ihre Mitschüler aus der Türkei und Nigeria. LEISTUNG muß sich (wieder) lohnen!!! Junge männliche Krawallmacher dagegen, gehört eingesperrt und/oder abgeschoben – rücksichtslos und ohne Gnade!
Stimmt nicht ganz, aber verallgemeinern darf man es auch nicht. Es gibt schon ziemliche genetische Unterschiede zwischen den Menschenrassen (ok, darf man nicht mehr sagen, stattdessen Ethnien). Intelligenz misst man vielmehr statistisch in Gauss’schen Glockenkurven über eine Bevölkerung. Es gibt auf jeden Fall Schwarze, die intelligenter sind als Weisse und Weisse, die intelligenter sind als Asiaten. Aber wenn man die Glockenkurven der 3 größten Menschenrassen (Negroid, Kaukasisch, Asiatisch) übereinander legt, ist der Peak der Schwarzen links der Weissen, der in der Mitte ist und rechts davon sind Asiaten. Dies wurde z.B. auch in Prüfungstests über zigtausende Studenten an Unis belegt. Nicht ohne Grund hat(te) Deutschland einen IQ 95-100 (und sinkend) und China/Japan einen IQ 115-120. Schwarze sind bei IQ 80-90. Und natürlich immer mit Ausnahmen! 🧐👆
Kein Mensch braucht Latein. Die Sprache ist so tot wie der päpstliche Penis. Genauso verhält es sich mit den sogenannten Klassikern, die tatsächlich Zombies sind. Umständliche Formulierungen von vorgestern sollte man endlich sterben lassen. Wenn es um gutes Deutsch geht, dann sollte man auf die Geschichtsbücher aus den 50er Jahren zurückgreifen. Deutsch und Geschichte in einem. Das ist dann auch etwas, wo man mit Recht stolz sein darf sie gelesen zu haben.
Danke für Ihren Kommentar.
Ich sehe das ganz genau so.
Man sucht permanent nach Ausreden um den Bildungsstandard in Deutschland zu senken.
Eine absolute Fehlentwicklung.
Gerade auch aus der Lektüre von Klassikern kann man so viel für sein Leben lernen, das weit über das hinausgeht was heute nur noch so als Minimumstandard ausgelegt wird.
Die Liebe zur deutschen Sprache oder zur deutschen Kultur fällt doch nicht einfach vom Himmel.
Diese aber zu fördern hat man längst aufgegeben.
Sicher übertreibe ich, aber irgendwann enden wir noch in der Sprachlosigkeit.
Ein Schulsystem in dem sich Schüler nicht mehr in unserer Landessprache vernünftig und auch gewählt ausdrücken können, ist ein System des Totalversagens.
Und die Rücksichtnahme auf den MH ist doch nur vorgeschoben. Man will sich keine Mühe mehr machen.
Nun, verehrter Lindblom, wir enden sicher nicht in der Sprachlosigkeit, wie sie befürchten, sondern, verursacht durch banalisierte Sprache, in der sprachlich-intellektuellen Banalisierung.
Am Ende steht dann Fäkalsprache. Ich schwör, digger
Nachtrag 2:
Auch aus Elternhäusern, die in sozialistisch-bildungsbürgerlicher Hybris so gerne euphemisierend als „bildungsfern“ bezeichnet werden, hatte ich Schüler; kluge Kinder, deren schulische Entwicklung und Leistungen den Eltern ein echtes Anliegen waren – in deren Klassen bin ich meist mit einem Lächeln hineingegangen und wieder herausgekommen, weil sich dort im Unterricht – oft unvermittelt und unerwartet – jene seltenen Momente ereigneten, wo plötzlich die Erkenntnis, wie Aristoteles das beschrieb, „einschlägt“ und eine neue Einsicht entsteht.
Das Problem sind nämlich die Kinder, bei denen zu Hause der Kühlschrank voll, aber der Kopf leer ist.
Eben. Ich komme auch nicht aus einem Akademikerhaushalt. Es kommt nicht nur auf den Hintergrund der Eltern an, sondern auch darauf, ob diese den Kindern Lust und Willen an Bildung und daran, etwas zu lernen, vermitteln; und das kann in „bildungsfernen“ Haushalten manchmal eher gelingen als in solchen des „Bildungsbürgertums“.
„Das Problem sind nämlich die Kinder, bei denen zu Hause der Kühlschrank voll, aber der Kopf leer ist.“
…und das Schlimme, das Problem ist schon etwas älter.
Carter USM hat das 1993 bereits im Song „Turn On, Tune In And Switch Off“ (sehr zynisch) beschrieben.
Wie kann dann die Landesschulsprecherin sowas sagen. „Kein Bezug zu Literaturklassikern – daher besser Raptexte bearbeiten“
Orçun Ilte, die weiß doch gar nicht, was Kultur überhaupt ist.
Und Kultusministerium in Niedersachsen kein Dividieren mehr ? Ich kann nur sagen „Doofmannministerium“ bitte Pension streichen!
Nach meiner Einschätzung (u.a. 40 Jahre Ausbilder, M.A. Andragogik) gehören mindestens 60% der heutigen Gymnasiasten nicht dorthin, sondern in eine berufliche Ausbildung.
Es ist absolut kontraproduktiv, diesen Kindern einzureden, sie wären dafür geeignet. Es wird sie frustrieren, sie werden bildungsfeindlich, und die Ausbildungseinrichtungen werden entwertet.
Wenn man will und nicht blöd ist, kann man auf vielen Wegen Fach- und Führungskraft werden. Aber das deutsche Gymnasium ist nur für eine Elite sinnvoll, die über das Potential und die Leistungsbereitschaft verfügt. Dafür lohnen sich dann auch verbeamtete und mit A13/14 ab Berufseintritt vergleichsweise hoch besoldete Lehrer, die ihre Fächer beherrschen und sie gut vermitteln können sollten.
Eine Möglichkeit wäre, den Kindern eher etwas in Art der us-amerikanischen Highschool anzubieten, wenn der Realschulabschluss als zu wenig erscheint. Wir haben da etwa das Fachabi, dass ein wenig in diese Richtung weist.
@ Felix Andragogik, wieder was gelernt heute. Der Begriff war mir nicht bekannt, das Thema schon. Mit dem lebenslangen Lernen ist das so eine Sache heutzutage. Wie oft habe ich in meinem (Arbeits)Leben versucht, junge Leute nach ihrer Ausbildung zu Weiterbildung zu motivieren, meistens erntete ich nur eine abwertende Handbewegung, oder ein müdes Lächeln.
Das ist die Realität an vielen deutschen Schulen:
„Kampf im Klassenzimmer“, WDR, 2009 (!)
Oder aktueller:
„Gewalt an unseren Schulen“, ZDF, 2024.
„Birgit Ebel – Interview – Mobbing und Rassismus in der Schule, Hyslop 2024
‚Hurra, Hurra, die Schule brennt!‘, Fair Talk, 2024
‚Deutsche Schulen außer Kontrolle‘, Kritisches Deutschland, 2025
Die Antwort auf die letzte Frage ist einfach:
Man senkt auch das Niveau der Universitäten ins Bodenlose.
Und schon gibt es kein Problem mehr.
Man muss doch noch froh sein, das es noch in dt. Sprache gelehrt wird in Schulen, obwohl das häufig die Minderheit ist.
Wer die Landessprache NICHT kann, hat sowieso NICHTS auf Gymnasium, Hochschulen zu suchen (Ausnahme befristete Austauschschüler/-studenten).
Das jedoch das (Ein)Bildungsniveau seit Jahrzehnten stets nach unten korrigiert wird, vor allem Gymnasien und Hochschulen, zeigt Kapitulation eine Leistungsgesellschaft mit Fachkräften zu erhalten, geschweige denn zu fördern.
Daher wohl auch die massiven Qualitätsverluste in der Politik, denn nach Kreißsaal und Hörsaal auf niedrigen Niveau oder gar realitätsfernen woken Studiengängen, kann man im Plenarsaal KEINE Wunder mehr erwarten.
Care Realista, leider war eine Antwort unter Ihrer Zuschrift nicht möglich. In Beantwortung Ihrer Fragen: Das Problem mit den meisten Kultusministern ist ein mehrfach-komplexes:
a) Sie waren in der Schule und glauben daher zu wissen, wie die funktionieren müsse.
b) Sie sind oft Eltern und glauben daher, ihre/die Kinder vor vermeintlich überzogenen schulischen Erwartungen oder Anforderungen schützen zu müssen.
c) Sie sind bereits Opfer sozialistischer „Bildungsreformen“, die in nichts anderem als der Absenkung der Leistungs-/Prüfungserfordernisse bestanden haben.
d) Sie sind meist nicht „vom Fach“ – und wenn sie es dennoch sein sollten, sind sie idR. „Unterrichtsflüchtlinge“, die rechtzzeitig die „Kurve“ in die Politik gefunden haben, nachdem sie – wenigstens ansatzweise – ihre fehlende Eignung erkannt haben.
e) Sie sind Politiker und werden von Eltern (vgl. bc) wiedergewählt
f) Sie (& viele Lehrer) halten sich für „intellektuell“ – und der „Geist“ steht – angeblich – „links“.
@ Marcus Agrippa
Ich bemerke, das Sie offensichtlich voll im Thema sind ! Meine Frage an den Lehrkörper: Warum setzt sich bei den KuK nicht mal der Gedanke durch, das sie in kürzester Zeit obsolet sein könnten. Niederes Bildungsniveau braucht keine Lehrer mit Studium. Warum ist der überwiegende Teil LinksGrün ideologisiert ?
„Die Verengung dieser Bildungsdiskussion auf Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ verschleiert indes den Blick auf das tatsächliche Problem“
Hier wird gar nichts verschleiert, Herr linker Lehrer. Könnten Sie nicht nur Latein, sondern auch rechnen würde es sich vielleicht lohnen, Ihnen als vom Steuerzahler bezahlte Kraft zu erklären, warum 1 Prozent kein Problem ist, 60 Prozent aber schon.
Vielleicht sollten Sie mit Ihren Schülern weniger demonstrieren oder Maske tragen üben, sondern stattdessen selber mal ein bißchen Geschichtsnachhilfe üben. Womöglich geht Ihnen dann ein Licht auf, warum der heutige Römer kein Latein mehr spricht, es den Byzantiner nicht mehr gibt und warum das Kind mit deutschem Paß bald ohnehin Deutsch nur noch als Fremdsprache lernt.
Die Vereinfachung ist notwendig, um weiter Abitur-Durchschnittsnoten von 1,0 und 1,1 zu generieren, das möglichst bei der Hälfte des Abiturjahrgangs.
Indes ist es ein Verbrechen an den Texten, die nicht dazu da sind, irgendwelche gegenwärtige Lebenswelten zu spiegeln, sondern die kulturelle Substanz der Geistesgeschichte. Gute Literatur ist „das Spiel von Sprache, Geist und Form“, wie es einst der Philologe Karl Büchner zusammenfaßte; das können nur die Autoren selbst, nicht irgendwelche pädagogisch beflissene Lektoren. Schule darf ruhig mal ein wenig anstrengend sein, daheim kann man sich später auch noch erholen.
Loch in Erde
Bronze rin
Glocke fertig
Bingbingbing.
Einfach genug?
😄😄😁😁🤣
Dazu noch alle 3 Teile von Fack ju Göthe und fertig.
„Auch möge er (Humboldt) das Erzählen nicht. Aber er könne das schönste deutsche Gedicht vortragen, frei ins Spanische übersetzt. Oberhalb der Bergspitzen sei es still, in den Bäumen kein Wind zu fühlen, auch die Vögel seien ruhig und bald werde man tot sein. Alle sahen ihn an. Fertig, sagte Humboldt.“ – Aus: Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt 🙂
Für eine Gesellschaft im rasanten Niedergang genau das Richtige.
Wo bleiben die Schüler, die sich auf dem Gymnasium noch die Voraussetzungen für eine qualifizierte berufliche Ausbildung erwerben wollten?
Nicht jeder ist mit Bürgergeld zufrieden.
„Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“ – Maria Böhmer (CDU) am 12.03.2008
„Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold“ – Martin Schulz (SPD) am 09.06.2016
„Ab einem Anteil von 35 Prozent Kindern mit Migrationshintergrund in einer Klasse nehmen die Leistungen überproportional ab.“ – Heinz-Peter Meidinger (Deutscher Lehrerverband) am 05.01.2023
Der Aufschlag am Boden der Wirklichkeit wird fürchterlich sein.
Ist immer noch zu aufwendig und anstrengend. Was sie schon immer über Goethe wissen wollten in Kurzformat, auch verständlich für Handyabhängige:
https://www.youtube.com/watch?v=wMdUNr9KsWk
Man könnte leicht weitere Videos in diesem Stil über deutsche Persönlichkeiten drehen. Kostengünstig und man schläft garantiert nicht ein;)
Goethes FAUST in leichter Sprache: (In einem Zimmer mit hoher Decke sitzt Faust an seinem Schreibtisch.)
„Ich habe sehr lange studiert: Philosophie, Jura, Medizin und sogar Theologie.
Ich habe viel gelernt und viel gelesen.
Trotzdem fühle ich mich nicht klüger als vorher.
Ich glaube, dass ich eigentlich nichts wirklich weiß.
Ich bin frustriert, weil ich trotz all meines Wissens die Welt nicht verstehe.
Ich bin ein angesehener Lehrer, aber innerlich fühle ich mich leer.
Ich finde keinen Sinn mehr in meinem Leben.“
Wie soll ein junger Mensch da noch Freude an Literatur und Sprache entwickeln?
Das geht noch kürzer.
Faust.
Verzweifelt am Leben.
Dem Teufel ergeben.
Gretchen gesehen.
Schon wars geschehen.
Gretchen Kind gekriegt
Faust sich verdrückt.
Gretchen verrückt.
Gretchen in Zelle.
Faust in die Hölle?
Am Ende bleibt von Goethe oder Shakespeare bei so etwas nur eine billige Seifenoper, wie es sie wahrlich schon mehr als genug gibt…
Shakespeare war nie etwas anderes als billige Seifenoper aus einer anderen Zeit. Ich glaube wirklich, die Leute machen sich falsche idealistische Vorstellungen. Die Erfindung der Dichtkunst diente nicht der Erbauung, war keine Kunst um ihrer selbst willen – es war Qualitätsmanagement in der schriftlosen Zeit.
Sie hatten ein Epos, welches für ihre Kultur von Bedeutung war und die Gesellschaft auf Linie bringt? Dann müssen sie irgendwie dafür sorgen, dass die Erzähler die Story nicht verfälschen. Nicht dass sich jemand am Achiles stört, und die Figur anders darstellt. Also wurde alles in Versform gebracht, so dass ein Fälscher genötigt wird mindestens so gut zu dichten wie das Original. Zudem wird sich die neue Version nicht durchsetzen, weil sie immer in der Minderheit ist.
Seit dem wir Schrift haben, brauchen wir keine Gedichte mehr.
Sentimentale Zeitverschwendung. Also hört auf hier rumzuheulen und gewöhnt euch an die Tatsache, dass sich nichts so schnell ändert wie die Sprache.
Starke These! Aber wie genau haben denn die, sagen wir zum Beispiel: Liebesgedichte von Walther von der Vogelweide eine „Gesellschaft auf Linie“ gebracht?
Na, dann hatte Loriot wohl recht, als er sagte:
„Eines Tages werden wir uns nur noch grunzend verständigen.“
Goethes FAUST in klarer und verständlicher Sprache:
https://www.youtube.com/watch?v=wMdUNr9KsWk
Aber, doch die Bildchen nicht vergessen!
https://www.youtube.com/watch?v=ZDo9hQyhWoY
Wollen die das überhaupt.
Und Beethovens „Fünfte“ reduzieren wir auf „da, da, da, daaa“.
Ich müßte mir so eine einfache Variante einmal zulegen, kennen tue ich derlei allerdings aus dem Fremdsprachenunterricht, da wurde so etwas auch verwendet. Aber da ging es vorwiegend um die Fremdsprache. (Aber gut, im Deutschunterricht inzwischen ja wohl auch.)
Wer im Literaturunterricht (v. a. an Gymnasien) solche einfachen Varianten verwendet, hat nicht verstanden, worum es bei Literatur geht. Den „Plot“ und „die Moral“ kann man sich auch noch kürzer besorgen, z. B. über ein Literaturlexikon.
Traurig, sehr traurig.
Aber offenbar darf der Durchschnittsdeutsche nicht gebildeter sein als der Durchschnittspolitiker es sein will, mehr verdienen (oder netto im Geldbeutel haben) darf er anscheinend ja auch nicht bzw. nur, wenn man als Multiplikator für die Parteilinie gilt.
„Wer im Literaturunterricht (v. a. an Gymnasien) solche einfachen Varianten verwendet, hat nicht verstanden, worum es bei Literatur geht. „Die Berliner „Bildungsssenatorin“ gesichert auch nicht, das wäre auch zu viel verlangt. Aber fürs Tennis spielen reicht es noch.
Wir werden von Dummköpfen regiert.
Eher von opportunistischen, narzisstischen Bösewichten.
Wer hat Leute die so etwas verzapfen denn in Regierungsverantwortung gebracht? Wozu müssen auch Schul-, Ausbildungs- und Studienabbrecher dafür sorgen das Schiller und Goethe ordentlich gelehrt werden.
Da sprechen Sie wirklich ein Problem an.
Was wollen wir von Politikern erwarten, die selbst nur über eine geringe Allgemeinbildung und z.T. dazu noch ohne Berufserfahrung vor uns „den großen Maxen“ machen wollen?
Dumme, ungebildete Menschen lassen sich halt von dummen, ungebildeten Menschen besser führen.
Nen! Auf „Döp-döp-döp“!
an anderer Stelle eingefügt
12.01.26, WELT
„… Das Hans-Carossa-Gymnasium in Berlin-Spandau wird als erste deutsche Schule nach der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer (1921-2025) benannt …“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6964cb1b54e8233d6fbde86e/margot-friedlaender-berliner-schule-wird-nach-prominenter-holocaust-ueberlebender-benannt.html
Wer Inhalte der Literatur kürzt, kürzt Lehre und hat sie selbst nicht verstanden.
In Deutschlands wird jetzt alles „vereinfacht“, und die Steuern, Abgaben, Beiträge, Gebühren werden erhöht. Auch Einwanderung in die Sozialsysteme und die Einbürgerung wird vereinfacht. Tagesschau ab sofort in „einfacher“ Sprache. Deutschland ist jetzt ein Land der Vereinfachung
Statt „Vereinfachung“ muß es wohl „Verblödung“ heißen.
Deutsch als Sprache hat doch auch kaum Anknüpfungspunkte an das Alltagsleben von Schülern mit Migrationshintergrund.
Schüler, welche das Lesen nur bedingt oder kaum beherrschen, gehören nicht in eine Abiturklasse.
Nein, auf ein Brettergymnasium
Man kann es kurz fassen: „Loch gebuddelt, Bronze rin. — Glocke fertig, bim-bim-bim“
Man sollte gerade in Berlin im Fach Deutsch viel mehr Comics einsetzen!
Da gibt es dann zur Freude der Bildungssenatorin nur gute Noten in Deutsch!!
Ich denke nicht. nach meiner Erfahrung können heute noch weniger Menschen Comics lesen, als etwa Goethe.
Das Problem ist, dass dies eine eigene Lesetechnik erfordert, die ebenso erlernt werden muss, wie das übliche Lesen.
Wer gut Lesen kann, denkt oft, er könnte Comics lesen, weil er die Texte lesen kann. So funktioniert das jedoch nicht.
Das ist per einfacher Interpretationsübung nachweisbar. Indiz ist, wenn einem passionierten Leser auch die besten Comics für Erwachsene keine Freude bereiten – dann kann er sie nicht lesen.
Wer „..das Lesen nur bedingt oder kaum beherrschet..“ ist im Gymnasium fehl am Platze.
So einfach ist das
nicht vergessen im Bundestag darf einer solchen Person das Mandat nicht verwehrt werden – falls er/sie gewählt wurde – darum werden alle am Gymnasium „durchgezogen“.
Verstehe ich es richtig: Bestimmte Schüler wollen an Deutschen Gymnasien in Deutsch keine Deutschen Klassiker lesen, weil sie keinen Bezug dazu haben wegen ihres Migrationshintergrund.
Sollen stattdessen lieber ausländische Klassiker in ausländischer Sprache in Deutsch gelesen werden?
Ich bin verwirrt!?
Der ausländische Klassiker schlechthin nennt sich doch Koran. Den lernen ganz viele auswendig.
„Sollen stattdessen lieber ausländische Klassiker in ausländischer Sprache in Deutsch gelesen werden?“
aber sicher doch…
Nur bitte im Ausland…
Klasse Begründung, um Teile im Original zu lesen: Bei inhaltlicher Vereinfachung entstünde eine zu große inhaltliche Vereinfachung. Aha! Tautologie können sie.
Bald werden Schiller und Goethe 2 Frauen aus Sudan und Uganda sein.
Aber bitte non-binär und mit wuchtigem ‚Vordergrund‘, unter dem zwei Untertertianer beim Platzregen Schutz suchen und finden können!!!
Wiso heißt es dann noch Gymnasium?!?
Die vereinfachte Version von Schillers „Das Lied von der Glocke“:
Loch in Erde, Kupfer drin, fertig Glocke bim bim bim…:-)
Bronze, soviel Zeit muss sein.
Die Glocke von Schiller Kurzversion: Loch in die Erde Bronze rinn. Glocke fertig bimm bimm bimm.
Die Erkemntnisse von Goethe und Schiller hätten die erlebte Zeit von Friedländer eigentlich verhindert. Vermutlich hätte sie jetzt einer Namensnennung des Gymnasiums mit ihrem Bezug abgelehnt.
Ich setze auch auf eine vereinfachte Variante von „L‘amour toujours“. Döp, dödödöp…
Dann sollte man doch konsequenterweise auf die Behandlung dieser Texte im Unterricht verzichten und lieber Qualitätsliteratur der Gegenwart lesen wie z.B. „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon …
„Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles andere vergessen hat.“ Wie schön, wenn schließlich nichts mehr zum Vergessen da ist und Bildung gleich auf dem Nullpunkt beginnt. Das löst dann auch viele Demenzprobleme…
Ich hatte nur acht Schuljahre(Volksschule) und sprach bayerischen Dialekt. Trotzdem habe ich mit 17 Jahren meine Kochlehre erfolgreich abgeschlossen. Dann habe ich mich nach der Bundeswehr entschlossen zur Bundesbahn zu gehen. Dort habe ich die Prüfung zum Bundesbahnbeamten gemacht.
Aus persönlichen Gründen habe ich den Dienst bei der Bundesbahn beendet und war wieder Koch.
Nach einem schweren Unfall konnte ich als Koch nicht mehr arbeiten und da habe ich mich für einen Job im Sicherheitsgewerbe entschieden.
2006 habe ich die Prüfung als Werkschutzfachkraft bei IHK München erfolgreich absolviert.
Man muss kein Genie sein um in diesem Land eine gute Ausbildung zu bekommen, man muss nur wollen!
Mit 70 bin ich dann in Rente gegangen. Zum Glück, bei diesen ganzen Versagern in der Politik!